Verhaltenweise im Fall eines Super-GAUs in belgischem Atomkraftwerk - wie sollte man (speziell im Raum Köln) reagieren?

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6 Antworten

In bundes-deutschen Presseberichten ist wieder die Rede von
Schrottreaktoren mit mindestens 1.000.000.000. ... .000 Rissen. Gemeint ist hier das Wiederanfahren der 2 belgischen Kernreaktoren Dole 3 und Tihange 2. Beide Leistungsreaktoren wurden vorsorglich herunter gefahren um intensiv die Reaktor-Druckbehälter (RDB) auf Materialprobleme hin zu
untersuchen. Das Resultat zeigt jedoch, dass es keine relevanten Materialprobleme gibt. Hierbei sollte man wissen, dass ein RDB eines Kernkraftwerkes nicht nur den normalen Betriebsbedingungen stand halten muss, sondern auch Bedingungen von Auslegungsstörfällen. Daher hat die
 RDB-Stahlwand auch die doppelte Dick, als für die Betriebsbedingung notwendig wäre.

Bei den belgischen Reaktoren wurde das letztere angezweifelt, das Standhalten von Auslegungsstörfällen, nicht das Standhalten im Normalbetrieb! Aber zum Schluss ist alles gut, die RDB der Reaktoren halten nach aktuellem Wissen auch Auslegungsstörfälle stand. Das fällt naturgemäß
besonders Bundes-Deutschen schwer zu glauben.

Hier mal eine Samlung von technischen Quellen im Internet:

http://nuklearia.de/2016/02/04/belgische-rissreaktoren-wie-sicher-sind-tihange-2-und-doel-3/

www.fanc.fgov.be

Und etwas Klartext:

"...Das größte Problem ist die Bewertung des Einflusses der Risse bzw. der Defekte der Kristallgitterstruktur auf die mechanischen Eigenschaften des Materials. Die entdeckten Defekte induzieren, wie alle anderen Defekte auch, Spannungsfelder in die umliegenden Gitterstrukturen des Metalls. Dadurch wird die Bewegung von Versetzungen, eindimensionale Fehler der Gitterstruktur, behindert.

Betrachte ich ein Metallgitter von der Seite, sehe ich viele gerade Linien für die einzelnen Ebenen des Metallgitters. Eine Versetzung ist bildlich gesprochen eine eigeschobene Halbebene, die nicht an den Korngrenzen eines Metallgitters endet, sondern irgendwo zwischendrinn. Sie sind für die mechanischen Eigenschaften äußerst wichtig, da sich Versetzungen deutlich leichter durch das Metallgitter bewegen können als vollständige Ebenen. Sie sind für die elastische Verformung eines Materials verantwortlich. Bei einer angelegten mechanischen Spannung wandern sie durch die einzelnen Ebenen zu den Korngrenzen. Das Material dehnt sich reversibel, also elastisch aus.

Defekte des Kristallgitters behindern diese Bewegung. Fehlstellen im Gitter, eingeschlossene Fremdatome (z.B. Kohlenstoff im Stahl), Ausscheidungen verschiedener Metalle, die Korngrenzen und auch die Versetzungen selbst drücken oder ziehen im Material. Die elastische Verformbarkeit sinkt, die Härte steigt zusammen mit der Sprödigkeit des Materials. Diese Defekte gibt es in jeder Metall- oder Keramikstruktur. Mit der Dauer der Materialbelastung steigt die Anzahl der Defekte an, das Material altert und wird zunehmend spröde.

Bei den beiden betroffenen Reaktordruckbehältern in Belgien hatte man, als die Reaktordruckbehälter gefertigt wurden, deutlich mehr Defekte im Material als durchschnittlich zu erwarten wären. Die Druckbehälter verhalten sich
also so, als waren sie bereits länger in Betrieb. Das Problem nach der Entdeckung der zusätzlichen Defekte war die Einordnung, wie alt man den Druckbehälter einordnen muss, man musste praktisch ein Referenzalter bestimmen.

Die Arbeit daran hat über zwei Jahre gedauert. Neben
den belgischen Aufsichtsbehörden und dem Forschungszentrum Mol in Belgien waren auch andere Forschungseinrichtugen beteiligt, mehrere
amerikanische Einrichtungen zum Beispiel. Die Daten wurden von den Experten untersucht und die Belastbarkeitkeit vergleichbarer Stähle untersucht.

Das Ergebnis war, dass der Stahl für die vergleichsweise kurze Restlaufzeit von 9 Jahren geeignet ist. ..."


