Seid ihr Pro life oder Pro Choice?

Das Ergebnis basiert auf 32 Abstimmungen

Pro Choice 53%
Pro Life 47%

14 Antworten

Pro Choice

Solang es einen weiblichen Körper braucht, um aus einer Ei- und einer Samenzelle einen neuen Menschen entstehen zu lassen, solang hat der bereits existierende Mensch - also die Frau - ein Recht darauf, zu entscheiden, ob sie ihren Körper dafür nutzen möchte oder eben nicht! Das Recht auf Abtreibung ist ein ganz elementares Frauenrecht.

Spätabtreibungen sind übrigens etwas, was dann stattfindet, wenn das Kind absolut gewollt ist, sich aber dann doch noch herausstellt, dass es so krank ist, dass es sehr wahrscheinlich nicht mal die Geburt überleben wird oder, wenn doch, innerhalb weniger Tage versterben wird. Sprich, es handelt sich in diesen Fällen keineswegs um "Upsi, ich glaub, ich will das fast "fertige" Kind dann lieber doch nicht!", sondern um extrem tragische, dramatische, fürchterlich traurige Fälle, in denen ein Wunschkind leider nicht (lang) lebensfähig ist.

Und ja, auch diese Option sollte es geben. Denn in so einem Fall die Mutter zu zwingen, das Kind bis zum natürlichen Einsetzen der Geburt weiter auszutragen, ist doch reine Psychofolter! Wenn sie das möchte, kann sie das ja ebenfalls tun. Aber hier, genau wie sonst auch: der Mensch, in dessen Körper das Kind heranwächst, soll Wahlmöglichkeiten haben und nicht zu irgendetwas gezwungen werden!

Diese von Dir beschriebenen Sonderfälle treffen nicht den Kern der Frage. Nur 4% der Abtreibungen in D. waren in 2018 medizinisch indiziert oder sind wegen eine Straftat erfolgt.

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@AdamundEvi

Bei den "Sonderfällen" spreche ich ja auch von Spätabtreibungen, also denen, die nicht unter die 12-Wochen-Beratungsregel fallen, sondern eher das, was der Fragesteller wahrscheinlich meinte mit seinen vier Trimestern.

Auf die anderen Abtreibungen bezieht sich mein erster Absatz - die Person, deren Körper aus Ei- und Samenzelle innerhalb von neun Monaten einen neuen Menschen macht, entscheidet darüber, ob sie das für sich und ihren Körper möchte, sonst niemand. Alles andere ist kein "Schutz des Lebens", sondern Bevormundung und Entrechten von Frauen!

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Pro Choice
  1. Eine schwangerschaft hat nur 3 Trimester beim Menschen. Insofern wäre "Abtreibung" im 4ten Trimester definitif Mord und sicherlich auch von Pro Life nicht gewollt
  2. Gibt es 1.000 Gründe warum eine Frau eine schwangerschaft abbrechen will. Ich finde es arrogant ihr vorschreiben zu wollen, was sie mit sich und ihrem Körper machen soll
  3. Man sollte den Frauen Hilfen zur seite stellen, sie aber selber entscheiden lassen.
Pro Choice

Jede Frau kann während ihrer rund 35 Jahre Fruchtbarkeit in die Situation kommen, ungeplant schwanger zu werden, ob nun durch Leichtsinn, Naivität, Unkenntnis, Geldmangel, Gewalt, Druck des Partners oder einfach Pech.

Schön, wenn dann dem ungeplant ein nun doch gewollt folgt und man nie in eine Schwangerschaftskonfliktsituation kommt. Aber gut, dass die Indikationsregelung in Teilen durch die Fristenregelung ersetzt worden ist, denn bei einer ungewollten Schwangerschaft zählen einzig die Gründe der Frau, sich gegebenenfalls für einen Abbruch zu entscheiden, denn es ist ihr Leben, ihr Körper und ihre Zukunft.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist für viele Frauen eine schwierige Entscheidung und in jedem Fall eine schmerzliche Erfahrung. Er kann für eine Minderheit von Frauen - wie viele andere schwierige Entscheidungen im Leben - mit Traurigkeit, Reue, Schuld- oder Verlustgefühlen verbunden sein.

