Natürlich sind Witze über "Gott" vollkommen in Ordnung. Wenn er mit den Witzen nicht einverstanden ist, wird er sich schon bemerkbar machen.

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Nein, weil...

...es für mich keinen Anlass gibt, an irgendeinen "Gott" zu glauben.

Im Grunde ist es ja auch so, dass Christen, Juden, Muslime und Atheisten vieles gemeinsam haben. Wir alle glauben zum Beispiel nicht an Asklepios, den "Wunderheiler", der Blinde sehend machen konnte. Auch nicht an Xipe Totec, den aztekischen Vegetationsgott, der es mochte, wenn die Priester mit der Haut ihrer Ritualmordopfer bekleidet um seine Statuen herumtanzten. Auch der Glaube an den Voodoo-Gott Bondye, der laut haitianischem Glauben diese Welt erschaffen hat, ist uns allen fremd.

Atheisten unterscheiden sich nur in einem einzigen kleinen Punkt von den abrahamitischen Monotheisten: wir lehnen einen Gott mehr ab, als sie es tun. Aus den gleichen Gründen, aus denen sie die oben genannten "Götter" ablehnen: sie erscheinen ihnen schlichtweg nicht glaubwürdig.

Genau so verhält es sich für mich mit "YHWH", "Gottvater" und "Allah". Sie stehen für mich auf einer Stufe mit Bondye, Xipe Totec und Asklepios.

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Eine sehr ansprechende Bibelstelle, wie ich finde. Ich zitiere sie gern in Diskussionen mit Christen, die mir was vom "lieben, alles vergebenden Gott" erzählen wollen.

Meist kommt dann die Antwort, es handele sich um eine Stelle aus dem Alten Testament und sie habe damit keine Relevanz für Christen.

Das ist natürlich Unsinn, denn der Gott, den die Christen anbeten, ist genau der gleiche, der in dieser Geschichte ein paar freche Kinder einem grausigen Tod preisgegeben hat. Ist ein brutaler Mörder plötzlich ein ehrenwerter Mann, weil er eines Tages anfängt, von "Liebe" und "Güte" zu reden?

Die Bibel ist voller Widersprüche und Paradoxa. Man muss nur die Augen öffnen und sie mit wachem Verstand lesen.

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Andere:

Ich bin auch Atheist, stehe aber einigen Religionen sehr viel offener gegenüber als anderen.

In meiner Auswahl wären Hinduismus, Buddhismus und Daoismus - letzterer in der Favoritenrolle.

Der Hinduismus ist unglaublich facettenreich und vielleicht die "bunteste" Religion von allen. Leider bringt das natürlich auch gewisse Schattenseiten mit sich. Der Buddhismus kennt ähnliche Konzepte wie der Hinduismus, setzt aber andere Fokuspunkte. Auch er hat sehr viele Seiten und spricht damit ganz verschiedene Menschen an.

Der Daoismus hat zwei Seiten: eine spirituell-philosophische, und eine, die eher in die Richtung der chinesischen Volksreligion tendiert. Der philosophische Daoismus ist sehr tiefgründig und für den "Durchschnittswestler", zu denen ich auch mich selbst zähle, schwer verständlich. Es steckt aber viel dahinter: er bietet Theorien dazu an, wie das Leben im Grunde funktioniert, und er zeigt den Menschen einen Weg auf, wie sie in einer tobenden, chaotischen Welt innere Ruhe und Gelassenheit finden können.

Diese Religionen sprechen mich jedenfalls erheblich mehr an, als die abrahamitisch-monotheistischen.

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Solche Fragen locken immer die gleichen Leute an, die dann mit ihren Standardantworten kommen. Hier ein kleiner, unvollständiger Überblick mit Kommentaren:

