Sind alle (gleichen) Bünde bei allen E-Gitarren immer gleich breit?

5 Antworten

Ich vermute eher, dass es an deiner Technik liegt. Kann es sein, dass du deine Finger nicht flach auflegst, sondern versuchst sie gerade aufzustellen (wie bei der klassischen Gitarrentechnik)?

Wenn ich einen Powerchord greife liegt mein Zeigefinger so flach auf, dass er alle übrigen Saiten abdämpft. Den Ringfinger lege ich auch so flach wie möglich auf, ohne dabei die übrigen Saiten zu dämpfen.

So sollte auch mit kleinen Händen selbst ein F5 Akkord problemlos machbar sein:

e --x-- gedämpft vom Zeigefinger
B --x-- gedämpft vom Zeigefinger
G --x-- gedämpft vom Zeigefinger
D --x-- gedämpft vom Zeigefinger
A --3-- Ringfinger (oder zur Not mit dem kleinen Finger)
E --1-- Zeigefinger

also aufgestellt habe ich die finger auf keinen Fall, ich habe nie akustische Gitarre gespielt.
Dein bild kann ich nicht öffnen, auch nicht, wenn ich es als JPG umbenenne. Ich muss mal ein Foto machen, wie es bei mir aussieht. Es ist eine extreme V-Form bei z.B. Finger 1 und 3, während die Leute mit den YT Videos immer fast parallele Fingerabstände zu haben scheinen...

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@therealkickers

Ja, mach doch mal ein Foto und stelle es hier rein. Würde mich echt interessieren was da los ist :)

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@Dory1

Jup, mach ich morgen vormittag. Wobei ein Video vielleicht sogar besser wäre. Muss mal gucken was geht. Jetzt fallen mir aber die Augen zu.

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Up,s vergessen - Das geht mit Finger 1 und 3 absolut nicht. Mit 1 und 4 schon, aber bei vielen PC brauche ich den kleinen Finger ja dann für die nächst höhere Saite.
Z.B.:
Zeigefinger E-3
Mittelfinger frei
Ringfinger A-5
kleimner Finger D-5
Und da hört es dann schon auf beim gleichzeitigen ansetzen aller Finger. Dann treffe ich Bundstäbchen, muss die Finger ziehen und der Akkord ist futsch :-(

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@therealkickers

Für Powerchords gibt es kein einheitliches Gesetz, ob man die Oktave spielt, oder nicht, hört keiner, sobald du in einer Band spielst. Ich spiele auch fast nur mit Zeigefinger und kleinem Finger. Sieht zudem auch cooler aus, finde ich

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Die Bundbreite bei Gitarren orientiert sich an der Länge der Saiten. Dafür gibt es ein mathematisches Muster. Man kann also kurze Gitarrenhälse bauen, was kürzere Saiten erfordert. Dann sind die Bünde auch im Abstand kürzer. Das mathematische Muster der Bundabstände ist aber immer gleich.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Hi.

Je läger die Mensur desto größer die Abstände zwischen den Bundstäbchen. Liegt daran, dass die erste Oktave genau nach der Hälfte der Mensur ist, damit wird die halbe Mensur in 12 Teile aufgeteilt (die Formel dafür ist dann ziemlich fies, seit ich eine Exceltabelle habe hat mein Hirn die prompt vergessen. Aber ist ja unwichtig).

Bei mir war es mal so, dass ich unbedingt zumindest das Riff von Tush von ZZ Top spielen wollte. Und es ging einfach nicht. An einer Stelle liegt der Zeigefinger auf E3, der Kleine muss nach A8. Ging gar nicht. Nicht mal, wenn ich die Finger der Linken mit der rechten Hand gespreizt habe und vor Allem nicht Ohne. Dann hab ich die Noten weggelegt, als unmöglich abgestempelt und was Anderes gesucht. Und n halbes Jahr später habe ich sie beim Aufräumen wieder gefunden und spaßeshalber noch mal versucht. Und es lief, ganz ohne Anstrengung. Und jetzt ist so was für mich gar kein Problem mehr, ich spiele ganz gerne mal nen Blues, und da kommt das andauernd vor. Es lief also, ohne dass ich es speziell üben musste, ich schätze also, dass es einfach die bessere und trainiertere Findermuskulatur war...

