schutzvertrag rechtkräftig?

 - (Recht, Tiere, Hund)

8 Antworten

Es gibt Klauseln die schon verhandelt wurden. So kann der Tierschutzverein z.B. nicht einfach so Zutritt verlangen, wenn er das wünscht und Hunde einfach mit nehmen geht auch nicht.

Es gibt Veterinärämter die sich um das Wohl von Tieren kümmern. Der Einwirkungsbereich den sich die Tierschutzoprgansisationen wünschen, geht zu stark in die Privatsphäre der Hundehalter ein und ist rechtswidrig. Natürlich können sie aber den Weg über die Polizei und das Veterinäramt gehen, wenn sie das Wohl des Hundes in Gefahr sehen.

Weiter muss der Tierschutz auch erstmal beweisen, dass der Hund denen gehört. Streuner und Tierheim- bzw. Tötungsstationshunde aus dem Ausland gehören der jeweiligen Gemeinde, aus der sie kommen. Es müsste also hier einen Kaufvertrag geben, den es aber nie gibt. Im Einzelfall müsste also geprüft werden wie man zum Besitzer wird.

Dennoch kann Dir keiner genau sagen, was genau entscheiden werden würde, wenn Du Dich mit der Organisation um Vertragsinhalte streitest bzw. sie meinen Du würdest ihre Auflagen nicht erfüllen.

Wir haben einen ähnlichen Vertrag unterschrieben - Wobei unser Vertrag sich schon anders liest. Wenn unsere Hündin nicht kastriert wäre, hätte man sich vorbehalten mögliche Welpen mit dem gleichen Schutzvertrag selbst zu vermitteln. Hierbei wird verhindert das der Eigentümer Profit mit Welpen machen kann. Leuchtet mir auch ein. Unsere Hündin müssten wir dann nicht abgeben. Auch gibt es keine Vorgabe wann wir zum Tierarzt müssen. Dafür gibt es nur Empfehlungen.

Wir sind rechtsschutzversichert, wenn es zu Problemen kommen sollte. Diese würde ich laut unserem Vertrag nur sehen, wenn man Zutritt zu unserer Wohnung verlangt. Ich hab kein Problem mal jemanden rein zu lassen aber wenn jetzt jemand meint jeden Monat oder unangemeldet nach unserem Hund gucken zu müssen, würde ich rebellieren.

Wir haben zwar noch einen sporadischen Kontakt zu den Pflegeeltern unserer Hündin, informieren sie gerne wie es ihr geht und wie sie sich entwickelt aber die erwarten keine Rechenschaft von uns, geschweige denn irgendeinen Zutritt. Wir haben uns mal zum Gassi gehen verabredet und mein Mann schickt ihnen hin und wieder ein Bild. Sie haben aber einfach Interesse, da ist kein Bedürfnis uns zu kontrollieren.

Wenn die von Dir gewählte Organisation schon viele Gerichtsverfahren am Hals hat, ist davon auszugehen, dass sie ihre "Rechte" aus dem Vertrag aus ausgiebig nutzen wollen. Da wäre ich schon vorsichtig.

Richtig wäre eigentlich, dass es eine Kontrollphase gibt und sich nach Zeit X der Eigentum an den Hundehalter überträgt. Ich weiß nicht wie viel schlechte Erfahrung die Organisationen machen, ob die Verträge hysterisch sind oder nötig. Wenn Dir eine Klausel gar nicht passt, steht dir natürlich frei einen eigenen geänderten Vertrag aufzusetzen oder ihn nicht zu unterschreiben.

Hallo,

leider geht aus dem Bild nicht hervor, ob es sich um einen Pflegevertrag oder um einen Kauf-/Übernahme-/Adoptionsvertrag handelt.

Bei einem Pflegevertrag verbleiben die Eigentumsrechte beim Tierschutz - der Halter "pflegt" das Tier nur - dann wären solche Bestimmungen schon rechtsgültig. Der "Kaufpreis" wird dabei als "Spende" deklariert.

