Stichwort: Feuchte Keller - besser unverputzt oder verputzt, mit welchem Putz?

8 Antworten

Man kann diese ganzen Überlegungen sparen, wenn man für eine richtige Lüftung im Keller sorgt! Wenn der Mangel aber nicht abzustellen ist (Feuchtigkeit von unten z.B.), dann wäre das Schlechteste ein Gipsputz. Zementputz ist da schon besser, da er weniger Feuchtigkeit aufnimmt. Gipsputz hat den Vorteil, als Puffer tätig zu sein. Er kann Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben ohne dass das Wasser die Wände runter läuft. Selbstverständlich schwitzen Betonwannen, wenn keine Lüftungsmöglichkeit gegeben ist, die Luftfeuchtigkeit zu hoch und die Temperatur zu niedrig ist. Also, sorge für eine Querlüftungsmöglichkeit und alles ist gut. Bei zu hoher Aussentemperatur muss diese allerdings verschlossen werden, da ansonsten warme Luft (enthält mehr Feuchtigkeit als kalte Luft) in dem (meist) kalten Keller eindringt und dort kondensiert. (Quer)lüftung also nur, wenn es draussen nicht heiß ist.

Gipsputz wäre jetzt nicht meine Alternative gewesen, sondern Kalkputz. Das Lüften kann ich nicht regulieren. Es gibt 1 großes Kellerfenster im Fundament und das besteht nur aus Streckmetall. Ansonsten gibt es noch so paar 10x10cm-Löcher. Wenn ich an heißen Tagen wie heute die Beine durch den Fußboden stecke, bekomme ich noch immer kühle Füße. Das ist wie ein gigantischer Kühlschrank, der sich niemals erwärmt. Entsprechend habe ich Angst vor Schwitzwasser an den Balken und Dielen von unten und habe auch Angst, eine wasserabweisende Schicht aufzubringen, da sich zwischen ihr und dem Holz Wasser sammeln könnte - aber das ist ein anderes Thema.

Ich muss die lockeren Steine des Fundamentes wieder fest machen und frage mich: Kalk oder Zement - den anderen Ärger hebe ich mir für später auf.

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@HerrDeWorde

Da Kalkputz stark alkalisch ist, ist das natürlich eine gute Möglichkeit Schimmel vorzubeugen. Habe ich richtig verstanden? Du hast ein Fenster im Fundament??? Gibt` s ja garnicht! Und wie kann man die Beine durch den Fußboden stecken??? Ein seltsames Haus... Du solltest trotzdem an so heißen Tagen die Öffnung irgendwie verschließen.

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@pharao1961

Und wie kann man die Beine durch den Fußboden stecken???

Beim Renovieren werden Wunder möglich :-)

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Wenn du Feuchtigkeit von aussen meinst, dann ist Zementputz richtig. Aber am wichtigsten ist eine funktionierende Drainage. Der Putz soll eigentlich nicht vor Wasser schützten. Er ist nur als Untergrund für einen Sperranstrich. Wasser wird nicht gegen die Wand drücken sondern durch die Drainage abgeleitet (Ausnahme: extrem hoher Grundwasserspiegel)

die horizontale Sperrschicht kannst du überall in den selben Mörtel legen. Theoretisch soll die 2. horizontale Sperrschicht innen mit eingeputz werden, also ca 2cm übers Mauerwerk reichen. Wird aber kaum so gemacht, auch aus optischen Gründen.

Ich meine Feuchtigkeit von überall: Von draußen regnets an die Wetterseite, dass der Putz abfällt - folglich wandert auch Wasser von oben nach unten.

Ich meine auch von innen, wo es immer kühler ist, aber mit Durchlüftung immer wieder Frischluft zugeführt wird, die auskondensieren kann.

Ich meine auch von unten, wo das Fundament auf Lehm steht und Wasser schlecht wegsickert.

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@HerrDeWorde

Wenn man weiss, dass man auch unter der Bodenfläche zu viel Wasser hat, was "hochdrückt" kann man durch die Aussenfundament an jeder Seite ein Loch mit einem Kernbohrgerät bohren(20 cm unter Bodenplattenniveau), durch dass das Wasser in die Drainage fliessen kann. Man hat gerade früher aber auch heute noch oft umlaufend Fundament hergestellt und Wasser dazwischen kann nicht abgeführt werden.

Das ist nachträglich gemacht natürlich ein imenser Aufwand. Wir haben es aber schon praktiziert. Da kamen dan hunderte Liter Wasser raus und danach war der Keller immer trocken.

Für Feuchteregulierung im Keller hatte pharao ja schon den richtigen Tip. Innen niemals Zementputz!

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@janfred1401

Innen niemals Zementputz!

