Pferd richtig durchparieren?!

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WIE jung?

Für mich klingt das so, als sei das Pferd ZU Jung, für dich. Noch nicht ausbalanciert genug, um auch mal kleinere Reiter(sitz-)fehler zu verzeihen. Das können Gleichgewichtsprobleme deinerseits sein, falsche Belastung des Gesäßes, nach innen-/ außen wegrutschen etc. pp.

Dem Pferd hilft nur, wenn jemand es reitet, der dazu in der Lage ist.

Du darfst nickt im Becken blockieren, auch wenn sie schneller wird. Nicht anfangen zu ziehen. Wende sie auf einen großen Zirkel ab, und bremse sie über deine Gewichtshilfe und überwiegende Paraden am äußeren Zügel. Gib ihr Sicherheit. Werde nicht grob, das nimmt ihr das Vertrauen in den Reiter, und lässt sie beim nächsten mal anders reagieren - steigen, buckeln, etc.

Mich würde aber in der Tat brennend interessieren, WIE jung das Pferd ist.

Und Ganze Paraden führen in der Tat immer zum Halten - nicht eine Gangart "tiefer" ;)

6 Jahre alt, 8-9 Monate unterm Sattel (war vor dem Anreiten erst noch Mama ;) )

In unserer Reitschule gibt es recht viel flotte Schulpferde und mit denen komme ich mittlerweile gut zurecht. Ich hab eigentlich gelernt, auf schnellen Pferden entspannt zu bleiben und hauptsächlich übers Gewicht zu bremsen, anstatt sich in die Zügel zu hängen.

Bei der Stute hat das, wie gesagt, im Schritt und Trab auch sehr gut geklappt, ich konnte das Tempo selber bestimmen, Hinterhand war dabei und sie ging recht gut am Zügel (vorwärts-abwärts fiel ihr aber noch leichter, als mit Aufrichtung). Bis zum Galopp halt. Erst war sie soweit ganz ruhig und ausbalanciert und ich hab mich total gefreut, das auch der Galopp so gut klappt, und dann ist sie an ner langen Seite immer schneller geworden (ich erinnere mich eigentlich nicht daran, dass ich irgendwas an meinem Sitz verändert habe, oder so). Es hat sich auch eigentlich nicht so angefühlt, als würde sie durchgehen oder ihrem Schwerpunkt "hinterherrennen" müssen, sonder eigentlich einfach nur wie Lauffreude. Problem war eben, dass ich sie dann nicht mehr durchparieren konnte. Ich bin dann, wie du es gerade ja auch geraten hast, auch auf den Zirkel und musste eben auf beide Zügel Druck aufbauen bevor sie dann beim Wegnehmen des Drucks endlich langsamer geworden ist. Ich hasse es eigentlich, irgendwie die Zügel aktiv benutzen zu müssen, deswegen hat mich das eben hinterher auch so gewurmt. Ich versteh einfach nicht, wieso sie sich über den Sitz gar nicht mehr hat einfangen lassen. Naja^^

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@Westwind95

Wenn sie erst seit 8-9 Monaten unterm Sattel ist halte ich weiterhin an meinem (bzw viel mehr ihrem) Balanceproblem fest.

Du musst die Veränderung auch gar nicht merken. Das Pferd merkt es. Halte die Galoppsequenzen kurz, galoppiere vllt erstmal im leichten Sitz (insofern der bei dir ausbalanciert ist (; ) um sie nicht zu stören.

Ansonsten hoffe ich für dieses Pferd, dass ihr kein typischer Schulbetrieb seid. Denn dann wird sie eh bald wieder weg kommen, weil sie den kleinen Kiddies unterm Hintern wegrennt und dass als Bösartigkeit abgetan wird...

Eigentlich gehört die gute erstmal in "Beritt" - bezüglich einer vernünftigen Grundausbildung hinsichtlich der Ausbildungsskala. Wäre diese ordnungsgemäß durchlaufen worden, würde sie auch nicht wegrennen und ließe sich über Gewicht & Schenkelhilfen regulieren.

