Sich wie eine Frau fühlen. Wie geht das?

9 Antworten

Du wirkst sympathisch und scheinst weit aus eine ausgeglichene junge Frau zu sein...das ist nun einfach so mein Eindruck den ich aus dem Gelesenen gewonnen habe...

der aber nicht mit deiner eigenen Wahrnehmung übereinstimmt.

man nennt dies auch blinde Flecken wo an Magersucht erkrankte Leute sich als dick empfinden, dabei sind sie total untergewichtig.

Es gibt ja auch nicht DIE FRAU sondern ganz unterschiedliche Typen...was erachtest du als typisch weiblich, also was gefällt dir an anderen Frauen ?

Du kannst so gewisse Dinge übernehmen um dann deinen eigenen Stil daraus zu entwickeln. Probiere einfach viele Kleider an, auch Dinge die du nicht unbedingt wählen würdest oder du denkst, das passt mir ohnehin nicht. Halt auch einmal etwas komplett verrücktes. Du musst es ja nicht kaufen, sondern nur so an freien Tagen dich quer durch die Palette wühlen. Toll wäre es wenn dich eine Freundin begleitet, die ebenfalls Spass hat alles mögliche und unmögliche anzuprobieren.

Ich denke du kriegst plötzlich das Gespür was dir gut kommt, wo du dich darin auch wohl fühlst, in welchen Schuhen du dich sicher und geschmeidig bewegen kannst, welche Farben dir stehen.

Vermutlich vergisst du bald, was eigentlich der Ursprung deiner Ladentouren sind und du findest zu dir und siehst dich plötzlich so, wie ich dich Eingangs beschrieben habe....denn ich las sehr viel Weiblichkeit aus deinen Zeilen.

Viel Spass und Erfolg auf der Suche nach deiner wirklichen Persönlichkeit und ach ja, Hut ab 30 kg abzunehmen braucht sehr viel Disziplin. Sei stolz darauf.

Ich verstehe, was du meinst. Mein Selbstbild ist vielleicht anders als das, wie andere mich sehen.

Nein, 'die Frau' natürlich nicht. :') Aber in einem sind sich viele Frauen ähnlich und das ist es, was ich nicht kann und bin. Und das ist darauf bezogen, sich mit dem Körper in einem bewusst zu sein, damit 'spielen' zu können, flirten zu können. Zu wissen, welche 'Vorteile' man hat. Also nicht allein die Optik an sich sondern der Wohlfühlfaktor und die Art, verführerisch sein zu können, flirten zu können. Alles Dinge, die mir fremd sind und ich nicht kenne.

Bei Thema Kleidung ist es nicht mehr ganz so schlimm eingeschränkt wie früher, früher passte mir gar nichts. Mittlerweile geht es. Nicht immer (wegen obenrum) aber es ist besser. Und ich probiere mich da mittlerweile auch etwas aus, einfach mal das anzuprobieren, was ich schön finde. Nur natürlich nicht gewagt. Eher schlicht. Viel Ausschnitt zeigen mag ich nicht. Denn auch ohne Ausschnitt ziehe ich zu viele (unangenehme) Blicke auf mich. Nur die Schuhe werden immer ein Problem bleiben, aufgrund von Senkspreizfüßen und langen, schlanken Füßen. Hohe Hacken knick ich weg, bei Schuhe ohne Riemchen (z.b. ballerinas, flipflops, sandalen, leicht erhöhte schuhe) rutsche ich raus. Und bei Schuhgröße 42/43 ist es ein Weltwunder, wenn man da nicht frustriert den Laden verlässt. :')

Farblich trage ich am liebsten sanfte, warme Töne. Und es muss immer Taillenbetont sein, das weiß ich mittlerweile. Sonst sieht es aus wie ein Sack. Und oben so schlicht wie möglich, denn meine breite Schultern möchte ich nicht noch mehr betonen.

Allerdings hat mir das jetzt auch nicht viel geholfen... :/ klar, man freut sich, dass man durch das Abnehmen auch mal was schönes tragen kann. Mehr ist es dann auch nicht. Wie eine sexy bzw. weibliche Frau fühle ich mich dann nicht. Es fühlt sich einfach nach nichts an. Man hat sich was gekauft, es ist schön und das war's. Weißt du, was ich meine? :')

Darf ich mal explizit nachhaken, wo du da so viel Weiblichkeit in meinen Zeilen raus gelesen hast?

Darauf bin ich tatsächlich stolz.. aber zufrieden bin ich damit noch nicht, da ich noch die restlichen 9 Kilo weg haben will. :')

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@Yuurie

Nun ja du befasst dich mit deinem Körper, schenkst ihm sehr viel Aufmerksamkeit, beschreibst wie du dich in Dessous wohl gefühlt hast.

Es ist so, dass die meisten Frauen irgendwie nie ganz zufrieden sind mit ihrem aussehen, das erachte ich als typisch weiblich.

Aber dir geht es in dem Fall mehr um die Femme Fatal die alle Blicke auf sich zieht sobald sie in einen Raum kommt oder an der Bar sitzt und gekonnt mit ihren Blicken den Mann zu sich holt der ihr gefällt, je nach dem mit ihrer Naivität kokettiert.

So sind die wenigsten Frauen, die Meisten sind wie du fühlen sich aber dennoch zu 100% weiblich...einfach weil sie all die eigenen Qualitäten haben, die sich von denen der Männer unterscheiden.

Männer suchen eher eine natürliche Frau für eine ernsthafte Beziehung, also eine mit den Substanzen die du mit bringst.

Ich finde es toll hast du bereits heraus gefunden welche Farben zu dir passen und welcher Kleiderschnitt für dich vorteilhaft ist.

Ach ja Bally , ich weiss zwar nicht ob es die noch gibt, aber die hatten früher ihr ganzes Sortiment an Schuhen nur für extra schmale Füsse. Google doch mal welche Schuhfabrikanten diesen Markt heute abdecken . Die Füsse tragen dich durchs ganze Leben, sie sollten es wirklich bequem haben, dann fühlt man sich wohl.

Oh ja, und wenn du selbst nicht merkst, wenn dich jemand anziehend findet , dann sage doch deinen Freunden, sie sollen dir das nicht erst nachher sagen, sondern dich gleich darauf aufmerksam machen.

Ich glaube du merkst diese Zeichen nur nicht, weil du nicht an dich selbst glaubst und darum auf diesem Auge noch blind bist.

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@Prinzessle

Aber es gibt doch auch Männer, die so von sich denken und sie sind dann auch nicht automatisch typisch weiblich... Außerdem ist das doch schon ein sehr negatives Merkmal einer Frau, weiblich zu sein, bloß, weil sie mit sich nicht zufrieden ist. :/

Nicht alle Blicke auf sich ziehen um Himmels Willen. Das will ich doch gar nicht. Da würde ich vor Überforderung einbrechen. Nein, aber mit allem lockerer umgehen können, zu wissen, wie man flirtet und eben alles bewusst einsetzen können, wenn mir mal danach wäre, eventuell Spaß dran zu finden. Bestätigung in einer Form zu bekommen, die angenehm ist. Und nicht immer nur von perversen/plumpen Anmachsprüchen. Das soll nicht heißen, dass ich Kerle aufreißen oder angeln will. Sondern einfach nur einen flüchtigen Kontakt pflegen, 'spielerisch flirten' sozusagen, ohne, dass da automatisch irgendwer abgeschleppt wird oder sonst was passiert. Verstehst du? Den lockeren Umgang eben und dadurch als Frau wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden, durch die angenehmen Formen der Bestätigung und zum Anderen auch überhaupt mit Männern interagieren zu können, ohne innerlich vor Aufregung fast ins Höschen zu machen. Ich kann es schlecht erklären.

Ja, meine Qualitäten sind nicht weiblich. Meine Qualitäten sind sozial/emotional, kreativ... aber das können Männer genau so sein. Ich habe keine weiblichen Qualitäten an mir, ich sehe in mir sogar eher männliche als weibliche. Ich hab Durchsetzungsvermögen, ich kann direkt sein (und mit der Wortwahl ungewollt auch unsensibel wirken), ich bin diszipliniert, denke pragmatisch, bewahre eher einen ruhigen Kopf... und ich bin immer knallhart ehrlich. Das sind für mich eher Dinge, die ich eher einem Mann als einer Frau zuschreiben würde.

Wenn Männer eine Frau wie mich suchen würden, dann müssten sie bei mir Schlange stehen. Das ist aber gar nicht der Fall. Im Gegenteil. Entweder sie haben Interesse wegen der Optik, wenn sie aber irgendetwas von mir erfahren, was denen nicht passt (Sehr oft wegen meiner Unerfahrenheit), heißt es sehr oft "ist nicht schlimm, ich finds sogar toll!", dann melden die sich paar Tage nicht und entweder heißt es "ne sry du bist nett aber ne" so ohne Begründung und bei Nachfrage kommt gar nichts mehr oder sie melden sich überhaupt nicht mehr. Oder es kommen direkt so Perverse, die nur das Eine im Kopf haben. Ich hab das ein halbes Jahr mitgemacht, also aktiv, und es sorgte für mehr Frustration als alles Andere. Seitdem habe ich den Männern komplett den Rücken gekehrt, die 'angeblich' Interesse an mir haben. Sie fokussieren sich alle erst auf das Aussehen - klar, Aussehen ist das Erste, was man sieht. Und wenn ich so nichts über mich erzähle oder nur Beruf/hobbies, ist alles toll. Aber sobald sie die Frage stellen, wie es bei mir um Beziehungen stand und ich eben so ehrlich bin und sage, dass da nichts ist... immer direkt tschüss. Ein Mann, der eine feste Beziehung oder gar was für's Leben sucht und über 25 ist, will bestimmt nicht eine Unerfahrene in meinem Alter haben und alles nochmal mit ihr durchkauen. Deswegen ist dieses Argument "Die Männer suchen so was wie dich!" nichtig, da ich das absolut nicht bestätigen kann. Und was ich nicht ändern kann, kann ich eben nicht ändern. Also hake ich es ab und bleibe für mich alleine. Und ich möchte einzig und allein an mir arbeiten, um besser mit mir leben zu können und zufrieden bzw. glücklich zu sein. Denn das habe ich wenigstens in der Hand.

Mir passen fast alle Farben, das ist nicht schwer. :') Ich bin ein 'Mischtyp' zu dem viele warme und kalte Farben passen. Ich habe gelesen, dass man es anhand dessen ermitteln kann, die wie Haar- Augenfarbe und die Farbe der Venen ist. Und wenn man alles Mögliche gemixt hat (oder z.B. blaue und grünliche Venen hat), dann ist man mehr ein Mischtyp und man kann so gut wie jede Farbe tragen. Und als ich abnahm, erkannte ich eine leichte Sanduhrfigur bei mir. Und im Internet steht Taillenbetont und beim Ausprobieren merkte ich, das stimmt. Das habe ich nicht durch's 'shoppen' erfahren. Sondern durch Google. :')

Bally gibt es nicht in meiner Nähe und ich bin nicht Mobil.... ich hab aber auch auf der Webseite gesehen, dass sie gar keinen einzigen schönen Schuh haben, die sehen für mich alle so altbacken aus... :') Aber danke trotzdem für den Tipp.

Das mit den Freundin war jetzt auch nur 2 Mal passiert. Es ist sehr selten, dass sich jemand mal zu uns traut. Und wenn, dann wurden meistens eher die anderen Mädels angesprochen als mich.

