Nach Berlin ziehen. Wie vorgehen?

7 Antworten

Wohnungs- und Arbeitssuche mußt Du simultan anfangen.

Falls Du zuerst eine Arbeitsstelle findest, zieh halt in eine Hotel/Pension/Monteurszimmer, bis Du eine Wohnung gefunden hast.

Die Umzugskosten hängen von Deinem Hausstand ab, den Du mitnehmen willst. Für den Kram einer/s Alleinstehende/r reicht in der Regel ein Miet-Lkw von Sixt, Avis usw.

Dass man erstmal einen Job haben muss, bevor man eine Wohnung mietet, ist doch wohl klar, oder wovon willst Du die Wohnung sonst bezahlen?

Du musst Dir eben online jobs in Berlin suchen, Dich bewerben und dann zum Vorstellungsgespräch hinfahren. Dabei bespricht man ja dann direkt das frühestmöglichen Eintrittsdatum und natürlich wird dabei die Kündigungsfrist beim alten Arbeitgeber berücksichtigt; es erwartet also niemand, dass man sofort anfange kannt, sondern man hat meistens 2 -3 Monate Zeit.

In diese Zwischenzeit musst Du eine Wohnung in Berlin finden und dann - erst dann! -die alte Wohnung kündigen. Sowas klappt wegen der Kündigungsfrist von drei Monaten selten punktgenau, rechne damit, einen Monat doppelte Miete zahlen zu müssen, ausser Du findest zügig einen Nachmieter mit dem Dein Vermieter natürlich einverstanden sein muss - vorher besprechen!

Im ungünstigsten Fall hast noch keine Wohnung gefunden, wenn der job in Berlin beginnt, dann musst Du eben improvisieren und vorübergehend in ein Hostel oder Jugendherberge oder sonstwas ziehen, da gibts in Berlin genug Möglichkeiten. Sowas kann passieren - mein alter Chef hat monatelang in einer Pension leben müssen, bevor er umziehen konnte.

Umzüge mit Speditonen sind sehr teuer und nach Berlin ist es nicht mal eben um die Ecke. Besser ist es, sowas privat zu organisieren indem man sich einen Transporter mietet (bei Sixt oder Eurocar gibts gute Angebote für circa 200 Euro inklsuive Sprit) und ein paar Leute zusammentrommelt, die einem helfen - eine Spedition würde ein paar tausend Euro kosten.

Das Ganze ist ein teurer Spaß: Du musst ja zu diversen Vorstellungsgesprächen eventuell mehrmals nach Berlin fahren, eine doppelte Miete miteinrechnen, den Umzug bezahlen - den Leuten, die Dir helfen, musst Du ja auch etwas dafür geben - einen Elektriker zum Herd abklemmen und wieder anschließen brauchst Du auch, Kaution für die neue Wohnung musst Du bezahlen (rechne nicht damit, dass Du die Kaution der alten Wohnung sofort zurückbekommst, das dauert meistens ein paar Monate) - alles in allem muss Du mindestens mit circa1500 Euro rechnen.

Eine Wohnung in Berlin finden? 😳🤪🤯 Eine „bezahlbare“? 🤣😂🤣😂🤣
Du haust echt gute Brüller raus. Falls du nicht über ein außerordentliches Polster an Finanzmitteln verfügst, solltest du dich zum Anfang erstmal mit dem Gedanken anfreunden, in eine WG zu ziehen. Um dich erstmal zu orientieren und vor Ort zu sein, und um etwas unternehmen zu können, kannst du auch Zimmer wochen- oder monateweise  mieten. Denn in Berlin ist es durchaus üblich sein Zimmer temporär unterzuvermieten wenn man eine längere Abwesenheit hat. Erträglicher Wohnraum hat eigentlich nie Leerstand. Hat den Vorteil, das man erstmal alles da hat, und halt, wie gesagt, vor Ort ist um etwas in die Wege zu leiten. Da musst du mal googeln, es gibt etliche Portale in Berlin extra dafür. Und du solltest IMMER sehr vorsichtig und misstrauisch sein bei der Suche nach einer eigenen Wohnung. Da der Markt eben so heillos überlaufen ist, und maß-und skrupellose Spekulationen es zusätzlich extrem verschärfen, blüht ein reges Geschäft mit Betrug und Abzocke was Wohnraum anbelangt. Ich gebe dir auf jeden Fall den guten Rat, dich dieser Stadt erstmal behutsam anzunähern. Berlin ist eine der geilsten Städte der Welt die ich kenne, und doch auch irgendwie nicht von dieser Welt. Sie kann dich umarmen, und nie wieder loslassen. Sie kann dich aber auch in einer Sekunde mit einem Bissen auffressen, und nicht mal mehr Knochen ausspucken. Ich hoffe du verstehst was ich mit diese Metapher meine. Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück. Es lohnt sich definitiv eben dieses  zu versuchen.

Erst Job, dann Wohnung. Man kann es auch andersrum machen, dazu empfehle ich allerdings ein gut gefülltes Konto.

Mein Umzug nach Berlin kostete ein 3,5 Tonner und zwei Freunden, nebst Sprit nichts.

Die Wohnungssituation in Berlin ist angespannt. Ich wünsche dir schon mal viel Glück bei der Suche nach einem bezahlbaren Zimmer.

Auch wenn du ins kalte Wasser springen musst, in Berlin sind schon einige gescheitert.

Erst der Job dann die Wohnung.

Vermieter wollen Sicherheiten und dazu gehört in angespannten Lagen auch ein Auszug aus dem Arbeitsvertrag.

Wohnen kann man übergangsweise auch in Monteurszimmern oder in einem Hostel. Nicht billig, aber billiger als über Monate ohne Job in Berlin zu sitzen.

Außerdem: Üblicherweise hast du ne Kündigungsfrist die dir auch zeit gibt.

Bsp:

Du suchst nen Job. Im dezember gibt es ne Zusage und dein Arbeitvertrag ist kündbar mit 3 Monaten zum Quartalsende. Dann kannst du den neuen Job erst im April antreten und hastbis dahin zeit ne Wohnung zu finden, deine zu kündigen und irgend wann dazwischen umzuziehen.

Ggf kannst du dafür dann die letzte Arbeitswoche beim alten AG Urlaub nehmen.

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