Jedoch kann man aus den besten verfügbaren Studien folgern, dass der Schwangerschaftsabbruch, wenn er unter guten Bedingungen durchgeführt wurde, weniger negative psychische Folgen hat, als die Geburt eines ungewollten Kindes.

Mir geht bereits geborenes Leben (Frau) mit der Chance auf Erfüllung aller Ziele, Wünsche und Träume vor ungeborenem Leben (Embryo) und es steht jeder Frau frei, eine Schwangerschaft nicht auszutragen, ob nun wegen des falschen Zeitpunkts, des falschen Partners oder wegen anderer Umstände, derer sie sich nicht gewachsen fühlt.

Denn wer vermag die Notlage einer Frau oder die Umstände, derer sie sich nicht gewachsen fühlt, objektiv zu beurteilen, ohne seine eigenen Werte mit einfließen zu lassen - außer die Frau selbst?

Alles Gute für dich!

"Jedoch kann man aus den besten verfügbaren Studien folgern, dass der Schwangerschaftsabbruch, wenn er unter guten Bedingungen durchgeführt wurde, weniger negative psychische Folgen hat, als die Geburt eines ungewollten Kindes."

wurde bei den studien schwangerschaftsabbruch mit Austragen und dann zur adoptionfreigeben verglichen oder Schwangerschafftsabbruch mit "ungewolltes kind wird geboren und dann ungewollt von den eltern aufgezogen"?

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@FouLou

Condon JT. “Psychological disability in women who relinquish a baby for adoption” Med J Aust. 1986 Feb 3;144(3):117-9

Cosmos-Verlag Bern, 1992: "Adoptiert. Lebensgeschichten ohne Anfang".

Golomb E. u. Geller H. "Adoption zwischen gesellschaftlicher Reglung und individuellen Erfahrungen." Reihe Sozial- u. Politikwissenschaften. Essen, 1992

Sachdev Paul. “Unlocking the Adoption Files”. Paperback, ISBN-13: 978-0669247800, ISBN-10: 0669247804

Szypkowski Beate: "Die Kontinuität der <guten Mutter>", Centaurus, 1997

Stamm H. "Probleme des legalen Aborts in der Schweiz", Ars Medici, 1974

Swientek Ch. "Ich habe mein Kind fortgegeben – Die dunkle Seite der Adoption", rororo, 1982

Thomas T, Tori CD “Sequelae of abortion and relinquishment of child custody among women with major psychiatric disorders”. Psychol Rep. 1999 Jun;84(3 Pt 1):773-90

Wiemann, I. Adoptionsfolgen. Anhörung vor dem Deutschen Ethikrat 23.10.2008

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@isebise50

Nur diese:

Thomas T, Tori CD “Sequelae of abortion and relinquishment of child custody among women with major psychiatric disorders”. Psychol Rep. 1999 Jun;84(3 Pt 1):773-90

Scheint dein argument zu stützen. Problem hier ist das es nur eine studie mit 1. sehr wenig teilnehmern ist und 2. Diese auch schon Psychische leiden im vorfeld hatten. (was das ganze natürlich noch verschlimmert)

Der rest sind ja nur berichte zur adoption selbt. Ich erkenne an das das keine kleine sache ist. Das wird daraus klar. Aber mir fehlt der vergleichwert weil ich denke auch das ein Abbruch keine kleine sache ist.

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@FouLou

Dann warte doch darauf, was die Studie von Herrn Spahn für fünf Millionen Euro Steuergelder ergibt. Also die, die bereits von anderen mehrfach durchgeführt wurde und die besagt, dass psychische Probleme nach einem Abbruch primär durch gesellschaftliche Stigmatisierung entstehen, nicht durch ein Bereuen des Abbruchs an sich, den Frauen nur nach gründlicher Überlegung und Abwägung durchführen lassen.

