Ob genehmigungspflichtig oder nicht, es müssen immer alle Bauvorschriften eingehalten werden.

"Dachausbau" ist in manchen Bundesländern unter bestimmten Voraussetzungen baugenehmigungsfrei. Also Landesbauordnung googlen und nachlesen.

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Die mittlere Gebäudehöhe innerhalb der Abstandsfläche beträgt 3 m, gemessen von der "natürlichen Geländehöhe" an der Grundstücksgrenze, also mit evtl. Anschüttungen. Und die der Grenze zugewandte Außenwand, d.h. auch der fiktiven Außenwand unter dem Dach beträgt max. 25m². Nachzulesen in § 6 Abs. 10 HBO. 

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Ihr hättet Euch die Baugenehmigung vorlegen lassen müssen und die mit dem Bestand vergleichen können. Dann hättet ihr gewusst, ob baurechtliche Probleme bestehen oder nicht.

Wenn ihr nachweisen könnt, dass durch Eure Formulierung eine anglistische Täuschung verhindert wurde, könnt ihr um die vergeblichen Vertragskosten herumkommen.

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Der Baustopp gilt für alle Eigentümer, auch für neue. Er gilt so lange bis für die Bauarbeiten eine Baugenehmigung vorliegt.

Lass Dir vom Voreigentümer die Verfügung aushändigen oder geh mit Einverständnis des jetzigen Eigentümers oder Eigentümervertreters zur zuständigen Bauaufsicht und informiere Dich dort.

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Auch dünne Wände können tragend und/oder aussteifend sein; das kann nur ein Fachmann beurteilen. Für die Planung des Umbaus brauchst Du einen "bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser", das kann ein Architekt oder Bauingenieur (Statiker) sein. Der wird dann auch die notwendigen Genehmigungen beantragen.

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Natürlich ist das möglich, aber nicht sinnvoll. Verbaute Bauteile müssen gesichert werden, Baustelleneinrichtung ist teuer und ihr werdet kaum einen Unternehmer finden, der das macht.

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Nein.

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Auch baugenehmigungsfreie Vorhaben müssen alle Bauvorschriften einhalten, in erster Linie die zur Gefahrenabwehr. Dazu gehört der Standsicherheitsnachweis.

Selbstverständlich hast Du Anspruch auf die Vorlage eines von einem Statiker aufgestellten oder geprüften Standsicherheitsnachweises. Den musst Du auf Anforderung sogar der Bauaufsicht vorlegen können. 

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"Baurechtlicher Bestandschutz" besteht nur für genehmigte Bauteile. Den Bestandsschutz muss der Eigentümer nachweisen; d.h. wenn Du keine Baugenehmigung hast kannst Du ihn nur nachweisen, wenn Du belegen kannst, dass das Haus zum Zeitpunkt seiner Errichtung dem damals geltenden Baurecht entsprach. Für Gebäude, die vor 1870 errichtet wurden, wird die Bauaufsicht dies in der Regel annehmen.

Der Bestandsschutz wird nach der Rechtsprechung dann aufgehoben, wenn ein akuter Gefahrenzustand besteht. Das ist z.B. bei Einsturzgefahr oder fehlendem "zweiten Rettungsweg" der Fall.

Wenn Bestandsschutz besteht müssen alle neuen Bauteile dem heutigen Baurecht entsprechen. Eine Vergrößerung der Fenster bzw. der Einbau von Dachflächenfenstern ist somit nur dann möglich, wenn die Wand nicht innerhalb der Abstandsfläche liegt, der Denkmalschutz keine Bedenken hat, die Statik nachgewiesen wird und die Nutzung der Räume hinter den Fenstern baurechtlich zulässig ist.

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Rauchwarnmelder Springen nur an, wenn Rauch aufsteigt. Deshalb müssen Sie in der Deckenmitte an der höchsten Stelle des Raumes angebracht werden. Im Schrank und in der Kiste sind sie wirkungslos und deshalb verboten.

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Da die Ersatzfenster von der Gemeinschaft zu bezahlen sind kann die Gemeinschaft auch über Art und Umfang der Fenstersanierung beschließen. Wenn ein Notfall bestand und keine unnötigen oder überzogenen Kosten (Luxusfenster) e3ntstanden sind kann die Eigentümerversammlung auch die nachträgliche Kostenerstattung aus der Instandhaltungsrücklage beschließen. Wenn jedoch die Fenster nur zur Modernisierung z.B. wegen Anpassung an die neue EnEV einzustufen sind kann es heftige Diskussionen in der Eigentümerversammlung führen.  

Grundsätzlich hast Du einen Fehler gemacht, die Fenster ohne Abstimmung mit den übrigen Eigentümern auszuwechseln. Wenn Du nicht nachweisen kannst, dass eine Reparatur nicht möglich war und ein akuter Notfall vorlag kannst Du große Probleme bekommen; die EV kann sogar den Ausbau der Fenster verlangen, wenn das Erscheinungsbild der Fenster verändert wurde. 