Das kann sein, ich glaube aber auch wegen der Unerfahrenheit. Einerseits... woher soll ich das wissen, wenn ich es gar nicht kenne und nicht weiß, wie es geht? Und Andererseits denke ich mir auch: 'Was soll er schon von mir wollen? Gibt doch genügend bessere und so besonders bin ich gar nicht."

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@Yuurie

so und nun weiss ich so viel von dir, ich mag gar das Gegenteil von dir sein....ich hasse es als Frau behandelt zu werden, denn ich bin bärenstark und zäh, bin aber von der Statur sehr filigran, dabei bin ich ein Kasten.laut meinem Dafürhalten, was ich allerdings unter Beweis stelle......

Ich bin ein super guter Chauffeur, obwohl jeder denkt , nun ja er denkt nur so lange bis ich wirklich einfach besser und schneller bin als ein Muskelpaket an Mann..

ich erlebe immer beides und profitiere von Beidem, denn es ist die Menschlichkeit, das Neutrum das zählt...

und so, vielleicht bist du weiblicher als ich aber irgendwie mit einer komischen Vorstellung wie das sein sollte. Also in der Denkweise relativ maskulin, was spricht dagegen ?

Mein Mann liebt den pointierten Humor von mir, er ist ein sehr gefeierter Akademiker und ich bin so gesehen nur seine Muse.

Dem ist aber nicht so

Fakt ist doch dass die Menschlichkeit im Zentrum steht.

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@Prinzessle

Ich glaube nicht, dass ich weiblicher bin als du oder sonst wer, wirklich nicht.

Und irgendwie fühle ich mich jetzt nicht mehr so verstanden, wenn ich das jetzt so lese.... wenn das 'Neutrum' zählen würde, würde ich das doch merken.

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Und noch heute ist es so, dass ich am liebsten unscheinbar wäre. Egal ob nett gemeint oder ekelhafte Anmache, ich ignoriere alles und laufe einfach weiter, es überfordert mich.

Aber vielleicht bist das einfach DU. Hast du daran mal gedacht? Man muss sich nicht anders verhalten, nur weil es Andere tun. Niemand muss mit der Masse schwimmen - zum Glück!

In Gruppen bin ich still. Eigentlich kann ich sehr gesellig sein, doch es geht nicht. Zu lange lebte ich eher für mich alleine und hatte nur die Engsten Freunde und Familie um mich. Kontakte mit neuen Fremden knüpfen ist eine schlimme Herausforderung für mich.

Das alles ist ja nicht grundlos so. Entweder hast du mal schlechte Erfahrungen gemacht, z.B. während deiner Schulzeit. Oder du bist eben einfach von Natur aus ein ruhiger Mensch. Bei mir ist es auch nicht anders. Sobald mehr als zwei Personen in einem Raum sind, bin ich schnell damit überfordert und werde ruhiger. Aber wer sagt denn, dass man daran etwas ändern muss? Wer sagt denn außerdem, dass man viele Freunde braucht? Früher dachte ich auch immer, ich müsste unbedingt neue Freunde finden, weil das ja "normal" ist. Heute weiß ich, dass ich es selbst gar nicht brauche.

Das setzt einen unter Druck. Es fühlt sich so an, als ob einem die Zeit davon rennt, weil es immer schwieriger wird, je älter man ist und man gewisse Dinge nicht mehr nachholen kann.

Und genau das sollte man nicht zulassen. Setz dich nicht selbst unter Druck damit und lass dich auch von Anderen nicht unter Druck setzen, indem sie dir z.B. einreden, dass du unbedingt dein Leben ändern musst. Du bist du und aus deinen ganzen Beiträgen hier und unserem Schriftverkehr weiß ich, dass du eine kluge junge Frau bist, die sich definitiv vor niemandem verstecken muss. Sieh nicht immer die Schwächen an dir, sondern deine Stärken, denn die überwiegen mit Sicherheit deutlich. Es gibt genug Menschen, die dich so mögen werden wie du bist. Und wenn du nur eine solche Person kennenlernst, dann reicht das doch, um glücklich sein zu können. Oder nicht?

Ich weiß aber, dass ich ganz anders sein kann. Unter engsten Freunden bin ich auch anders. Da bin ich wesentlich offener und lustiger drauf. Oder bei der engsten Familie. Aber auch nur dort. Ich will nicht ständig die unsichere, kleine, schüchterne sein, bei dem jeder denkt, er könne mich wie Dreck behandeln und ich sei naiv. Ich ziehe auch nur sch.... dadurch an. Auf gut Deutsch gesagt. Gestern kam ein älterer Mann noch auf mich zu - kaum als ich das Fitnessstudio verließ - und fragte mich auf gebrochenem Deutsch, ob ich Sex mit ihm haben will (!!!). Mir ist das Herz vor Panik fast in die Hose gerutscht und bin gerannt. Der hat mich zum Glück nicht verfolgt, denn keiner war in der Nähe.

Es geht mir nicht darum, in der Masse zu schwimmen. Sondern darum, mich auch nach dem zu fühlen, was ich bin. Zufrieden mit mir sein. Andere können es und erleben die schönsten Sachen im Leben. Und warum kann ich das nicht?

Schlechte Erfahrungen haben mich in Massen geprägt, ja. Aber ich will nicht mehr, dass sie Oberhand über mich haben. Ich möchte das alles bekämpfen und selbstbewusster, stärker, zufriedener und fraulicher werden. Nur wie? Und nein - ich strebe keine millionen Freunde an.

Niemand sagt mir, ich müsse mein Leben ändern. Ich sage es zu mir selbst. Da ich unglücklich damit bin und anstatt zu jammern, will ich was ändern. ich versuche es ja mit kleinen Ideen. Jedoch wirken sie nur kurz oder schlimmstenfalls gar nicht. Ich bin überfordert und hoffe einfach nur auf einen kleinen Tipp, was ich machen könnte oder dass mir jemand erzählen kann, wie sie es geschafft hat, wenn sie selber ein Problem damit hatte.

Ich weiß nicht, was ich alles an Stärken habe, die ich wirklich stolz raus tragen könnte, wenn ich ehrlich bin. Ehrlichkeit und Direktheit schön und gut - Nachteil: Manchmal wirke ich dadurch zu unsensibel und trete oft ins Fettnäpfchen. Aber Vorteile, die mich so auszeichnen, dass ich daraus Selbstbewusstsein schließen kann, sind fehl am Platz.

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@Yuurie
Ich weiß aber, dass ich ganz anders sein kann. Unter engsten Freunden bin ich auch anders. Da bin ich wesentlich offener und lustiger drauf. Oder bei der engsten Familie. Aber auch nur dort.

So weit ist es bei mir genau dasselbe. Aber ich weiß, dass das einfach ICH bin.

Ich bin überfordert und hoffe einfach nur auf einen kleinen Tipp, was ich machen könnte oder dass mir jemand erzählen kann, wie sie es geschafft hat, wenn sie selber ein Problem damit hatte.

Mich hat man auch immer für naiv gehalten und man hat mir meine Schüchternheit angemerkt. Mein Problem war, dass ich mich zu sehr dafür interessiert habe, was andere Menschen über mich denken. Das habe ich mir dann aber abgewöhnt. Seitdem ich keinen Wert mehr darauf lege, was fremde Menschen von mir denken (könnten), habe ich mich diesbezüglich SEHR verändert und bekomme auch Respekt von den Menschen. Auch hilft es, wenn man mal knallhart seine Meinung sagt. Zum Beispiel in diesem Fall:

Gestern kam ein älterer Mann noch auf mich zu - kaum als ich das Fitnessstudio verließ - und fragte mich auf gebrochenem Deutsch, ob ich Sex mit ihm haben will (!!!). Mir ist das Herz vor Panik fast in die Hose gerutscht und bin gerannt.

Lauf nicht gleich weg, sondern zeig ihm die schlagfertige Yuurie, die einen Spruch bringt. Selbst wenn es eine Beleidugung ist - völlig egal!

Diese Umstellung geht nicht von heute auf morgen, das ist klar. Bei mir hat das bestimmt ein ganzes Jahr gedauert, bis ich mich so verändert hatte, dass ich zufrieden war.

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@ShatteredSoul

Und was soll mir das jetzt sagen?

Und stell dir vor, ich hätte reagiert und ihm die Meinung gesagt. Dann hätte er das erreicht, was er wollte: Reaktion, Beachtung. Demnach hätte er mich safe nicht locker gelassen und wäre vielleicht sogar handgreiflich geworden. Und wer hätte mir da helfen können, wenn da keiner in der Nähe ist?

Es ist nicht gut, immer und überall eine große Fresse zu haben - auf gut Deutsch. Ich habe eindeutig Gefahr gewittert und Panik bekommen, machte schon einen großen Bogen um ihn noch bevor er überhaupt etwas sagte.

Und wenn wir schon bei dem Thema sind: Ich bin nicht schlagfertig. :')

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@Yuurie

Das Beispiel mit dem Vorfall beim Fitnessstudio war vielleicht nicht so passend. Ich meine nur, dass es gut wäre, allgemein nicht so viel Wert auf die Meinung Anderen zu legen (falls du das überhaupt tust). Wenn einem jemand blöd kommt, dann darf man ihm ruhig mal seine Meinung knallhart ins Gesicht sagen. Man sollte aber abschätzen, ob einen das in Gefahr bringen könnte bzw. wie "hart" man seine Sätze formuliert.

Ich bin nicht schlagfertig

Das solltest du aber bzw. es wenigstens versuchen.

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@ShatteredSoul

Ich laufe nicht durch die Gegend und denke mir "oh, was denkt, er/sie jetzt von mir?". Einzig und allein die ekelhaften Anbaggerversuche und Belästigungen sind es, die mich stören. Wenn jemand aber unauffällig ist und mich nicht belästigt, ist es mir egal. Wenn mir was an Leuten stört, die ich kenne, sage ich es knallhart. Aber bei fremden Typen, die nicht ganz knusper sind und so dumme Sprüche ablassen? Da reicht schon ein schiefer Blick und sie hauen dir schon eine rein. Mund auf machen schön und gut, jedoch sollte man nicht dumm sein und sich deswegen selber in Gefahr bringen.

Du kannst nicht sagen, wie ich sein soll, wenn ich es einfach nicht bin. Und Schlagfertigkeit ist nichts, was man versuchen kann. Entweder fallen einem im passenden Moment die richtigen Worte ein oder eben nicht.

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@Yuurie

Natürlich sollst du dich nicht selbst in Gefahr bringen. Aber z.B. wenn sich beim Einkaufen jemand vordrängelt oder solche Situationen eben.

Und Schlagfertigkeit kann man sehr wohl auch lernen :)

Aber das sind alles nur gut gemeinte Tipps. Ich kann nur davon berichten, was MIR geholfen hat und welche Probleme ich hatte. Ob es dir weiterhilft, kann ich nicht beurteilen.

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@ShatteredSoul

Wie soll man denn Schlagfertigkeit lernen? Hat man millionen Sprüche auswendig gelernt und mit Zufall kramt man schnell eines raus was passt oder wie? :'D

Oftmals fällt einem doch gar nichts zu ein, was man sagen soll.

Du darfst nicht vergessen, dass es doch etwas anderes ist, wenn du ne Frau bist, die noch dazu arg verunsichert ist. Da kommt es so oder so nicht überzeugend rüber, wenn man was sagt und als Frau wird man ohnehin weniger für ernst genommen - ich werde zumindest nie ernst genommen.

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Hallo Yuurie,

ich verstehe sehr gut, was Du meinst und wie Du Dich fühlst.

Zunächst vermute ich, dass Du Dich vor der Umwandlung, von der Du sprichst, nie wirklich als Frau gefühlt und gesehen hattest. Möglicherweise waren viele Indikatoren, die Dich als Frau in der Gesellschaft bestätigen würden, einfach nicht da.

