Sollte man bei einer Argumentation mit dem stärksten oder dem schwächsten Argument beginnen?
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10 Antworten
Man kann beides machen, aber schriftlich beginne ich gewöhnlich mit dem schwächsten (Prinzip der Steigerung). Wenn ein Argument so gut ist, daß es die Frage eigentlich im Alleingang klärt, dann kann man auch damit beginnen und die anderen kurz danach abhandeln.
Mündlich ist das schwieriger, weil man ja niemanden mit schwachen Argumenten langweilen will. Das hängt aber vom Einzelfall ab — in einer Diskussion mit Gegenrede würde ich mit dem schwächeren anfangen, in einem Monolog aber oft mit dem stärkeren.
Weder noch!
Man sollte sich erklären lassen, was der Standpunkt des anderen ist, begriffe definieren. Nur so versteht man, um was es dem anderen geht und redet nicht dran vorbei.
Dann fasst man das zusammen, läßt sich bestätigen, daß man es verstanden hat - um Mißverständnisse zu vermeiden.
Danach bringt man Argumente, falls eins nicht ausreicht das stärkste am Ende.
Die Frage ist ja, worauf man hinaus will. Soll es eine interessante Diskussion werden oder will man den anderen möglichst schnell überzeugen?
In den allermeisten Alltagssituationen will man doch, dass der andere möglichst schnell einsieht, dass man im Recht ist.
Sich starke Argumente für später vorzubehalten, klingt eher nach Show oder Debattierclub.
Man fängt üblicherweise mit dem schwächsten Argument an, da das was man als letztes liest, meist auch am längsten im Kopf bleibt. Deswegen solltest du mit einem schwachen Argument beginnen und das alles dann mit einem starken Argument abschließen.
Ein extrem schwaches Agrument wird eher irgendwo zwischendrinn genutz.
Sowas wie "und obendrein gibts noch XXX"
Wenn du aber mit dem besten Argument anfängst gibt es in der Argumentation keine möglichkeit mehr wen zu überzeugen der nicht von Anfang an auf deiner Seite ist.
Also ist beides nicht sinvoll.