Bei allen anderen Verträgen, bei denen es auch eine Schutzgebühr oder einen Kaufpreis gibt (nicht Spende!), gehen die Eigentumsrechte an den Käufer über. Dann sind alle diese Bestimmungen null und nichtig.

Es sei denn, die Bestimmungen würden ohnehin geltendem Recht (TierschutzG oder Hundehalterverordnung etc.) entsprechend. Das gilt natürlich immer.

Niemand hat auch ein Recht, ohne Anmeldung nach dem Rechten sehen zu wollen - bzw. muss derjenige dann damit rechnen, nicht hineingelassen zu werden.

Aber immer daran denken: Tierschutzvereine wollen tatsächlich das Beste für die Tiere. Da auch sie bei einer Vermittlung den Menschen nur vor den Kopf schauen können und diese auch nur über eine kurze Zeit erleben (und die Menschen das Blaue vom Himmel lügen können), versuchen die Vereine natürlich, ihre Schützlinge abzusichern, so gut es geht.

Sie leisten tolle Arbeit, fast immer und ausschließlich ehrenamtlich in ihrer Freizeit - und wünschen sich nur prima Familien für die Hunde. Sie sind keine Feinde, und wer ein gutes Gewissen und nichts zu verbergen hat, sollte auch vertrauensvoll mit solchen Orgas zusammenarbeiten.

Im Mittelpunkt steht der Hund - beide Seiten (Vermittler und neue Halter) wollen doch genau das Gleiche: ein glückliches Leben für einen liebenswerten Vierbeiner.

Gutes Gelingen

Daniela

Nein solche Verträge sind nicht mal das Papier wert auf dem sie gedruckt sind.

Sobald der Hund an dich verkauft wurde bestimmst du allein über den Hund ohne jede Verpflichtung.

Nur wenn in einem Vertrag festgehalten ist, dass der Hund immer Eigentum des Tierheims bleibt, dir der Hund also niemals gehören wird, können Regeln aufstellen.

So einen Hund hat man dann nur in Pflege.

Hallo,

der Vertrag ist rechtswidrig.

Wenn du ein Tier erwirbst, dann gehört es dir und du kannst damit machen was du möchtest und bist dem Verein zu nichts verpflichtet, weder Infos zu geben, noch sie in dein Haus zu lassen, noch Welpen (die das Tier hoffentlich nicht bekommt) nur über den Verein zu vermitteln.

Da erlauben sich viele Tierheime und Tierschutzvereine zu viele Ansprüche. Wenn das Tier abgegeben und das Geld bezahlt ist, haben sie diese jedoch nicht mehr. Muss man ihnen aber nicht unbedingt unter die Nase reiben, wenn man ein Tier von da adoptieren möchte. Würde mich da erst auflehnen, wenn sie ihre "Rechte" geltend machen wollen. Erfahrungsgemäß nutzt die aber kein Tierschutz.

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

danke, also wollen will ich das auch nicht mit den welpen. nur im fall das...

ok also so wie es mir dachte. danke

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@Corolla20

Einfach weil es mir am Herzen liegt: Es gibt kein Fall, in dem man dann als Halter nicht versagt hat, wenn die Hündin trächtig wird. Die 2x im Jahr, wo Hündin läufig ist muss man einfach gut aufpassen.

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Das liest sich ja als würden sie dir den Hund einfach nur ausleihen 😅😅

Ich würde den ein Husten und erst recht, sich das recht raus zu nehmem das sie zu jeder zeit in die Wohnung können ohne Voranmeldung und und. Die haben doch wohl ein an der klatsche was die da alles schreiben.

ja richtig , ist auch mein gedanke :D

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Es gibt tatsächlich Vereine, die Eigentümer des Tieres bleiben. Das macht aus Sicht des Tierschutzes sogar Sinn

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@TygerLylly

Genau das steht eben nicht im Vertrag. Das wäre dann ein Pflegevertrag. Die Kosten für Operationen etc. trägt so ein Verein dann auch selber.

