Reitbeteiligung lahmt und bis jetzt keine Genesung in Sicht?

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7 Antworten

Deine Nichte hat völlig recht. Es geht ihr ums Reiten u. 80€/Monat für Nichtreiten geht gar nicht. Außerdem hat sie keinerlei Verpflichtungen ggü. dem/der Besi, wenn das Pferd krank ist, u. schon gar keine Hol- oder Bringschuld.

Fairerweise kommt der Besi in solchem Fall auf seine RB zu u. reduziert erstmal den Betrag. Fairerweise springt die RB nicht sofort ab, wenn sie mal nicht reiten kann u. übernimmt dann evtl. auch mal die Pflege.

Längerfristig bzw. als Dauerzustand ungeeignet, wenn jemand fürs Reiten bezahlt u. das auch entsprechend tun möchte. 

Ist natürlich immer doof für alle Beteiligten u. besonders für die Besis, welche das RB-Geld als Kostendeckung mit einkalkulieren. 

Aber davon auszugehen, dass das Pferd nie krank wird o. mal 'ne Verletzung hat bzw. dass die RB dann selbstverständlich weiterhin zahlt u./o. Pflege übernimmt ist ziemlich blauäugig. 

So ist das leider oft.

Leute, die weder Zeit noch Geld fur ein Pferd haben, schaffen sich trotzdem eins an. 

Ich weiß ja nicht, was in dem Vertrag steht. Ich würde, wenn nichts anderes schriftlich vereinbart ist, die Zahlung sofort einstellen und den Vertrag zum nächsten möglichen Termin kündigen. Selbst wenn man das Pferd bald wieder reiten könnte, möchte ich mit so einer Besitzerin nichts mehr zu tun haben. Leider sind viele so...

Rechtlich ist RB ein Nutzungsvertrag, der nichtig wird, wenn das Pferd nicht nutzbar ist. Natürlich erwartet man, dass es einer RB auch um das Wohlbefinden des Tieres geht und sie sich entsprechend dafür einsetzt. Allerdings wird diese Bereitschaft von vielen Pferdebesitzern gern über die Maßen erwartet und due RB moralisch unter Druck gesetzt  und manipuliert.

Nichts wie weg  - solche Menschen würde ich nicht unterstützen.

Davon abgesehen, dass ich 80 € für einmal die Woche für eine Reitbet. arg viel finde (Schätze mal, Unterricht usw. kommen ja wenn, dann zusätzlich dazu)...ne, hat schon recht. Jede Woche nen 20er würd ich weder für ne blanke RB zahlen und schon gar nicht für nescht. Krank werden kann nen Pferd immer mal, aus Anstand würde ich weiterzahlen, wenn es sich um nen absehbaren Zeitraum handelt, der sich im Rahmen hält, aber bei so viel Geld wär da mein Toleranzraum recht gering. Klar geht es nicht NUR ums Reiten - aber es heißt nicht umsonst "Reit"beteiligung. Sog. "Pflege"beteiligungen gibts ja auch, die sind aber meist umsonst, weil der Besitzer froh ist, dass sich jemand kümmert, wenn er keine Zeit hat.

Hanns2016 11.08.2017, 23:02

Der Wallach hat an beiden Seiten wahrscheinlich Gallen aber sie habe es noch nicht geröntgt etc. Meine Nichte macht dies ausschließlich als Ausgleich zum Mutter da sein. Reiten macht den Kopf frei und die Pflege ist dann schon was anderes vorallem wenn nicht absehbar. Man bekommt da den Kopf nicht so frei und nach den ganzen Vorwürfe.  Sie hat angeboten den August voll zu bezahlen wenn noch lahmheit besteht September nichts zu zahlen und wenn dann immer noch nicht besser ausszusteigen. Dies ist doch mehr als fair oder

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Also ich kann verstehen, dass man sich in so einem Fall das Geld sparen möchte. Vor allem, wenn nicht absehbar ist, wann das Pferd wieder reitbar ist. Auch vom Besitzer ist das nicht in Ordnung, den selben Preis weiter zu verlangen. Das ist einfach falsch. 