Das scheint mir so ins Unterbewusste gegangen zu sein, dass sich über Äußerlichkeit - Du hast ja sehr vieles aufgeführt - auch keine Weiblichkeit herstellen ließ. Es wird jetzt auch nicht viel helfen, wenn Du Dir einfach nur sagen würdest, dass Du eine Frau bist.

Du darfst aber Dein Frausein von kleinauf komplett in Deinem Innern und Unterbewusstsein aufbauen - und dann auch mit allen Attributen Schritt für Schritt nach draußen tragen. Dabei ist es unerheblich, wer Dich wie wahrnimmt. Denn Du bist zunächst Du - für Dich.

Höre gerne mal in Dich hinein: was würde für Dich eine Frau charakterisieren und ausmachen. Notiere es Dir (und nur für Dich) ruhig einmal. Nimm das Attribut, das Dir am nächsten liegt und eröffne es für Dich in Deinem Innern und Unterbewusstsein. Da darfst Du affirmativ Dir immer wieder sagen: "ich bin ..." oder "ich habe ..." oder "ich fühle ...". Drücke jetzt das, was Du bist, hast und fühlst, mit irgendetwas nach außen aus (z.B. Kleidung, Auftreten, Make-Up, usw.), was Dir wieder am nächsten liegt. Variiere dann in dieser Ausdrucksweise.

Sage Dir immer wieder: "das bin ich, so, wie ich bin".

Eröffne Dir mehr und mehr - wieder zunächst in Dir drin, dann nach außen gehend.

Wenn Du magst, kannst Du eine Psychologin oder einen Psychologen zu Rate ziehen. Zusammen könnt Ihr dies in Dir drinnen und nach draußen im persönlichen Gespräch und auch mit entsprechender Unterbewusstseinsarbeit gemeinsam umso intensiver bewirken.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – langjährige Lebenserfahrung und persönliche Anschauung

Das sind alles gute Ratschläge, danke.

Ich sehe da nur einen kleinen Haken, keines der Attribute, die ich an einer Frau sehe, sind mir am nächsten. Oder anders ausgedrückt, das ist das komplette Gegenteil von dem, wie ich bin. :/ Und damit meine ich jetzt nur charakterliche Attribute.

Ich mein, ich könnte meine Optik mehr betonen, jedoch würde es nur dafür sorgen, dass ich mich umso mehr unwohler fühle, da ich mich eher verstecken, als auffallen will. Wenn ich mal etwas trug, was auffiel, wurde ich auf die widerlichsten Arten angebaggert, die ich wirklich niemanden wünsche. Das verunsichert zunehmend, da es für mich nichts mehr mit Frausein zu tun hat, sondern eher einer 'Fleischbeschau' ähnelt.

Ich weiß nicht, wie ich auftreten soll. Ich trete meistens gar nicht auf, sondern verstecke mich, 'würge' Gespräche ab, belächel alles und widme mich irgendwelchen Dingen, die mich von abhalten, mit Menschen interagieren zu müssen.

Wie kann man so etwas durchbrechen? Ich meine, würde ich mir einreden, etwas zu sein, was ich nicht bin, würde es das was ändern? Würde es was ändern, wenn ich mich optisch komplett verändere? Ich meine, die Optik ist doch nur eine Hülle. Wie bewirkt es denn, wie ich mich fühle?

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@Yuurie

Darum schaue zunächst, was Dich aus Deinem Inneren als Frau ausmachen würde. Gehe nicht von äußerlichen Attributen nach innen.

Beginne mit Deinen Dir eigenen Gefühle und Deinem Sein von innen heraus und halte das fest. Drücke dies dann im Laufe der folgenden Zeit mit äußerlichen Attributen, die Seinem Innern entsprechen aus.

Somit klingen Dein Inneres und Äußeres in Harmonie. Das eine drückt das andere aus und schenkt es quasi anderen Menschen.

Eröffne Dir damit gerne neue Dimensionen. Doch messe nichts an Akzeptanz oder Ansprache von außen, die oft nur Dein Äußeres für eigene Zwecke nutzen will. Du bist nur Du für Dich - und andere dürfen allenfalls an Dir teilhaben.

Der umgekehrte Weg - von außen nach innen kann Dir etwas diktieren, das Du nicht bist und Dich zum Sterotyp machen - wie ich es auch Deinen Worten entnehme.

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@EarthCitizen20

Kannst du mir ein Beispiel geben, damit ich besser verstehe, was du meinst?

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@Yuurie

Nehmen wir mal als Beispiel von Äußerlichkeit die Attribute High-Heels, Netzstrümpfe und kurzer Mini. Sicherlich alles sehr weiblich - und von vielen Menschen, besonders Männern, erwünscht. Dann würdest Du Dich als Mensch aber nur über diese Attribute definieren, wärst nicht Du.

Wenn Du als Frau aber aus Deinem Innern heraus (und nur aus Deinem Innern) eine Erotik für Dich in Anspruch nimmst, die sich äußerlich in genau diesen Attributen ausdrücken darf (nicht muss), zeigen die Attribute etwas aus Deinem Innern. Sie sind mit Dir harmonisch.

Es mag immer noch Menschen, gerade Männer, geben, die das sehr genießen werden, Dich ggf. auch ansprechen. Aber sie sprechen nur auf das Äußere an, ohne Dein Inneres wahrzunehmen oder sich dafür zu interessieren. Es mag aber auch Menschen, auch Männer, geben, die Dich über Dein Äußeres bewundern und deren Bewunderung wieder Dein Inneres berühren darf.

Wir können streng sagen, dass das äußerliche Schaffen einer Frau noch keine Frau als den Menschen mit allem, was er ist, macht. Doch mag sich ein Mensch, wie er ist, durch sein Äußeres seinem Inneren gemäß ausdrücken.

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@EarthCitizen20

Und wie kann man im Inneren diese Erotik erzeugen ohne sich so zu kleiden z.B.? Ich meine, ich würde mich definitiv nicht so kleiden wollen, das käme mir nicht in den Sinn, da ich es eher 'billig' an mir finden würde als sexy oder erotisch, so in der Öffentlichkeit rumzurennen.

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@EarthCitizen20

Ich darf nachtragen, dass der Unterschied ein sehr feiner ist.

Ich hatte irgendwie einen äußerlichen Style, der meiner selbst entsprochen hatte. Da wollten Menschen, dass ich etwas anders auftrete - und es waren auch Menschen, die mir gut wollten. Aber ich hätte meine Authentizität verloren.

Sie hatten mir aber gewünscht, dass ich eine andere Dimension in mir eröffnen. Das war aber deren Wunsch, nicht meiner. Ich wäre nach wie vor nicht mehr authentisch gewesen.

Einige Zeit später hatte ich für mich selbst andere Dimensionen eröffnet - und dies auch entsprechend nach außen gezeigt. Wieder war ich authentisch - egal, was andere jetzt meinten.

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@Yuurie

Dann wäre eine solcher äußerer Ausdruck nicht der Deine. Es war nur ein sehr extremes Beispiel.

Erotik ist immer das, was aus dem eigenen Innern kommt, sich über das Äußere ausdrückt, um wieder über ein Äußeres ein Inneres zu berühren. Es ist aber hinreichend, dass sich das Innere nach außen ausdrückt - und nicht nur über Kleidung und Aussehen. Es ist egal, ob es jemand wahrnimmt oder ob es diesen Menschen berührt. Da verallgemeinere und abstrahiere ich den Begriff der Erotik schon etwas.

Darum: was macht Dich von innen heraus für Dich weiblich - und wie darf es nach außen erscheinen.

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@EarthCitizen20

Ich weiß es nicht, ich bin völlig überfragt... Ich weiß nicht, was von innen heraus an mir weiblich ist. Ich fühle in mir ja nichts weibliches.

Und ich weiß nicht, wie man sich bewusst und dauerhaft 'erotisch' fühlt, um es so nach außen zu tragen. Ich hatte nur einen kurzen Moment davon durch bestimmte Unterwäsche bekommen und das war's.

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@Yuurie

Zunächst bist Du ein Mensch und darfst Dich als ein Mensch fühlen.

Ohne einem äußerlichen Stereotyp zu folgen, darfst Du für Dich aus Deinem innern heraus sagen, was weiblich sein mag. Es kann zum Beispiel ein gewisser Sinn für die Natur, für Schönheit, für Mode etwas Weibliches sein. Es kann auch eine sehr intensive Gefühls- und Fantasiewelt weiblich sein.

Zunächst ist Inneres dran, dann mag ein Ausdruck nach draußen kommen - wie auch immer der sein mag.

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Menschen haben generell Gefühle und Fantasie. Und besonders emotional zu sein verbinde ich jetzt nicht als positives Merkmal des Frauseins. Ebenso Dinge wie Modegespür, Sinn für Schönheit usw. (Was ich wiederum auch nicht habe).

Nehmen wir an, ich würde die sensible, emotionale Seite als weiblich definieren. Wie trägt sich das nach außen? Indem ich ständig nah am Wasser gebaut bin, alles persönlich nehme und mir alles Nahe geht? Das ist für mich nicht mehr weiblich, sondern nur ätzend. :/

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@Yuurie

Ich hatte die innere Definition zunächst wegen des sich als Frau Fühlens in Richtung weiblich fokussiert betrachtet und diese Beispiele als Möglichkeit genannt.

Gerne mag ich diesen weiblichen Fokus zunächst zurückstellen. Frage Dich somit jetzt viel allgemeiner und ohne Geschlechtsbezug, was Dich als Mensch von innen heraus definiert.

Dann betrachte wieder, wie sich das nach außen tragen kann und sich anfühlt.

Jetzt kannst Du im nächsten Schritt solchen Attributen und deren Ausdruck einen weiblichen Touch verleihen oder sie neutral belassen.

Wie würde sich das jetzt in der einen oder anderen Weise anfühlen?

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@EarthCitizen20

Ich glaube, es würde sich so anfühlen, wie immer...? Ich kann bei Vorträgen gut erzählen und habe auch eine offenere, freundlichere Ausstrahlung als normal. Normal bin ich die graue Maus, die sich lieber zurückzieht und für sich alleine bleibt. Zudem höre ich anderen gut zu und habe eine hohe, emotionale Intelligenz. Ich mache vieles mit mir selber aus, belaste niemanden mit meinen Problemen und will alles alleine schaffen. Wenn ich nicht weiter weiß, tausche ich mich aus und entweder ich lege das Problem beiseite, weil ich nicht weiter komme oder ich finde ein paar Lösungsansätze und versuche es weiter. Ich bin sehr diszipliniert und wenn ich was umsetzen will - was ich wirklich will - ziehe ich es durch. Noch dazu bin ich immer ehrlich und gerade heraus. Durch die Blume reden oder flunkern sind zwei Dinge, ich ich nicht kann und bei Anderen nicht leiden kann. Es muss immer ehrlich und top on point sein. So bin ich auch. Wie soll man dem Ganzen Weiblichkeit verleihen?

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@Yuurie

Alles das darf jeder Mensch sein und ausdrücken - und damit auch Du als eine Frau. Du darfst zu jedem Attribut ja sagen und Dich darin wohl und zu Hause fühlen.

So, wie Du bist, darfst Du Frau sein. Du gehorchst keinem Stereotyp - und das hättest Du nicht nötig. Du musst auch niemandem gefallen oder dienen, Dich für niemanden verbiegen.

Halte immer an dem fest, wer Du bist.

Es fühlt sich normal an - so, wie Du eben fühlst.

