Paradoxon über Gott / Lösung?

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30 Antworten

Hinter diesem Paradoxon, das im übrigen schon seit Jahrhunderten die Gemüter der Gläubigen und der Ungläubigen beschäftigt hat, steht eine recht naive Gottesvorstellung. Wenn man Gott anthropomorphisiert, d.h. auf ein Wesen mit menschlichen Eigenschaften reduziert, kann man der Gottesproblematik nicht gerecht werden.

Es ist zwar richtig, dass die Bibel, speziell das Alte Testament, in Jahwe ein Gottesbild zeichnet, das als Zugeständnis für den bescheidenen Verstand der Gläubigen vermehrt über quasi menschliche Eigenschaften Einsichten in das Wirken der Gottheit vermitteln soll. Doch in diesen Eigenschaften kommen im Grunde nur die Ansprüche der Priester an die Gläubigen zum Ausdruck. 

Da die Priester nun aber primär zum Funktionieren ihres Systems primär Gehorsam einforderten, wurde der Gott als allmächtig bezeichnet, um den notwendigen Respekt zu etablieren. Auch alle anderen Eigenschaften Gottes konnten nur durch Vergleich mit menschlichen Eigenschaften verständlich gemacht werden. So wurde Gott (Jahwe) als eifersüchtig, nachtragend, rachsüchtig, narzisstisch, sadistisch, dann aber auch als vergebend und wohlwollend dargestellt, eben immer so, wie die Priester meinten, dass damit ihre Machtansprüche an die Mitglieder der Gläubigen optimal vermittelt werden konnten, um durch die erforderliche Angst und andererseits Hoffnung das gewünschte Wohlverhalten zu erzeugen.

Auch das von Dir vorgetragene "Schaffen" wird in der Bibel wie das Tätigwerden eines Handwerkers beschrieben, weil die Menschen nur so eine Vorstellung von der Wirksamkeit ihres Gottes gewinnen können. 

Wenn Theologen heute solche Metaphern kritisch nachfragenden Menschen erläutern wollen, greifen sie zu eher philosophischen Gedanken. Da sprechen sie dann davon, dass Gott eine Welt, wie wir sie vorfinden, "ins Sein gesetzt hat". Hier bleiben sie also viel abstrakter, denn, wie das Wirken Gottes tatsächlich ablaufen könnte, entzieht sich unserer Kenntnis, da Menschen immer nur eine extrem beschränkte Einsichtsfähigkeit besitzen. Das gilt natürlich auch für die Priester, die ja nur wenig mehr wissen als ihre Gemeindemitglieder. 

Eine Fragestellung, ob Gott an seine Naturgesetze selber gebunden ist, wird zwar unter Theologen und auch Laien gern diskutiert, doch im Grunde wissen alle stets, dass das rein akademische Diskussionen sind, die die Rätsel um das Wirken Gottes nicht wirklich klären können. 

So beweisen die von Dir genannten Paradoxa auch überhaupt nichts. Sie sind weder als Beweis noch als Gegenbeweis für eine religiöse Grundhaltung brauchbar, da sie das Problem nicht einmal ansatzweise berühren. 

Paradoxa sind typische Phänomene der menschlichen Gedankenführung, doch da sind sie natürlich gut geeignet, die Grenzen unseres Witzes aufschimmern zu lassen (denke hier bevorzugt an bestimmte Phänomene im Bereich der Mathematik). 

Bilanz: Durch Paradoxa meinen meist Atheisten vollmundig ihre Position begründen zu können, doch sie verkennen, dass sie leichtfertig eine naiv vermenschlichte Sichtweise zur Entscheidungsquelle hochstilisiert haben.

Der Begriff der Allmacht ist nicht eindeutig festgelegt, man kann verschiedene Dinge darunter verstehen (die schärfste Form ist "kann Gesetze der Logik überschreiten", die weniger scharfe ist "kann alles, aber nicht die Gesetze der Logik überschreiten", die schwächste (und meines Erachtens sinnvollste) ist dagegen

er ist durch Eigenschaften und Umstände in seinem Handeln beschränkt

Ich frage mich ja immer, auf welche Bibelstelle die (angebliche) Allmacht zurückgeht. Ich vermute, dass hier nach-biblische Interpretationen eine große Rolle gespielt haben.

Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Gegenstand erschaffen, den er nicht mehr zerstören kann?

Nein, natürlich nicht!

Nur muss man beachten, dass die Unmöglichkeit dieser Tat nicht die Existenz Gottes logisch widerlegt. Man könnte nämlich ohne Einschränkung der Bedeutsamkeit "Gott" durch jedes andere Subjekt ersetzen. 

Wenn Norbert allmächtig ist, kann er dann einen Gegenstand erschaffen, den er nicht mehr zerstören kann?

Wenn Siegfried allmächtig ist, kann er dann einen Gegenstand erschaffen, den er nicht mehr zerstören kann?

Verallgemeinert:

Wenn A allmächtig ist, kann er/sie/es ein unzerstörbares B erschaffen und zerstören?

Die Antwort ist: Nein!

Es tritt ein logischer Widerspruch auf! Dieser Widerspruch besteht aber darin, dass ein unzerstörbares B auch für ein allmächtiges A unzerstörbar bleibt, obwohl das A aufgrund seiner Allmächtigkeit jedes B auch zerstören können sollte.

Es lässt sich also ableiten, dass das Attribut "allmächtig" einem A aufgrund der Logik nicht zugeordnet werden kann oder konträr: Ein A kann Attribute wie "Allmächtigkeit" nicht besitzen, weil logische Widersprüche denkbar sind.

Dass Gott ein geeignetes Subjekt für A ist, steht außer Frage. Nur ist die Existenz von A durch dieses Paradoxon nicht angegriffen, sondern lediglich das dem A zugeschriebene Attribut!

Man könnte sogar noch weiter vereinfachen und sagen:

Können c(1) und c(-1) gleichzeitig für B gelten?

Sprich:

Können zwei inverse Attribute(Unzerstörbarkeit und Zerstörbarkeit) für das gleiche Objekt B gelten? 

Die logische Antwort ist: Nein!

Also anders ausgedrückt:

Ein B kann immer nur entweder c(1) oder c(-1) sein(insofern c(1) und c(-1) invers sind)

Wird dieser Grundsatz nicht beachtet, können Paradoxen entstehen!

Q.E.D

Den zweiten Teil versteh ich nicht ganz (also inhaltlich schon, nur was er hiermit zu tun hat), aber du sagst also: Nichts kann laut Logik allmächtig sein, also ist Gott auch nicht allmächtig! Versteh ich das richtig?

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Deine Frage hat mit Gott nichts zu tun, sondern ausschließlich mit den Gesetzen der Logik.

Wenn aber jemand die Gesetze der Logik erschaffen hat, muss er sich zwangsläufig außerhalb dieser Gesetze befinden, denn sonst könnte er sie nicht erschaffen.

Logik existiert nicht losgelöst von Gott und er ist ihr auch nicht unterworfen. er vielmehr die Quelle der Logik selbst und ihr deshlab gerade nicht unterworfen.

Ein Paradoxon auf Basis angenommener Fähigkeiten von Gott ist bereits ein Widerspruch in sich, weil es die Quelle der Logik außerhalb Gottes ansiedelt.

QED

Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Gegenstand erschaffen, den er nicht mehr zerstören kann?

Allmachtsparadoxon. Nur eines von gefühlt unendlichen, logischen Schlussfolgerungen und Beispiele wieso Gott nicht existieren kann. Wobei auf der anderen Seite natürlich der Standpunkt existiert, das wir mit unserer Denkweise nicht an diese Geschichte heran gehen sollten, ob man dies jedoch vertritt, muss man selbst wissen.

Das ist eine ziemlich klare Falschaussage, was mir nur eine Schlussfolgerung zulässt: Ein möglicherweise existierender Gott kann gar nicht allmächtig sein.

Ein Gott kann nicht "nur nicht allmächtig sein", er kann nach den Gesetzen der Logik (die überall gelten) nach religiöser Lehre, schlicht und ergreifend nicht existieren.

Wie klärt die Religion diese Kontradiktion? 