Allerdings kann ich den Besitzer auch ein Stück weit verstehen. Wenn ich eine rb hätte und mein Pferd aktuell nicht geritten werden kann und dann die rb aus diesem Grund aufhören will, wäre ich tatsächlich auch etwas angefressen. Auch bei einer rb soll es doch auch ums Tier gehen. Das erwirkt zu sehr den Anschein als ob es nicht um das Pferd geht sondern nur um das reiten. Pferde sind Arbeit. Nicht immer schön aber es gehört halt mehr dazu als reiten. 

Vielleicht wenn man dem Besitzer erklärt, dass man das Pferd mag und bei der Genesung unterstützen möchte, aber die Zahlung so lange einstellt bis man wieder reiten kann? Mir als Besitzer wäre das viel wert, wenn ich merke die rb mag mein Pferd. Eine neue rb wird sich zu dem jetzigen Zeitpunkt eh nicht finden. Dann lieber kein Geld aber etwas Unterstützung. Ich würde noch mal versuchen mit dem Besitzer zu reden.  Wenn sich jemand darauf nicht einlassen will, geht es nur ums Geld. So Leute sollte man nicht unterstützen. Die sehen in einer rb keine Hilfe,  sondern eine zahlende Arbeitskraft. Das wird auf Dauer eh schief gehen. 

Vg 

Sieh es aus Sicht eines Pferdebesitzers: Die Kosten laufen weiter, auch wenn man das Tier nicht nutzen kann und vielleicht noch zusätzlichen Aufwand hat.

Urlewas 10.08.2017, 07:52

Das ist aber nicht Sache der RB.

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Hanns2016 11.08.2017, 22:57
@Urlewas

Sehe ich genauso sonst würde sie sich ein eigenes Pferd kaufen. 

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Ich würde auch sagen, dass solange das Pferd nicht geritten werden kann, sie nichts zahlen sollte. Weil sie hilft ja den Besitzern eigentlich mit dem Pflegen des Pferdes und nimmt ihnen so Arbeit ab. Weil 80€ zu bezahlen, dafür dass man "arbeiten" soll? Und abäppeln, füttern, kühlen und schritt führen ist ja nicht Spaß haben sondern eigentlich schon mehr Arbeit ...

Hanns2016 10.08.2017, 00:24

Danke für Deine Rückmeldung so hat sie auch argumentiert. Der Besitzer meint man ist als RB dafür verantwortlich das Pferd zu pflegen auch zur Genesung und hat eine hol und bring schuld. Er findest es unterste Schublade und sei sehr enttäuscht von ihr. Ich glaube ja er ist auf das geld angewiesen und auf die zeit von ihr da sie für das wohl mit verantwortlich sei etc als ob es ihr eigenes Pferd aber genau deshalb entscheidet man sich doch für eine RB da man hauptsächlich reiten möchte klar gehört Pflege etc dazu aber doch nicht die gesamte Verantwortung er meinte jetzt auch dass sie komplett haftbar gemacht werden könnte...und sie ja froh sein kann er ihr noch keine Vorwürfe gemacht hat...

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TeddyTiana 10.08.2017, 06:05

Eine Reitbeteiligung ist nicht unbedingt nur zum reiten da. Meiner Meinung nach Hauptsächlich um den Umgang mit Pferden zu erlernen. Bodenarbeit gehört da auch zu. Jedoch finde ich es auch nicht Nett dass sie für das Pflegen Geld bezahlen muss. Ich finde es sowieso generell Schwachsinn wenn man Geld bezahlen muss da die meisten eine Reitbeteiligung suchen weil sie nicht ausreichend Zeit haben. Und man bezahlt Geld wofür ein Stallbursche Geld bekommt klar darf man reiten aber dass ist doch der Ausgleich. Ich würde den Besitzer ansprechen und sich zumindest für die Zeit auf weniger Geld vereinbaren. Und außerdem kann sie in der Zeit dem Pferd kleine Kunststücke beibringen wir "nein" das macht auch Spaß!

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Urlewas 10.08.2017, 07:54
@TeddyTiana

Mit dem Geld seh ich das auch so - allerdings darf man nicht einfach ohne Rücksprache mit dem Besitzer dem Pferd Kunststücke bibringen! Das ist ein absolutes No go!