Aber selbstredend hat die BRD-Presse und die technisch/ naturwissenschaftlich ungebildete BRD-Politik-Kaste keinen Plan und reitet auf einer Welle der Panik und Endzeit. Wie typisch deutsch! Man könnt meinen das die Zeit der Flagellanten gerade erst gestern war. Es ist unerträglich wie rückschrittig diese Nation und ihr Volk in den letzten Jahrzehnten geworden sind. An der BRD und ihrer Bevölkerung sieht man was es bedeutet an akuter Wohlstandsverwahrlosung zu leiden ....


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Kommentar von ocin1
05.02.2016, 22:35
Mal etwas Grundlegendes zum Austritt von radioaktiv kontaminierten Stäuben aus z.B. einem KKW

Die Problematik kann man grob auf die Problematik von
Staubverteilung reduzieren, mit dem Unterschied, dass der Staub eben radioaktiv kontaminiert ist. Es trifft also grob gesprochen das
Gleiche zu, als wenn man in der Nähe eines Chemieunglueckes oder eines Brandes ist. Fenster dicht verschließen und im Zweifelsfall Gasmasken aufsetzen. Die Anzüge, welche vom kundigen Personal getragen werden, schützen vor ungewollter Kontamination. Strahlenschutz-Anzuege gibt es nicht. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Dekontamination macht sich die abwaschbarkeit von Stäuben, hier von radioaktiven Stäuben, zu nutze. Es ist also kein Unglück, wenn man auf der Haut oder auf einem Gegenstand radioaktive Stäube hat. Man sollte es nur verhindern, jene Stäube in den Körper aufzunehmen, da es dann sehr schwer ist, diese Stäube wieder heraus zu bekommen (jedoch nicht unmöglich, da sie vom Körper mit einer biologischen Halbwertszeit ausgestoßen werden).

Ein weiterer Schutz vor bestimmten radioaktiv kontaminierten
Stoffen bietet die Einnahme von Kalium-Jodit-Tabletten, welche aber
erhebliche Nebenwirkungen haben. Es sollte daher nur in direkter Nähe zu einem havarierten KKW oder zu einer Kernexplosion von Kernwaffen eingenommen werden. Nur in diesem Fall sind die erheblichen Nebenwirkungen dieser Tabletten vertretbar.

Durch die Einnahme von Kalium-Jod-Tabletten wird Dein Körper mit
nicht-radioaktivem Jod gesättigt, so das Dein Körper kein weiteres
Jod, welches ja potentiell radioaktiv (Jod-131, Jod-129,…) sein
könnte, aus der Nahrung aufnimmt. Was also mit diesen Tabletten
verhindert wird, ist eine Kontamination Deines Körpers mit
radioaktivem Jod. Man spricht also nicht vom Schutz vor Strahlung
sondern vom Schutz vor einer unerwünschten Kontamination (siehe Wiki Jodblockade, Kaliumiodid). Hierzu muss aber auch gesagt
werden, wer täglich seine normale Joddosis durch z.B. jodiertes Salz
aufnimmt, um z.B. ein Jodmangel-Struma vorzubeugen
(de.wikipedia.org/wiki/Schilddrüse#Struma), sorgt im Falle eines
Austritts von radioaktivem Jod schon für eine deutlich verringerte
Aufnahme dieses kontaminierten Jodes, da der Körper bereits gut mit „gutem“ Jod gesättigt ist.

Ein Schutz vor Wellenstrahlung (Gamma-Strahlung,
Röntgen-Strahlung) hat man nur durch Schutzschichten, welche aus
Substanzen hoher Ordnungszahl (Blei, Uran,…) bestehen. In dem Film „die Wahre Geschichte von Tschernobyl (Youtube.com)“ wurden die Soldaten, welche auf dem Reaktordach Trümmer geräumt haben, mit umgehängten Bleiplatten „geschützt“. Normaler weise ist man nie solch hoher Gamma- oder Röntgen-Strahlung ausgesetzt, dass man sich dagegen schützen müsste (außer man steht direkt neben dem zerstörten Reaktor). Das Problem bei KKW Unfällen ist eben nicht diese Wellen-Strahlung, sondern radioaktive Staub-Partikel, welche in die Luft gewirbelt werden. Dieses Problem handhabt man dann wir z.Bs. die chemische, oder biologische Kontamination. Nur kann man bei chemischer oder biologischer (Viren, Bakterien) Kontamination sich nicht so einfach darauf untersuchen lassen, wie das bei der radioaktiven Kontamination der Fall ist (Geigerzähler, Kontamat,….).
Im Falle einer potentiellen biologischen Kontamination müssen erst
mal Kulturen angelegt werden, welche nicht vor einem Tag ein Resultat liefern. Etwas besser steht es um die Prüfung auf chemische Kontamination. Jedoch ist man auch in diesem Fall auf recht große Probenmengen angewiesen. Radioaktive Stoffe sind gerade durch die Strahlung fast Problemlos schon bei Probenmengen von einigen Atomen gut nachzuweisen. Weiter schau Dir doch mal den Wiki-Artikel Strahlenbelastung, Radonbelastung oder im englischen Wiki
unter en.wikipedia.org/wiki/Background_radiation,
oder hier hundert-gute-Antworten.de an.

