Sind Veganer, die reiten, eigentlich überhaupt 100%ige Veganer?

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20 Antworten

Hallo,

was soll daran verkehrt sein, eine solche Frage zu stellen? Man sollte vielleicht zwischen der veganen Ernährung und einer veganen Lebensweise unterscheiden. Vegane Ernährung kann ja auch auf gesundheitlichen Aspekten beruhen. Vegane Lebensweise ist eine Philosophie bzw. Grundeinstellung.

Wer jedoch als Veganer ständig mit dem Finger auf andere zeigt, teils extreme Positionen vertritt - wie man ja hier in den Foren oft lesen kann - dem kann man sicher auch mal einen Spiegel vorhalten. Interesse am Tierwohl vorgeben und sich dann als Reiter inkonsequent verhalten, passt halt nicht zusammen :-)

LG  Jürgen

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Hallo, 

sich vegan zu ernähren ist eine Sache. Man kann auch vegan leben. Das wird unterschieden. Letzteres ist allerdings sehr sehr schwer umzusetzen. Ich habe mich mal ein Jahr lang vegan ernährt und auch versucht so zu leben. Aber das ging dann einfach nicht mehr, es gibt so viel wo Tierisches enthalten ist. Sogar in vielen PC´s, Handy´s etc. 

Ich finde so krass darauf zu achten ist übertrieben und fast unmöglich. Man kann auf Pelz, Echtleder etc. verzichten.

Das Reiten ist wieder ne andere Frage. Je nachdem wie man es sieht: Ausbeutung oder kann es das Pferd mögen? Wer auf Turniere geht und/oder das Pferd etwas härter reitet, der ist wohl nicht mehr vegan. Wer es freizeitlich tut vielleicht schon noch. Weil, da das Pferd nicht ausgenutzt wird bzw. du profitierst nicht auf Kosten des Pferdes. 

Andere Veganer meinen man lebe schon nicht mehr vegan wenn man auch nur ein Haustier hält, weil das schon Ausbeutung ist. 

Es gibt hier als kein Richtig oder Falsch. Das ist alles sehr ungeklärt und kompliziert. Thema Reiten und Heimtierhaltung wird in vielen Veg-Foren diskutiert. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

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Nein, dann müsste jeder Pferdehalter seine Tiere wieder frei in die Natur entlaufen lassen, was sehr gefährlich für die Tiere wäre, da kein Mensch gern einen Zusammenstoß zum Beispiel beim Autofahren haben würde. Kurz gesagt sie haben als Wildtiere keinen Platz in unseren Gefilden.

Abgesehen davon ist es schwer, einen ordentlichen Sattel samt Zaumzeug ohne Rinds- Hunds- oder Pferdeleder zu finden.

Ich denke, man kann´s mit dem vegan-sein auch übertreiben. Pferde sind einst domestiziert worden, weil man starke Helfer brauchte, sie sind die, die dank Industrialisierung übrig geblieben sind. Alles, was man ihnen bieten kann, ist ein entsprechend artgerechtes Leben, gute Unterbringung und Pflege sowie Liebe.

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100% vegan ernähren können sie sich so auf jeden Fall

100% vegan leben, das ist dann wieder eine Definitionssache. Wenn man reiten als Tierquälerei ansieht dann, Nein. Wenn es denn Pferden aber gut geht und sie vom Reiter gut behandelt werden dann sehe ich da nichts verwerfliches dran. Nicht allen Pferden in Reitschulen geht es so mega gut, es kommt aber natürlich auf die Reitschule an. Ich bin als ich klein war geritten und rückblickend muss ich sagen das ich an Reitschulen war an dennen die Tiere nicht os super ging, da sie extrem viele Stunden hatten und kaum auf die Weide durften sondern in viel zu kleinen Boxen standen. Ich war aber auch in einer Reitschule in den es den Tieren super ging, die hatten eine reisen Weide und die Boxen konnte man noch nicht einmal wirklich boxen nennen, da sie wirklich sehr groß waren und sich immer ein paar Pferde die sich mochten eine geteilt haben. Das die Pferde glücklich waren konnte man auch daran merken das sie wenn man sie zum reiten holen wollten gerne gekommen sind. Die meisten Leute die privat ein Pferd "besitzen" kümmern sich auch sehr gut drum.

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Kommentar von Mikkey
02.03.2016, 17:59

Auch das Scheren von Schafen ist keine Quälerei sondern Erleichterung für die Tiere. Trotzdem trägt ein Veganer keine Sachen aus Wolle.