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@HappyMe1984

Definitiv. Haste die anderen Durchführungen nicht gefunden das man sie verlinken kann?

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@FouLou

Wieso fragst Du nicht Frauen die einen Abbruch hatten ob dieser eine kleine Sache ist oder nich??

Ich zb hatte schon sowas - es ist eine kleine Sache. Es ist auf gar keinen Fall so schlimm wie manche sich das hier vorstellen.

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@ninanewpart5

Hast du die Kommentare nicht gelesen? Genau das habe ich doch gefragt. Nur nach ner vernünftigen Studie und keine Anekdoten.

Aber das ist schön für dich das das so einfach war.

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@FouLou

Also sowohl ich selbst, wie auch viele andere Frauen mit denen ich sprach und die abgetrieben haben, hatten keinerlei Probs mit ihren Abtreibungen.

WAS nervig ist, ist dieses ständige Gelaber man sei eine Mörderin, und all die Lügen von ProLiflern, das DAS Frauen die weniger gefestigt sind, vor allem wenn sie schon Kinder haben, oder später noch welche wollen, fertig macht, ist kein Wunder.

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@Deamonia

Das ist schön. Bringt uns hier aber wenig weiter.

Und ja. Was die pro-lifer so abziehen finde ich auch ernsthaft ziemlich Assi.

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@FouLou

Hab erst nach dem Absenden gesehen, das dich eher Studien und weniger persönliche Meinungen dazu interessieren, sonst hätte ich das nicht geschrieben, sorry ^^

Hier dürftest du einiges für dich interessantes finden, da viele Studien genannt werden: https://www.svss-uspda.ch/psychisch/ (Denke, du bist eher der Typ der Studien direkt liest, und sich nicht so sehr auf Zusammenfassungen verlässt)

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@Deamonia

Interessanter Link. Recht aufschlussreich. Zumindest kurz Mal drüberschauen worum die Studie geht und ggf. Den Abstract lesen um sich n Bild zu verschaffen.

Aber imgrunde ist das genau das Gegenstück was ich gesucht habe zu den Studien die weiter oben von jemand anderem verlinkt wurden.

Entsprechend finde ich beide Sachen in Kombination überzeugend das ein Abbruch weniger schlimme Auswirkungen als eine Freigabe zur Adoption hat.

Was aber dann zur Folge hat das meine anahme das es bei einem Schwangerschaftsabbruch nicht nur darum geht die Schwangerschaft abzubrechen oder die Entscheidung Mutter zu werden.

Sondern eher darum dem Fötus /Embryo das weitere leben zu verwehren.

Was natürlich bedeutet das man das ganze unter etwas anderen Gesichtspunkten betrachten muss.

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@FouLou

Wobei das letzte nicht ganz stimmt. Die Daten zur Adoption liegen ja nur vor wenn das Kind ausgetragen werden würde.

Ein Abbruch ohne Todesfolge sähe da eventuell etwas anders aus.

Da könnte man dann noch die Möglichkeit in Betracht ziehen der Mutter nicht zu erzählen das das Kind noch lebt und es anonym zur Adoption freigeben.

Vorteil: man hat den "Placebo Effekt" des Abbruchs. Und dem Kind ne Möglichkeit auf leben gegeben.

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@FouLou
Da könnte man dann noch die Möglichkeit in Betracht ziehen der Mutter nicht zu erzählen das das Kind noch lebt und es anonym zur Adoption freigeben.
Vorteil: man hat den "Placebo Effekt" des Abbruchs. Und dem Kind ne Möglichkeit auf leben gegeben.

Interessante Idee, wobei das wahrscheinlich heutzutage extrem selten bis gar nicht vorkommt, das ein Fötus seine Abtreibung überlebt.