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@EarthCitizen20

Aber ich will mich doch wie eine Frau fühlen und wissen, wie es ist eine Frau zu sein. So, wie ich mich jetzt fühle, fühle ich mich nicht als Frau.

Damit meine ich auch nicht, mich anderen verbiegen zu wollen. So, wie ich jetzt bin, bin ich nicht zufrieden, ganz und gar nicht. Ich möchte ja was dran ändern, um mich wohler zu fühlen und von mir sagen zu können "du bist ne richtige Frau". Ich fühle mich mehr wie ein Neutrum oder ein mannsweib, aber keine Frau.

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@Yuurie

Schauen wir mal noch von einer anderen Seite. Was wäre Dein Ziel in Attributen, die Du vielleicht anlegen, verändern oder neu annehmen magst? Was würdest Du Dir wünschen? Was erscheint evtl. schwerer zu erreichen, was leichter?

Du darfst Dich verändern - und bist jederzeit Du.

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@EarthCitizen20

Lockerer Umgang mit meinem Umfeld. Vielleicht auch mal einen Mann nur anlächeln können ohne Angst zu haben, dass ich plötzlich wieder einen Stalker am Allerwertesten kleben habe (das war wirklich der Fall. Ich lächelte einmal eine Frau an, weil sie mich etwas fragte und mir gegenüber saß der Stalker, der sich angelächelt fühlte und seitdem hatte er mich verfolgt und war penetrant, bis ich mich abholen ließ, da ließ er nach). Mich ansprechen lassen zu können ohne direkt Panik zu haben und zu denken "Ich muss hier weg!"

Mich meinem Körper bewusst sein, meine Weiblichkeit annehmen können, zufrieden sein. Mal das Gefühl zu erfahren, wie es ist, geliebt, begehrt und gewertschätzt zu können. Doch ich glaube den letzten Punkt kann ich durchstreichen, das wird wohl nie passieren. :')

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@Yuurie

Das, was Du zuerst genannt hast, verstehe ich mit der Erfahrung sehr gut. Lass Dich hier durchaus etwas zurückhaltender sein - und schenke einem Menschen, den Du sehr gut kennst Dein Lächeln zunächst.

Wähle willkürlich mal eine Stelle an Deinem Körper und fühle dort mal hinein. Erlaube mir einen Vorschlag: Deine Augen. Fühle mal, wie sie und was sie besonders wahrnehmen.

Das von Dir zuletzt genannte Thema - da bist Du mitten drin. Denn Du unterhältst Dich hier mit Menschen, ganz offen, und erfährst Wertschöpfung und auch Liebe sowie Bewunderung.

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@EarthCitizen20

Die Menschen, die ich gut kenne, lächle ich immer an oder zurück. Also das ist jetzt nicht so, als wäre ich da ein emotionaler Klotz. Ich lächle nie zu fremden Menschen, außer ich muss was an der Kasse bezahlen oder frage Verkäufer/innen nach etwas. Aber beim Vorbeigehen jemand fremdes einfach anlächeln z.B. ... selbst wenn er/sie mich anlächelt - null. Geht nicht. Da schaue ich immer sofort weg.

Die Augen sind der Spiegel zur Seele. Wenn Menschen in meine Augen blicken, entdecken sie eine leichte Traurigkeit in ihnen.Das hat man mir oft so gesagt. Einmal hatte ich mal einen Test versucht und mir selber am Spiegel intensiv in die Augen geschaut. Und das mag jetzt vielleicht bekloppt klingen, aber mir schossen auf einmal die Tränen. Und ich konnte es mir nicht erklären, warum. Ich habe an nichts gedacht, nur mir selber in die Augen geschaut. Und mir kamen die Tränen.

Ich meine damit die Liebe, Wertschätzung und Bewunderung, die man in einer Partnerschaft hätte. Ein tiefes Bündnis zwischen zwei Menschen. Ich hab ja auch Familie, die mich liebt, Freunde, die mich (platonisch) lieben... aber so richtige, innige und tiefgründige Liebe nicht. Das habe ich nie kennengelernt und erfahren. Ebenso wenig, mich als Frau und Mensch wertzuschätzen und wahrzunehmen.

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@Yuurie

Mit Deinem Lächeln schenkst Du einem Menschen einen Teil von Dir selbst, etwas aus Deinem Herzen. Dieser Moment darf Dein Herz erstrahlen lassen - und Deine Augen dürfen alle Traurigkeit zur Seite legen und wie Dein Herz strahlen.

Im Augenblick gibt es bei Dir sehr viel Traurigkeit - und das kenne ich auch von mir. Unsere Traurigkeit war und ist echt und auch wieder etwas, was wir aus unserem Innern ausdrücken. Wieder darf sie andere Menschen berühren - und sie dürfen Dir Trost spenden.

Lass Deine Augen an einem wundervollen Tag mal mit Dir zusammen spazierengehen. Sie sehen sehr viel Wundervolles, was Dich in Dir berühren darf. Das Wundervolle ist auch ein Geschenk an Dich.

Einst war mir eine Partnerschaft zerbrochen - die Liebe regelrecht gekündigt. Das war auch der eben genannte Moment großer Traurigkeit. Jemand sprach mir einfach Trost zu, dass ich doch bald eine neue Liebe finden würde. So war es dann auch - seit etwa 17 Jahren.

Auch Deine Liebe wird einen Menschen erreichen, mit dem Du gerne zusammensein magst - und er auch mit Dir. Dafür sei offen, denn es kann jederzeit unde überall sein.

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@EarthCitizen20

Das waren sogar Bilder, wo ich an den Tagen fröhlich und unbekümmert war. Dennoch sahen die Leute Traurigkeit in meinen Augen. Ich weiß nicht, ob sich das jemals ändern kann oder wird. Vielleicht hat sich mein vergangenes Leben - was alles andere als schön war - zu sehr da eingezeichnet. Ich weiß es nicht.

Ich gehöre zu den Menschen, die einen selbst dann anlachen, auch, wenn es einem noch so schlecht geht. Nichts anmerken lassen. Ich ziehe es nicht vor, Schwäche zu zeigen und Trost zu bekommen. Das ist für mich ein ungutes Gefühl, jemanden meine Verletzlichkeit zu zeigen. Wenn ich weine, dann lieber für mich alleine.

Wenn ich unterwegs bin, achte ich nicht wirklich darauf, was ich sehe. Meistens bin ich in Gebieten, wo viele Menschen sind, da ich dann meist Besorgungen mache. Und egal, wo ich bin, ich bin immer mit meinen Gedanken beschäftigt, tagträume... aber nie achte ich auf das Umfeld oder auf andere Menschen. :')

Ich sehe das Problem bei mir, dass ich eben nie in einer Partnerschaft war. Ich weiß nicht, was Liebe in dieser Form ist und wie sie sich anfühlt. Wenn mir einer sagt: "wenn es dich trifft, wirst du wissen, was das ist", kann ich es nur verneinen. Woher soll ich das wissen? Ich könnte genau so gut auch Schwärmerei mit Liebe verwechseln. Ich weiß nicht, was Liebe ist. Und ich bin weiß Gott nicht jemand, bei dem sich irgendwas 'mal eben' so ergibt. Man sagt mir, solche Dinge kann man nicht planen, man müsse locker sein und man wisse nie, was kommt. Genau das Problem bei mir. Ich muss immer Sicherheit und Gewissheit haben. Ich kann nicht jemanden, den ich kennen lerne und interessant finde, in Ungewissenheit bleiben, ob er mich nun toll findet oder nicht. Männer lassen sich sehr sehr sehr viel Zeit. Während ich dann entweder schnell wieder das Interesse verlor oder mich automatisch verabschiedete, da ich dachte "da kommt eh nichts mehr/der mag mich eh nicht, sonst würde er sich melden. Man findet immer kurz Zeit".

Ein Mensch, der mit mir zusammen sein mag? Wohl kaum. Ich möchte nicht in einer Märchenwelt leben und glauben, dass irgendwann ein 'Prinz' angeritten kommt. Den gibt es sowieso nicht. Schlimmstenfalls erwische ich einen, der mich wie Dreck behandelt, ich aber es nicht sehen kann/will, weil ich dann blind bin und nur das gute sehen will. So, wie es in der Familie bereits vorgelebt wurde. Und das will ich nicht. Wenn ich so einen Menschen hätte, wäre ich am Ende. Das könnte ich nicht mehr stemmen.

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@Yuurie

Ich verstehe all Deine Gefühle - und gerade zur Liebe - allzu gut. Lass mich etwas bei der Liebe bleiben - und aus dem Nähkästchen erzählen.

Viele Menschen verstehen unter Liebe etwas anderes. Für die einen ist es reine Zuneigung zwischen zwei Menschen. Für andere ist es ein physiologischer Vorgang im Körper.

Ich habe eine etwas allgemeinere Ansicht gegenüber Liebe gewonnen. Für mich bedeutet sie etwas einem geliebten Menschen zu schenken, zu geben, dem Menschen Freiheitsgrade zu eröffnen. Liebe ist also etwas, was sich ohne irgendwelchen Eigennutz an den geliebten Menschen richtet.

Damit wirkt Liebe immer gegenseitig - und das mag auch instantan sein. Etwas Liebes mag unmittelbar in irgendetwas Liebem wieder zurückkehren.

Liebe ist zunächst nicht an eine Partnerschaft oder Beziehung gebunden. Doch was wäre eine Partnerschaft ohne Liebe. Auch begründet eine Partnerschaft keine Liebe. Liebe ist also recht stand-alone.

Kennen wir eine Partnerschaft zwischen zwei Menschen, dürfen wir mehrere Menschen lieben und von ihnen geliebt werden.

Liebe darf sich in vielfältiger Weise ausdrücken. Das hängt in vielen Fällen von der Nähe ab, die sich Menschen gönnen. In einer Partnerschaft mag die Nähe eher größer als sonst wo in der Familie oder im Freundeskreis sein.

Liebe kommt aus unserem Innern, wir sagen: aus unserem Herzen. Und sie berührt wieder mit all ihrem Ausdruck unser Herz. Liebe lässt uns miteinander eins sein - und die Zeit für den Moment stillstehen.

Die vielleicht intensivste Ausdrucksform der Liebe liegt in der Sexualität. Nichts ist näher und schneller, und wir werden auch körperlich eins.

Das Gefühl bei der Liebe lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Wir fühlen oft ein Kribbeln im Bauch, einen kurzen Stich. Wir sehen das Bild eines geliebten Menschen für einen Moment vor uns. Es reißt uns mit wie ein Feuersturm und Wasserfall zugleich.

Ich mag aus eigener Erfahrung sprechen: wenn wir 

uns verlieben - also unsere Liebe zueinander erkennen - fühlen wir das in dieser ganzen Intensivität. Spontan wollen wir uns dann in unserer Liebe schenken.

Liebe lässt sich aber auch gut simulieren - und viele Menschen tun dann als würden sie lieben. Manche Menschen zögern aber auch oft, ihre Liebe offen zu zeigen. Das mögen wirklich viele Männer sein. Da dürfen die Time-outs nicht immer sehr schnell sein. 

Und zuletzt mag ich noch sagen, dass sich Liebe auch an uns selbst richten darf. Das ist nicht mit so was wie Narzissmus zu vergleichen. Es ist - wie sonst auch - sich etwas geben und schenken.

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@EarthCitizen20

Deine Definitionen zur Liebe gleicht sich mit dem, was Andere mir davon berichteten. Besonders, was die 'Symptome' der Liebe betrifft und die intime, körperliche Nähe. Dinge, die mir fremd sind und wohl auch fremd bleiben werden.