Die Religion erklärt sich gar nichts. Das ist ja auch der Grund ,wieso sie existiert. Um sich eben dieser Pflicht zu entziehen.

Ich bin auf fundierte Religions-verteidingende Antworten gespannt!

Ich auch. 

Aber mehr als:

"Gott kann es eben"

"Er übersteigt unseren Verstand"

"Gott ist nicht beschreibbar"

wird nicht auftauchen. Von daher, erwarte nicht zu viel.

Aber abgesehen davon, sind jegliche Diskussionen darüber ohnehin von vornherein zum Scheitern verurteilt und damit auch schlicht Sinnlos.

Eine wirkliche Antwort erhält man nur für sich selbst. Eine allgemein gültige anzustreben ist Humbug und unrealistisch.

"Gott und Logik" , ist das lustigste was ich je gehört habe ...eigentlich schon wieder paradox ;))

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Ich finde hier liegt kein Paradoxon vor:

Gott erschafft einen Gegenstand mit den Attribut "unzerstörbar". Wenn er den Gegenstand nun zerstören möchte, entzieht er ihm das Attribut. Nun kann er einfach zerstört werden.

Nun ist es auch Ansichtsache ob dann nun wirklich im herkömmlichen Sinne unzerstörbar gibt. Mache Worte und Vorstellung existieren nicht umbedingt wirklich. So ist dunkel nur der Zustand von "nicht hell". Trotzdem empfinden wir ihn als natürlich. "Unzerstörbar" ist ähnlich. Es existiert nur in unserer Vorstellung, aber es ist nur die Abwesenheit von Zerstörung.

Es gibt einfache Überlegungen, die einen Gott unnötig oder unrelevant und damit unwahrscheinlich machen:

Warum sollte man an Gott glauben, wenn wir bisher sein Eingreifen trotz großen Forschungsaufwand nicht nachweisen können? Bisher konnte man doch auf jedes Problem eine rationale Lösung finden, warum sollte sich das ändern?

MrRayman, 15.08.2016 -

Du fragst: "Warum sollte man an Gott glauben, wenn wir bisher sein Eingreifen trotz großen Forschungsaufwand nicht nachweisen können? Bisher konnte man doch auf jedes Problem eine rationale Lösung finden, warum sollte sich das ändern?"

Gott will nicht, dass unwiderlegbare Beweise die Menschen zwingen, an Ihn zu glauben.

Denn Gott ist die Liebe und möchte, dass seine Geschöpfe diese
Liebe erwidern. Wie auf Erden so im Himmel kann reine Liebe nur

immer freiwillig gegeben werden
also in keiner Weise erzwungen werden. Gott seine Geschöpfe nicht als Marionetten erschaffen, sondern allen Menschen den freien Willen geschenkt.

Wäre Gott beweisbar, dann wäre damit die freie Willensentscheidung des Menschen durch diesen Beweis hinfällig und entwertet. Denn der Mensch könnte dann die Liebe Gottes nicht mehr dadurch erwidern, dass er an Ihn glaubt.

Nachvollziehbar wird dies vielleicht wenn man bedenkt, wie schwierig es für einen Menschen ist, einem anderen zu beweisen, dass er ihn liebt. Solange der Andere, der Geliebte, die Liebe bezweifelt ist es dem Liebenden völlig? unmöglich, seine Liebe zu beweisen. Der Liebende kann bestenfalls erreichen, dass der Geliebte an dessen Liebe GLAUBT. Ein wissenschaftlich haltbaren Beweis für Liebe, gibt es nicht.

Da Gott selbst die reine Liebe ist, ist Gott nicht zu beweisen.

Daher ist das von vielen Denkern verabscheute GLAUBEN der einzige Weg, nämlich die Rückkehr zu Gott, der den Sinn menschlichen Daseins zur Erfüllung bringt.

LG Willgott

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Allmacht bedeutet nicht, dass eine Entität die Naturgesetze außer Kraft setzt. Allmacht bedeutet viel mehr die  Naturgesetze und alles andere zu definieren. Eine größere Macht als die Definition der Welt kann es in der Welt nicht geben.

