Vorstellungsgespräch Tierpfleger/in? Welche Fragen?

Hey, hat es mit dem Vorstellungsgespräch geklappt, bin auch dabei mich als Tierpflegerin zu bewerben. Habe in den Kommis gelesen das wir fast den gleichen lebenslauf haben.. LG;)

Jap, ich habe mich durchgekämpft und habe eine Stelle gefunden, die ich Anfang diesen Monats angetreten habe. Ich würde dir empfehlen, dich deutschlandweit zu bewerben.

5 Antworten

Du bist dir bewusst dass der Zoo nicht immer schön ist? Ich hatte damals ein Praktikum und musste feststellen, dass es für mich nichts ist... Tierpfleger müssen auch Raubtiere versorgen, ich dachte damals dass alles tot geliefert wird, und ich es nur zerstückelt müsste, weit gefehlt...Sie züchten die futtertiere selbst und töten diese auch selbst. Ansonsten ist es eine wunderschöne Erfahrung gewesen...Ich hatte auch eine ausgebüxte Ratte in meiner Jacke die sich vor den Wasserstrahl wohl verstecken wollte weil wir gerade das Bärenklaue reinigen, das war ein Schock als ich hinein gegriffen habe und was felliges, warmes und zabbelndes spürte xD

Das ist mir sehr wohl bewusst. Ich habe in einer Schäferei gearbeitet. Die Arbeit hat mich dort so ziemlich abgehärtet. Mich stört das überhaupt nicht. Ich sehe da nicht nur den Bruchteil von wirklich schöner Arbeit mit den Tieren, wovon alle immer träumen.

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"Eines der von Ihnen verantworteden Tiere ist todkrank und der Tierarzt möchte es einschläfern. Was sagen Sie dazu?".

Meine Tochter hat in der fünften Klasse einen Praktikumstag in einer Tierarztpraxis gemacht und durfte dort auch bei Einschläferungen teil haben. Das war nicht einfach für ein 10jähriges Kind, aber sie hat gelernt wie viel Verantwortung Menschen für die ihnen anvertrauten Tiere tragen.

Viel Erfolg!

Danke für die Antwort.

Hast du noch andere Ideen, was gefragt werden könnte? Vielleicht auch etwas zu dem Zoo selbst?

Was das einschläfern betrifft, das lässt mich eiskalt. Ich habe ein FÖJ in einer Schäferei gemacht und toten Lämmern schon das Fell abgezogen, gedrittelt und an die Hunde verfüttert. Da macht mir ein einschläfern von einem Zootier glaube ich ziemlich wenig aus. 😅

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@9NeunMalKlug9

Sorry, aber das ist dass was mir eingefallen ist und was denke ich vielen "Guckindieluft" Teenagern gar nicht bewusst ist. Schau zu dass du nicht zu eiskalt rüber kommst. Verantwortung ist das Schlüsselwort.

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@DerRoll

Nein, das möchte ich auch nicht. Ich wollte das nur mal veranschaulicht haben. Wie gut, dass ich bald 21 werde und nicht diese Bilderbuch Fernsehsendung im Kopf habe, wenn ich an Tierpfleger denke.

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@9NeunMalKlug9

Du solltest auch auf Fragen zu "Nutzen eines Zoos" vs "Tierrechte" vorbereitet sind. Auch hier, schau dass du nicht zu einseitig rüber kommst, die richtige Mischung aus Empathie für die Tiere, Verantwortung und Wille den Menschen zu helfen sollte okay sein.

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Die werden nicht allzuviel wissen verlangen da es eben eine Ausbildung ist. Die werden sich wahrscheinlich eher deine Persönlichkeit und deine Denkweise näher anschauen. Aber wenn du etwas weißt ist es ein Pluspunkt.

Danke für deine Antwort.

Ich meine jetzt auch nicht speziell Fragen, die schön das Wissen eines Tierpflegers abverlangen. Ich habe eher die Sorge, dass irgendwelche Fragen zu dem Zoo selbst kommen könnten. Aber ich weiß nicht, was da alles dann kommen könnte.

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@9NeunMalKlug9

Achso also bei Firmen wird manchmal etwas zur Geschichte und zum Gründerdatum gefragt. Meistens auch was die Firma so macht. Also gespiegelt auf einen Zoo würde ich mal sagen seit wann es den Zoo gibt, welche Tiere es so gibt und ob eventuell besondere Ereignisse waren.

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@Coffeemachine

Vielen Dank! Dann hoffe ich, dass die nicht zu viele Details wissen wollen.

