Stimmt es, dass Asiaten fleissig sind?

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10 Antworten

Zunächst darf man es natürlich nicht so pauschalisieren. Es gibt immer Abweichungen, und wenn man von so großen Menschenmassen (140 Mio Japaner) spricht, brechen bestimmt einige 100.000 aus dem Muster aus.

Andererseits kann man natürlich grob schon Menschen in Kategorien einordnen. Dabei kann man Deutsche durchaus als sehr produktiv einordnen. Wenn Deutsche 8 Stunden am Tag arbeiten, kommt dort meist auch sehr viel zustande.

Japaner arbeiten häufig viel länger (man verlässt das Büro immer erst nach dem Chef und auch nicht direkt nach dem Chef), aber sind nicht so produktiv dabei (das hab ich mal in einer Studie angeschaut, bei der es darum ging, wie viel einer Aufgabe in einer Stunde geschafft wurde). Man kann also sagen, dass Japaner es lockerer angehen lassen. Meine Erfahrungen mit jungen weiblichen Studentinnen bestätigt das in vielen Fällen. Häufig wurde alles bis zur Deadline verschoben und dann in Nacht-Sessions nachgeholt (teilweise wurde ich vor der Klausur gefragt, dass ich ihnen Deutsch beibringe, obwohl wir 5 Monate zusammengelebt haben, und sie bis dahin nie fragen wollten). Aber ich kannte auch Japanerinnen, die waren überpünktlich, überfleißig und machten immer 130% der Arbeit.

Fazit: Man darf nicht so generalisieren. Fleißig auf Papier (10 Stunden in der Arbeit) heißt nicht, dass man produktiv ist (was ja eigentlich wichtiger ist). Genauso sind gerade Studentinnen und Schülerinnen wie wir Deutschen häufig verplanter und nicht immer ganz so zielstrebig, anders als im späteren Leben dann. Über China weiß ich leider nichts, aber durch Helikopter Eltern, die es dort gibt, wird man vermutlich häufiger gezwungen fleißig zu sein. Und erzwungenes Fleißig ist auch nicht ganz richtig, oder?

Kommt auf die Situation an in der sich ein Mensch befindet...

Wenn es sehr negative Konsequenzen hat faul zu sein, dann werden viele mehr leisten... genauso wenn es sehr positive Konsequenzen hat fleißig zu sein...

Wenn es egal ist ob ich faul oder fleißig bin- ich bekomme am Monatsende trotzdem genug Geld.. hab genug zu Essen... muss deshalb nicht sterben oder leiden... dann könnte einem die Motivation fehlen etwas zu tun - wozu auch? Jedoch wird so etwas oft auf Kosten anderer gehen... denn das Essen kommt nicht von allein vom Feld oder Supermarkt in die eigene Wohnung... Wenn keiner arbeitet gibt es gewöhnlich auch kein Essen... Das kann nur möglich sein weil es auch Menschen gibt die arbeiten gehen...= es wäre also unfair, wenn einer den ganzen Monat so gut wie nix macht aber doppelt und dreifach so viel Geld bekommt wie jemand der viel mehr für seinen Lebensunterhalt tun muss...

Eine weltweite Ungerechtigkeit an der man arbeiten könnte und sollte... 

Zur Frage: Hab ich auch schon oft wo gelesen und gehört, dass Asiaten sehr fleißig sein sollen... stehen aber oft auch unter großem Leistungsdruck - hohe Selbstmordrate - hab ich  mal wo gelesen... Und in einigen heißen Ländern tun die angeblich weniger und machen viel Siesta... 

Ja. Sie sind es so gewohnt und wurden so erzogen. Sei es von den Eltern, in der Schule, oder auf Arbeit.

Beispiel Arbeit: 60 Stunden Woche, unbezahlte Überstunden, in den ersten Jahren KEIN Tag Urlaub, keine bezahlten Krankentage

Für die eben normal. Da gibt es auch faulere und fleißigere, klar, aber im Gegensatz zu unserer Mentalität, sind sie Arbeitsbienen und die wenigen hinterfragen das im Gegensatz zu uns, wo jeder immer am jammern ist, egal wie gut es ihm geht.

 60 Stunden ist zu viel.

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@PlanckEinstein

Die sind zufriedener als wir. Alles Gewöhnungssache.

Es gibt so viele gesellschaftliche Unterschiede zu Westeuropa... die meisten sind welche, wo wir uns denken würden: "Verrückt." Aber die sind viel genügsamer als wir.

Ich hab dort gewohnt und gearbeitet. Wenn ich denen was von 30 Tage bezahlten Urlaub erzählt hat, konnten die das kaum fassen. Das war ein kurzes: "DAFUQ, REALLY?" und dann waren sie auch schon wieder zufrieden mit ihrer Situation, waren fröhlich und haben das Beste aus dem Moment gemacht, statt sich über irgendwas zu beschweren.

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@DerRebell711

Also ich kann nur von der Firma sprechen, bei der ich war und das ist schon eine recht gute, bekannte Firma. 