  • "Das Leben ist eine Prüfung von Gott!" - Warum sollte ein "allwissender Gott" irgendjemanden "prüfen"? Er wusste schon vor x-septilliarden Jahren, dass ich am heutigen Tage diese Worte schreiben würde, und auch alles andere, was jemals geschehen ist oder geschehen wird. Er muss niemanden "prüfen".
  • "Am Leid ist der Mensch schuld, nicht Gott!" - Wenn ich Zeuge werde, wie im Park eine junge Frau angegriffen und stranguliert wird, und ich greife nicht ein, dann trage ich eine Mitschuld an ihrem Tod. Gott ist "allmächtig" und "allwissend": er kann jedes Unglück auf der Welt mit einem bösen Blick verhindern und alles Leid der Menschen mit einem Händeklatschen beseitigen. Er macht sich zumindest der unterlassenen Hilfeleistung schuldig.
  • "Das Leid ist notwendig!" - Warum? Ein "allmächtiger Gott" hätte eine perfekte Welt ohne Leid erschaffen können. Der "freie Wille des Menschen" interessiert ihn ohnehin nicht, siehe den nächsten Punkt.
  • "Gott greift nicht ein, weil er den freien Willen des Menschen achtet!" - Wo wird der "freie Wille" geachtet, wenn ein Kind an einer schlimmen Krankheit stirbt? Achtet "Gott" dann den "Willen" des Virus/der Bakterien höher als den Willen des Kindes, einfach nur zu leben? Wenn Gott nicht eingreift, wenn jemand angegriffen und getötet wird, wessen "freier Wille" wird dann respektiert? Nicht der des Mordopfers, sondern der des Täters. Auch Nicht-Handeln ist Handeln.
  • "Wir leben in einer sündhaften Schöpfung!" - Wie kann es in der Schöpfung eines "allmächtigen", "allwissenden" und "gütigen" "Gottes" überhaupt "Sünde" geben? Und selbst wenn es Sünde gäbe: "Gott" muss nur mit dem kleinen Finger wackeln, um alle Sünden eines jeden Menschen auf der ganzen Welt zu vergeben. Dazu ist kein grausiger Foltertod am Kreuze notwendig. Gott ist "allmächtig": er kann einfach "alles".
  • "Die Wege des Herrn sind unergründlich!" / "Wir mickrigen Menschen dürfen Gott nicht in Frage stellen!" / "Wer bist du, dass du es wagst, an Gott zu zweifeln????????????" - Kein Argument, sondern eine Kapitulation vor der eigenen Ohnmacht. Armselig und nicht wert, darauf weiter einzugehen.

Das sind so die "Argumente", die ich hier bei solchen Diskussionen am häufigsten lesen konnte.

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Wenn mein Verhandlungspartner (der "Teufel" oder irgendein "Dämon") eine gewisse Bildung genossen hat, lässt er sich auf einen solchen Kuhhandel garnicht ein. Dann weiß er nämlich: so etwas wie eine "Seele" gibt es garnicht.

Ich kann ihm also im Tausch für Reichtum und Macht nicht viel mehr als ein paar Süßigkeiten oder ein Glas Pfirsich-Eistee anbieten.

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Zunächst: niemand ist "geborener Christ". Es gibt auch keine "geborenen Muslime", "geborene Hindus" und "geborene Voodoo-Anhänger". Gläubig wird man erst durch die Konfrontation mit Glaubenskonzepten, meist in der Kindheit durch die Eltern.

Zweitens: was genau ist am Islam "logischer" als am Christentum? Dass sie an einen puren monotheistischen Gott glauben, und nicht an einen dreieinigen? Dann kannst du auch Jude werden, die glauben auch nicht an die Trinität. Die Voodoo-Priester auch nicht, deren "Gott" ist auch "eins".

Ansonsten haben Christentum, Judentum und Islam sogar sehr viel gemeinsam. In allen drei Religionen ist 'Gott" zum Beispiel "allmächtig", "allwissend" und "gütig". Drei Eigenschaften, die mit unserer Welt, wie sie nun einmal ist, nicht in Einklang zu bringen sind. Jeder gewalttätige Raubüberfall, bei dem ein unschuldiger (manchmal sogar gläubiger) Mensch getötet wird, ist ein Beweis gegen diesen "Gott".

Auch sind die "Heiligen Schriften" beider Religionen prall mit Widersprüchen und Geschmacklosigkeiten gefüllt, bei denen sich dem modernen Menschen der westlichen Welt die Fußnägel hochkringeln.

Ich kann nicht verstehen, wie man vom einen abrahamitischen Monotheismus zum anderen abrahamitischen Monotheismus konvertieren kann. Letzten Endes ist es aber natürlich deine Entscheidung.

