Wann ist etwas kulturelle Aneignung und wann nicht?

6 Antworten

Ich halte es so: das, was ich nicht für abwertend halte, ist für mich in Ordnung. Also wenn ein Deutscher Rastalocken trägt und ein Mensch mit schwarzer Haut Lederhosen, mag das zwar kulturfremd sein, aber wo soll da das Problem sein? Die Rastalocken dienen nicht der Abwertung, und die Lederhosen sind ja eher als Anerkennung der bayrischen Mode gedacht, insofern geht das in Ordnung.

Das Einzige, was ich kritisch sehe, ist der Punkt der Abwertung. Wenn sich jemand schwarz anmalt, um sich über schwarze Menschen lustig zu machen, ist die Intention dahinter fragwürdig. Das scheint mir aber eher selten vorzukommen.

es gibt keine kulturelle Aneignung, das ist ein Kampfbegriff von Rassisten.

Die zentrale Aussage über "kulturelle Aneignung" ist doch die, dass es von der Rasse / Herkunft / Ethnie eines Menschen abhängt, was er darf und was nicht, also erst ab x% schwarzen oder artverwandten Blutes darf man Dreadlocks tragen.

"Kulturelle Aneignung" ist eine faktisch rechtsextremistische Fata Morgana, die das Menschenrecht auf individuelle Entfaltung der Persönlichkeit unterlaufen will.

Rechtsextremistisch? Inwiefern denn das?

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Ja klar. Irgendwie sind ja immer die Rechten schuld.

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Kannst du das mal allgemeinverständlich erläutern? Warum sollte das eine rechtsextremistische Fata Morgana sein?

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Das ist wenn auf der Bundesgartenschau in Mannheim eine Rentnertanzgruppe nicht mit Sombrero auftreten darf, dafür aber eine rote Rose als Ersatz in die Haare stecken dürfen. Die blühen ja nicht nur in Malaga.

Warum darf ein Weißer angeblich kein Didgeridoo spielen?

Er darf. Punkt. Und wenn das irgendwem nicht passt, darf er trotzdem.