Auch nicht gemischt? Wenn ich z.B. eine Konsole anbringen muss, die die Sperrschicht überbrücken würde? Dann ist doch wasserundurchlässiges Material der einzige Ausweg!

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@HerrDeWorde

hatte später erst gelesen, dass es sich um einen Lauben Kriechkeller handel. Da gelten natürlich ganz andere Kriterien, also in dem Fall kannst du auf meine Antworten nicht viel geben.

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@janfred1401

Doch doch! Ich habe mindestens 3 Projekte in Aussicht, denen ich schwerlich ausweichen kann und die Laube ist nur eines davon. Kann nicht genug lernen. Außerdem besichtige ich hin und wieder interessante Kaufobjekte und da hat mir hier mancher Rat schon geholfen, die Bescherung und den Folgeaufwand einzuschätzen.

Wenn man sich Häuser ab 1880 anschaut, sind die Begriffe "Kriechkeller" und "Gewölbekeller" im fließenden Übergang. Sicher ist ein tiefer Keller frostsicherer und hat dafür mehr mit Grundwasser zu kämpfen; meiner Erfahrung nach ist aber die Durchlässigkeit des umgebenden Bodens ein wichtigeres Kriterium als die Geschosshöhe. Da dürfte ebenso wie bei einem Kriechboden vieles übertragbar sein. Ich danke auf jeden Fall!

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Hallole zusammen

Das Tema der feuchten Keller ist von der lage abhängig.. wir reden von möglicher Druckwasserbelastung die sich dauerhaft nur mit einer Dränage beseitigen lässt. Von einer solchen Belastung wusste bei meinem Projekt niemand bis wir zwei kleine wasseradern in einer tiefe von 1,8 und 2,2 metern entdeckt haben die dafür verantwortlich waren.. Diese fürten nur nach mehrtägigen Regenfällen Wasser und dann aber heftige mengen.. Mein Keller Baujahr 1920 hat aus den sogenannten Schwabenbeton einer sehr pörösen Ansammlung von split steinen Kies und allem was man damals so gefunden hat gegen das Erdreich geschahlt und mit dem Müll verfüllt indem man das ganze in einem Betonmischer mit Zement und Wasser zu einer Masse vermischt hát. Von Dichtheit keine spur.. Nun hab ich aussen aufgegraben lassen bis knapp unters Fundament. Danach mittels Perimeterdämm platten die gleichzeitig als Schalungsmaterial genutz wurden einen Hohlraum von etwa 8 cm zur wand geschaffen und ausbetoniert . Natürlich wurden Gittermatten mit eingebaut und alles was so an Stahl über 50 cm Länge verfügbar war . das Ganze reigerüttelt . dies in mehrern arbeitsgängen und über längeren Zeitraum . Nach aushärten die Platten ( 8 cm styrodur. )aussen nach entfernen der Schaltafeln mit Bitumenmasse beschichtet. darüber eine noppenfolie und das Dränagerohr verlegt und am Abwassersystem angeschlossen. den rest mit grobkies 30/32 verfüllt . insgesammt sind auch durch etwas instabile schalung ( mein Fehler ) die beim verfüllen auch einige cm nachgegeben hat und so weggedrückt hat etwa 8 Tonnen Beton auf 15 Metern Fundamentwand und 2 ,5 metern tiefe reingelaufen . seither hab ich Ruhe,, Innen hatte ich zwei jahre vorher mit KZP und Gewebenetz die Wände verputzt , Zuvor wurde der Kellerboden ( gestampfter Lehmboden ausgegraben, 37 Tonnen material vonHand ) eine splittschicht aufgebracht darüber teichfolie , eine weitere dünne splittschicht und Isolationsplatten ( Preimeterdämmung) dann Baustahlmatten und eine ca 8 cm dicke betonschicht aufgebracht. Nochmal etwa fünf cm isolation aus styropor und einen estrich mit weiteren fünf cm sowie anschliesend Fliesen geklebt. Das in jedem Raum ein Bodenablauf mit manuellem Rückstauverschluss sowie einiges an zusätzlichen Abwasseranschlussmöglichkeiten durch 50 HT verrohrung mit vorgeplant und eingebaut wurde versteht sich von selber,, und möchte ich hier nur der vollständigkeit halber erwähnen. ich kann jetzt in jedem Raum nach wunsch ein Waschbecken oder einen Waschmaschinenplatz kreieren ohne nochmal aufreisen zu müssen. Das ganze war ein relativ aufwendiges projekt aber hat letztlich eine menge folgekosten eingespart. die zwischenzeitlich noch erforderlich geworden währen.. Heutige Wannen sogenannte weisse wannen bestehen aus spetziellem druckwasserbeständigem Spetzialbeton der geringfügig teurer ist als der standartbeton. dabei ist die verdichtung beim Betonieren und der anstrich mit der bitumenmasse natürlich auch erforderlich so zumindest hat es mein architekt erklärt.