Bei einer Spätabtreibung bringt die Schwangere den toten Fötus ja wie bei einer Geburt auf die Welt, ich denke da ist es schwer, es als Tod auszugeben, wenn es noch lebt.

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@Deamonia

Die Möglichkeiten sind ja derzeit noch begrenzt. Was spät Abtreibung angeht: man kann den Fötus ja ohnehin zu töten entfernen.

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@Deamonia

Hier noch ein interessanter Gedanken. Geht aber mehr in Richtung "pro Life" Argumentation: Fötus wird lebend entnommen und die Mutter muss das Leben selbst beenden. (Kriegt dafür die entsprechenden angemessenen mittel in die hand)

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@FouLou

Können schon, ist nur die Frage, ob man das auch sollte.

Denn ich bin der Meinung, das gerade die letzten Wochen im Mutterleib enorm wichtig für die Entwicklung sind.

Mag grausam klingen, aber ich bin halt z.B. auch nicht dafür, immer jüngere Frühchen um jeden Preis zu retten.

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@FouLou

Welchen Sinn sollte das haben, einen Nicht Arzt einen medizinischen Vorgang durchführen zu lassen, außer Grausamkeit der Schwangeren gegenüber?

Zumal man dafür einen Kaiserschnitt durchführen müsste, was weitaus gefährlicher ist, als einen toten Fötus auf "normalem Weg" zu gebären.

und dann soll die der gerade frisch der Bauch aufgeschnitten wurde, und die mindestens eine Rückenmark, wenn nicht gar eine Vollnarkose hatte, gleich selbst wieder aktiv werden?

Ich denke nicht, das das Abtreibungen verhindern würde, es würde eher dazu führen, das viele Frauen danach tatsächlich Psychisch gestört sind. (Immerhin hat auch das Risiko zu sterben Frauen Jahrhunderte lang nicht von Abtreibungen abgehalten)

Naja gut, die die einmal abgetrieben haben hätten dann wahrscheinlich so viel Angst nochmal Schwanger zu werden, das sie nie wieder Sex haben, und es zumindest keine Mehrfachabtreiber mehr gäbe, aber ist es das wert, dafür dann massig total gestörte Frauen rumlaufen zu haben, die dann vielleicht nicht mal mehr in der Lage sind zu Arbeiten?

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@Deamonia

Das war natürlich nicht ernst gemeint. Ist klar das das nicht wirklich tragbar ist. Aber dennoch ein Argument auf das man kommen könnte in der Diskussion: so Marke "wenn sie es schon machen müssen sollen sie es auch gefälligst selbst tun"

Und nur zur Anmerkung: das Spiegelt nicht meine Meinung wieder.

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Kannst du mich aufklären bis zur welchen Schwangerschaftswoche es für pro Choice ok ist abzutreiben?

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@Duracraft91

Wie bereits geschrienen:

Aber gut, dass die Indikationsregelung in Teilen durch die Fristenregelung ersetzt worden ist,...

Darüber hinaus gehe ich konform mit § 218 Schwangerschaftsabbruch (StGB)ff.

Ein Schwangerschaftsabbruch mit einer medizinischer Indikation (§ 218a (2)) ist in Deutschland bis zu Geburt nicht rechtswidrig und es gilt dabei keine Beschränkung bezüglich des Alters der Schwangerschaft.

Auch ist die Schwangere nicht nach § 218 strafbar, wenn der Schwangerschaftsabbruch nach Beratung (§ 219) von einem Arzt vorgenommen worden ist und seit der Empfängnis nicht mehr als zweiundzwanzig Wochen verstrichen sind (§ 218a (4)).

Leider muss die Frau dafür z.B. nach Holland fahren, da im selben Paragrafen dies unter (1) in Deutschland Ärzten untersagt ist.