Von denen, mit denen ich da immer unterwegs war (die waren zu dem Zeitpunkt so 3-10 Jahre in der Firma), war tatsächlich noch nie jemand krank! Die sind kaum krank und gehen bei kleineren Krankheiten halt mit Mundschutz in die Arbeit.

Aber theoretisch, so haben sie mir erzählt, würde der Krankheitstag vom Urlaubstag abgezogen werden.

Beispiel: Eine Frau, die fünf Jahre in der Firma ist, hat 3 Urlaubstage im Jahr (mit längerer Firmenzugehörigkeit sind es mehr Tage, in den ersten Monaten noch gar kein Urlaub). Wenn sie 3 Tage krank ist, hat sie eben keinen Urlaub mehr übrig.

Blaumachen gibts da eh nich. Passt null zu deren Mentalität.

Wie es bei längeren Krankheiten ist, weiß ich jetzt nicht. Ich denke schon, dass die Krankenkasse es bezahlt, wenn man jetzt über mehrere Wochen ausfallen sollte. Die sind ja keine Hinterwäldler. Aber genau weiß ich es jetzt auch nicht mehr, wie es war.

(die Details sind natürlich von Firma zu Firma und von Land zu Land in Asien verschieden, aber die Mentalität an sich ist überall so)

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@Freddy4

Aber bei denen gibt's doch auch Leute die aus irgendwelchen Gründen schwerkrank oder Arbeitsunfähig geworden sind, oder gibt's dort keinerlei Sozialhilfe?

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NIcht in jedem Fall. Faule Asiaten sind nicht fleißig und auch nicht fleißiger oder fauler als faule Europäer. Ebenso sind fleißige Asiaten auch nicht fleißiger als fleißige Europäer.

Aber es gibt überall auf der Welt auch Menschen, die sich dadurch eine Menge Arbeit ersparen, daß sie ihr Gehirn einschalten, bevor sie anfangen zu arbeiten. Da sollte man vernünftig nicht mit faul verwechseln.

Ein wenig problematisch ist jedoch, daß es überall gar nicht einmal wenige Menschen gibt, die Sprechblasen und Vorurteile für erwiesene Wahrheit halten. Das verzerrt dann auch schon mal ganz erheblich die Sicht auf die Dinge.

Ich bin eher faul ich mache immer nur das nötigste. Warum unnötig anstrengen?

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@DerRebell711

Das muß nicht das schlechteste sein. Auch ich denke vor jeder Arbeit erst einmal darüber nach, wieviel Sinn das macht und ob es Wege gibt, mir die Arbeit zu ersparen.

Allerdings darf das nie so weit gehen, daß man dadurch das nicht tut, was unbedingt notwendig ist, um sich weiterhin wohl zu fühlen und mit sich und dem Rest Welt klar zu kommen.

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Das hat nichts mit dem Land zu tun, sondern mit der Erziehung und der persönlichen Lebenseinstellung. 

Sind faule Menschen zu verachten?

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@DerRebell711

Ich verachte sie nur, wenn sie glauben, dass sie das Recht haben, auf Kosten anderer zu leben.

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@DerRebell711

Werde Manager. Gutes Abi, Studium mit gutem Abschluss, durch mehrere Firmen hocharbeiten, einen Dummen finden, der dich für viel Geld anstellt, 60 Stundenwoche, und immer auf der Abschussliste.  

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" Fleissig " allein ist da wohl nicht ganz der korrekte Begriff....

Es ist eher eine Mischung aus guter Anpassungsfähigkeit, besserer Disziplin und einer erhöhten Toleranzfähigkeit schwieriger Umstände.

Es gibt auch südländische Asiaten. Aber wenn wir z.B. Chinesen oder Koraner meinen, sind die auch 50x fleißiger als Deutsche. Diese halten nichts von Feierabend, Feiertagen oder Wochenende und buckeln dann, wenn Europäer sich erholen. Unterwandern somit auch arbeitnehmerfreundliche Gesetze. Wenn das dein Bestreben ist, musst du das Deutschsein ablegen. Und wenn du mal nach Südeuropa gehst, wenn DU Urlaub hast und siehst Leute, die bis spätnachts buckeln, kommst du vielleicht von deinem Film runter.

Deutsche sollen also Faul sein?

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@DerRebell711

Überhaupt nicht, aber was z.B. Chinesen oder Koreaner arbeiten und das ohne Wochenende, ist "abnormal". Im Vergleich. Und nicht gut. Ich kenne viele Asiaten in Spanien. Wochenende? Wozu soll das gut sein? Die unterlaufen alle Arbeitsrechtsbestimmungen. Kenne auch koranische Studenten: Meine Eltern arbeiten Tag und Nacht, um mir ein gutes Leben zu ermöglichen. Das mindeste, was ich tun kann ist es, auch jeden Tag zu arbeiten, so der O-Ton.

Was "Südländer" angeht gibt es -wie Deutsche auch - Solche und solche. Ich kenne viele Spanier, die 2 Jobs haben oder sonst viel buckeln, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten bei Löhnen, die unter Hartz 4 liegen. Beschweren tut sich keiner. Aber komm nicht damit, dass alle Südländer faul sind. Sie wissen zu leben. Das schon. Aber nach der Siesta beginnt die 2. Hälfte des Arbeitstages. Verstehst du?