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Bei den allerwenigsten heute lebenden Türken dürfte eine "rein zentralasiatische" Abstammung nachweisbar sein. Die Göktürken hatten Anatolien nie erreicht, zumindest war es kein Bestandteil ihres Reiches. Die ersten Türken, die das Gebiet wirklich langfristig erobern konnten, waren die Seldschuken. Die kamen aber erst Jahrhunderte, nachdem die Khanate der Göktürken längst wieder zerfallen waren.

Die heute lebenden Türken setzen sich aus unzähligen Völkerschaften zusammen - genau, wie das auch in Deutschland der Fall ist. Ständige Kriege, Invasionen und Völkerwanderungen haben dazu ihren Anteil geleistet.

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Du darfst dir die mangelnde Bildung deiner Mitmenschen nicht so zu Herzen nehmen. Das geht für dich nicht gut aus, und diese Leute interessiert es nicht, was du von ihnen hälst.

Du hast natürlich recht: auch wir Menschen sind Tiere. Das am höchsten entwickelte Tier dieser Erde, sicherlich, aber in jedem Falle immernoch ein Tier. Das weiß eigentlich auch jeder, der im Biologie-Unterricht nicht permanent am GameBoy mit seinem Sitznachbarn Pokémon getauscht hat.

Natürlich hat die "Macht" der Menschen auch ihre Schattenseiten. Denn wie nutzen wir unser Potenzial? Das ist auch ein Aspekt, den man berücksichtigen muss. Deshalb antworte ich auf Fragen nach der Bedeutung der Intelligenz gern, dass Intelligenz an und für sich absolut nichts über jemanden aussagt.

Was dich selbst und deine "Genervtheit" betrifft: halte dich an den Rat von Laozi. Sei einfach wie das Wasser. Wasser interessiert sich nicht dafür, ob man es schöpft und trinkt, es erhitzt oder kühlt, es verehrt oder auspeitscht. Es bleibt in seiner Essenz immer gleich.

Also: akzeptiere die Fehler deiner Mitmenschen. Ändern kannst du sie sowieso nicht :-)

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Ja, was soll man nun davon halten? Jede Religion wird natürlich von sich behaupten, die Wahrheit zu vertreten. Hätte Muhammad gesagt, das Christentum sei perfekt, dann wäre er von seinen Anhängern nachvollziehbarerweise gefragt worden, wozu denn nun der Islam nötig sei.

Willst du eine neue "alleingültige" Religion begründen, musst du erst allen anderen "alleingültigen" Religionen die Legitimität absprechen.

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Nein

Nein, ich glaube nicht an "Gespenster" in dem Sinne, dass es die "Seelen Verstorbener" oder irgendwelche "Dämonen" sind. Es sind Halluzinationen, für die es vielleicht einen greifbaren Auslöser gibt.

Wenn ich mich recht erinnere, gab es einmal eine Untersuchung zu dem Thema. Da wurde festgestellt, dass z.B. in Räumen, in denen Ventilatoren laufen, häufiger "Spuk-Erscheinungen" auftreten. Anscheinend passiert da etwas im Gehirn, das diese Dinge auslöst.

Auch hat man in alten Gemäuern und "Spuk"-Schlössern Messungen durchgeführt und dabei festgestellt, dass an solchen Orten eine Art "elektrische Störfelder" gehäuft auftreten. Was es genau war, weiß ich leider nicht mehr und habe es wohl auch nicht zu 100% verstanden. Ich weiß auch nicht genau, was ich davon halten soll. Es klang ein bisschen so ähnlich wie die angeblichen "Erdstrahlen" der Wünschelrutengänger.

Jedenfalls geht man davon aus, dass bestimmte Umwelteinflüsse das menschliche Gehirn so stark beeinflussen können, dass dieses plötzlich meint, Gestalten, Klopfgeräusche oder Rufe wahrzunehmen.

Interessant ist das Thema durchaus. Ich glaube nicht, dass wirklich jeder Mensch, der einen "Geist" gesehen haben will, ein bösartiger Betrüger ist. Da werden auch viele Menschen drunter sein, die einfach Opfer ihrer eigenen Fantasie wurden.

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nein

Nein, da eine Beziehung im Idealfall nicht ausschließlich im Bett ausgelebt wird und man im Alltag auch z.B. ab und zu ein sinnvolles Gespräch führen möchte. Da wäre es mir etwas zu anstrengend, wenn meine Partnerin bei jedem zweiten Wort mit "entschuldige, wie meinst du das?" oder "häääää???" antworten würde.

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