Sind alle Alkohole polar?

5 Antworten

Wir kennen den Kontext nicht. Natürlich gibt es Alkanole, die sich in Wasser nicht mischen. Wenn man aber von Alkohol redet, meint man möglicherweise immer Ethanol und der lässt sich in beliebigen Verhältnissen mit Wasser mischen. Da helfen keine Ausreden.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Gelernt ist gelernt

Wer hat den bestimmt, dass Ethanol der "alkohol" ist?

Die Aufgabe ging so: NaCl; Schwefel und Alkohol werden in Wasser gegeben, was kannst du feststellen?

0
@xXxPOKERASSxXx

Ich würde mal annehmen, wenn da nur "Alkohol" stand, ist Ethanol gemeint, da das der umgangssprachliche Name ist. - Wenn jemand Alkohol trinkt, meint er damit Ethanol - andere Alkohole sind meines Wissens mehr oder weniger giftig. Trink-Alkohol ist seit Jahrhunderten unter dem Namen Alkohol bekannt. Ich denke, in den Anfängen der Chemie kannte man nur den und hat erst später die gesamte Gruppe der Alkohole nach ihm benannt.

Hätte dort gestanden "ein Alkohol" oder "Alkohole", wären auch andere Alkohole eingeschlossen gewesen.

0
@xXxPOKERASSxXx

"Wer hat denn (!) bestimmt, ..."

Niemand hat das "bestimmt". Es ist eine sprachliche Konvention. Statt ständig Ethanol zu sagen wird einfach von Alkohol gesprochen. Ethanol ist der häufigste Alkohol im Alltag. Methanol ist giftig und nur für chemische Reaktionen wichtig. Isopropanol kommt noch in billigen Desinfektionsmitteln vor. Die anderen Alkanole haben keine Bedeutung im Alltag.

Man kann allerdings von einer Aufgabenstellung verlangen, dass sie eindeutig ist. Alkohol ist, wenn man streng ist, nur ein Klassenbegriff und keine Substanzbezeichnung.

0

Morgen ja die gibt es. Das sieht so es. Es gibt nicht nur den "Trinkalkohol" den du vielleicht meinst.

Ethanol (Trinkalkohol) , hat eine Hydroxigruppe an sich, die uns verrät, dass es Wasserstoffbrücken bildet (Elektronegativitätsdifferenz 1,4), somit Polar ist und sich in Wasser lößt und übrigens bei 64° siedet.

Wenn keine Hydroxi- sondern eine Alkylgruppe dran hängt, so heißt es nur Ethan. Hier wirken die Van der Waals Wechselwirkungen, da die Elektronegativität 0,4 ist zwischen dem Kohlenstoff und den Wasserstoff Atomen. Das ist daher sehr unpolar lößt sich also nicht in Wasser nur in anderen unpolaren Stoffen. Siedepunkt -164°C ist also eigtl. immer Gasförmig.

Dann gibt es noch Ethanal, hierbei handelt es sich um eine Carbonylgruppe die dran hängt. Elektronegativitätsdifferenz ist 1,0. Es macht daher Dipol-Dipol Wechselwirkungen. Es kann sowohl polar oder auch unpolar sein, das hängt von der Kettenlänge ab. Je länger die Kette, desto polarer wird es. Siedepunkt -21 Grad. Also auch nur in Sibirie flüssig ^^

LG

Den Beweis, dass Alkohol sich in Wasser nicht löst, sehe ich gerade in meinem Bierglas ... ;)

Also, Scherz beiseite. Ich bin jetzt chemisch überfragt, was die Polarität angeht, aber wenn man mit "Alkohol" - wie allgemein üblich - nur Ethanol meint, ist die Aussage, dass er sich nicht in Wasser löst, m. E. eindeutig falsch!.

Wenn man allgemein Alkanole und andere Kohlenstoffketten mit OH-Gruppe meint, sagt Wikipedia: "Wichtigstes gemeinsames Merkmal der Alkohole ist die Hydrophilie. Diese Eigenschaft nimmt mit zunehmender Länge des Alkylrestes ab und mit der Anzahl der Hydroxygruppen zu." - also sind Alkohole grundsätzlich wasserlöslich, bloß einige nicht so gut ...

Weitere Ausführungen dazu siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Alkohole#Hydrophilie

Das stimmt nicht so ganz.

Nur Ethanol und andere Alkanole sind polar, weil ne OH Gruppe dran hängt und sie somit Wasserstoffbrücken bilden.

0
@ATCSIDT

Das versteh ich nicht. Du meinst, alle Alkohole, die keine Alkanole sind, hätten keine OH-Gruppe?!

0
@ATCSIDT

Meines Wissens haben doch alle Alkohole eine OH-Gruppe, das ist doch das kennzeichnende Merkmal, oder etwa nicht???

0

Was möchtest Du wissen?