Was Du versuchen könntest wäre, dass Du Deine Gitarre möglichst klassisch hältst, so, dass der Hals möglichst 45° zur Horizontalen steht. Wenn Du mit Grut spielst, dann, indem Du ihn höher stellst. Muss ja nicht gleich BB King sein, aber James Hetfield ist auch nix. Ich selber habe Meine so hoch hängen, dass der Bereich, in dem ich die Saiten anschlage so auf halbem Weg zwischen Nabel und Penisansatz ist. Ist zwar nicht so cool wie diese Nu-Metal-Powerchordschrammler, ist aber vollkommen egal, weil das Solo viel mehr überzeugt als ne Guitar, die selbst bei Baggy unter der Schrittnaht hängt. Außerdem müsste es mit Deiner Strat leichter gehen, weil die nicht kopflastig ist und Du den Hals mehr Richtung 45° zum Horizont bekommst. Da rate ich auch zu nem dicken Ledergurt, der unten rau ist, dann bleibt die Gitarre eher in der Position, die Dir zum Spielen am Liebsten ist statt dass der Hals dauernd in die Horizontale will (wie z.B. bei ner Paula mit Nylongurt).

Und wenn Du wirklich sehr kurze Finger hast: es gibt doch auch 3/4 Gitarren. Klar, werden "Kindergitarren" genannt, aber wenn es Dich gut spielen lässt, dann ist das doch egal - meine Reisegitarre ist auch ne 3/4tler...

Die Mensur sagt sehr wohl was über die Breite der Bünde. Die Mensur bezeichnet die Länge der schwingenden Saite, also den Abstand zwischen Steg und Brücke und die Bundstäbchen müssen sich an ganz bestimmten Längenverhältnissen befinden. Das zwölfte Bundtäbchen muss beispielsweise genau in die Mitte.

Daraus folgt, dass die Bünde breiter sind wenn die Mensur länger ist. Extrem kannst du das sehen, wenn du die Bünde einer Gitarre mit denen eines E-Basses vergleichst. Weder Mensur noch Bundbreite haben übrigens irgendwas mit der Anzahl der Bünde zu tun.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Sorry, ich bin aus versehen auf "nicht hilfreich gekommen". Kann ich das wieder ändern? Bekomme nur noch das rote Verbotsschild, und kann noch nicht mal auf "danke" klicken...
Zum Thema: Dann verstehe ich aber nicht, wieso bei meinen beiden Gitarren mit deutlich unterschiedlicher Mensur die Abstände der Bundstäbchen identisch sind?

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@therealkickers

Sind sie nicht wenn du nicht den Beweis, dass die Physik der letzten 2500 Jahre komplett falsch ist in den Händen hältst. Du misst nur nicht genau genug. Die 12mm Unterschied der Gesamten Mensur verteilen sich auf alle Bünde und je kleiner (höher) die Bünde sind, desto kleiner der Unterschied. "Auf den Millimeter genau" ist da zu wenig.

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@TheStone

Danke für den Link, super! Du hast Recht, ich habe beim Messen nicht die hintere Kante des Stegs als Anfangspunkt genommen, sondern die Mitte, was natürlich falsch ist, da ja mitten auf dem Steg nix mehr schwingt.
Mit dem Rechner komme ich z.B. bei meinen beiden Gitarren auf einen Breitenuntschied von 0,xmm und bei einer Gibson SG auf knapp unter 1mm, was mir mit meinem Problem natürlich nicht wirklich nützt. Schade. Also doch weter dehnen oder eben Offene Akkorde spielen :-(

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Wie schon alle gezeigt haben, es gibt Unterschiede.

Eine SG mit 628mm Mensur könnte was bringen, oder eine PRS mit der Bezeichnung 245, was für eine 24.5" Mensur steht, also 622mm Mensur. Dann gäbe es auch noch 24" Gitarren von Fender und Squier, also mit 610mm Mensur. Da hilft nur testen.

Und Powerchords können, wie schon geschrieben, auch nur mit zwei Tönen gespielt werden, man hört den Unterschied kaum.

Woher ich das weiß:Beruf – Spiel Gitarre und Bass in zwei Bands

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