Natürlich wird also ein Veganer nicht reiten und auch kein Haustier halten.

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Veganer ist ja nicht gleich Veganer.

Wenn sie nur vegan essen, dann ist reiten natürlich vegan, denn man beißt ja nicht ins Pferd beim reiten (normalerweise).

Wenn jemand vegan lebt, also probiert so viel Tierleid zu vermeiden, wie es möglich ist, dann würde er sicherlich auch nicht reiten.

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Kommentar von wickedsick05
02.03.2016, 12:01

Vegan ernähren ist man kein Veganer:

Es werden vier Formen unterschieden:

    Die ovo-lacto-vegetarische Kost [9] bezieht zusätzlich Vogel-Eier, Eiprodukte, Milch und Milchprodukte von Säugetieren ein.

    Die lacto-vegetarische Kost schließt zusätzlich nur Milch und Milchprodukte von Säugetieren ein.

    Die ovo-vegetarische Kost wird lediglich durch den Konsum von Vogel-Eiern und Ei-Produkten ergänzt.

    Die streng vegetarische bzw. vegane Kost meidet alle Lebensmittel tierischen Ursprungs, außer der menschlichen Muttermilch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismus

man ist vegetarier...

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Für mich ist Veganismus keine Philosophie, sondern es ist eine sich aus einer Philosophie heraus ergebende Konsequenz zu dieser Zeit an diesem Ort zu den herrschenden Bedingungen. 

Es hat insofern etwas mit Ethik zu tun, als dass Ethik die Lehre vom Wollen und Handeln ist. 

Nun gibt es aber nicht d i e eine Philosophie und d a s eine Wollen, sondern es gibt derer viele. So gibt es auch nicht d e n Veganer, sondern viele Menschen, die sich schlicht bemühen, die sich aus ihrer eigenen Ethik ergebenen Konsequenzen zu leben. Die einen mehr.  Die anderen weniger. Die einen so, die anderen anders. 

In einer Welt der Unvollkommenheit aber nun ausgerechnet den Veganern die ihre stets unter die Nase zu reiben ist, mit Verlaub, albern. Sie gar nach Reinheit der Lehre skalieren zu wollen, absurd. 

Anstatt nun an jedem herum zu nörgeln, was er alles nicht oder noch nicht richtig macht, sollten wir schlicht jeden einzelnen, der sich an irgendeiner Stelle des erdlichen Wahnsinns bemüht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, wir sollten ihn feiern. 

Dieses Feld der möglichen Verbesserungen aber, das reicht weit, weit über die veganen Themen hinaus. 

Jeder so gut er kann. Was er kann. 

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Kommentar von Andretta
02.03.2016, 23:53

Oh Mist. Nun habe ich glatt die Veganer vergessen, die den "Kram" einfach deswegen nicht essen, weil sie ihn nicht mögen. So ganz ohne wAnspruch eben. So what.

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Meines Erachtens nicht, aber sag das mal einem Veganer, dass er/sie sich inkonsequent verhält.
Ich kenne eine Veganerin, die reitet und auch einen Ledersattel benutzt. Wenn ich sie - ich gebe zu, etwas ironisch - darauf aufmerksam mache, wird sie sauer.
Mir ist es letztlich egal. Ich reite und ich esse Fleisch und Eier und Käse.

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Meiner Meinung nach nicht, da das zu Dienst stellen des Tieres mit dem Veganergedanken nicht vereinbar ist.

Kein Tier darf genutzt, benutzt oder ausgenutzt werden.

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Wenn jemand aus rein gesundheitlichen Gründen vegan isst, dann ist wohl gegen Reiten nichts einzuwenden. Wenn jemand aus Tierschutzgründen nicht reiten will, dann ist das sicher eine Streitfrage. Aber dann dürfte man auch keinen Hund halten, denn das ist auch nicht immer artgerecht und außerdem isst ein Hund Fleisch und dafür müssen wieder andere Tiere geschlachtet werden.

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Wenn sich ein Veganer auf einen anderen (tierischen) setzt, damit der eine den anderen mit fortbewegt,

nutzt der Mensch das Tier als Transportmittel und begeht eine unvegane Handlung meinem Verständnis nach.

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Sind Veganer, die reiten, eigentlich überhaupt 100%ige Veganer?

Bereits die Fragestellung impliziert ein dermaßen stark beschränktes Weltbild bezüglich Veganismus des Fragestellers, dass eine thematische Antwort zu geben, zwecklos ist.