Eine Freundin von mir (sie ist auch etwas älter als ich) hatte sich in einen Mann verliebt, der ewig hin und her eierte und von dem ich als Außenstehende sagen konnte, dass er eigentlich nicht wirklich was von ihr wollte. Er eierte zu sehr hin und her und hatte selber mit sich zu viele Probleme. Aber sie wollte es nicht wahrhaben. Und immer wieder freute sie sich, wenn er sich meldete und wenn dann Wochenlang nichts kam, sagte sie, sie würde einsam sterben. Und dann trat ein anderer Mann in ihr Leben und sie wollte den, der rumeierte, 'behalten', obwohl sie Mann 2 attraktiver fand und Mann 2 deutlich Interesse zeigte. Ich sagte ihr, sie solle den einen sausen lassen und Mann 2 nehmen. Und jetzt sind sie glücklich zusammen. Also sie und Mann 2. Und Sowohl sie als auch Mann 2 sind mir unheimlich dankbar, dass ich ihr dazu geraten habe, Mann 2 zu nehmen. Denn sie haben sich gesucht und gefunden. Beim 1. Treffen funkte es so stark, dass für die beiden sicher war, direkt eine Beziehung einzugehen.

Und nun ist sie nur noch am schwärmen und erzählt wie jede andere Person auch, man würde schon jemanden finden, weil es bei ihr auch so gewesen war. Und sie beschrieb mir die Liebe und Zuneigung zu ihm genau so, wie du Liebe definiertest.

Ich muss gestehen, dass es zwar im Kopf ankommt, ich es aber gar nicht nachempfinden kann. Wenn ich an Liebe denke, empfinde ich nichts. Oder höchstens Trauer, da mir diese Liebe verwehrt bleibt und es noch lernen muss zu akzeptieren.

Selbstliebe... was ist das? Ich hasse mich nicht, aber ich liebe mich auch nicht. beide Dinge erscheinen mir ebenso fremd. Warum sollte ich mich lieben? Dass ich mich nicht hasse ist klar, ich habe weder was schlimmes verbrochen, noch bin ich ein schlechter Mensch. Aber wozu lieben? Habe ich Selbstliebe verdient? Habe ich irgendetwas Gutes geleistet, sodass ich mich selbst lieben kann? Habe ich irgendwelche Gründe, mich selbst zu lieben? Nichts davon wäre mir bekannt.

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@Yuurie

Wenn wir verliebt sind, sind wir auch euphorisch - das ist einfach so die menschliche Natur (und von unserer biologischen Plattform so unterstützt). Ich weiß noch, wie ich mich fühlte, wenn mir irgendwelche Menschen etwas "vorliebten". Da hatte auch schon ein Paar, das Hand in Hand lief, für einen "blauen Bildschirm" ausgereicht. Es ist dann lieb, wenn jemand sagt, bald käme auch die Liebe zu einem, aber es mag wirlich nicht durchdringen, wie Du es sagst, im Kopf hängenbleiben.

Ich hatte schon früh die Einstellung bekommen, dass mich niemand so recht liebt, und auch niemand von mir geliebt sein möchte. Heute mag ich sagen, dass diese Einstellung sich selbst erhält (zeigt sich ja permanent, dass es stimmt) - aber im gleichen Moment einen für die Liebe verschließen kann. Als Ausweg sehe ich die Liebe selbst - in ihrer Eigenschaft, dass sie von uns selbst ausgeht, und dass es hinreichend ist, wenn wir lieben, egal, ob die Liebe ankommt oder nicht.

So darfst Du bewusst einen Menschen in Deiner Nähe lieben.

Auch wenn es im Moment eher schwer erscheinen mag - dieser geliebte Mensch darfst Du auch selbst sein. Zum einen kannst und darfst Du immer lieben. Dann darfst Du immer geliebt sein (!). Das Ausrufezeichen sagt nur, dass Du Dir das immer vor Augen halten darfst, auch wenn eine Erfahrung gegenteiliges sagen möchte. Schließlich bist Du Dir am nächsten - und die Liebe Dir selbst gegenüber nimmt kurze Wege und kommt immer an.

In dieser Liebe, in der Du Dir selbst etwas Wundervolles schenkst, darfst Du Dich als den geliebten Menschen als Frau wahrnehmen. Lächle, z.B. im Spiegel, diese wundervolle Frau einfach an. Sie lächelt übrigens sofort zurück. Sage wundervolle Worte zu ihr. Lass sie an wundervollen Dingen teilhaben. Sei gerne auch sehr zärtlich zu ihr. Sie sagt Dir sofort, was sie dabei fühlt.

Mache ihr ihre wundervollen Eigenschaften bewusst. Schenke ihr neue Attribute. Oder rate ihr auch von etwas eher ungünstigem ab. Und keine Sorge vor einer Dissoziation - Ihr beide seid in Eurer Liebe eins und bleibt es.

Dann richte Deine Liebe in gleicher Weise und mit einem Ausdruck, der der Nähe entspricht, an einen anderen Menschen, z.B. im Freundeskreis. Erreicht Deine Liebe diesen Menschen, kommt auch etwas zurück, was Dich wiederum berührt. So wird der Kreis größer und größer - und Du wirst beobachten, wie Du immer mehr aus Dir herausgehst und etwas von Dir einfach immer mehr rüberkommt, als ggf. Zeiten zuvor.

Versuche es mal - einfach so.

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@EarthCitizen20

Wenn ich mich wirklich bewusst im Spiegel ansehe, kommen mir jedes Mal die Tränen. Ich sehe eine junge, unglückliche Frau, die das offenherzigste, schönste Lachen zeigen kann und immer versucht hat, alles im Leben optimistisch und positiv zu sehen, aber dennoch im innersten traurig ist. Und ist es nicht seltsam, sich selber Komplimente zu machen und sich selbst so positiv darzustellen?

Und was meinst du mit zärtlich sein?

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@Yuurie

Es gibt so viel Positives in uns, das ein Kompliment wert ist - und wir sind selbt immer eine Bewunderung wert. Es ist daher nicht seltsam, wenn es auch die Gesellschaft, die sich sehr auf Außenwirkung und Feedback fokussiert, eher verpönt.

Wenn Du in den Spiegel schaust, lächele die junge eher unglücklich wirkende Frau einfach mal mit einem schönsten und offenherzigsten Lachen an. Dann wirst Du sehen, wie sie zurücklächelt und lacht. Und dann - lache und lächle einfach mit ihr zusammen weiter.

Ich darf jetzt mal so frei sein und "Erster" rufen - und mit diesen Worten diese Frau mit meinem schönsten und offenherzigsten Lächeln anstrahlen.

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@EarthCitizen20

Ich habe mich gerade wirklich vor dem Spiegel gestellt und mich angelächelt und neben der Tatsache, dass ich mir dämlich vorkam, kam das auch gar nicht so an, wie du das beschrieben hast. Ich habe mich selbst gar nicht ernst nehmen können.

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@Yuurie

Es ist nichts anderes, als dass Du jemanden anlachst und jemand Dich anlacht.

Im ersten Augenblick mag dieser Moment ungewöhnlich vorkommen, auch absurd, da er Dimensionen eröffnet, die eher verschlossen waren.

Versuche zunächst ein ganz dezentes Lächeln, dass Du an Dir und Deinem Spiegelbild einfach nur liebevoll wahrnimmst und Dich berühren lässt.

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@EarthCitizen20

Ich habe versucht, wie du es gesagt hast und mir kamen die Tränen. Ich hatte meine Wahrheit selbst im Spiegel gesehen. Die Traurigkeit versuchen mit einem Lächeln bekämpfen, Stärke zeigen, obwohl ich es nicht bin. Ich spüre keine Liebe dabei. Das Einzige, was ich im Kopf hatte war nur "du weinst viel zu viel, hör auf zu weinen, kämpf dich durch". Sich durchkämpfen und funktionieren. Das ist mein Leben und meine Einstellung zu mir selbst.

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@Yuurie

Vielleicht mögen meine Worte schwer klingen - in einer Einstellung, zu funktionieren, hätte Liebe keinen Raum. Du würdest immer nur von Dir etwas fordern und abverlangen - an der einen oder anderen Stelle an eine Grenze stoßen, die nicht überwunden werden kann.

Traurigkeit hätte auch keinen Platz, sie wäre nur der Eintrag ins Log, dass etwas nicht funktioniert hätte. Emotionen würden zur Funktionalität werden.

Es geht nicht darum, Traurigkeit mit einem Lächeln zu bekämpfen. Denn die Traurigkeit ist auch etwas in Dir. Lass mich ein Beispiel machen: Du hast eine Zweiliterflasche eines recht schalen Tafelwassers vor Dir - und stelle Dir einen Champagne-Piccolo daneben. Beides ist da. Aus welcher Flasche magst Du trinken (unabhängig davon, ob Du jetzt persönlich Champagne magst oder nicht)?

Du kannst beides trinken - aber, es kann sein, dass Dir plötzlich der Champagne viel besser schmeckt, Du ihn nur noch nicht oder so richtig kanntest.

Die Liebe ist kein Gegenpol zu einem Funktionieren. Sie ist aber eine alternative Einstellung, mit der das, was mit dem Funktionieren erreicht werden soll, auch erreichbar ist. Wieder ein vielleicht trivial anmutendes Beispiel: Du brauchtst morgens immer eine Tasse Kaffee, sonst geht nichts. Schenke Dir einfach eine Tasse Kaffee und trinke sie mit viel Genuss.

Lass mir zurück zur ursprünglichen Fragestellung kommen: sich wie eine Frau fühlen. Ein reines Funktionieren ist recht geschlechtsunspezifisch und wird nur dann geschlechtsspezifisch, wenn ihm gewisse Do's und Dont's zugeordnet werden (normativ in der Gesellschaft in aller Regel, über Rollen). In der Regel ist die Gesellschaft dann mit Eigenschaften zu frieden, die sie rein äußerlich wahrnimmt.

Fühlen geht aber weiter und in die umgekehrte Richtung: etwas an sich und in sich wahrnehmen, dass es einen berührt. Es ist immer etwas Liebes, denn es geht von jemandem aus (auch von einem selbst) und berührt einen so.

Es mag etwas Gewohnheit sein, etwas wahrzunehmen, als lieb rüberkommend, einen auch berührend. Vieles war an mir vorbeigegangen, hatte keine Bedeutung. Und heute berührt mich sehr viel, was mir einfach begegnet. Ich hatte irgendwann - auch auf einen sehr lieben Rat hin - damit begonnen - und auch mit einem Lächeln (von mir ausgehend, darum auch dieser Vorschlag). Es war gelungen, es wurde vieles einfacher, ich darf sein und handle daraus.

Probiere es aus einer solchen Warte heraus - parallel zu dem Funktionieren - für einen Spaß - mal den Piccolo, und den mit viel Genuss und Gefühl.

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@EarthCitizen20

Ich habe Grenzen überwunden. Habe mich zu Dingen getraut, die für mich nie in Frage kamen, habe mich auch gegen die ganzen Kilos endlich durchsetzen können. Und das war besonders am Anfang sehr hart. Und das habe ich durch einen eigenen Tritt in den Allerwertesten und durch Forderungen, eiserner Disziplin geschafft. Und ich verlange und fordere viel von mir. Denn ohne das würde ich orientierungslos vor mich hintreiben und vor mich hinvegetieren.

Das Beispiel ist etwas ungünstig gewählt, ich trinke nur stilles Wasser und verabscheue Alkohol. :') Ich würde immer Tafelwasser vorziehen. Immer.