Aus der menschlichen Perspektive kann Allmacht natürlich leicht falsch interpretiert werden, weil wir von uns selbst ausgehen (als einzelne Entitäten innerhalb der Welt) und dieses Bild von uns selbst auf das Göttliche projizieren. Aber diese theistische Personifizierung ist eher ein Trugschluss.

Diese Frage las ich gefühlte 1000 Mal. Und alle, welche diese Frage stellten, können sich nur in ihrer eigenen Paradoxie wiederfinden. Denn: In jedem Fall würde Gott das vollbringen, was man von ihm erwartet hat; ob nun in positiver oder negativer Hinsicht ! Das bedeutet : Selbst dann, wenn du vermeinst, er hätte verloren, würde er nichts desto trotz gewonnen haben, eben weil er den Maßstab deiner Vorgabe erfüllt hätte. Doch abgesehen davon : Wolltest du ihn auf Grund dieser Paradoxie für nichtig erklären, dann befindest du dich ebenso im Selbstwiderspruch, aus dem du aus eigener Kraft nicht mehr herauskommst, weil ich dir mit logischer Berechtigung die Frage stellen kann, wie du einen nichtigen Gott für nichtig erklären wolltest ! Was sollte das für einen Sinn ergeben ?? Wie paradox du doch selbst bist !!!

Mein Hypothese dazu ist, dass niemand wirklich an die Existenz eines allmächtigen Gottes glaubt. 

Es gibt zwar Leute, die behaupten sie würden es glauben und vielleicht sogar glauben, dass sie es glauben, aber die haben ganz einfach nicht begriffen, was Allmacht, wie du sie hier definiert hast, bedeutet. 

Das Allmachtsparadoxon kann man nicht irgendwie "auflösen". Es ist ein Widerspruchsbeweis, dass nichts Allmächtiges existieren kann. 

Es fragt ja auch niemand wie man das Paradoxon auflöst, dass die Wurzel aus 2 eine rationale Zahl ist. Stattdessen akzeptiert man, dass die Wurzel aus 2 nicht rational sein kann, weil man dann einen Widerspruch im System hätte. 

Aus der Existenz eines Allmächtigen könnte man alles folgern. Angenommen jemand wäre krank. Dann könnte das Allmächtige beweisen, dass diese Person nicht krank ist. Demnach gibt es also einen Beweis, dass die Person nicht krank ist und damit ist bewiesen, dass sie nicht krank ist. 

Trotzdem rennen Gläubige tätglich zu tausenden zum Arzt, wenn sie krank sind. Diese Leute glauben demnach nicht an die Existenz von etwas Allmächtigen. 

Mit dem selben Prinzip lässt sich jede Aussage beweisen. 

Wenn man die Logik über Bord wirft, kann man keine einzige Handlung mehr rechtfertigen. 

Darum gehe ich stark davon aus, dass niemand jemals wirklich an die Existenz von etwas Allmächtigem geglaubt hat oder glauben wird. Viele behaupten, dass sie es tun, aber an ihrem Vehalten sieht man, dass sie entweder lügen oder nicht verstanden haben was Allmacht bedeutet. 

Und an etwas, dessen Bedeutung man nicht versteht kann man nicht glauben

Und an etwas, dessen Bedeutung man nicht versteht kann man nicht glauben

Genau richtig erkannt: Weil Du die Bedeutung nicht verstehst, kannst Du auch nicht glauben...

Bedeutet jedoch nicht, dass keiner die Bedeutung verstehen kann...

Du und Deinesgleichen begeht immer den Hochmut bei der Behauptung, dass es niemand lösen kann, weil Du und Deinsgleichen dieses Paradoxon nicht lösen können...

Gruß Fantho

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@Fantho

Wenn du meine Antwort gelesen hättest, sollte dir klar sein wie sinnlos dein Kommentar in diesem Zusammenhang ist. 

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Die Frage fällt wohl in die Kategorie. Wir schieben Gott Menschliche Maßstäbe zu und dann soll er mal sehen wie er da raus kommt.

Nichts ist schneller als das Licht... naja zumindest Gott, eben doch. Er ist Omnipräsent und Omnipotent. Heisenbergsche Unschärfe? Ist Menschengemacht, und Ihm sicherlich Herzlich egal, Er weiß exakt wo und wann ein Photon ist. Die Planckwelt? Menschengemacht, Gott kann es Kürzer, schneller, weniger. Und die Gesetze der Logik? Sind auch Menschengemacht.