Ich hatte das nämlich bei der Bewerbung beim Bundesforst. Da kamen fragen, da habe ich mit irgendwelche Antworten zusammen gedruckst. Überzeugt habe ich bei den anscheinend trotzdem, auch wenn ich letzen Endes die Stelle nicht angenommen habe. Aber ich möchte es nicht riskieren.

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Vor allem wirst du sicher erklären müssen, warum du mit 21 Jahren immer noch keine Ausbildung hast. So etwas wirft Fragen auf und macht keinen wirklich positiven Eindruck.

Das lässt an deiner Zielstrebigkeit zweifeln, an deiner Entschlusskraft, daran, dass du scheinbar keine Entscheidungen treffen kannst, nichts zu Ende bringst, antriebslos bist .....

Und bei deinen Kommentaren hier stellt sich für mich tatsächlich die Frage, ob der Hauptgrund dieser Ausbildung - die Tierliebe - bei dir nicht tatsächlich fehlt!!

KEINEN Tierpfleger lässt es eiskalt, wenn sein Pflegling eingeschläfert werden muss!! Er mag die Notwendigkeit einsehen - aber kalt lassen sollte es ihn nicht.

Die Tierpfleger im Affenhaus im Krefelder Zoo haben Rotz und Wasser geheult und brauchen zum Teil auch jetzt noch psychische Hilfen - so sehr ist ihnen der schreckliche Tod ihrer Pfleglinge ans Herz gegangen.

Für mich hört es sich überhaupt nicht so an, als wärest du für diese Ausbildung geeignet.

Danke dir, dass du mir so schlechte Laune mit deiner Antwort machst. Es klingt wahrscheinlich so eiskalt, weil ich es einfach überspitzt dargestellt habe, nur um es besser verdeutlichen zu können. Ich bin total tierlieb und wir haben auch 2 Hunde zu Hause. Tiere sind für mich das ein und alles. Ich möchte damit nur sagen, dass ich mit der Arbeit als Tierpflegerin nicht verbinde, dass nur kuscheln und betüddeln auf dem Plan steht.

Und die sache, dass ich noch keine Ausbildung habe, kann ich sehr gut erklären. Tut mir leid, dass ich eine schwere Depression hatte, deshalb mehrere Suizidversuche unternommen habe, 13 Wochen in der Klinik war und mein Abi abgebrochen habe, weil ich einfach nicht mehr konnte mit dem ganzen Schulstress. und weil ich unbedingt mein Fachabitur haben wollte, habe ich ein FÖJ gemacht und zwar auch durchgezogen. Ich habe mich die ganze Zeit auch für eine Ausbildung als Tierpflegerin beworben, aber die Stellen sind halt heißbegehrt und ich brauchte deshalb eine Alternative. Und es gab einfach nichts, was mich angesprochen hat, und dann bin ich auf Forstwirtin gestoßen und es hörte sich richtig an. Aber durch viele Umstände habe ich gemerkt, dass es nicht das Richtige ist und ich viel lieber mit Tieren arbeiten möchte und weiter für so einen Ausbildungsplatz kämpfen werde. Mir hat das FÖJ in der Schäferei eben total viel Spaß gemacht, aber Schäfer will ich deswegen nicht werden.

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@9NeunMalKlug9

Und genau diese Frage - warum du bisher noch keine Ausbildung hast - musst du eben nicht mir erklären - sondern dem möglichen Arbeitgeber. Und da sich für die sehr sehr wenigen Ausbildungsstellen als Tierpfleger im Zoo immer Hunderte Bewerbungen einfinden - solltest du dir die Erklärung wirklich sehr sehr gut zurechtlegen - denn den ausbildenden Arbeitgeber wird das sehr interessieren. Das ist kein "Sozialhilfeunternehmen", sondern ein knallhartes Wirtschaftsunternehmen und da kann man am allerbesten gesunde junge Leute gebrauchen, die die Ausbildung auch knallhart durchziehen. Ausbildung ist für den Betrieb immer sehr sehr teuer - deshalb liegt denen auch daran, dass die Auszubildenden fit und belastbar sind und die Ausbildung schaffen.

Wenn dich die Schule schon stresst - was meinst du, was das für einen Eindruck macht? Du musst schließlich auch während der Ausbildung den schulischen Teil in der Berufsschule leisten und schaffen!

Tut mir leid, wenn dir das alles "schlechte Laune" macht - aber so ist die Realität nun mal! Eben KEIN Ponyhof!

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@dsupper

Abitur und Berufsschule ist ein minimaler Unterschied. Ich bin jetzt auch in der Berufsschule und habe keine Probleme.

So ich stattdessen lieber gar nichts machen und auf Hartz iv angewiesen sein? Ist dir das lieber? Oder dass ich mit dem Job unglücklich bin? Du verstehst es echt nicht oder?

