Wer war im Mittelalter mächtiger Papst oder König?

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Papst 87%
König 13%

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das wechselte im Laufe des Mittelalters und das war nicht in allen Ländern gleich.

Im Frühmittelalter dominierte der Frankenkönig bzw. -kaiser die Kirche. Auch noch unter den deutschen Kaisern der Ottonen und frühen Saliern war der Kaiser mächtiger, setzte Päpste ein und ab. Dann kam der Investiturstreit, den das Papsttum gegen das deutsche Kaisertum gewann. In dieser Zeit befreiten sich die Könige von Frankreich und England nach und nach vom römischen Einfluss und beherrschten ihre Kirchen. Frankreich inszenierte eine Kirchenspaltung und ließ "seinen" Papst in Frankreich residieren.

Danke für den Stern.

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König

das ging doch hin und her, wie beim Fingerhakeln am Stammtisch.

Der französische König Philipp IV war sogar so mächtig, dass er den Papst zwingen konnte, von Rom nach Avignon in Südfrankreich umzuziehen.

Umgekehrt war Papst Gregor VII so mächtig, dass er es wagen konnte, den deutschen König Heinrich IV zu exkommunizieren, und von ihm verlangte, er müsse nach Italien, nach Canossa pilgern, und ihn, den Papst, um Verzeihung bitten. Der Gang nach Canossa verlief so: „Sie krochen bald auf Händen und Füßen vorwärts, bald stützten sie sich auf die Schultern ihrer Führer; manchmal auch, wenn ihr Fuß auf dem glatten Boden ausglitt, fielen sie hin und rutschten ein ganzes Stück hinunter; schließlich gelangten sie doch unter großer Lebensgefahr in der Ebene an. Die Königin und die anderen Frauen ihres Gefolges setzten sie auf Rinderhäute, und […] zogen sie darauf hinab.“

Seit Pippin III. war die Regelung so:

Der Papst salbte den König und fühlte sich damit dem König übergeordnet.

Pippin III hat dafür dem Papst den Kirchenstaat überlassen (Pippinsche Schenkung), allerdings als Lehen. Damit fühlte sich der König dem Papst übergeordnet.

Wer faktisch mehr Macht hatte, war dann in der Folge je nach Land, Papst und Herrscher unterschiedlich. Dass müsste man dann im Einzelnen betrachten.

Beispiel: Sehr deutlich wurde das ab 1076 im Investiturstreit zwischen Papst Gregor VII. und Heinrich IV., bei dem es um die Einsetzung der Bischöfe ging (Lösung im Womser Konkordat).

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Theoretisch und von seinem Selbstverständnis war es der Papst. Aber wie das Beispiel Englands lehrt konnte ein kluger König den Papst in die Ecke stellen.

Papst

Das waren allerdings Wechselbeziehungen im laufe der Geschichte.

Im Fall Napoleon war der Papst sein Gefangener und wenn auch noch gesprochen wird, das durch dire Selbstkroenung Napoleons samt Frau, der Papst moralisch daraus hervorging, dann hatte Napoleon die weltliche Macht allemal in der Hand.

http://www.damian-hungs.de/pantheon/papst-pius-vii/

Die Paepste zu Zeiten Der Kreuzzuege, hatten zwar das `Sagen`, allerdings keinen Nutzen davon.

Frech waren sie auch, sie rissen sich die Vermoegen der Templer unter den Nagel und verfolgten deren Mitglieder, wie die Nazis es mit den Juden taten.

Der Gipfel der Frechheit war der Papst Alexander der Sechste.

https://www.welt.de/kultur/history/gallery13704762/Papst-Alexander-VI-und-sein-Clan.html

Woher ich das weiß:Recherche

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