Traurigsein ist aber nicht schön. Und ich hasse es einfach, unglücklich zu sein. Es stoppt einen, treibt einen nicht voran, vom ganzen Weinen immer diese Kopfschmerzen... und vor allem zeigt es eine Verletzlichkeit, die ich als Schwäche deute und Schwächen mag ich nicht. Ich will nicht schwach sein. Ich darf auch nicht schwach sein. Denn dann würde ich nichts mehr auf die Kette kriegen.

Mit Liebe soll etwas funktionieren? Ich habe eher den Eindruck, als würde Liebe nur alles verkomplizieren...

Du schreibst so, als soll ich alles Mögliche sinnlich wahrnehmen und 'fühlen/genießen'. Wenn ich jegliche Eindrucke von alles und jedem auf mich niederprasseln ließe, dann wäre ich doch hochsensibel. Also noch schlimmer als vorher. Wäre das nicht eher Kontraproduktiv meiner Schutzmauer gegenüber? Wenn Liebe damit was zu tun hat, sensibel und verletzlich zu sein, dann verstehe ich, warum bei vielen die Liebe schmerzhaft ist.

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@Yuurie

Eine durchaus gangbare Alternative zum sich Fordern ist ein aus dem eigenen Sein, der eigenen Mitte heraus, wirkendes Denken und Handeln. Du erreichts das Gleiche - auch mit dem entsprechenden Engagement und einer Beharrlichkeit in Richtung Ziel; nur ist das im Vergleich zu einem von sich Fordern ein aus sich Herausgehen. Das hat den Charm, dass es auch Dir gegenüber als etwas von Dir und als Deins rüberkommt. Du bist damit Dein Kapitän, der Dein Schiff steuert - und es nicht verholt.

Das darfst Du als Weiblichkeit erkennen und für Dich in Anspruch nehmen.

Betrachten wir in diesem Licht die Kilos, hast Du Dir jetzt Deine momentanen Kilos geschenkt - mit all der Beharrlichkeit und Zielführung. Sie sind Deine Körperlichkeit, die Du fühlen darfst, die Dich damit selbst berührt - für Dich. Das darfst Du auch nach außen ausstrahlen - und damit andere Menschen berühren.

Das ist ein spezieller Moment der Weiblichkeit, den Du so in Anspruch nehmen darfst. Was andere Menschen damit machen, ist deren Sache, nicht Deine.

Schauen wir in die andere Richtung - auf Dich zu. Sagen wir mal in etwas technischer Weise, Du nimmst plötzlich eine Dämpfung von -30 dB weg und lässt damit 30 dB über Rauschen äußere Eindrücke in Dich hinein. Diese 30 dB sind keine Hochempfindsamkeit. Hochempfindsam wäre eine innere Verstärkung von - nur eine Hausnummer - 6 dB (das wäre vierfach). Wir sind nicht alle hochempfindsam, es mag uns vielleicht im ersten Moment nur so vorkommen, wenn wir uns etwas gegenüber öffnen. Ich zum Beispiel bin ein hochempfindsamer Mensch - und sage gerne, das ich das Gras wachsen fühle.

Erlaube Dir vielleicht nicht diese ganzen 30 dB (auch nur eine Hausnummer), sondern etwas weniger und selektiv da, was Dich sehr angenehm berührt. Ich blende mir sehr viele Dinge aus, die mich eher unangenehm berühren würden - und das gelingt recht gut.

Auch diese Wahrnehmung, die Dich im Innern wundervoll berühren darf, darfst Du als einen weiteren Moment von Weiblichkeit für Dich in Anspruch nehmen.

Traurigkeit ist eine Wahrnehmung von innen. Sie lässt sich eher schwer wegblenden oder dämpfen. Die wundervollen Dinge und Wahrnehmungen dürfen aber neben ihr stehen - und Deine Aufmerksamkeit wird sich sehr schnell auf das Wundervolle fokussieren. Das hat im Unterbewusstsein den schönen Seiteneffekt, dass das nicht Wundervolle, die Traurigkeit, immer mehr an Einflussnahme verliert - und letztlich immer mehr Raum für alles andere Wundervolle macht.

Wenn wir im Umfeld von Liebe Dinge so beobachten, fallen uns gerne die schmerzhaften Moment auf. Sie sind sehr häufig - und heften sich damit sehr schnell an den Begriff Liebe. Aber - die Liebe kennt sowas ja nicht, da sie ja lediglich etwas ist, was von einem ausgeht. Etwas, was ausbleibt, oder auch etwas, was niemand von uns will und uns das so signalisiert, das verursacht den Schmerz.

Dem dürfen wir wieder etwas Wundervolles bei Seite stellen (wie mit der Traurigkeit) - und sei es etwas von uns (nur) für uns.

Genieße etwas frisches und kühles stilles Mineralwasser - schließe dabei die Augen und fühle der Frische nach, wie sie mit Dir eins wird. Dann darf auch gerne etwas Geschmack noch mit in das stille Wasser - oder? Oder mal nur zum Probieren etwas mit medium Kohlensäure?

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@EarthCitizen20

Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass ich meine Abnehmerfolge stolz vor anderen präsentieren soll und das als Weiblichkeit interpretieren soll? Aber wieso soll das Abnehmen an sich denn weiblich sein?

Ich bin selber sehr empfindlich. Ich bin sehr Wetterfeinfühlig (bekomme beim schnellen Umschwung immer Kopfschmerzen oder bin platt), laute Musik verursacht mir Ohrenschmerzen und wenn ich mich wegen etwas konzentrieren muss und irgendjemand tuschelt aus der entferntesten Ecke oder klackert mit dem Kulli, fühle ich mich gestört. Schmerzempfindlich bin ich auch. Ich glaube aber, dass ich eine Form von Empfindsamkeit ist, als die, die du für dich meintest.

Bei mir ist es so, dass ich, wenn ich alleine unterwegs bin, einfach alles komplett ausblende und nichts wahrnehme. Ich fokussiere mich nur auf meine Gedanken oder daran, was ich für Besorgungen habe oder wo ich noch alles hin will.

Also anders ausgedrückt soll man Traurigkeit mit positiven Dingen verdrängen? Aber dann bleibt die Traurigkeit dennoch tief in einem verborgen, ohne nie wirklich damit abgeschlossen zu haben... ist das auf Dauer denn wirklich gut?

Also anders ausgedrückt ist meine "Liebe" nur Leid, Kummer und Schmerz. Das sind ja wirklich super Aussichten auf ein happy End. :')

Du sagst das sehr oft, aber irgendwie kann ich damit gar nichts anfangen: Die Weiblichkeit, die einen von innen berührt. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen und verstehen. Vor allem nicht, wie das gehen und sich anfühlen soll.

Trinke ich Wasser, dann trinke ich Wasser. Merke ich, wie das runter fließt, dann habe ich falsch getrunken oder in der Speiseröhre lag noch irgendwas anderes quer. Ich verstehe nicht, wie man es in dem Sinne 'fühlen' oder 'Wahrnehmen' und was daran angenehm/schön oder weiblich sein soll.

Oder hier 'fühle die Frische, die mit dir eins wird'. Es ist doch nur Wasser und kein Wunderelixier. :') Ich trinke nur stilles Wasser. Ohne Geschmack und ohne Kohlensäure. Mag und vertrage ich beides nicht.

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@Yuurie

Abnehmen selbst wäre in meinen Augen recht stereotyp weiblich. Was ich meine ist, Deine Dynamik und Dein Engagement, mit dem Du ans Abnehmen gegangen bist. Das darfst Du als ein Teil Deiner Weiblichkeit gerne annehmen.

Ich will auch nicht von Abnehmerfolgen sprechen, sondern von einem körperlichen Empfinden, mit dem Du Dich wohl fühlst. Dazu kommt dass andere Menschen Dich auch wahrnehmen und bewundern (und so ein paar doofe Typen, die nur gaffen, vergessen wir). Auch das ist gerne ein Teil Deiner Weiblichkeit.

Und so, wie Du Deine Empfindsamkeit beschreibst, kenne ich es auch. Es ist unterschiedlich, was mich nervt. So habe ich auf meiner Heimfahrt von der Arbeit mit der Bahn eher mal Plätze im Ruhebereich gebucht. Die Medaille, die Dich (und auch mich) sehr viel Wundervolles sehr intensiv wahrnehmen lässt, macht gleiches mit dem weniger Wundervollen. Da darfst Du das eine oder andere wirklich ausblenden oder Dich dem auch entziehen. Mache ich ähnlich.

Du kannst die höhere Empfindsamkeit durchaus als ein weibliches Attribut annehmen - aber mit der Assoziation des intensiv wahrnehmbaren Wundervollen.

Man kann - und das weiß ich etwas aus der Psychologie - die Traurigkeit nicht verdrängen. Aber man darf etwas anderes - wie ich es gesagt habe - daneben stellen. Dann passiert es, dass die Momente, die Traurigkeit bewirken, weniger bewertet werden als die anderen Moment. Kommt die Traurigkeit, stelle einfach etwas Wundervolles daneben. Das darf alles sein, was Du so empfindest und gern hast.

Und Liebe kann wirklich kein Leid oder Schmerz sein, denn Liebe geht ja von uns aus und bringt Fülle. Schmerz und Leid entsteht durch Abwesenheit und Nehmen. Hängt sich Schmerz und Leid an die Liebe (in Assoziation), fällt es schwer, zu lieben. Verbinde daher Liebe immer als etwas, was von Dir ausgeht (und Dich selbst auch - wie gesagt - berühren darf).

Was immer Du Wundervolles wahrnimmst oder machst, was auch immer Dich in dieser Weise berührt, was Du dann tief im Innern fühlst, das darfst Du mit Weiblichkeit in Verbindung bringen.

Und Du kannst alles, was Dich umgibt, für Dich nutzen: frische Luft tief einatmen, den genussvollen Schluck Wasser (auch wenn es nur Wasser ist), schöne Musik, die irgendwo erklingt, Bilder, usw.

Probiere alles aus, wie alles ist, wie sich alles anfühlt.

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Ich würde ja gerne versuchen, dir irgendwie weiterzuhelfen... Aber ich verstehe nicht zu 100%, wo deine Sorgen hauptsächlich liegen. Ist es eher dein Äußeres, das du noch weiter ändern möchtest? Oder sind es deine Charaktereigenschaften, die dich am meisten stören? Oder ist es beides gleichzeitig? Da werde ich nicht so ganz schlau draus, weil du in deinem Text so viele verschiedene Punkte ansprichst =/

Wenn du da nochmal drauf eingehen würdest, würde ich es vielleicht besser verstehen.

Aber vielleicht bist du auch einfach generell zu selbstkritisch und perfektionistisch? Man sollte keine zu hohen Ansprüche an sich selbst stellen, sonst wird man nie mit sich zufrieden sein. Ich weiß, wovon ich rede.

Es sind auch einfach viele Faktoren, die ein gesamtes ergeben.

Mit der Optik bin ich nicht zufrieden (aber daran arbeite ich und hoffe, dass es sich ändert).

Ich fühle mich einfach nicht als Frau, von Innen heraus. Sich als Frau mit sich im Reinen zu sein, sich bewusst und mit dem Körper im einklang zu sein. Zu wissen, wie man flirtet, es ohne Probleme anwenden zu können, verführen zu können und an solchen Dingen Spaß haben und einen lockeren Umgang zu pflegen. Ohne, dass man überfordert ist, Angst bekommt und innerlich direkt Panik bekommt und in Flucht ausartet. Erotik und Anmut und Eleganz auszustrahlen, ohne sich dafür entsprechend kleiden zu müssen. Selbstzufriedenheit und auch Selbstbewusstsein dadurch entwickeln. Sich einfach so fühlen und es dementsprechend ausstrahlen zu können. Klar, ich bin biologisch eine Frau. Aber ich fühle es nicht. Ich fühle mich wie ein Neutrum, aber nicht wie eine Frau.