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@DerRebell711

Hab ich nicht behauptet. Ich meine nur: das gibt's auch. Leute, die 2 Jobs haben, kaum über die Runden kommen. Warum? Weil sie Familie haben, es zwar ein paar wenige Hilfen gibt, aber kein Hartz4.

Wenn es ginge, würde niemand arbeiten. Aber manche haben eben eine Hypothek, sonstige Verpflichtungen etc.

Wenn es in Deutschland so weiter geht im Sinne von Weltsozialamt, sieht es in wenigen Jahren auch anders aus. Das kann sich niemand leisten, dass ein gewisser Prozentsatz an Arbeitenden jeden versorgt, der seinen Pass wegwirft und ins gelobte Land kommt und dazu noch zur Bedrohung wird.

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@DerRebell711

Das auch. Sowas, dass jemand hundert Millionen verdient und im gleichen Atemzug werfen sie 10000 Leute raus, ist schon ein Hohn. Die Politik kümmert sich nur um die Wirtschaft. Ja nicht mal mehr um den Mittelstand. Hauptsache, die Konzerne sind zufrieden, der Dax geht hoch und es kommen billige Arbeitskräfte für die nicht mal Mindestlohn gilt. Aber wie gesagt: ich bin auch wegen der "Kulturunterschiede" ziemlich skeptisch und besorgt. Das gehr nicht lange gut. Die Türkeiwahl hat es schon gezeigt und im Endeffekt wollen die hier lebenden Muslime auch zum überwiegenden Großteil die Scharia. In ein paar Jahren sind die die Mehrheit...

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Also ich kann sagen das es wahrscheinlich an dem Menschen selber liegt. Mein Bruder hatte eine asiatische Frau und diese war ziemlich faul und hat kaum etwas anderes getan als zuhause rumzusitzen.

Also stimmt es nicht?

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Das sind Vorurteile, die pauschal nicht stimmen.

Sind faule Menschen zu verachten?

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@DerRebell711

Faul ist eine negativ behaftete Eigenschaft, verachten wäre aber übertrieben.

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@DerRebell711

Entscheidung der Gesellschaft. Fleissig = gut, Faul = schlecht

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@MAB82

Da gibt es aber oder es gab Gesellschaften die Faulheit bzw. Muse als erstrebenswert ansahen.

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@DerRebell711

Welche Kultur schreibt sich Faulheit als Ideal auf die Fahne? Faulheit sollte nicht mit Gelassenheit verwechselt werden.

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@MAB82

Früher, z.B. die alte griechische Kultur, aber gut die hatten auch Sklaven. :)

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Da den meisten Asiaten die "Ehre" und ihr Ruf sehr wichtig sind arbeiten sie sehr viel und schlafen wenig (oder an öffentlichen Orten, wie in der Bahn, was durchaus angesehen ist).

Das ist so allgemein das perfektions/ standart Bild. Die meisten schwimmen halt in dem Strom mit.

Sind faule Menschen zu verachten?

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@DerRebell711

Äh.. ich würde sagen nein ^^

Ich denke es ist gut sich einfach mal auszuruhen :)

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@mariontheresa

Hab ich mir auch schon überlegt, aber wenn man weniger macht als nötig, sprich faul ist, ruht man sich ja quasi aus :D

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@DerRebell711

Wenn es um dich selbst geht, ist es ja okay. Ich finde es nur anstrengend, wenn andere dadurch mehr Arbeit haben. Beispiel Tisch abräumen (da könnte ich mich ewig über meine faule Schwester aufregen :P)

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@DerRebell711

Wenn du mit dem, was du mit deiner Arbeit verdienst, ohne fremde Hilfe leben kannst und zufrieden damit bist, dann ist es doch in Ordnung.  

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@Relinde

Nein so faul bin ich nicht es geht darum, dass ich mich nicht unnölig anstrengen will.

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@Relinde

Wenn du weniger machst als nötig ist das nicht so anstrengend, dass du dich davon auch noch ausruhen müsstest

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@DerRebell711

Manchmal strengt man sich gerne an, um am Ende von seiner Mühe begeistert zu zu sein ^^

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@DerRebell711

Darauf weiß ich keine Antwort.. Das Leben scheint mir dann weniger spannend, weil es monoton wird.

Irgendwie erinnert mich deine Einstellung an einem Typen aus nem Anime/Manga.. Hyouka heißt der :D

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@Relinde

Jedenfalls fühle ich mich sehr krank, und träge. Vielleicht bin ich deswegen so "faul". Ich bin krank?

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@Relinde

Habe auch oft am ganzen Körper schmerzen, Schwindelgefühle und Kopfschmerzen. Wirklich nur Faulheit?

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@DerRebell711

Statte doch einfach demnächst mal deinem örtlichen Arzt einen kurzen Besuch statt. Ich will da echt nichts Falsches raten. Aber wenn dir das so wichtig ist, dann stell doch eine seperate Frage dazu.

Vielleicht findet die dann jemand, der die gleichen Probleme/Syptome hat ^^

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