Ohne ISP ins Netz gehen?

5 Antworten

Der Internet-Anbieter war/ist ja oft der Anbieter des Telefonanschlusses. Wenn Du Dir heutzutage bei der Telekom z. B. einen Telefonanschluss einkaufst, hast Du den Internetzugang ja mit dabei (den Call Basic-Tarif lassen wir mal außen vor).

Früher (was auch immer das heißt ...) war das auch so. Oder man hat zusätzlich zum Telefonanbieter einen anderen Internet-Anbieter gehabt, wie zum Beispiel Compuserve, AOL oder 1&1.

Weil früher noch keine Flatrates üblich waren (ich spreche hier von Jahrezahlen, die noch mit einer 19 begannen ...), hat man sowohl Telefonate als auch Internetzugang nach Minuten gezahlt. Das konnte ziemlich teuer werden. Beim Telefon hatte man auch nur die Telekom beim Festnetz zur Verfügung. Denen gehörte ja die gesamte Infrastruktur. Dann gab es im Zuge der Marktöffnung weitere Anbieter, bei denen man einen Telefonie-Vertrag machen konnte. Dann hatte man eben auch andere, aber nicht zwangsläufig günstigere Preise für die Telefonate. Auch die Abrechnungsstruktur (pro Minute, pro Sekunde, pro 10 Sekunden ...) konnte sich unterscheiden.

Zusätzlich gab es die Call-by-Call-Anbieter. Die konnte man allerdings nur nutzen, wenn man bei der Telekom den Standard-Tarif behalten hat. Hier hat man sich für jedes Telefonat einzeln entschieden, welchen Anbieter man verwendet. Entschieden wurde das über eine spezielle Vorwahl. Für ein Ferngespräch hatte man also zwei Vorwahlen: Die für den Anbieter und die Ortsvorwahl. Der Vertrag mit dem Call-by-Call-Anbieter kam quasi durch die Nutzung zustande. Der Call-by-Call-Anbieter hatte aber weder Name noch Adresse von Dir. Die Abrechnung erfolgte über die Telekom über deren Telefonrechnung.

Irgendwann gab es auch Internet-by-Call. Hier hat man sich, damals noch per Modem, bei einem Provider seiner Wahl eingewählt. Wenn man wollte, hat man bei jeder Einwahl einen anderen Provider genommen. Auch hier erfolgte die Abrechnung über die Telekomrechnung, ein separater Vertrag war nicht nötig. Man brauchte lediglich sein Modem und natürlich musste der Rechner entsprechend eingerichtet sein.

Heute gibt es kaum noch Internet-by-Call-Tarife. Diejenigen, die es noch gibt, sind ziemlich teuer. Unter https://www.teltarif.de/internet/by-call/ finde ich Tarife ab 9 Cent pro Minute.

Ja, früher gab es Internet über eine analoge- oder ISDN-Leitung mit einem Volumen- oder Zeittarif - aber einen Provider brauchte man immer, der muss ja die Internetverbindung herstellen.

Übrigens: 1&1 war ziemlich von Anfang an dabei.

Woher ich das weiß:Beruf – Langjährige Erfahrung als IT-Systemtechniker

naja es gab da so "methoden" irgendwie daten zu empfangen oder so ähnlich, vor dem WWW war das alles noch so ein bisschen strukturiert. Es gab für schulen ein projekt das staatlich gefördert wurde, es gab ein öffentliches "net" das in deutschland etabliert werden wollte. In amerika war das aol damals und eine vor-form von microsoft bereits etabliert.

aber "in der regel" hat man die so genannten isp benötigt.

was es gab waren die so genannten 0190-dialer, die haben einfach heimlich und still eine kostenpflichtige hotline im hintergrund angerufen und tagelang die verbindung aufrecht gehalten. Irgendwie hat man dadurch dann die so genannte zwangsabschaltung alle 24 stunden bewirkt und seit dem hatten es die p2p user immer schwerer pro tag mehr als einen film zu teilen. Zu dieser zeit war youtube noch "brieffreundschaft per fax" ..

frag nicht nach fax bitte xD

aber eines muss man sagen, dein onkel irrt sich ein kleines bisschen, ohne internet service provider bekam man noch nie direktes internet provided.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Naja, mit dem Anschluß hat es nur bedingt zu tun.

Früher gab es eine Menge "Internet by Call"-Angebote. Man hat die Nummer des ISP (den braucht man per Definition, um als Endnutzer ins Internet zu kommen) angerufen, war direkt im Netz und abgerechnet wurde über die Telefonrechnung, wie jede andere Call-by-Call-Verbindung auch. Das gab es mit oder ohne Anmeldung.

Die meisten Universitäten boten Studenten auch so einen PPP- (oder SLIP-)Zugang, aber dort waren dann die normalen Telefongebühren zu bezahlen, weshalb andere Internetzugänge gegen Ende der 90er billiger wurden als diese Modempools.

Heute gibt es offenbar noch ein paar Anbieter (s.o.), aber sehr sinnvoll dürfe das vor allem aus zwei Gründen nicht mehr sein:

  1. Die meisten Telefonanschlüsse sind heute VoIP-Anschlüsse, das heißt, wenn man telefonieren kann, hat man auch bereits einen Internetzugang und braucht deshalb kein IbC mehr obendrauf.
  2. Selbst wenn man noch einen echten leitungsvermittelten Anschluß hat, bekommt man im Maximalfall (ISDN mit Kanalbündelung) eine Verbindung mit 128 kbit/s. So überladen, wie Webseiten heute sind, reicht das vielleicht für eine Fahrplanauskunft, aber sicher nicht für sinnvolles Surfen. Und auch andere Dienste erwarten heute eine höhere Bandbreite und ich würde nicht darauf wetten, daß irgendwas so brauchbar funktioniert.
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Früher ging man über den Telefonanschluss ins internet. das ging damals alles recht anders im Gegensatz zu heute.
Damals gab es auch provider ist schon lange her wo ich den smartsurfer benutzt habe 😂

https://home.1und1.de/magazine/digital/smartsurfer-4093956

Jaa, der gute alte Smartsurfer, LOL.

Fast könnte man sagen: "die guten alten Zeiten", aber es war ja so verdammt langsam...

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@funcky49

wenn man smart surfen wollte, benutzte man den alten smartsurfer. lief aber recht alles problemlos und die seiten bauten sich auch gut auf wenn man den stand der technik von damals betrachtete 😅

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@emil353

Na ja, Verbindungsabbrüche gab es schon häufiger - man verklärt ja manchmal das "Alte" ;-)

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@emil353

Aber damals gab es noch kein online spielen wie heute.. das höchste der gefühle war das chatten. Heute ist online zocken und teure smartphones das neue internet XD

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