Die dränageschichten aus dem sikerungsfähigen grobkies werden trozden erforderlich und entsprechende Kontrollschächte die ein auspumpen oder die montage fest mit wasserstandabahängiger steuerung installierter Pumpenanlagen ermöglichen wenns zuviel wird.. Hoffe geholfen zu haben wenn man besichtigen will bitte umPN Joachim

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Einige Häuser ( in Fam. ) saniert ,daraus lernt man

Ach ja wurde eben unterbrochen... ich habe Innen wie aussen kalkzementputz aufgebracht wurde mit diffussionsoffenem Mineralputz als sichtputz verarbeitet und wird auch nur ausschließlich mit Sillikatfarbe gestrichen der ebenfalls zwar teuer aber diffussionsoffen ist. Bilder gibts von der Aktion auch also Mailadresse senden und ich sende bildmaterial zu . damits verständlicher wird.. Joachim

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@jloethe

Danke, ich verstehe schon. Nimmst du besondere Farben für außen? Das Standardzeug aus dem Baumarkt scheint den Algen und Flechten besonders zu gefallen. Ich hab daraus nun geschlussfolgert, lieber eine dünne Schicht gefärbten Kalkputz zu nehmen und einzureiben. Das alkalische Milieu soll ja das Vergrünen durch Algen & Co. verhindern und trotzdem atmen. (Das ist Hörensagen)

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@HerrDeWorde

Es sollte eine atmungsfähige also diffussionsoffene fasadenfarbe sein . dabei gibts unterschiede mit zusätzen die algenwachstum nicht vermeiden aber erheblich reduzieren.. das zeug hält so ca 10 Jahre ( grantieleistung ) bewuchsfrei .. sollte also nach etwa 9 Jahren nachgearbeitet werden um den Schutz aufzufrischen.. näheres erfährst Du im regionalen farbenhandel oder baustoffhandel.. Joachim

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Respekt Mich würde echt interessieren was du dafür ausgegeben hast !

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@Raiman70

ist schlecht zu sagen da ich im Laufe der letzen 12 Jahre etwa 80 000 Euronen für die komplette kernsanierung nur in Form von Material verbaut habe.. die Dränage aussen kam so auf etwa 5000 Euros mit Erdarbeiten einer Fachfirma, allerdings ist die eigenleistung nicht mit eingerechnet und ich mache das immer so wie ich es auch bezahlen kann und so aufwendig das ich diese Projektierte <Baustelle nie mehr öffnen muß. also durchdacht und alle varianten mit berücksichtigt sei es durch vorbereitende Abwasserversorgung bzw Anschlussmöglichkeiten eventuell erforderlicher Abwasseranschlusse.die eventuell noch notwendig werden könnten oder sogar bis 380 Volt 32 A drehstrom -Stromversorgungsleitungen die als Blindleitung einfach mit verbaut wurden.. bzw irgendwo dokumentiert im Boden liegen und jederzeit nutzbar werden wenn Bedarf bestehen sollte oder entsteht,. so habe ich nur noch dort wo diese liegen bzw verbuddelt sind abzugreifen und den Anschluss am stromkasten der entsprechend gekennzeichnet ist zu verdraten und Strom im Garten / Stellplatz oder wenn es mir doch einfallen sollte einen ausssenliegenden Gewölbekeller zu bauen. da ich meine pläne selbst erstelle und mein Architekt diese in der regel auch so übernimmt solange keine statrischen Gegebenheiten Entgegenstehen ist die Gesammtplanung wie ich mir das endergebniss mal vorgestellt habe schon seit über fünfzehn Jahren fertig und Änderungen sind nur noch im Detail erforderlich gewesen.. Ich kann mich Rühmen nicht eine beendete Baustelle nochmal habe öffnen müßen weil ich was vergesen habe .. Liegt aber daran das deratige Planungen über Jahre hinweg immer wieder optimiert wurden. bevor ich das projekt endlich Real in Angriff genommen habe.Joachim.

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@jloethe

die Endabrechnug was mich die hütte letzlich gekostet hat mache ich erst wenn alles fertig ist und ich bin recht erfinderisch wenns um optimierungen oder neuere Projekte gibt die mir noch Einfallen.. Ich hab auch schonmal über externe >Energieversorgung Gedanken gemacht die mich ggf von den Öffentlichen Anbietern unabhängig machen, alles ausser der Trinkwasserversorgung ist selbst machbar . Bis zur <Rente hab ich noch Zeit und das sind noch 12 Jahre.. bis ich fertig sein will.. joachim

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