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@Yuurie

Danke für die Antwort - jetzt hab ich den Eindruck, dass mein Bild etwas klarer geworden ist :)

Es scheint mir persönlich so, dass du eine Art "Idealvorstellung" davon besitzt, wie du dir eine starke, mutige und lebensfrohe Frau vorstellst - hauptsächlich auf Charaktereigenschaften bezogen. Und dass du dich selbst an eben diesem Bild misst. Das ist aber nicht der richtige Weg!

Zum einen deshalb, weil es solche Frauen, wie du sie beschreibst, im wahren Leben wohl sehr viel seltener gibt, als man denken würde. Die meisten Menschen sind sehr gute Schauspieler - gerade in Zeiten von social-media lernen viele Menschen schon frühzeitig, wie man sich selbst ideal in Szene setzt und perfekt darstellt. Das gilt auch im realen Leben: wie viele solcher Frauen kennst du, die wirklich mit sich im Reinen sind? Die nicht auch irgendwelche Ängste mit sich herumtragen? Ich kenne Frauen, die nach außen hin so wirken, wie du es beschreibst. In deren Inneren sieht es aber mitunter ganz anders aus.

Der zweite Punkt betrifft deinen Umgang mit anderen Menschen, in dem Fall wohl auch auf Männer bezogen. Ich kann verstehen, dass das ein schwieriges Thema ist, insbesondere, da du ja noch nicht wirklich viel Erfahrung hast. Ich denke, hier spielt auch das Glück eine große Rolle - in Bezug auf die Typen, die du so kennenlernst. Sicherheit kannst du aber nur gewinnen, wenn du dich vorsichtig mit dem Thema beschäftigst und dich da heranwagst.

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@Indecisive

Ich habe nichts mit social Media am Hut und weiß nicht, was da vor sich geht. :') Ich erlebe mein Umfeld und es gibt weitaus mehr solche Menschen als du glaubst. Es muss nicht immer alles direkt gefaked oder geschauspielert sein, das würde mir auch nicht entgehen, da ich falsches Gehabe zum Tode nicht ausstehen kann. Aber ich gehe doch schlecht zu jedem hin und frage sie, wie sie das machen. ich will mich vor bekannten auch nicht so 'blank ziehen', dass sie wissen, ich habe Komplexe. Das geht sie auch nichts an. Eine Freundin von mir ist genau so eine Person wie ich es gerne wäre - also charakterlich - und sie meinte zu mir mal: "ich habe an Tag x beschlossen, ich bin selbstbewusst und zack, schon hat es geklappt". Bei mir hat das aber nicht funktioniert.

Und meine Schwester z.B. ist auch so eine und sie hat auch gar keine Probleme und hätte es auch nicht nötig, zu schauspielern. Im direkten Vergleich bin ich sogar optisch das hässliche Entlein und charakterlich die kleine graue Maus, die sich immer versteckt. Das weiß sie aber natürlich nicht, dass ich so denke. Weil sie sich sonst sorgen würde.

Nicht wirklich viel Erfahrung? Du meinst wohl eher keine. :') Ich hatte mich mal eine Zeit lang heran bewegt, vorsichtig ran getastet, bis ich immer wieder feststellen durfte, dass sich keiner wirklich für mich interessiert oder leichtfertig wegen meiner Unerfahrenheit aussortieren und das war mitunter die frustrierendste Zeit diesen Jahres. Nun habe ich es komplett auf Eis gelegt und akzeptiert, dass da wohl nichts mehr geht. Ich habe wohl zu lange gewartet oder bin einfach weder liebens- noch begehrenswert. Ich weiß es nicht.

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@Yuurie

Ich bin auch nicht gerade selbstbewusst... Aber du stellst mich bei Weitem in den Schatten, das muss ich einfach mal loswerden 0.o

Es gibt im Grunde nur zwei Möglichkeiten, wie du jetzt vorgehen kannst. So sehe ich das zumindest:

  1. - Du kannst versuchen, weiter an dir zu arbeiten. Optisch und auch charakterlich. Das kann funktionieren (optisch sogar ziemlich sicher, angesichts deiner bisherigen Leistungen), aber charakterlich wird es extrem schwer. Gewisse Veränderungen sind möglich, das habe ich an mir selber gemerkt. Aber ich sage dir voraus, das wird dir nicht helfen. Ich vermute, du wirst nie wirklich glücklich mit dir sein, selbst wenn du noch offener, mutiger und sicherer wirst. Deshalb empfehle ich dir einen anderen Weg.
  2. - Das Einzige, was du wirklich an dir ändern solltest, ist deine Perspektive auf die eigene Person. Solange du dich so negativ wahrnimmst, wirst du nie mit dir im Reinen sein - völlig egal, wie sehr du dich zum Positiven veränderst. Du wirst einfach deine Ziele noch ambitionierter setzen, deine Ansprüche immer weiter hoch schrauben. So wirst du wahrscheinlich niemals wirklich glücklich werden.

Also merke dir: nicht du als Person bist es, woran du arbeiten musst, sondern deine Selbstwahrnehmung.

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@Indecisive

Optisch bin ich ja gut dran und ich wollte am Charakter auch was ändern. Meine Selbstwahrnehmung kam ja nicht von heute auf Morgen. Sie schließt sich auch hauptsächlich aus meinem Umfeld, wie sie mich wahrnehmen. Als Kind schon der Mobbing, dann das Gleiche auch im Arbeitsleben. Jetzt sind es Perverse u.A., die mir das Gefühl geben, nichts wert zu sein außer nur zum deren Vergnügen (was nie passiert ist und auch nicht passieren wird!). oder eben Typen, die oberflächlich betrachtet alles toll finden und sobald es in die Tiefe geht, sich abkapseln.

Da frage ich dich mal ganz direkt, wie man seine Selbstwahrnehmung allgemein ändern kann, wenn man schon immer eingetrichtert bekam "du bist schlecht und nichts wert". Ich weiß, dass es sich in meinem Kopf festgesetzt hat. Nur wie soll man das los werden und die eigene Ansicht ändern? Viele sagen, ich bin mit mir selber zu streng und zu hart, ich solle lockerer werden... das ist aber ein Spruch, wie als wenn man zu einer Magersüchtigen sagt "iss mal nen Burger". Ich weiß, dass sich was ändern muss, ich lockerer werden muss. Nur wie? Einfach machen geht nicht, sonst hätte ich dieses Problem ja nicht.

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@Yuurie

Natürlich ist es nicht einfach, daran zu arbeiten. Aber du verstehst offensichtlich, was ich meine. Das ist schonmal super :)

Ich hätte dir unter anderen Umständen sicher noch mehr dazu sagen können, aber ich will nicht zu viel öffentlich stellen. Deshalb muss ich auf persönliche Anekdoten weitgehend verzichten. Nur so viel: das, was du erlebt hast bzw. immernoch erlebst, ist mir nicht unbekannt. Ich habe auch sehr "unharmonische" Zeiten durchgemacht.

Es scheint tatsächlich so zu sein, dass sich da etwas bei dir eingebrannt hat. Das Phänomen betrifft viele Menschen - gerade Mobbing kann einem das komplette Leben zerstören. Deshalb finde ich das Thema auch so furchtbar. Bei Vergewaltigung und Körperverletzung versteht jeder halbintelligente Schimpanse, wie ernst es ist. Aber bei Angriffen, die "nur" durch Worte stattfinden, wird noch viel zu häufig weggesehen. Klar, die Narben trägt man ja auch nicht auf der Haut, sondern im Herzen... Dort, wo es niemand sieht.

Ich kann dir vielleicht einen Tipp geben: ändere deinen Blickwinkel auf diese Menschen, die dir das Leben schwermachen. Leute, die andere überzogen beleidigen, haben oft selbst große mentale Probleme und leiden innerlich. Dadurch, dass sie dich beleidigen, wollen sie sich selbst erhöhen und ihre Ängste ausblenden. Solche Menschen, die dich sexuell belästigen, sind sogar ganz offenkundig verzweifelt und haben überhaupt keinen Funken Anstand oder Selbstachtung mehr. Es sind armselige Gestalten, die man garnicht ernst nehmen sollte.

Wenn du dir selbst klarmachst, von was für Trauerfiguren diese "Angriffe" kommen, dann trifft es dich vielleicht garnicht mehr so. Das erfordert natürlich einiges an Kopfarbeit... Aber es kann ein erster Schritt sein, die eigene Abwehr zu stärken.

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@Indecisive

Mobbing war physisch und psychisch bei mir. Also nicht nur Worte, sondern auch Taten, die mir gegenüber getätigt wurden.

Das mit der sexuellen Belästigung habe ich so bisher nicht gesehen, das Andere schon. Wenn mir heute noch jemand ankommt, dass ich sch... etc. sei, konfrontiere ich die Leute mit deren eigenen Macken und Fehlern und dann ist es meistens gegessen. Aber bei sexueller Belästigung bin ich immer direkt panisch und Starr, weil ich Angst habe, die Person wird sich an mir vergreifen, wenn ich den Mund auf mache oder irgendwie anders reagiere, außer nicht zu reagieren und einfach das Weite zu suchen. Ich komme darauf einfach nicht klar und bin so panisch und ängstlich. Ich traue mich nicht mal abends alleine irgendwohin. Wenn es dunkel ist, sowieso nicht.

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@Yuurie

Das mit den körperlichen Verletzungen tut mir leid, das wusste ich nicht... :(

Zu dem anderen Thema kann ich dir sagen, dass deine Vorsicht sicher nicht völlig falsch ist. Ich habe in diesem Jahr selber erlebt, dass eine Frau, die ich über das Internet kannte, sexuell attackiert wurde. Ihre Entscheidung, dem Täter Widerstand zu leisten, hat sie mit dem Leben bezahlt... Die Tat fand übrigens keineswegs in der dunklen Nacht statt, sondern am frühen Nachmittag in einem sonst sehr stark frequentierten Wandergebiet.

Vorsicht sollte man also immer, zu jeder Zeit und an jedem Ort walten lassen. Was aber dumme Anmachsprüche und Hinterherpfeifen betrifft, da kannst du ruhig etwas mutiger auftreten. Zumindest dann, wenn es in nicht-bedrohlichen Situationen stattfindet (in der Öffentlichkeit, mit Freunden in der Nähe usw.).

Da fällt mir ein: hast du schonmal über sowas wie einen Selbstverteidigungskurs nachgedacht? Vielleicht gibt es da etwas, das dir zusagt. Sowas kann dir allgemein helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken... Und sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mal etwas passieren, kannst du dich wirksam verteidigen.

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@Indecisive

Woher solltest du es auch wissen. Du kannst ja schlecht in meinen Kopf gucken... :')

Ich wurde auch morgens in der Bahn belästigt. Oder auch, wenn ich mittags irgendwo unterwegs war. Auch morgens hatte mich mal einer verfolgt. Ich gerate regelmäßig in solche Situationen. Warum, weiß ich nicht. Aber das trägt einen großen Teil zu meiner Angst vor Männern bei. Sobald mich einer anspricht, reagiere ich nie und flüchte sofort. Deswegen, auch bei dummen Anmachsprüchen oder hinterherpfeiffen reagiere ich nicht. Das sind auch meistens Männer, die einem eine knallen, wenn du sie nur schief anglotzt. Will ich mich in so eine Gefahr stürzen? Will ich mich mit so einem Pack abgeben? Nein. Schnell weg und so tun, als bekam man nichts mit.