Was man aber machen kann, ist die Reduzierung der schädlichen
biologischen Auswirkung der ionisierenden Strahlung
durch die
Einnahme von Radikal-Fängern, Radioprotektoren wie dem
Gemüse- /Frucht-Farbstoff Lycopin/ Flavonoideund wie das Vitamin C (E300). Hierzu schau mal bei Wikipedia unter Lycopin, Radikale (Chemie), Flavonoide, Radioprotektor, Theorie der freien Radikale.

Quellen:

en.wikipedia.org/wiki/Background_radiation
, hundert-gute-Antworten.de
, de.nucleopedia.org/wiki/Strahlenrisiko
,
, de.wikipedia.org/wiki/Schilddrüse#Struma

2

ja. gern doch gibts ernste und hilfreiche tipps. 

lies von gudrun pausewang das buch "die wolke".

viel besser kann man nicht darstellen, warum und was von deinen beschriebenen vorstellungen nicht funktionieren kann.

und das andere:

es gibt einen GAU. ein supergau ist nicht möglich.

GAU heisst Grösster Anzunehmender Unfall - mehr als grösster geht nicht.

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ich hab ein paket jodtabletten zuhause. wie jeder hier, der im umkreis von 60km zu einem akw wohnt.. die "bontsches" gibts zugeschickt. nützen zwar auch nix... aber bei einem GAU soll man sie nach anweisung über sprechwagen und aus dem radio einnehmen.... eine, zwei, drei, eine halbe... vielleicht auch alle.

aber ich bin durch meine schilddrüsenproblem gut genug informiert. wenn man ALLE nehmen soll, kann man sich besser erschiessen. die ganze packung aufs mal ist definitiv tödlich. und so sch... wie man sich fühlt, wenn man aus versehen mal ein bisschen schilddrüsenjod zuviel dosiert hat... ich hab keinen bock durch jodtabletten zu krepieren. fertig.

und bei dem zeug - grins - selbst mein arzt und die staatliche gesundheitsbehörde konnten mir sagen, ob ich die dinger als schilddrüsenpatient überhaupt nehmen darf.

ist doch besser, es so zu machen, wie in deutschland. da verteilt der staat nicht für millionen euro bevölkerungsberuhigungsmedikamente die dann eh für die katz sind.

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weisst du, was bei einem akw unfall geschieht?

da rücken thw und militär aus. und alles, was ein bestimmtes strahlungsniveau beim messen übersteigt, muss INNERHALB der ringzone bleiben. mittelverstrahlte dürfen in den zweiten "ring" und nur wer nicht oder annähernd nicht kontaminiert ist, darf raus. geht ja nicht, wenn noch andere verstrahlt werden.

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das einzige, was hilft: dich zu informieren, wie ein akw funktioniert, was kernreaktion ist, was ein schneller brüter ist etc...

https://www.kernenergie.ch/de/so-funktioniert-ein-kernkraftwerk-_content---1--1254--345.html

für akw gibts eine lobby und eine gegenlobby. die gegenlobby hat den nachteil, zwar eine meinung zu haben, aber nur unzureichend informiert zu sein. und deshalb wird die gegenlobby es niemals schaffen, überzeugend zu argumentieren.

wenn ich dir jetzt schreibe, dass ein akw im PRINZIP funktioniert, wie eine überdimensionale kaffeemaschine mit zwei geschlossenen wärmekreisläufen, glaubt mir das eh keiner. ist aber so.

ich hab über das thema mal einen scheinbar sehr guten zweiteiler für meine damalige radiosendung gemacht (zweimal 1 stunde). vor allem die funktionsweise muss man für den durchschnitsdummy erstmal aufbereiten. aber dann gehts.

