Speisenkalkulation bei Vereinen

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Für ein Kalkulationsschema gibt es keine Vorgaben. Niemand ist im Grundsatz verpflichtet eine Kalkulation zu erstellen. Die Preise dürfen eben nicht gegen andere Vorschriften stehen.

In die Preise können sämtliche Kosten eingehen. Auch kalkulatorische Kosten. Da die Vereinsmitglieder selber ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, könnte man natürlich auch für diese Leistungen einen kalkulatorischen Wert in eine Kalkulation aufnehmen. Beim Einzelunternehmer würde man das als 'kalkulatorischen Unternehmerlohn' bezeichnen. Ob man dem Kind einen passenderen Namen gibt ist Geschmackssache.

Allerdings sind vor dem Verkauf von irgendwelchen Dingen rechtliche Fragen zu stellen. Da geht es nicht erst mit der erwähnten Verköstigung los.

Da sind im Rahmen des Steuerrechts die Vorschriften der Gemeinnützigkeit. Die ein Verein im Auge behalten sollte. Denn es kann durchaus sein, dass man auf einmal einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb hat, den man nie haben wollte.

Darunter fallen auch andere Dinge, wenn ein Sportverein Trainingsanzüge oder Jacken verkauft. Auch dürfen die Preise nicht zu einem Vorteil bei den Mitgliedern führen. So ein Verein soll immerhin seinen geförderten Aufgaben nachkommen, aber nicht bei den Mitgliedern einen wirtschaftlichen Vorteil auslösen.

Ich habe das jetzt stark vereinfacht, da könnte man bei genauerer Betrachtung durchaus weiter differenzieren. Also wann beispielsweise ein wirtschaftlicher Vorteil für die Mitglieder entstanden ist.

Probleme verursachen auch Vermietungen von Vereinsheimen.

In all diesen Bereichen sollte ein Verein sehr vorsichtig sein. Unter dem Strich könnte nämlich die Gemeinnützigkeit entfallen. Dann würden Beiträge und Spenden auf einmal auch nicht mehr die Förderung erhalten, wie es bei Erfüllung der Vorschriften aussieht.

Und es gibt natürlich auch Vorschriften über die Verwendung von Überschüssen.

Bedenkt bitte auch, unter welchen Voraussetzungen offene oder geschlossene Nahrungsmittel veräußert werden können. Da dürfte es auch einen Unterschied machen, ob die Sachen für Mitglieder bereit gehalten werden oder auch für Nichtmitglieder.

Möchte Dir den Tipp geben, dass Du erst einmal prüfst was Ihr überhaupt verkaufen dürft und wie beispielsweise ein Nachweis über die Erfüllung der Vorschriften erfolgen muss. Beispielsweise gibt es ja das Gesundheitszeugnis nirgends mehr. Aber ein Nachweis über die Unterrichtung muss geführt werden können. Was ist also, wenn heute Abend ein Spieleabend veranstaltet wird und jemand kommt vom Veterinäramt/Gesundheitsamt (die Zuständigkeit wird von den Ländern geregelt, daher kann man keine allegemeine Aussage über die Zuständigkeit treffen).

Bei Getränken ist nach meiner Erinnerung z.B. nicht einmal eine Unterrichtung nötig. Ob das dann vielleicht nur für geschlossene Getränke gilt oder auch für offene, frage bitte nach.

Das Thema Konzession hatte Geocelone bereits angesprochen. Das kann wegen seiner Kosten zu einem k.o.-Thema wachsen.

Ich denke, das hängt sehr von den Umständen ab. Im Verein wird man sich nicht die Lohnkosten und einen erwarteten Gewinn anrechnen, wie es bei einem kommerziellen Betrieb üblich ist. Aber auch ein Verein will nicht umsonst arbeiten. Ein gewisser Gewinn sollte schon drin sein.

Es hängt auch von der Zielgruppe ab. Du erwähnst ja wohl eher vereinsinterne Veranstaltungen. Wenn überweigend eigene Mitglieder anwesend sind, wird man vielleicht weniger auf Gewinn aus sein als zum Beispiel bei einem Fußballspiel, bei dem viele Nichtmitglieder zu Gast sind.

Das Fußballspiel wäre auch ein Beispiel, dass man sich wohl auch nach den üblichen Preisen in vergleichbaren Vereinen richten sollte. Man verärgert die Gäste, wenn die Preise zu hoch sind und man verschenkt unter Umständen Geld, wenn sie zu niedrig sind.

Die von dir genannten Preise finde ich zumindest recht niedrig.

Danke für die Antwort. Aber wir bieten diese Veranstaltungen, die mehr oder weniger gut angenommen werden, für die Dorfbewohner und die Umgebung. Also ist es schon eine auf Gewinn ausgelegte Strategie, oder? Natürlich sind auch Mitglieder des Vereins dabei, die sind aber meist nur als Service Kräfte da, hauptsächlich aber nicht-Mitglieder.

0
@TomBeerens

Klar. So eine Veranstaltung soll zwar nicht dazu diesen, einen Riesengewinn zu machen, aber wenn man sich vom Gewinn ein paar Anschaffungen leisten kann, macht das doch Sinn. Und ich denke, die Einwohner werden Verständnis haben dass sie nichts zum Selbstkostenpreis kriegen, aber dennoch günstig essen und trinken können.