Das Beweist Gott nicht, das widerlegt ihn nicht, das erklärt ihn nicht. Dieser Text ist Menschengemacht und Er steht drüber.

Also das Naturgesetze Menschengemacht sind finde ich ein bisschen gewagt. Naturgesetze gelten halt, und Menschen entdecken sie. Unschärfe und Logik gehört dazu. Sie sind also allerhöchstens (wenn man dem Christentum glaubt) gottgeschaffen, bestimmt aber nicht vom Menschen gemacht

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@MrKingston

Da hast Du natürlich Recht. Der Mensch hat die Naturgesetze nicht bestimmt oder festgelegt. Wir haben sie schlicht entdeckt. Naturgesetze beschreiben unsere Welt, und zeigen vielleicht auch Unsere Grenzen.

Aber was sollte das Gott interessieren? Geht man davon aus das es stimmt was behauptet wird... Allmächtig, war schon immer da, kann alles, weiß alles …

Der Mensch kann nicht an 2 Orten Gleichzeitig sein, aber Gott eben doch. Der Mensch kann sich nicht in einem Volumen kleiner als das Planckvolumen verstecken. Gott aber schon. Der Mensch kann sehr vieles nicht. Wo steht geschrieben das ein Wesen das über Allem steht, sich diesen Gesetzen unterwirft? Es ist vielmehr anzunehmen das ein solches Wesen diese Gesetze ändert wenn sie ihm nicht passen.

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@Ysosy

Wenn ich noch eins hinzufügen dürfte,...ich bin zwar auch der Meinung, das wir zwar die Naturgesätze entdeckt haben (jedenfalls teilweise ) aber noch lange nicht vollständig verstanden haben , sonst wüssten wir bereits was Leben ist...oder ausmacht

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Diesem Paradoxon kann man nur durch die Erkenntnis entkommen, daß es keinen allmächtigen Gott geben kann.

Und wenn er nicht allmächtig ist, wozu braucht´s dann einen Gott?

Das Allmachts-Paradoxon ist nur eines der vielen Paradoxa und Logikfehler in der Beschreibung Gottes und ein weiterer Beweis seiner Nichtexinstenz.

Auf logische Art kann man dagegen nicht argumentieren, du wirst aber sicher viele unlogische Antworten von Verteidigern ihrer Götter bekommen.

hallo, ich denke mit Gottes Allmacht sind Dinge gemeint die logisch und zweckdienlich sind. Was hätte Gott oder irgendein anderes Lebewesen von so einem Paradoxon, wenn Gott es denn erschaffen würde? Das ist doch Schwachsinn, schalt bitte einmal dein Gehirn ein, bitte. Wegen eines solchen Paradoxon ist es nicht möglich, dass ein höheres Wesen die Welt erschaffen hat´?

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@cerveza

Wegen eines solchen Paradoxon ist es nicht möglich, dass ein höheres Wesen die Welt erschaffen hat´?

Ganz genau so ist es.

Dieses höhere Wesen wird als allmächtig beschrieben, doch die Menschen die es erfunden haben, hatten sich keinerlei Gedanken darüber gemacht was "Allmacht" eigentlich bedeutet.

Sie wollten den ultimativen Gott erschaffen und haben seine Existenz damit selbst widerlegt.

Es geht bei dem Paradoxon nicht darum ob er es tut oder nicht tut, sondern ob er es könnte.

Es gibt noch mehr Paradoxa und Logiklücken in der Beschreibung Gottes, welche alle beweisen dass es ihn nicht geben kann.

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Das Problem an deiner Frage ist die Definiton von "Allmacht"; ist diese an Logik gebunden oder steht sie über ihr?

Um dies etwas besser zu veranschaulichen, könnte man die Fragestellung auch folgendermassen formulieren:

Kann Gott seine Allmacht abgeben, sie aber gleichzeitig behalten? Oder kann er etwas tun, ohne es zu tun?