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@9NeunMalKlug9

Es geht hier doch gar nicht darum, was mir lieber ist! Mir ist es völlig und ganz egal was du machst!

DU hast hier die Frage gestellt, welche Fragen man DIR beim Vorstellungsgespräch stellen wird.

Und genau DAS habe ich versucht, dir hier zu verdeutlichen. Damit du dich damit beschäftigst und gute Antworten im Vorfeld formulierst!! Mit denen du deine Situation positiv darstellen kannst.

SOLCHE Antworten fallen einem nämlich nicht aus dem Stegreif ein - aber man kann sie eben vorher bestens ausdenken.

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Die beste Vorbereitung ist, wenn man weiß, was der Job bedeutet: nämlich sehr viel anstrengende körperliche Arbeit, die man nie vor sich her schieben kann.

https://www.zootierpflege.de/berufsbild.html

Auch kann es je nach Tierart gefährlich sein, hohe Sicherheitsmaßnahmen sind einzuhalten, da von diversen Tieren Gefahren ausgehen. Und mal muss seinen Ekel unterdrücken können, denn wer Chamäleons und Schlangen füttert - der weiß auch: das Futter lebt noch... und die Futtertiere müssen herangezogen werden. Schaben, Würmer, Heuschrecken, Fliegen, Maden, Mäuse...

Danke für die Antwort.

Ich weiß, was da auf mich zukommen wird und dass es ziemlich wenig mit Tiere kuscheln zu tun hat, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine Scheißarbeit ist.

Das hilft mir aber leider nicht damit weiter, zu wissen, was in einem Vorstellungsgespräch gefragt werden könnte.

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@9NeunMalKlug9

Nun, wenn man sich für eine Ausbildung interessiert, dann weiß auch der Interviewer, dass man keine Detailkenntnis haben kann. Du liest Dir am besten mal genau die Berufsbeschreibung durch. Wenn Du deutlich machst, dass Du weder vor schwerer Arbeit, noch vor gefährlichen Tieren und hohen Sicherheitsanforderungen Scheu hast und auch vor ekligen Dingen nicht, dann ist schon viel geholfen. Der Interviewer will nur herausfinden, ob Du dieser Belastung gewachsen wärest. Motivation kann außerdem sein, dass man die Bemühungen der Zoos um Forschung und Artenerhalt fördern möchte, die Biodiversität. Sage, was Dir am meisten am Herzen liegt, dass Tiere möglichst artgerecht gehalten werden, dass man versucht, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu bewahren und dass Du Tiere als das siehst was sie sind, dass sie am besten ungestört bleiben sollten unter ihresgleichen und dass Du sie nicht vermenschlichen möchtest, dass sie Teil eines lebendigen Planeten mit einer einzigartigen und z.Zt. gefährdeten Biosphäre sind. Das ist die Eintrittskarte in den Job. Viel Glück!

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@Fotoschlumpf

Vielen Dank! Und wie sieht es ist mit Infos und Fakten zu dem Zoo selbst, wo das Gespräch stattfindet?

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@9NeunMalKlug9

Oh, ja... das würde ich natürlich auch unbedingt in den Fokus setzen. Die Geschichte des Zoos und die seit dem laufenden Modernisierungen und Bemühungen um artgerechtere Haltungsmethoden, all das findet man sogar auf der Website des Zoos und in Faltblättern, im Zoo selbst beispielsweise. Auf jeden Fall sollte man vorher noch mal als Besucher hin gehen und alles erforschen was man finden kann. Wikipedia bietet reichlich Informationen über jeden Zoo...

Siehe zum Beispiel: https://de.wikipedia.org/wiki/Zoo_Frankfurt

Schließlich muss man auf jeden Fall wissen, wo man sich bewirbt. Zahl der Tiere, Fläche, Besucherzahlen, Finanzbudget, kann man alles rausfinden, Förderer und Mitgliederprogramme... welcher Zoo soll es denn bei Dir sein?

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@Fotoschlumpf

Danke dir, das ist sehr hilfreich :)

Also beworben habe ich mich Deutschlandweit und das erste Vorstellungsgespräch habe ich im Zoo Neuwied und das andere für den Zoo Dortmund bzw. das Tierheim in Dortmund.

Und dann habe ich noch einen Eignungstest in Halle (Saale).

Vorher als Besucher dorthin zu gehen ist schwierig, da ich zum Teil ein paar Stunden Anfahrt habe und auch übernachten muss und somit meinen ganzen Urlaub auch dafür aufopfern muss. Außerdem wird das so schon leider alles sehr teuer.

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