die gegenlobby hat einfach erst mal ne meinung, ohne zu wissen worum es geht.

und - die lobby lebt davon. und wehe da kommt einer...

meine sendung hat genügt, um die lobby dazu zu bringen, mir gegenüber den zeigefinger zu erheben und eine gegendarstellung zu fordern, für ein zitat, das ich verwendet hab. ich hab KEINE gegendarstellung gesendet, sondern begründet, warum ich keine sende, alle quellen genannt, die sendekopie losgeschickt und auf die anzeige gewartet.

es kam - NICHTS.

das einzige was gegen deine angst hilft ist fundiertes wissen.

und nun hoffe ich, du kannst ab heute nacht wieder ruhig schlafen.

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Kommentar von schmidtmechau
05.02.2016, 07:40

Hallo ponyfliege,

warum hast Du so eine schlechte Meinung von der Gegenlobby? Nirgendwo anders findet man eine so fundierte Aufklärung wie in der Anti-Atomkraft-Bewegung! Auch wenn es natürlich viele Menschen gibt, die - einfach aus einem Gefühl heraus - die Atomkraft ablehnen, muss man diese doch nicht als "Durchschnittsdummy" bezeichnen! Das ist schon ziemlich arrogant! Fast genauso arrogant und "hilfreich" wie die Atomlobby - und manchmal auch die Wissenschaft, die vor lauter Fachwissen nicht mehr in der Lage ist, sich verständlich auszudrücken, und dabei doch meist einfach nur korrumpiert ist! (Das ist jetzt vielleicht auch ungerecht: Es gibt sehr viele Wissenschaftler, die nicht korrumpiert sind, die eine klare Sprache sprechen und ihr Fachwissen anwenden, um die aktuellen Probleme zu lösen - so habe ich es jedenfalls 1986 während des Tschernobyl-Unfalls erlebt!)

Gruß Friedemann

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Wo man hin fahren kann, kann man nicht so einfach sagen.
Es richtet sich danach in welche Richtung der Wind weht.
Ich finde das unverantwortlich was die da machen.
Ich hoffe auch das die Klage was bringt.
Wenn die Wolke in den Ruhrpott zieht sind 10 Millionen Menschen betroffen.
Die kann kann man niemals evakuieren.
Da müsste man schon alle Busse in ganz Deutschland anheuern und die würden wahrscheinlich nicht ausreichen.

Ich habe selber leider kein Auto aber meine Eltern haben eins.
Ich könnte da anrufen und die sind dann hoffentlich innerhalb einer halben oder Stunde da.

Man weiß ja nicht ob sie überhaupt durch kommen.

Ich wohne in Aachen und da leben 260.000 Einwohner.

Wenn die Leute in Aachen mit Bussen wie in Pripjat evakuiren wollen muss man 5200 Busse anheuern wenn durchschnittlich 50 Leute in einem Bus Platz haben.

Das hieße durchschnittlich 742 Busse für jeden Stadtbezirk.
Noch nicht einmal die ASEAG,Rheinlandbus und TAETER haben so viele Busse.

Mehr kann ich dazu auch nicht sagen.
Wenn das so abläuft wie in Pripjat sind wir am A...sch

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Kommentar von PlueschTiger
02.11.2016, 10:10

Dazu käme noch das Problem, selbst wenn man die Busse hätte, würden sie eh nicht wegkommen, da der verkehr die Straßen verstopfen würde. Letztlich gibt es wahrscheinlich eh keine Evakuierungspläne und gerade das Flüchtlingsproblem hat gezeigt mit was wir in so einem Fall rechnen müssen, Planlosigkeit.

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Jeder Haushalt sollte laut BBK für 14 Tage Nahrungsmittel bevorraten.

Darüber hinaus sollte jeder einen fertig gepackten Fluchtrucksack haben. Zum Inhalt siehe Broschüre vom BBK.

http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Ratgeber_Brosch.html

Ganz wichtig ist ein batteriebetriebenes Radio!

Die Fluchtrichtung hängt natürlich primär von der Windrichtung ab.

Zur Jodprophylaxe: Ich rate dringend dazu sich eingehend zu informieren!

Die Einnahme von Jodtabletten ("Jodblockade") wird nur für Erwachsene bis ca. 50 Jahre und nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen empfohlen. Die Nebenwirkungen sind nicht ohne!

Für weitere Informationen empfehle ich ein Survival-Forum. Geeignete Suchworte wären z. B. "Bug Out Location" (BOL) oder "Bug Out Bag" (BOB). Es gibt noch viel mehr zu beachten. Man kann eine Wissenschaft und ein Hobby daraus machen.

