Kann mir einer erklären wie Verhältnis im Mittelalter zwischen weltlicher und geistlicher Gewalt war?

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4 Antworten

Es gab da wirklich verschiedene Verhältnisse - es ging ziemlich hin und her. Jede Seite versuchte natürlich, so viel Macht wie möglich für sich zu beanspruchen.

Und da wurde mit allen Mitteln gekämpft - Auftragsmord, Geheimdienste, Erpressung, Demagogie, ..., also auch nichts anderes als heute.

Übrigens war die Trennlinie weniger "Adel gegen Klerus", sondern "ich gegen die anderen", und da hat man sich - ganz pragmatisch - mit jedem verbündet, von dem man sich Vorteile erhofft hat, ob mit Adel, Klerus, Papst, Gegenpapst oder wem auch immer.

Wie in der Menschheitsgeschichte üblich, gab es auf allen Seiten auch ein paar Leute, die das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen im Blick hatten, aber das war - ebenfalls wie üblich - im Normalfall eine Minderheit.

Siehe z. B. beim Stichwort Investiturstreit.

Danke für deine Hilfe!!!

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Im Mittelalter herrschte sie so genannte Dreiständegesellschaft vor. Bestehend aus dem

- Klerus an der Spitze (1.Stand) = "die, die beten"

- Adel, die weltlichen  Herrscher( 2.Stand)= "die, die kämpfen und beschützen"

- Bauern (3.Stand) = "die, die arbeiten"

Offiziell hatten so alle Stände ihre Aufgaben, jedoch hatten der Adel und der Klerus viele Privilegien und konnte so die Bauern ausnutzen, die die meiste, schwere Arbeit für die Gesellschaft verrichteten.

Der Klerus stand über den Adeligen, da im Mittelalter Religion eine extrem wichtige Rolle spielte und deshalb hatte er auch die meisten Privilegien.

Diese Gesellschaft funktionierte, da die Menschen glaubten, dass ihre Rolle von Gott gegeben war und sie in ihrem Stand hineingeboren wurden. Deshalb akzeptieren die Bauern auch ihre benachteiligte Position, da es ja sozusagen Gottes Wille war.

Okay, gut danke für die Erklärung. Aber stand der Klerus immer über dem Adel, also dass ein Papst einen König richten konnte etc. Wie war das?

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@itsmeanna

Manche Päpste / Gegenpäpste wurden auch von "weltlichen" Machthabern eingesetzt bzw. ihre Wahl entsprechend beeinflusst (mit friedlichen oder weniger friedlichen Mitteln).

Wenn die Könige und Kaiser den Papst als über ihnen stehend anerkannten, dann wohl in aller Regel aus Opportunität (das einfache Volk glaubte ja, dass es so war).

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Also das kommt auch auf das Land an, aber in den meisten Ländern stand der Klerus über den Adel/Königen. Deutschland beispielsweise bestand zu dieser Zeit in zahlreichen Einzelstaaten mit jeweils verschiedenen Adeligen als Herrscher, der Papst jedoch war eine zentrale Macht.
In England durfte sich König Heinrich 8 auch nicht von seinen damaligen Frauen scheiden lassen, weil es die Kirche untersagte. So wurde er sie durch Enthauptungen los, bis er seien eigene Kirche gründete.

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Es war spannungsgeladen, siehe der Investiturstreit, ausgetragen vonm Heinrich IV, der vom Papst Gregor VII gebeugt wurde. Spannungen gab es auch mit Friedrich II, der sich jedoch nicht vom Papst beugen ließ, stattdessen seine Eigenständigkeit wahren konnte. 

Es gab im Mittelalter in Europa den Adel (weltliche Macht) und den Klerus (Geistliche Macht), der Klerus mit dem Papst an der Spitze stand über dem Adel

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