Ein Selbstverdeitigungskurs bringt nichts. Klar, dachte ich darüber nach. Aber letztendlich kann ich noch so viel Sport machen und Selbstverteidigung lernen, in meiner Panik ist dann alles erlernte vergessen und Männer sind generell eh immer stärker als Frauen. Ich will nicht so enden wie deine Internetfreundin, nur, weil ich mir einbilde, mich durch einen Selbstverteidigungskurs selbst schützen zu können.

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@Yuurie

Du bist echt ein schwieriger Fall =/

Aber im Grunde kann ich dich auch verstehen - und in brenzligen Situationen ist es definitiv besser, sich zurückzuziehen und eine Konfrontation zu vermeiden. Da bin ich im Grunde schon auf deiner Seite und praktiziere es oft auch selbst so.

Dein Problem scheint eben nur zu sein, dass du solche Erlebnisse nicht richtig verarbeiten kannst. Das hängt sicher auch mit deiner unschönen Vergangenheit zusammen, wovon du ja geschrieben hattest.

Du musst ja solchen Typen nicht unbedingt wahnsinnig stark gegenübertreten... Aber du darfst sowas auch nicht mit "nach Hause" nehmen. Wie ich oben schon geschrieben habe: bedenke immer, was das für Menschen sind, von denen das kommt. Du darfst (und sollst!) vorsichtig mit ihnen sein - aber lass dir von denen auf keinen Fall dein Selbstwertgefühl zerstören!

Wie gesagt, du bist eine ziemlich anspruchsvolle "Patientin" :) ... Ich wüsste auch echt nicht, wie ich dir noch helfen könnte. Hast du denn jemanden in deinem Freundeskreis, mit dem du einigermaßen offen über deine Empfindungen reden kannst? So jemand könnte dir bestimmt noch besser helfen, weil er dich ja persönlich kennt. Ich fände es ziemlich traurig, wenn du ewig so unglücklich bzw. unerfüllt bleibst :(

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Ich kann mit meinen Freunden nicht über so was reden. Sie könnten das auch nicht nachvollziehen. Ich bin damit alleine.

Nur einer Freundin (die ich noch nicht lange kenne, aber älter und reifer im Kopf ist und selbst viel erlebt hat) hatte mal alles nieder geschrieben, weil sie mich zu 'drängte', dass ich mal alles rauslasse. Sie wollte auch auf alles eingehen, was sie aus Zeit- und Krankheitsgründen noch nicht geschafft hat (sie hat ja jetzt auch ihren neuen Lover, von dem sie pausenlos schwärmt und auf Wolke 7 hängt).

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Versuch es doch mit Symbolen der Weiblichkeit. Attribute mit denen man Frauen in Verbindung bringt. Es kann in dem Fall ruhig etwas klischeehaft werden, aber wie wäre es denn wenn du deinen Style etwas anpasst. Mehr Schuhe mit Absatz anziehen, häufiger einen Rock tragen, mehr Pink in der Kleidercolection und nicht ohne Makeup, Ohrringe, Lippenstift und Nagellack aus dem Haus. Haare lang wachsen lassen und vielleicht färben.

Es gibt überall Makeup Ratgeber für so etwas und du findest sicher schnell viele Tipps von deinen Freundinnen. Und sei dir eines sicher, ein Make over ändert zwar physisch nichts an dir, kann einem aber mehr selbstvertrauen verleihen.

Der Bimbo, oder Barbiecult ist dir wahrscheinlich dann doch etwas zu krass, aber konzeptweise könnte es doch in die richtige Richtung gehen, wenn man ich lose daran erinnert.

Mich zu verkleiden hilft mir auch nicht weiter, zudem ich mit dem meisten davon eh nichts anfangen kann und mir gar nicht zusagen. Das finde ich an Frauen generell nicht schön. Also das ganze Make-up, sodass man keinen wiedererkennt, Ohrringe, die Farbe Pink generell, Röcke, hohe Schuhe, die unbequem sind und wo ich schnell umknicke...

Ich trage gerne Kleider (mit strumpfhosen im winter), enge Jeans, die die Beine betonen, Lederschuhe (selten Schuhe mit leichten, breiten absatz, aber darauf kann ich nicht lange laufen). Lippenstift nur an 'besonderen Tagen' sonst erregt es überall zu viel Aufmerksamkeit und das mag ich nicht. Haare sind lang genug (und mit der Frisur bin ich zufrieden, hatte einiges getestet und die aktuelle steht mir am besten) und färben will ich die erstmal nicht mehr, ich habe sehr schönes Haar und vom Färben gehen sie nur kaputt.

Meine Freundinnen sind alle selber nieten Schminken. Und professionell geschminkt war ich mal. Allen gefiel es nur ich fühlte mich unwohl damit. Es sah künstlich bzw. wie Photoshop  aus. Ich sah in den Spiegel und sah einen fremden Menschen. Das war nicht ich.

Was bringt es mir, meine Optik zu verändern und mich vollzukleistern? Selbstbewusstsein aus so etwas ziehen... Ist das nicht etwas arm?

Optisch trage ich das, was mir gefällt und ich gefalle mir natürlich am besten, warum sollte ich das ändern? Optisch bin ich weiblich ohne diesen klischeequatsch, das sieht jeder, der Augen im Kopf hat. Ich würde mich dadurch aber nicht weiblicher fühlen, sondern nur mir selbst fremd und unwohl.

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@Yuurie

Jeder ist sich selbst seines Glückes Schmied. Für viele Frauen ist das eine Form von Selbstverwirklichung und weniger eine Quelle für Selbstbewusstsein. Ihr Körper ist ihre eigene Leinwand und sie bestimmen wie sie aussieht. Vielleicht, nur vielleicht magst du es nicht, weil es ungewohnt ist? Immerhin willst du dich anders fühlen, also war der Vorschlag nicht verkehrt, sich zu ändern. Änderungen gehören zum Leben dazu.

Aber gut, wenn das nichts für dich ist, versuch es doch mit kleinen Filmchen? Such dir was nettes aus und mach dir damit einen schönen Abend. Oder mach von dir selbst ein paar Bilder die du dann niemals jemanden zeigst. Und wenn es dir einfach an Selbstvertrauen mangelt und du generell nicht der Typ bist, der gerne dahin geht wo das andere Geschlecht nach "Beute" sucht. Willkommen im Club, aber es legt sich vermutlich wenn man sich zwingt mehr unter Leute zu gehen.

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@Sunaki

Bringt denn Selbstverwirklichung nicht auch Selbstbewusstsein mit sich? 'Sich selbst bewusst' sein? Das sagt das Wort doch schon aus. Ich male gerne auf Leinwände, besonders mit Acryl. :) Aber ich sehe mich nicht als Kunstwerk oder als Leinwand. Ich sehe darin keine Kunst, mich anzupinseln. Ich halte einfach nichts davon. Lippenstift finde ich in Ordnung. Aber ich würde mir doch nicht die Haut zukleistern. Das gibt nur verstopfte Poren und Pickel. Make-up schädigt die Haut. Und es fühlt sich meines erachtens auch nicht gut an. Man hat da sogar Angst, sich selbst anzufassen, da sonst alles verschmieren oder auf die Kleidung kommen könnte. :')

Ich will mich nicht 'anders' fühlen. Sondern mehr weiblich/fraulich. Ich möchte mich aber nicht verkleiden und so tun, als wäre ich ein anderer/fremder Mensch. Schminken hat für mich auch nichts mit Frausein zu tun. Es gibt auch Männer, die sich schminken. Veränderung schön und gut, aber ich will mich rein optisch nicht verändern. Darin sehe ich auch keinen Sinn.

Was für ein Film meinst du denn? Ich persönlich gucke gar keine Filme, das ist nicht mein Interessengebiet. Ich gönne mir 3-4 Mal Sport die Woche und immer, wenn ich was abgenommen habe, belohne ich mich dafür, indem ich mir was schönes kaufe (ne Kleinigkeit, nichts teures). Abends klinke ich mich aus, indem ich zocke oder irgendwas zeichne/skizziere. Es ist jetzt auch nicht so, dass ich nicht wüsste, was ich mit mir anfangen soll.

Die so genannten 'Möchtegernjäger' sind auch unterwegs auf offener Straße. In Clubs/Discos und Bars definitiv vermehrt, aber sie sind eigentlich überall. Auf der Straße, in der Stadt, in der Bahn... es gibt eigentlich kaum ein Ort, wo es sie nicht gibt. Egal zu welcher Tageszeit.

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@Yuurie

Es ist Kunst wenn du dich selbst ausdrückst. Besonders aufgetakelte Frauen werden auch nicht selten runtergemacht weil sie so herausstechen und so unglaublich künstlich sind. Und wenn sie es trotzdem machen, weil sie es so wollen, dann ist das doch ein Zeichen von Charakterstärke, oder? Sich nicht von anderen abhalten lassen. Was dem einen gefällt, gefällt nicht unbedingt dem anderen. Wichtig ist, die unterschiedlichen Lifestyles zu respektieren.

Mit Filmchen dachte ich eher an Porn. Schmeiß dir was rein, wo eine Frau von 20 Männern verwöhnt wird und stell dir vor an ihrer Stelle zu sein. Vielleicht hilfts?

Sich weiblicher zu fühlen ist übrigens auch eine Veränderung. Deshalb dachte ich, es wäre vielleicht was für dich.

Nun, meine Tipps sind definitiv genau das richtige für manche Frauen. Aber wenn du denkst, dass es dir nicht weiterhilft, dann ist das natürlich schade, dass ich dir nicht weiterhelfen konnte. Vielleicht hat ja ein anderer Kommentator einen Tipp, der dir eher zu sagt. Sollte es das jetzt sein, dann wünsche ich dir viel Glück.

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@Sunaki

Das kann einerseits Charakterstärke sein. Andererseits aber auch nicht. Möglicherweise findet die Frau sich hinter der Maskerade schön und sobald sie abgeschminkt ist, grottenhässlich? Da gibt es auch viele Frauen, die es so empfinden. Das kann man nicht einseitig sehen, sondern aus verschiedenen, möglichen Perspektiven betrachten. Mir sagt mein Umfeld oft, dass ich mich mal richtig schminken solle. Aber ich verstehe nicht, wozu. Das sieht doch gar nicht an mir aus und ich finde mich natürlich in Ordnung so, wie ich bin. Ich finde, Make-up verunstaltet einen und die wahre, natürliche Schönheit wird verdeckt. Es werden eher 'Illusionen' geschaffen, die mit der Echtheit nichts mehr zu tun haben.

Wenn ich z.B. mich in meiner Kunst verwirkliche (sprich das Malen/zeichnen), male/zeichne ich auch nur das, was ich wirklich sehe. Und keine abgeänderte Form von etwas. Ich bevorzuge das reale. Make-Up wirkt auf mich gestellt. Und ich bin mir sicher, dass keine Frau zum Schönsein so was wirklich braucht.

Bitte was? Ein Porno soll ich mir reinziehen? Ähm... ich denke eher nicht, dass ich mir so etwas ansehen möchte, zudem ich auch nicht sehen will, wie eine Frau wie eine Gummipuppe von vielen Männern benutzt wird... das würde doch das Bild vom Mann, wie er mit Frauen umgeht, eher verschroben machen?

Veränderungen kann man auf verschiedenen Wegen erzielen. Natürlich muss sich was ändern, jedoch suche ich keine Veränderung in der Optik.

Ich bin eben keine von den Frauen. Ich bin da ein ganz 'eigener' Fall. :') Aber danke trotzdem für die Mühen.

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