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Kommentar von ponyfliege
04.02.2016, 02:10

jodblockade... ;-)) wenn sie durchgeben, du sollst die ganze packung nehmen, dann sollte klar sein, dass der bevölkerung langes leid erspart bleiben soll.

die "normalen" nebenwirkungen (man muss ja überdosieren, sonst bringt es nichts) wären kopfschmerzen, schleimhautentzündungen, sehstörungen, tremor, unruhe, depressive verstimmungen, lymphschwellungen, störungen im kalziumstoffwechsel, veränderungen der nebenniere... usw.

in der schweiz kriegt das im 60km umkreis jeder ab 14 jahre nach hause geschickt. ich glaub, nach oben hin gibts keine altersgrenze.

mich würde aber mal interessieren, wo du die "bis etwa 50 jahre" aufgeschnappt hast und wie das begründet wird.

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naja, der westen Deutschlands wird nicht lange verstrahlt bleiben, die dauerhaft Kontaminierten Gebiete wären wohl in Belgien.

Nach ein zwei Jahren wäre eine Rückkehr wohl möglich.

Mal davon ab, ich finde Kernspaltung ist eine Schande denn sie Produziert viel zu viel hochgefährlichen Müll und solche Schrotthaufen wie Doel oder Tihange sollten sofort weg.

Ich finde Kernfusion viel besser, denn sie ist komplett sauber und es entsteht nur Helium als "Müll"

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Kommentar von ponyfliege
04.02.2016, 01:22

wie wärs mit wasserkraft? 

wasser hat die schöne eigenschaft, von ganz allein von oben nach unten zu fliessen. in jeden bach ne turbine und die bevölkerung hätte ihren strom.

und für die industrie - nachwachsende brennstoffe. raps, weizen, mais, zuckerrüben... das klassische brennkraftwerk eben.

kernfusion... grins...nee...

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Kommentar von bit77
04.02.2016, 01:31

Das mit der Kernfusion ist sicherlich eine tolle Sache, aber die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. Ausserdem wird in den Reaktoren kein Wasserstoff an sich, sondern Deuterium, ein Wasserstoffisotop eingesetzt.

Die hohen Temperaturen von 30....80 Millionen Grad bereiten ausserdem erhebliche Schwierigkeiten, das ganze kontrollierbar und vor allem permanent ablaufen zu lassen. Zur Zeit wird zur isolierung ein toroidales Magnetfeld benutzt.

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Wenn ich ganz vorsichtig wäre, dann würde ich mir einen Geigerzähler besorgen um die Strahlung der man sich aussetzt zu quantifizieren. Jodtabletten würde ich nur nehmen, wenn die Regierung einen dazu wirklich auffordert.

Das mit den Jodtabletten ist eine etwas zweischneidige Sache. Man muß sie nämlich zum richtigen Zeitpunkt einnehmen. Nimmt man sie zu früh, dann ist der Jodvorrat in der Schilddrüse wieder abgebaut, wenn das radioaktive Jod 131 auf einen einwirkt und das Krebsrisiko ist hoch. Nimmt man sie zu spät, dann haben sie keinen Sinn mehr.

Ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampe, Kerzen, Wasser, Tee, Kaffee, Zucker, Dauergebäck und Konserven für einige Tage wären auch sinnvoll, damit man nichts verstrahltes essen muß.

Auf den Rat der Behörden, Polizei, Katastrophenschutz achten und deren Aufforderungen unbedingt folge leisten.

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Kommentar von schmidtmechau
05.02.2016, 07:32

Hallo bit77,

"... wenn die Regierung dazu wirklich auffordert ..."

"... auf den Rat der Behörden, Polizei, Katastrophenschutz achten ..."

"... deren Aufforderungen unbedingt Folge leisten ..."

Wenn Du darauf warten möchtest, dann bist Du verraten und verkauft! Ich kann mich gut an Tschernobyl 1986 erinnern: Damals hat Innenminister Zimmermann noch 3 Wochen nach dem Unfall verkündet: "Es besteht keinerlei Gefahr für die Bevölkerung!" Und das zu einem Zeitpunkt, wo schon Dutzende Universitäten mit konkreten Messwerten und Karten unterwegs waren und nützliche Ratschläge geben konnten, welche Lebensmittel belastet sind, welche nicht, was man tun und was man vermeiden sollte.

Gruß Friedemann

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