Falls der Verein die Gemeinnützigkeit hat: Veranstaltungen, die nicht dem Vereinszweck dienen, dürfen nicht im Vordergrund stehen Aber das hört sich bei dir auch nicht so an.

0

Um in einem Verein (auch e.V.) Speisen abzugeben, muss man eine Konzession haben und die "Mitarbeiter" müssen einen Gesundheitspass haben, das ist die Grundvoaussetzung. Wie Ihr kalkuliert ist Euere Sache, denn der Verein muss die Einnahmen im Kassenbericht deklarieren und möglicher Weise auch versteuern. Die Preise sollten kostendeckend sein und einen "Vereinsgewinn" abwerfen. Der "Gewinn" ist das Ziel, jemehr übrig bleibt, desto weniger müßt Ihr von anderen (Gemeinde, Firmen) Unterstützung "betteln". Ich denke, auf die angegeben Preise könnt Ihr noch 0,30 bis 0,50€ draufgeben.

Einen Gesundheitspass haben um die 80% aller Mitglieder, keine Sorge :)

0

Beispielrechnung: Gewinnaufschlag, Servicepauschale?

Hallo und zwar muss ich eine Beispielrechnung anhand eines Cocktails durchkalkulieren. Der Cocktail kostet im Laden 5,90 € für 0,4 l (Verkaufspreis). Ich habe bis jetzt 2,14 € als Nettowert aber ich muss ja noch einen Gewinnaufschlag und eine Servicepauschale dazu rechnen um auf die 5,90 € Verkaufspreis zu kommen (und natürlich noch Mehrwertsteuer). Meine Frage ist jetzt wie viel Prozent soll denn dieser Gewinnaufschlag sein und die Servicepauschale? Wovon hängt das ab?

Bitte um schnelle Antwort :) Danke im Voraus.

...zur Frage

Verein gründen - Nachteile?

Hallo

Es geht um folgendes: ich bin in einer losen Gruppe von Mittelalter/Napoleonik Darstellern. Wir hatte letzte Woche zum ersten mal eine eigene Veranstaltung um das Thema Napoleonik auf die Beine gestellt und haben einen Namen unter dem wir in der Presse genannt werden. Da in unserer Gruppe Leute sind die gerne auch Salutschüsse abgeben bzw Standböller und Kanonen bedienen, war meine Idee das wir doch einen Verein gründen sollten um mehr Leuten die Möglichkeit zu bieten sowas auszuüben und vorallem auch um selbst professioneller rüberzukommen. Das ganze sollte dann ähnlich einem typisch bayrischen Böllerverein gleich kommen, wo man sich halt alle paar Wochen mal trifft um dem Hobby nachzugehen, bzw man das ein- zweimal im Jahr als eine öffentliche Veranstaltung macht.

Jetzt habe ich den Vorschlag meinem Freund unterbreitet der der Initiator des Napoleoniktreffens ist. Meine Argumente dafür waren, das man aus Vereinsbeiträgen doch solche Sachen wie Essen/Trinken/ sonstige Anschaffungen finanzieren kann wenn man eine öffentliche Veranstaltung macht und wir unser Bedürfnis für Schwarzpulver über unsren Verein rechtfertigen könnten. Bisher bezahlt er nämlich alles entweder aus eigener Tasche oder aus Spenden/Aufwandsentschädigungen die wir für unsre Auftritte als Mittelaltergruppe kriegen. Und das deckt meißtens gerade so das was wir verbraucht haben an Essen ab, sodass wir am Ende vom Jahr bei plus/minus Null rauskommen. Ich glaube das ihm einfach der Verwaltungsaufwand zu groß ist, da er direkt mit Kassenführung/Steuererklärung abgewimmelt hat und auf zwei Freunde verwiesen hat, die das ja auch nicht machen. Außerdem war ein Punkt seiner Argumentation, das er ja in verschiedenen Vereinen gewesen war und keine Vorteile erkennen konnte, sowie das man Geld was man zuviel erwirtschaftet hat oder bei einer Auflösung des Vereins an irgendeine karitative Institution spenden sollte und was überhaupt unser gemeinnütziger Zweck wäre.

...zur Frage

Volleyball Einspiel-Übungen gesucht

Hallo, ich leite immer wieder Trainings im Verein bei der weiblichen U16. Ihr eigentlicher Trainer baut das Training meist so auf: Aufwärmen (Runden laufen) - Stretchen - dann Einspielen (zu zweit wie vor den Spielen, also werfen etc.) - dann der Hauptteil.

Ich würde ihnen nun jedoch gerne beim Einspielen (bevor der Hauptteil kommt) einmal etwas Abwechslung bieten. Zur Wand gehen möchte ich nicht, das habe ich schonmal probiert, da ging die Motivation bei den Spielerinnen schnell verloren.

Mir wären Übungen zu zweit übers Netz am liebsten - aber wie gesagt, abwechslungsreich. Ein Beispiel, wie ich mir das in etwa vorstelle: Direktes oberes Zuspiel. Es wird ein Zusatzball hinzugenommen, der zwischen dem Spielen des ersten Balles mit dem Fuß gerollt wird.

Hätte da wer Ideen?

Lg

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?