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@isebise50

Ich finde es gut, dass ein Schwangerschaftsabbruch auch so spät noch möglich ist sofern eine medizinische Indikation vorliegt. Aber ein Schwangerschaftsabbruch nach der 12. Woche weil sich die Frau es anders überlegt (damit meine ich keine Extremfälle in denen die Frau vergewaltigt wurde und nicht wusste dass sie schwanger war) finde ich sehr bedenklich. Irgendwann muss das Leben nun mal geschützt werden und da muss die Frau dann einfach durch.

Ich muss aber auch hinzufügen dass ich nicht 100% im Thema bin und mich gerne vom Gegenteil überzeugen lasse

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@Duracraft91

Naja; eine ungewollte Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft ist ja kein Schnupfen, durch den man durchmuss.

"und nicht wusste dass sie schwanger war" kommt gar nicht so selten vor - selbst wenn die Schwangerschaft mit Lust entstanden ist. Aber warum sollte eine ungewollte Schwangerschaft die eingebrockte Suppe sein, die Frau gefälligst zur Strafe auslöffeln muss - weil sie Spaß bei der Zeugung hatte?

Und selbst bei einer geplanten Schwangerschaft können sich Lebensumstände (teils dramatisch) ändern und für die Frau nicht mehr fortführbar erscheinen.

Die 12-Wochen-Frist in Deutschland ist zudem willkürlich gesetzt und ein politischer Kompromiss.

Diese Fristsetzung lässt sich einerseits aus der fortschreitenden fötalen Entwicklung begründen (je weiter der Fötus entwickelt ist, d.h. je menschenähnlicher er wird, desto mehr kommt ihm moralischer Wert und Respekt zu), andererseits aus den steigenden Risiken des Schwangerschaftsabbruchs bei fortgeschrittener Schwangerschaft.

Diese Frist ist jedoch von Land zu Land verschieden (z.B. bis 24. SSW in der Niederlande und Großbritannien ohne Nordirland, bis 18. SSW in Schweden, bis 16. SSW in Österreich, bis 14 SSW in Frankreich).

So wie auch z.B. das Volljährigkeitsalter unterschiedlich definiert wird, irgendwo wird halt eine Grenze gesetzt.

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@isebise50

Und die 24. SSW findest du in Ordnung? Ich meine da ist das Kind unter Umständen schon Lebensfähig.

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@Duracraft91

Das ist es bei der medizinischen Indikation gegebenenfalls auch.

Auch eine medizinische Indikation bezieht sich auf den Zustand der Schwangeren und liegt vor, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben oder die Gesundheit der Frau (seelisch oder körperlich oder bei schwerer psychischer Notlage) bedroht.

Die embryopathische Indikation wurde 1995 als eigene Ziffer gestrichen, was die Belange der Schwangeren hervorhebt.

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@isebise50

Ja, aber bei einer medizinischen Indikation liegt der Fall anders. Niemand ist dazu verpflichtet sein Leben für ein anderes zu geben. Aber wenn eine Frau ein Lebewesen in sich trägt, dann hat sie nunmal auch eine Verantwortung gegenüber diesem Lebewesen und der Staat hat die Verantwortung dieses Leben zu schützen. Darüber bin ich auch sehr froh. Gleichwohl bin ich zwar pro Choice - allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Ich sehe es nicht als sinnvoll ein Kind abzutreiben was schon Lebensfähig wäre "nur" weil die Mutter es nicht mehr möchte oder darunter psychisch leidet.

Aber zum Glück muss ich das nicht entscheiden.

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@Duracraft91

Nix für ungut - jeder darf und soll eine eigene Meinung zu Schwangerschaftsabbrüchen haben!

Aber die medizinische Indikation wird nicht nur herangezogen, wenn das Leben oder die Gesundheit der Frau körperlich bedroht ist (z.B. Krebserkrankung - Einsatz von Zytostatika), sondern auch wenn eine schwerwiegende Beeinträchtigung des seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren (etwa durch die Diagnose "schwer krankes oder behindertesn Kind") bestehen, die nicht auf eine andere zumutbare Weise als eben einen Spätabbruch abwendbar ist.