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Hjalti 10.08.2017, 14:06
@Urlewas

Hallo? Meinen Pferden bringt ganz sicher keiner irgendwelche Kunststückchen bei, ohne dass ich das ich das weiß u. will!

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Heklamari 10.08.2017, 19:56

Führen und kümmern ist AUCH lernen fürs eigene Pferd!

Ich würde empfehlen, weiter pflegen und kümmern, aber für ca. 20€ mtl.....

Redet mal mit dem Besitzer.

Einfach abhauen fände ich blöd!

Auch der Reiter kann ja mal krank werden,  und keiner wird das absichtlich.

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Urlewas 10.08.2017, 20:11
@Heklamari

Heklamari, wenn Ausdrücke wie " unterste Schublade" fallen, wenn jemand nicht gleich bei allem Hurrah schreit, was man meint, erwarten zu können, ist da wohl kein freundliches Miteinander zu erwarten.

Ich wurde nicht gleich abhauen, wenn das Pferd Pflege bräuchte - wohl aber auf der Stelle verschwinden, wenn ich mir so was anhören müßte!

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Moooment . . . in einer deiner Antworten schreibst du, dass der Besitzer sagte, sie (deine Nichte) solle froh sein, dass er sie nicht haftbar machen würde . . .???

Geht die Lahmheit demzufolge auf das "Konto" deiner Nichte? Was war denn passiert?

Du schreibst hier nicht die komplette Geschichte . . .

Reitbeteiligungen machen gern auch mal Sachen, die so nicht erlaubt waren . . .aus der Box raus und toben lassen - Pferd verletzt sich usw und der Besitzer sitzt dann mit den Tierarztkosten allein da

Urlewas 10.08.2017, 12:02

So sähe die Sache natürlich anders aus...

Wenn die Verletzung durch grobe Fahrlässigkeit der RB entstanden sein sollte, wäre es eien bodenlose Unverschämtheit, sich davon zu stehlen. 

Aber so etwas habe ich noch nie miterlebt! Oft aber wird der RB etwas in die Schuhe geschoben, um sie am Haken zu halten.

Wenn dem Pferd unter der Obhut der RB was passiert, muss das ja nicht bedeuten, dass diese sich vorsätzlich falsch verhalten hat. Meist dind es Dinge, die der Besitzerin genauso hätten passieren können.

Aber stimmt schon, wir wissen nichts über die genauen Umstände.

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Hanns2016 11.08.2017, 22:50
@Urlewas

Danke für die Rückmeldung ich habe meine Nichte nochmals befragt. Der Wallach hat an beiden Fesseln Gallen ich kenne mich da nicht aus. Er geht seit 3 Wochen lahm und bekommt Schmerzmittel der Tierarzt war da und bis jetzt wurde nichts weiter gemacht. In zwei Wochen kommt der Tierarzt nochmal. Meine Nichte hat vorgeschlagen den August finanziell noch zu zahlen aber wenn er dann im September noch lahm geht möchte sie nichts mer dafür bezahlen. Ich möchte dazu anmerken sie hat drei Kinder und das ausreiten ist ihr Ausgleich.

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Urlewas 12.08.2017, 00:08
@Hanns2016

Gallen haben sehr viele Pferde. Die meisten haben keinerlei Beschwerden damit. Wenn das nun bei diesem Pferd damit Probleme hat , ist das natürlich bedauerlich, aber die RB ist da sicher nicht schuld dran und kann dafür gewiss nicht zur .Verantwortung gezogen werden.

Ich finde es sehr anständig, dass sie noch einen Monat weiter zahlen und sich mit kümmern möchte - und das jetzt, in der schönsten Zeit wo die Fliegen weniger und die Felder abgeerntet sind, so dass das ausreiten richtig Spaß machen würde.

Ich wurde sie darin bestärken, und ihr raten , paralell die Augen nach einer neuen Reitmöglichkeit offen zu halten.

Jedenfalls, wie ich bereits sagte, würde ich mich dann nach Ablauf des Monats auf jeden Fall trennen. Selbst, wenn das Pferd wieder reitbar wird, ist das nicht erholsam, wenn es zwischenmenschlich so knirscht.

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