Das gibt es eigentlich nur bei Blindenhunden die aus dem Dienst ausscheiden.

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@Goodnight

Das gibt es auch bei normalen Vermittlungen. Die Vereine sichern sich so eine leichte Rückholung bei schlechter Haltung

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@TygerLylly

Nein das gibt es bei normalen Vereinen nicht, dazu ist sicher kein Geld da.

Die Verträge sind juristischer Unsinn, daran ist kein Hundekäufer gebunden.

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@Goodnight

Doch, meine Schwester und meine Tochter haben auch nur Pflegeverträge für die Hunde. Anteilig beteiligt sich der Tierschutz an den Kosten - z.B. über eine generelle Versicherung für die Haftplicht und auch anteilig an den Kosten für eine Krankenversicherung. TierschutzOrgas bekommen durchaus hervorragende Konditionen bei einigen Versicherern - die Menge machts. Da wird dann der ausgehandelte Rabatt als Anteil der Orga an den Kosten "genutzt" - und für den neuen Halter wird es so auch recht günstig. WinWin für alle ...

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Schon mal daran gedacht, WARUM die das alles schreiben? Die wollen nur das Beste für die vermittelten Hunde! Ein tolles und sicheres Leben für sie. Und es gibt ausreichend Menschen, die das zwar versprechen, aber nicht wirklich halten. Und es gibt leider auch genügend Menschen, die "einfach mal aus Spaß" Hunde vermehren - Welpen sind ja soooooo süüüüüüß ....

Tierschutz-Orgas sind keine Feinde der neuen Hundehalter - sondern sie versuchen nur mit allen möglichen (und leider auch unmöglichen) Mitteln, die Hunde vor weiterem Leid zu schützen!!

Die Menschen dort arbeiten ehrenamtlich, in ihrer Freizeit, mit ganz viel Einsatz und Liebe! - Ihnen zu unterstellen, sie "hätten einen an der Klatsche" finde ich schon ziemlich stark und wenig überlegt.

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@dsupper

Sry aber Sie haben ein an der klatsche. Sie vermitteln kein Hund sondern sie leihen ihn dir nur aus und man hat als Halter keine Rechte? Ich sage mal das kann nicht sein und soll für Kosten aufkommen wenn mir der Hund einfach so weg genommen wird? Nochmal....die haben ein an der Klatsche. Wenn der Hund mir durch den Schutzvertrag übergeben wird könnten Sie ihn nur per Gericht wieder einklagen und haben nicht die recht die Sie sich einfach aussuchen und niederschreiben. Hinschreiben kann ich alles was ich will. Muss nur nicht rechtens sein

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@dsupper

Und ich ziehe nicht alles Tierschutz Organisationen über einen Tisch sowie du es formulierst und das es in Maßen Besuche gibt (nach Vereinbarung) ist in Ordnung dann aber das überschreitet die grenzen und was dort steht ist nun mal nicht alles rechtens

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@Yvonne0809

Grundsätzlich kommt es tatsächlich auf die Formulierung des Vertrages an.

Ja, es gibt solche Nur-Pflegeverträge, wo dem Hundehalter nicht das Eigentum am Hund übertragen wird.

Und du hast - glaube ich - gar nicht verstanden, was ich sagen wollte. Es geht in diesen Verträgen doch gar nicht darum, was rechtens und was einklagbar oder nicht ist. Die Orgas verfolgen doch mit solchen Verträgen keine bösen Absichten! Sie versuchen nur, den Hund zu schützen - vor Menschen, die Hunde in einen Zwinger oder eine Garage sperren, mit ihm vermehren wollen, ihn nicht zum Tierarzt bringen, wenn erforderlich.