Ist es sinnvoll, ein behindertes Kind abzutreiben, was schon Lebensfähig wäre, "nur" weil die Mutter es nicht mehr möchte oder darunter psychisch leidet?

Nicht alle Frauen und Paare fühlen sich stark genug, die zu erwartenden Belastungen zu meistern. Ich wünsche niemandem, je eine so qualvolle Entscheidung treffen zu müssen, sich gegebenenfalls für oder gegen ein behindertes Wunschkind zu entscheiden.

Aber wie muss es für eine Frau sein, die zwar mit einem wahrscheinlich gesunden Kind, aber immer noch ungeplant und ungewollt schwanger ist - ist nicht auch da eine schwerwiegende Beeinträchtigung des seelischen Gesundheitszustandes zu erwarten?

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@isebise50
Nix für ungut - jeder darf und soll eine eigene Meinung zu Schwangerschaftsabbrüchen haben!

Habe ich das Gegenteil behauptet? Oder habe ich da was falsch verstanden?

Nicht alle Frauen und Paare fühlen sich stark genug, die zu erwartenden Belastungen zu meistern. Ich wünsche niemandem, je eine so qualvolle Entscheidung treffen zu müssen, sich gegebenenfalls für oder gegen ein behindertes Wunschkind zu entscheiden.
Dann gebt es zur Adoption frei?
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@Duracraft91
Habe ich das Gegenteil behauptet? Oder habe ich da was falsch verstanden?

Nein, nein - alles gut!

Dann gebt es zur Adoption frei?

Ich spreche nicht von einem Klumpfuß o.ä., sondern von schweren Erbgutstörungen oder Organfehlbildungen.

Die Trisomie 21 ist die bei Neugeborenen häufigste Chromosomenaberration. Neben der geistigen Behinderung können auch schwerwiegende Beeinträchtigungen im sensorischen und/oder körperlichen Bereich hinzukommen.

Bei der Trisomie 18 versterben die meisten der kleinen Patienten bereits vor oder bald nach der Geburt.

Da kommt wohl eine Adoption nicht infrage.

Neun von zehn Frauen lassen bei einer Trisomie einen Abbruch machen.

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@Duracraft91

Ich würde niemals ein Kind zur Adoption geben. Ich quäle mich nicht durch eine Schwangerschaft um hinterher das Kind wegzugeben. Ich glaube du begreifst nicht bzw kannst nicht nachvollziehen, das eine Schwangerschaft nicht nur den Körper beansprucht. Die Frau ist kein Gefäß das ein Kind austrägt und dann einfach weggibt. Wenn ich mich dafür entscheide die Schwangerschaft nicht abzubrechen und das Kind zu kriegen, dann entscheide ich mich dazu körperlich aber auch Geistig und vor allem Emotional. Einfach weggeben ist da nicht drin für die meisten Frauen. Aber ein Abbruch ist drin.

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@ninanewpart5

Ich glaube du begreifst nicht bzw kannst nicht nachvollziehen, das eine Schwangerschaft nicht nur den Körper beansprucht.

Doch das habe ich begriffen. Die Schwangerschaft meiner Frau war sehr unschön. Um es milde zu formulieren.

Ich streite nicht ab, dass eine Schwangerschaft belastend ist und das abgeben des Kindes nach der Geburt noch viel belastender.

Aber ich glaube du begreifst nicht, dass ab einem gewissen Punkt das Wohl des Kindes mehr überwiegt. Zumindest meiner Meinung nach.

Bitte lies dir Posts vorher durch. Es geht mir lediglich um den Zeitpunkt der Abtreibung. Am Anfang der Schwangerschaft sehe ich absolut kein Problem abzutreiben. Was auch immer der Grund dafür ist.

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@ninanewpart5

Ok :)

Nur damit ich das richtig verstehe, wenn eine Frau im 7. Monat abtreiben möchte weil ihr Mann sich von ihr getrennt hat und sie nicht weiß wie sie das Kind großziehen kann - ungeachtet aller Optionen die es heutzutage gibt. Dann findest du das völlig in Ordnung?