Falls Allmacht an Logik gebunden ist, kann Gott eine solche Aufgabe nicht erfüllen - genauso wenig wie er einen eckigen Kreis oder einen geraden Punkt zeichnen könnte. Er könnte somit aber alles vollbringen, was nicht an sich einen Widerspruch darstellen würde.

Falls Allmacht nicht an Logik gebunden ist, so kann er auch einen unzerstörbaren Gegenstand erschaffen und ihn daraufhin zerstören - denn er steht über der Logik. Manche gehen sogar so weit, dass sie behaupten, wenn Gott das Universum erschaffen habe, so habe er auch die Logik erschaffen können - und sei somit in seinem Handeln nicht an diese gebunden.

Du siehst, je nach Deutungsweise des Begriffs "Allmacht" lässt sich deine Frage mit ja oder nein beantworten - in beiden Fällen würde Gott aber allmächtig sein. ;-)

PS: Ich bin Agnostiker. :-P

Lieber Gott, mache gleichzeitig dass Schweine fliegen können und dass sie nicht fliegen können und dass keiner merkt, wie widersinnig meine Forderung ist, weil bei Wikipedia finden auch alle diese Aufgabe ganz toll!. 

Und jetzt: Teile in unserem Universum einen beliebigen Winkel mit den klassischen Mitteln in 3 Teile ;-) Offensichtlich gibt es unmögliche Aufgaben, die weder ein künftiger Mensch, noch ein Alien, noch ein Gott lösen kann.

P.S. Deshalb haben die christlichen Theologen schon lange erkannt, dass in unserem Universum ein allmächtiges Wesen weder existieren noch agieren kann. Es geht nur noch darum dieses Eingeständnis möglichst unauffällig zu verpacken.  

 Teile in unserem Universum einen beliebigen Winkel mit den klassischen Mitteln in 3 Teile

Das kann jeder!

Den Winkel in drei gleichgroße Teile zu zerlegen ist die Kunst!

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@Iflar

O.k. da hast du meinen Fehler gut bemerkt. 

Also einen beliebigen Winkel in unserem Universum nur unter Zuhilfenahme der klassischen Mittel in drei Teile zerlegen, deren Größenunterschied prinzipiell beliebig klein gehalten wird, DAS kann kein zukünftiger Mensch, kein Alien mit einer nichtmenschlichen Mathematik und auch kein Gott. 2-teilen geht, 4-teilen geht auch, aber 3-teilen geht nicht, wie bewiesen ist. Also gibt es mindestens 1 unlösbare Aufgabe, die in keinem Widerspruch zu sich selbst steht (und deshalb als Aufgabe zu verwerfen wäre). Also kann in unserem Universum ein allmächtiges Wesen weder existieren noch agieren.

Im Traum können wir natürlich fliegen, unter Wasser atmen und einen Winkel 3-teilen, dort sind wir allmächtig. 

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Alles richtig und altbekannt. Den Schluss, den man daraus ziehen kann ist, dass Gott nicht nach diesem Verständnis von Allmacht allmächtig sein kann, jedenfalls nach den Regeln unserer Logik. 

Da ein allmächtiger Gott aber auch jede Regel brechen kann, kann er auch die Regeln unserer Logik brechen. ;)

Hallo, MrKingston.

Hüstl, vielleicht hilft Douglas Adams mit Per Anhalter durch die Galaxis weiter:

...sie wird euch bestimmt nicht gefallen., bemerkte Deep Thought.

...

Na schön., sagte Deep Thought: Die Antwort auf die Grosse Frage...

...

nach dem Leben, dem Universum und allem..., sagte D.T.

...

...lautet...

...

Zweiundvierzig., sagte D.T. mit unsagbarer Ergebenheit und Ruhe, :-)

1/2 7: guten Abend, meine Damen und Herren, lG.

Ich hoffe du kennst auch die Frage dazu? In einem späteren Buch wurde sie aufgeklärt: "Was ist sieben multipliziert mit acht?"

Ich liebe diese Reihe :)

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Die Religion klärt diese Kontradiktion überhaupt nicht. Es ist ihr ziemlich egal. Religion würde evtl. die Frage stellen: Wieso sollte Gott - der nicht nur allmächtig, sondern auch ziemlich weise ist - die Dummheit begehen, einen Gegenstand zu erschaffen, den er nicht zerstören kann.