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@funkelfee203

Bevor du jetzt anfängst, den Schulbetrieb vorschnell und unberechtigt zu verurteilen, sollte ich dem vllt. vorgreifen und erwähnen, dass es sich bei dem Hof um ein Gestüt und bei der Stute nicht um ein Schulpferd handelt. Sie wurde auf dem Hof gezüchtet und sorgfältig (natürlich nur soweit ich das beurteilen kann) von einer einzigen Bezugsperson ausgebildet (nach HMS und Ansätzen des Signalreitens). Bei mir ist es nur so, dass ich, gemessen an den anderen Reitschülern in meinem Alter recht gut reite und den Schulpferden langsam "entwachse" (was natürlich nicht heißt, dass ich es nicht schätze, was gut ausgebildete Schulpferde einem alles beibringen können). Deshalb hat meine RL langsam erwogen, mir evtl. ein junges Pferd, das natürlich trotzdem noch weiterhin vom Bereiter geritten wird, als RB zu geben; um mir mehr Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu schaffen (eigenes Pferd ist nämlich bei mir leider nicht möglich).

Und zum Schulbetrieb noch: Wir sind keine Vereins"reitschule" mit Geld- und Zeitmangel und Pferden, denen erst der Kopf festgezurrt werden muss, damit man da Kinder draufsetzen kann (tut mir Leid, fals das jetzt etwas klischeehaft klingt, aber ich hab mit Vereinen keine besonders guten Erfahrungen gemacht). Die Schulis sind alle rittig, werden in Robusthaltung gehalten (deswegen auch ausgeglichener als Boxenknastis...) und regelmäßig Korrektur geritten. Hilfszügel und Sporen gibts nicht, Anfänger reiten ohne Gebiss.

Das hört sich jetzt ziemlich nach Rechfertigung an, aber egal :D ich fühl mich da sehr wohl und denke auch, dass es den Pferden dort gut geht.

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@Westwind95

Nein nein, ich wollte nicht vorschnell urteilen. Ich habe ja extra gesagt, dass ich für das Pferd nicht hoffe, dass ihr so einer seid.

Erstmal Daumen Hoch für deine anscheinend echt gute Reitschule! Da hast du Glück, so etwas gefunden zu haben.

Deine RL scheint sich viel Mühe zu geben. Frage doch am besten deine RL um Rat, was du tun kannst, und woran es liegen könnte. Balanceprobleme sind ja nichts, was man nicht in den Griff kriegen kann. Nur geht das nicht von heute auf morgen und am besten auch nicht unbeaufsichtigt (außer man hat schon jahrelange Erfahrung in der Ausbildung von Pferden). Weil da wie gesagt schon minimale Abweichungen von dem, was "normal" ist zu Problemen führen kann.

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Evtl. solltest du nicht stark an den Zuegeln reissen, dich mehr zuruecklehnen und Gewicht nach hinten verlagern

3 Galoppsprünge vorher halbe Paraden geben, einmal schwer machen, trotzdem treiben, damit der Übergang nicht zu vorhandlastig wird und entspannen.

Unterricht und dann wird es auch was ;)!

ich konnte sie erst auf dem Zirkel mit einer ganzen Parade wieder zum Trab durchparieren.

Ich dachte, ganze Paraden führen immer zum Halten? Naja, egal. Sitz ruhig und verkrampf dich nicht, das führt bei sensiblen Pferden dazu, dass sie sich auch verkrampfen und Hilfen nicht mehr richtig annehmen. Versammle sie, mach sie locker, gib halbe Paraden, mach sie aufmerksam. Wenn du dir nicht sicher bist, lass dich an die Longe nehmen, da kannst du dann nur auf deinen Sitz achten und locker lassen, sodass sich das Pferdchen auch nicht verkrampft und unter dir "wegrennt".

longenunterricht gibts bei uns nicht...

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@Westwind95

Dann versuche, locker zu sitzen, sie und dich nicht zu verkrampfen, und wenns dann nicht klappt, in der nächsten Stunde ein anderes Pferd reiten. Übe solange, bis du auch bei diesem Pferd locker im Gallop mitschwingen kannst. Viel Erfolg ;)

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