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@Duracraft91

Jap finde ich in Ordnung. Wenn es für sie keine andere Lösung gibt. Dein Problem scheint mir (merkt man an deinem Bsp super) das Du Frauen nicht wirklich ernst nimmst. Die will abtreiben im 7 Monat trotz aller Optionen die sie hat.. Die is nicht ganz klar im Kopf, die ist ein wenig Dumm.. Die ist sich der Tragweite Ihrer Entscheidung nicht bewusst - die will nur abtreiben weil der Typ weg ist... Du nimmst die Frau in dem Kontext nicht wirklich ernst.

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@ninanewpart5

Oha

Ich nehme Frauen natürlich für voll. Gerade in solch einer Situation. Ich habe dir keinen Anlass gegeben irgendwas gegenteiliges zu vermuten. Dein Interpretationsspielraum ist sehr tendenziös.

Für mich ist die Diskussion auch hier beendet. Wir haben beide unsere Standpunkte klar gemacht und werden nicht davon abweichen. Dein Versuch mich als misogynen Deppen hinzustellen kannst du dir sparen.

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@Duracraft91

Ich denke nicht, das man das pauschalisieren kann, für mich ist es die 23 Woche, und danach nur noch bei Medizinischer Indikation

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@Duracraft91

Dein Beispiel von einer Frau die im !!7!!! Monat gaaaanz plöööötzlich abtreiben will ist tendenziös, und das weißt Du auch. Du wurdest entlarvt, fühlst dich ertappt, und beendest alles - wundert mich nicht:-)

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@ninanewpart5

Es ging mir doch nur darum deinen Standpunkt genau zu erörtern. Du bist aber schon ein Schlaubi Schlaukopf und hast mich entlarvt. Danke dir

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@Duracraft91

Die schreckliche Schwangerschaft deiner Frau ist jedenfalls nicht Maßstab für den Rest aller Frauen. Nur weil deine Mutti sich da durchgequält hat müssen das nicht alle Frauen. Think outside the Box.

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@ninanewpart5

Hab ich doch gar nicht behauptet. Was ist denn bitte falsch mit dir? Ich habe doch schon mehrfach geschrieben, dass ich pro Choice bin und eine Abtreibung bis zu einem gewissen Punkt unterstütze. Aber ich kann es halt nicht bis zu deinem Standpunkt tragen. Komm mal raus aus deiner Box

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@Duracraft91

Es geht nicht um mich oder dich, sondern um das Selbstbestimmungsrecht JEDER Frau über Ihren Körper. Nur darum geht es.

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@ninanewpart5

Achso, dachte es geht um den Meinungsaustausch rund um dieses Thema. Da lag ich wohl falsch.

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@Duracraft91

Natürlich aber nur auf Basis das wir nicht das Selbstbestimmungsrecht der Frau über Ihren Körper anzweifeln oder? Da Du eine Frau hattest oder hast, diese auch eine unschöne Schwangerschaft hinter sich hat, gehe ich davon aus das wir das nicht diskutieren müssen.

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@ninanewpart5

Du wirst das Thema der Schwangerschaft meiner Frau aber häufig auf.

Ich Zweifel das selbstbestimmungsrecht der Frau auch gar nicht an soweit es nach aktueller Rechtssprechung konform ist - bezogen auf den Schwangerschaftsabbruch

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Gar keiner. bzw in der Mitte. Dieses Polarisieren auf 2 möglichkeiten sehe ich als eher unsinnig an.

Grundsätzlich sehe ich das ganze thema so:

Ziel ist es ja den fötus aus den körper der frau zu entfernen. Die tötung ist dabei ja nur ein nebeneffekt.