Eigentlich besteht doch die Unlogik in diesem Konstrukt darin, dass Gott etwas nicht zerstören bzw. wie in anderen Frage-einen Stein nicht heben kann. Das ist unlogisch, dass er etwas erschafft (bzw.erschaffen kann), worüber er dann keine Macht mehr hat.Dann hätte er keine Allmacht mehr. Deshalb liegt es logischerweise außerhalb der Logik, dass er so etwas erschaffen kann, was aber meiner Ansicht keinen Abbruch an seiner Allmacht ist, sondern eine Folge der Logik und der Vernunft.

Dieses und andere Paradoxa beweisen endgültig, dass diese ganzen hoffnungsvollen religiösen Menschlein falsch liegen. Hör nicht auf Leute, die sagen, dass das nur ein Paradoxon ist und daher kein reales Argument - die haben nur Angst, ihre süße kleine Vision zu verlieren. Eine berechtigte Angst, denn genau das ist mir passiert.

Dieses und andere Paradoxa beweisen endgültig

sie haben nur eines bewiesen: Man hat Gott nicht erkannt und verstanden, wer und was Gott ist....So wie Du auch nicht..

Das ist alles...

Eine berechtigte Angst, denn genau das ist mir passiert.

Aus Angst hast Du Deine 'süße kleine Vision' aufgegeben und Dich daraufhin von Gott getrennt?

Ganz schön feige...

Gruß Fantho

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Als Atheist muss ich dir widersprechen, dieses Paradoxon beiweist nichts außer dass unsere Sprache und Begriffe schwammig sind. 

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@DerKleineRacker

Dieses Paradoxon beweist, dass, nach der vom Fragesteller hier zugrunde gelegten Definition von Allmacht, kein allmächtiger Gott existiert.

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Nun ja, nehmen wir einmal ein anderes Paradoxon...

Hier lässt Zenon den schnellsten Läufer der Antike im Wettlauf gegen eine Schildkröte antreten. Damit das Ganze nicht zu unfair wird, soll Achilles der kleinen Schildkröte wenigstens einen Vorsprung von 100 Fuß gewähren. Erst dann darf Achilles starten. Die Schildkröte läuft los und nach einigen Minuten hat sie die Distanz von 100 Fuß überwunden. Nun macht sich Achilles auf, den Sieg zu erringen.

Doch Zenon behauptet, er werde es nicht schaffen, die Schildkröte zu überholen. Achilles startet und bald hat er die 100 Fuß-Marke erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist die Schildkröte aber bereits ganze 10 Fuß weiter gelaufen. Zenon behauptete, dass es Achilles nie gelingen werde, die Schildkröte einzuholen: Immer, wenn dieser an dem Punkt angelangte, an dem die Schildkröte zuvor gewesen sei, hätte die Schildkröte sich schon weiter fortbewegt. Sobald Achilles also den Punkt erreicht, an dem die Schildkröte die weiteren 10 Fuß bewältigt hatte, wäre diese schon wieder an einem anderen Ort und hätte mittlerweile immer noch einen Fuß Vorsprung. Achilles müsste sich also immer erst darum bemühen, die Distanz zur Schildkröte aufzuholen, während diese dann schon wieder weitergelaufen ist.

Da wir nun allerdings wissen, dass Zenon sehr wohl die Schildkröte überholt, möchte ich damit darauf hinweisen:

Es handelt sich hierbei um ein Paradoxon und nicht um die Realität.

Danke und Amen.

*Facepalm*

Die Schildkröte hat eine Geschwindigkeit von bspw. 1m/s und der Mensch 10m/s. Stellen wir 2 Funktionen auf, wobei die Schildkröte einen y-Achsenabschnitt von 100m hat, und der Mensch eine 10fach größere Steigung hat, ist offensichtlich, dass diese einen Schnittpunkt aufweisen und kulminieren. Oder behauptest du, die Mathematik wäre ein Irrbild und es ergibt sich das Verhältnis von ln(x) zu 1(x)? XD

Witz am Ende: Zenon kann natürlich über die Schildkröte stolpern oder sie immer nach vorne kicken :D

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@AntonJJ

Ehm, hast du meine Antwort überhaupt zu Ende gelesen? Wenn ja wüsstest du, dass ich die Mathematik keineswegs in Frage stelle. Das war mein Beispiel um zu sagen: Paradoxen entsprechen nicht der Wahrheit, ende. 