Es gibt nicht die Veganer, verstanden als in ihrem Verhalten gleiche Menschen in einer soziale Gruppe! Veganer bezeichnet eine Menge an einzelner, freier Individuen! Deshalb ist es auch sinnlos, pauschal und menschenfeindlich, sich das Recht rauszunehmen, über all diese Menschen juristisch zu urteilen. 

Es geht auch nicht darum "hundertprozentiger Veganer" zu sein. Das Ziel ist es nicht Veganer zu sein! Man wird dafür nicht ausgezeichnet!?! Jeder einzelne Veganer wird dafür seine Gründe haben und wird sich somit auch selbst überlegt haben, was für ihn richtig und was falsch erscheint.

Hier wird ja bloß wieder über "den Veganer" hergezogen, er wird als lächerlich dargestellt, weil er nicht konsequent oder gar logisch in seinem Handeln sei; und das alles nur zum Zweck der Aufbesserung des eigenen Egos.

Hast du HontaYOYO wirklich ein derartig langweiliges Leben, dass du dich über die Korrektheit gewisser Verhaltensweisen anderer Menschen auslassen musst? Ist es so wichtig zu wissen, ob ein Reiter, der vegan isst, wirklich noch ein Veganer ist? Was, wenn er keiner ist? Wen kümmert es? Ist dir das wichtig? Willst du mit der Information stolz protzend über den Reithof laufen und andere Menschen fertig machen, weil sie nicht nach Definition leben?

Du kannst in 10 Sekunden im Internet eine Definition von "Veganern" finden und dir dann selbst folgern, ob Reiter nach deiner Auffassung "Veganer" sind oder nicht.

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Kommentar von Andretta
02.03.2016, 23:03

Chapeau, Iflar! 

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ja sind sie denn nur weil sie auf ein Tier reiten essen sie es ja nicht Veganer essen nur keine tierischen Lebensmittel wie Fleisch,Eier oder Käse aber sie können ganz normal auf Tieren reiten oder sich Tire halten und züchten

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Kommentar von AppleTea
02.03.2016, 11:41

kommt drauf an ob jemand vegan lebt oder sich nur vegan ernährt

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Ein Pferd als Transportmittel auszubeuten, widerspricht der veganen Weltsicht. Das Pferd kann ja nicht zustimmen, den Reiter hin- und herzutragen. Einen Vorteil hat nur der Reiter, die Reiterei ist also kein Geschäft zwischen Partnern, sondern Ausbeutung durch den, der über Mittel verfügt, das Pferd zu zwingen.

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Kommentar von BlickAufsMeer
02.03.2016, 11:32

"auszubeuten". OMG

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Kommentar von AppleTea
02.03.2016, 11:33

richtig.

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Kommentar von Thyralion
02.03.2016, 11:34

Aha. Ich denke aber schon dass das Reittier davon profitiert. Immerhin wird dem Tier Schutz und Futter gewährt. Auslauf und Pflege sollten bei artgerechter Haltung ebenfalls selbstverständlich sein. In dem Falle also für Tier und Mensch eine Win-Win Situation. Da für die Tiere der Ausritt auch in den meisten Fällen eher dem Wesen entspricht, ist das durchaus vereinbar.

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Kommentar von AppleTea
02.03.2016, 11:43

Solange das Pferd selbst nicht in Menschensprache reden kann, werden wirs nie erfahren. Das gilt natürlich für alle Tiere. Bis dahin ist Reiten für mich unvegan.

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100%ige Veganer gibt es nicht. Das wäre man erst, wenn man jegliche elektrische Geräte meiden würde. Für Kupfer braucht man immerhin Knochenleim!

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Nein aber es gibt auch keine 100%igen Veganer. Man tut eben was man kann und will :)

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Sofern Sie das Pony artgerecht halten und nach dem Ausritt nicht essen, schon.

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Veganer die ein Handy oder einen PC haben sind auch keine 100% Veganer also wen interessiert das...

Man kann in der heutigen Zeit nicht 100% vegan leben

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Kommentar von AppleTea
02.03.2016, 11:44

Hätte man selbst früher nicht gekonnt :) irgendwie zerquetscht man beim laufen doch immer ein Insekt

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Kommentar von AppleTea
02.03.2016, 11:54

ja das ist klar..

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Man wird nie zu 100% vegan Leben können.

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Ja, finde ich schon

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