Daher als erstes eine grundlegende sache: sinvoll ist es ersteinmal zu definieren woran wir das ganze überhaupt abwägen wollen was besser ist. Ich denke Leid ist hier ein Gutes kriterium. So vermeiden wir ideologisches gewusel (das leben is heilig blabla bla) und auf der anderen seite das frauen kurzentschlossen und blind abrtreiben.

So daraus folgt:

Wenn man mit medizinischen mitteln einen Fötus ausserhalb der frau "ausbrüten" kann. Wie es z.b. gemacht wird wenn die kids zu früh kommen oder es zu komplikationen kommt. Und die warscheinlichkeit hoch ist das das kind ein lebenswertes leben führen kann ist dies zu tun.

Ein kind im 8.9. monat zu töten ist nach meiner ansicht mord weil genau diese möglichkeit besteht. Kaiserschnitt. Kind raus und ab in den brutkasten und die sache ist gegessen.

Diese grenze kann man mit fortschreitenden medizinischen mitteln weiter nach unten verschieben solange die erfolgschanche gut sind. Falls wir Föten von der befruchteten Zelle aus entnehmen könnten und ausbrüten könnten dann hätte sich die ganze diskussion erledigt. Dann wird das gemacht. Frau ist ihr kind los und kind wird nicht getötet.

Aber da sind wir noch nicht.

In den frühen stadien kann das kind ab der 12. woche ungefähr überhaupt erst schmerz empfinden. Vorher ist das nicht möglich. Somit wäre eine abtreibung legitim weil das leid für das kind quasi nicht existent ist.

In der zeit zwischen der 12. woche und dem punkt an dem man den fötus ausserhalb der mutter halbwegs sicher "ausbrüten" kann besteht weiterhin diskussionbedarf.

Hier muss man denke ich Leid der Mutter mit dem Leid des kindes abwägen und schauen welches nun mehr priorität hat. Aber das muss man auf einzelfall basis machen und ist nen ganzer haufen.

Ansonsten finde ich es generell ok wie es in deutschland bei uns so geregelt wird.

Pro Choice

Ich bin natürlich für das Selbstbestimmungsrecht der Frau über Ihren Körper.

Interessant ist, das Pro Life Menschen, ganz egal ob hier oder den Usa, sich immer sehr für das "Lebensrecht" von Embryonen einsetzen, aber hinterher, wenn die Frau dann ein Kind geboren hat, kein Geld hat, wenig Unterstützung erhält, sind genau diese Leute nirgends zu finden.

Es geht diesen Leuten nicht um Embryonen oder Babys, es geht Ihnen darum Frauen in Ihrem Selbstbestimmungsrecht zu beschneiden.

Eine Frau ist schwanger und darf selbt entscheiden ob Sie das Kind kriegt oder nicht?? Das geht natürlich nicht...

Auffällig ist auch das diese Leute sich nie mit dem Spermaspender auseinandersetzen.

Sicherlich - in erster Linie ist es die Frau die schwanger wird, und die somit aufpassen sollte. Aber in dem Kontext, was genau ist da mit dem Typen der auch Verantwortungslos mit seinem Sperma umgeht und munter Babys zeugt??

Was sollte mit so Männern geschehen?? Wie sollte man mit jungen Männern umgehen die unverbindlichen Sex haben?? Tja.. Da sagen dann diese Pro Life Menschen "jaaa kannste nix machen.. wie soll man das kontrollieren..."

Noch verlogener gehts kaum..

Doch warte.. Wenn es der Katholische Pfarrer ist der von Mord schwafelt.. Bitt erst mal den eigenen Penis weniger in kleine Jungs stecken, dann reden wir weiter liebe Katholiken.

Lustig ist vor allem, wenn die Pro Lifler selbst absolut null Ahnung von der Fetalen Entwicklung, oder von Schwangerschaften haben, wie allein diese Frage zeigt. (4. Trimester wäre NACH der Geburt XD)

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@Deamonia

Die Leute benutzen Begriffe die sie nicht kennen, und glauben wenn sie diese benutzen wirken sie Schlau:-)

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