PS: *Facepalm zurück* Und "XD" zu benutzen ist out, just saying ;)

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Achilles und die Schildkröte ist für mich kein Paradoxon, sondern lediglich ein Schönes Beispiel für eine notwendige Grenzwertberechnung :)

Aber du bist auf mien Paradoxon gar nicht eingegangen... Willst du einfach sagen, dass jedes paradoxon nicht real ist unnd deswegen nicht weiter beachtet werden muss?

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@MrKingston

Nun ja, ich finde Paradoxen zwar unheimlich spannend, nur finde ich, wird ihnen viel zu viel Beachtung zugewiesen. Immerhin sind es Fragen, denen keine wirkliche Lösung aufkommt. 

Ich bin leider religionstechnisch nicht so gut aufgelegt, um dir auf dein Paradoxon zu antworten ;)

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@switchii

Aber findest du nicht auch, dass wenn ein Paradoxon auftritt, das ein ziemlich starkes Zeichen dafür ist, dass irgendwas mit dem System nicht stimmen kann, in dem es auftritt?

Trotzdem Danke für deine Zeit :)

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@MrKingston

Es geht. Religion ist ja im Prinzip ne reine Ansichtssache. Als Beispiel; Nur weil in der Bibel steht, Gott erschuf die welt in 7 Tagen, so kann man diese Tage als Zeitperiode ansehen. 

wie gesagt, ich finde Paradoxen extrem spannend, besonders deins. Aber ich würde es nicht als Systemfehler sehen, da Religion meiner Meinung nach so verschieden ausgelegt werden kann, dass sich die Religion eben nicht in ein solches System packen lässt.

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@MrKingston

dass irgendwas mit dem System nicht stimmen kann

Welches System meinst Du?

Gruß Fantho

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@MrKingston

Achilles und die Schildkröte ist für mich kein Paradoxon

Für Dich nicht! Sie gilt dennoch als Paradoxon...

Gruß Fantho

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@MrKingston

Ein Paradoxon zeigt einen Denkfehler auf und ist nur solange ein Paradoxon, bis man den Denkfehler erkannt hat.

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@Fantho

Achilles und die Schildkröte ist nur solange paradox, wie man die Realität falsch modelliert, indem man den Faktor Zeit außer acht lässt. 

Das sogenannte Allmachtsparadoxon ist dagegen ein eindeutiger Beweis, dass kein allmächtiges Wesen existiert. Daran kann man auch nichts mit schlechter Rhetorik rütteln. 

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@Fantho

Die These gilt vor allem als Trugschluss- weniger als Paradoxon.

Auch ein Paradoxon obliegt einer gewissen Art der sich widersprechenden Logik- hier ist es nur Dummheit, die etwas vermitteln soll.

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@nutzer131

Das Allmachtsparadoxon ist nur solange paradox, solange dessen Prämisse voraussetzt, dass Gott als ein uns ähnliches Wesen sei, was bei der Paradox-Erstellung auch die Vorstellung jener Zeit war und von der man in den religiösen Vorstellungen noch heute nicht abgekommen zu sein scheint...

Auch dieses habe ich hier in GF ein paar Mal erklärt, worin die Prämisse hakt und der Lösungsansatz liegt...

Gruß Fantho

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@KittyCat2909

Okaaaayyy :-)

Es wird nur so bezeichnet, ist aber kein 'echtes' Paradoxon...

Gruß Fantho

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@Fantho
Das Allmachtsparadoxon ist nur solange paradox, solange dessen Prämisse voraussetzt, dass Gott als ein uns ähnliches Wesen sei

Die einzige Eigenschaft, die vorausgesetzt wird, ist dass Gott allmächtig ist. Wobei Allmacht in dieser Diskussion so zu verstehen ist, wie der Fragesteller es vorgibt (ALLES tun zu können).

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