Was bitte ist daran falsch? Auch, wenn es rechtlich nicht haltbar ist? Wer ein gutes Gewissen hat und den Hund ohnehin verantwortungsvoll und liebevoll halten will, dem kann doch völlig egal sein, was da steht und ob es einklagbar ist oder nicht. Auch dieser Hundehalter will doch nur das Beste für seinen neuen Weggefährten - ebenso wie die Orga. Ergo - alles bestens!

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@dsupper

Egal ist es zu dem Zeitpunkt aber nicht mehr, wenn man zu unrecht eine falschen Haltung unterstellt bekommt oder übereifrige Tierschützer jeden Tag klingeln ;-)

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@dsupper

Auch wenn man ehrenamtlich arbeitet muss man wissen was man tut.

Ehrenamt wird eben gerne zur Egopflege benutzt.

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@dsupper

Den Sinn dahinter versteh ich aber die Umsetzung und das ich sowas zustimmen soll nicht. Wenn man sich den Hund und den Lebensumstand dann anschauen will 2 oder 3 mal NACH Absprache dann find ich sowas in Ordnung aber dann sollte gut sein. Wenn sie den Hund in Vernünftige Hände abgeben wollen dann sollen sie vorher die Person durchfragen und schauen wie er leben würde und nicht so ein Vertrag verfassen wo der Hund als Leihgabe gilt

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@Yvonne0809

Wenn man mit der "Leihgabe" also dem Status als Pflegehund ohne Eigentum nicht klarkommt, dann darf man so einen Vertrag nicht unterschreiben.

Und Leute "durchfragen" bringt recht wenig, meinst du nicht? Da kann man denen wer weiß was erzählen - dass man nicht arbeiten geht (und dann ist der Hund den ganzen Tag alleine), dass man ausreichend Platz hat, dass man ganz liebevoll mit ihm umgeht und und und .... und wenn Kontrollen angemeldet werden, dann werden die Kontrolle auch alles zu ihrer Zufriedenheit vorfinden ... das alles nutzt also gar nicht.

Aber wer ein reines Gewissen hat, der versteht, dass alles zum Schutz der Hunde geschieht und hat grundsätzlich auch nichts dageben ... sondern freut sich sogar eher, dass er an eine verantwortungsvolle Orga geraten ist. Es gibt mittlerweile auch Unmengen von "Trittbrettfahrern", die auf die Masche des "Auslandstierschutzes" aufgesprungen sind - aber damit nur Geld verdienen wollen - bei denen gibt es meist gar keine Verträge ....

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@dsupper

Es ist aber kein Pflegehund und soll auch kein Vertrag füt ein Pflegehund seib. Diskutier hier doch nicht über Dinge worum es überhaupt nicht geht

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@Yvonne0809

Genau DAS geht aber aus dem veröffentlichten Bild mit einem Teil des Vertrages gar nicht hervor. Ich habe in meiner Antwort explizit danach gefragt, als was dieser Vertrag tituliert wurde - ob von einem Kaufpreis oder aber einer Spende die Rede ist .... keine Antwort!

Und trotzdem geht es grundsätzlich eben gar nicht darum.

Warum will die FS überhaupt einen Hund von einer TierschutzOrga übernehmen, der sie überhaupt nicht vertraut? Der sie Böswilligkeit und Unehrlichkeit unterstellt? Dann adoptiere ich dort doch keinen Hund! Es gibt 1001 andere Orgas - mit Sicherheit auch mit anderen Verträgen.

Noch einmal: eine Orga ist nicht der Feind der neuen Hundeeltern. Sie wollen diesen auch nichts Böses. Sie wollen nur die Hunde, die massig und genug Elend erlebt haben, vor weiteren Pleiten schützen.

Ja, diese Schutzverträge sind oft schrecklich formuliert und rechtlich kaum bis gar nicht haltbar.

Aber: Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse - sondern gut gemeint!

(in Abwandlung eines Zitats des Dichters Gottfried Benn)

Und genau DAS trifft auf diese Verträge zu.

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