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Nicht Tragende Wand Entfernen, wenn direkt im Stockwerk Darüber die selbe Wand steht?

Hallo Liebe Community. Bevor ich mir einen Teuren Statiker od. Architekten ins Haus hole der mir dann vielleicht die selbe (Ab-)sage für mein Vorhaben geben wird wie ihr, da es vielleicht für den Kenner der Materie "Offensichtlich" ist, frage ich lieber euch zuerst. Hoffe ihr habt dafür Verständnis.

Zum Gebäude: Es Handelt sich um ein "Altbau" Haus aus 1962 mit typischem Spitzdach. Das Haus ist fast Vollständig Viereckig und ca. 10M lang an allen Seiten, es hat 3 Etagen: Keller, Erdgeschoss, 1OG + Dachschrägen Dachboden. Es ist alles Gemauert. Mittig ist ein Kamin integriert. Die Betondecken zw. Erdgeschoss und 1. Stock und zw. Keller und Erdgeschoss sind verschalt worden und noch richtig Beton gegossen worden. Stahlgeflechtmatten sowie Stahlverbindungen zu den Tragwänden inklusive. Das Haus ist schon recht "massiv", selbst die Fundamente wurden damals noch aus Beton gegossen Die Tragenden 24er Wände sind einmal die Aussenwände Ringsum, sowie eine Wand Mittig die einmal Quer durchs Haus geht.

Das Haus ist in allen Stockwerken bis auf den Dachboden 100% Symmetrisch gebaut. Das heisst wo im Keller eine Mauer ist, ist sie auch im Erdgeschoss und im 1.Stock, nur das sie im Keller alle "dick" sind, also wohl Tragend. Alle sonstigen Wände sind gemauerte 11.5er Wände.

Das Vorhaben: Es soll eine 4.5m lange 11.5er Wand im Erdgeschoss komplett entfernt werden, um aus zwei 5m x 4.5m Räumen, einen großen ca. 10m x 4,5m Raum zu machen. Eigentlich ist die Sache ja klar das zumindest die Wand wohl nicht tragend ist per Definition und Dicke, allerdings ist im 1. OG an der selben Stelle die selbe 4.5m lange 11.5cm dicke Wand, ebenfalls gemauert. Auf eben dieser Wand im 1.OG, die schon Schräg ist, da dort die Dachschräge beginnt, liegen auch die Dachbalken mit auf.

Die Frage ist nun, was meint ihr, ist diese ca. 4.5m lange 11.5cm dicke Wand im Erdgeschoss Problemlos ohne einen festen Stahlbeton Pfosten einzubauen, zu entfernen? Hält der Stahlbetonboden darüber die Last von Dachkonstruktion und Dachboden aus oder Kracht uns das ganze Haus zusammen?

Vielen Lieben dank euch allen, für Meinungen und Hinweise.

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Selbstverständlich können 11.5 er Wände tragend oder aussteifend sein; z.B. in der Nachkriegszeit hat man das aus Kostengründen bewusst gemacht. Und eine tragende Fachwerkwand kann auch nur 11,5 cm dick oder sogar dünner sein.

Das entfernen von Mauern ist immer nur eine Sache der Fachleute, Laien sollten die Finger davon lassen! Das steht übrigens auch in jeder Landesbauordnung: Abbrucharbeiten dürfen nur von Fachleuten gemacht werden!

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Fensterbrüstung: Feststehendes, meist massives Teil unter einem Fenster

Geländer: Absturzschutz aus beliebigem Material

Umwehrung: Gesetzliche Definition nach Landesbauordnung mit Mindestmaßen.

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Rauchwarnmelder sind in allen Bundesländern außer in Berlin, Brandenburg und Sachsen in allen Schlafzimmern und den zum Treppenhaus führenden Fluren gesetzlich vorgeschrieben. Da diese Rauchwarnmelderpflicht nur der Menschenrettung und nicht dem Sachenschutz dienen können Brandversicherungen nicht die Schadenerstattung verweigern.

Bezüglich der Lebensdauer der Batterien gibt es keine Vorschriften

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Egal ob versiegelt oder nicht eine "Terrasse" unterliegt dem öffentlichen Bauplanungs- und Bauordnungsrecht; auch wenn die Terrasse baugenehmigungsfrei sein sollte.

Die Versiegelung der Oberfläche kann nur durch Naturschutzrecht verboten sein, anderenfalls ist die Versiegelung für eine baurechtlich zulässige Terrasse nicht verboten. 

Ob die von Dir geplante Terrasse an die Kanalisation angeschlossen werden muss ergibt sich aus der gemeindlichen Entwässerungssatzung; dort müssen die Definitionen der Begriffe "versiegelt" und "wasserdurchlässig" stehen. Und wenn die Konstruktion danach unter "versiegelt" fällt kannst Du immer noch das Oberflächenwasser sammeln und auf Deinem Grundstück versickern lassen; dann entfallen auch die Gebühren.

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