Muss man sich bei Umzug ummelden?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Die meisten Antworten sind hier einfach falsch.

Prinzipiell musst du JEDE Wohnung anmelden. Einen zweiten Wohnsitz musst du nur anmelden wenn du weißt, dass du dort länger als 6 Monate wohnen wirst.

Da ich davon ausgehe, dass du nicht nur ein Semester studieren willst, MUSST du den Wohnsitz am Studienort anmelden.

Hauptwohnsitz ist für unverheiratete Personen IMMER der Wohnsitz, an dem man sich am meisten aufhält.

Solltest du z.B. nur an den Semesterferien wieder bei deinen Eltern sein, dann MUSS dein Studienort dein Hauptwohnsitz sein. Dein Elternhaus bleibt dann Nebenwohnsitz.

Zur Anmeldung bringst du deine Ausweispapiere (Ausweis/Pass) mit, und die sog. Wohnungsgeberbescheinigung deines Vermieters über den Einzug. Du gibt's dabei an, dass dein bisheriger Wohnsitz zum Nebenwohnsitz werden soll.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Sachbearbeiter im Einwohnermeldeamt 🛂 seit 10 Jahren

Ja, in Deutschland herrscht Meldepflicht, wenn du deinen Hauptwohnsitz in einer anderen Stadt hast, musst du die Ummelden.

Dazu benötigst du den Mietvertrag und deinen Ausweis.

Also muss ich, wenn ich nur fürs Studium wo hinziehe, quasi alles ummelden wofür man meine Adresse braucht und mein komplettes Leben in der Heimat hinter mir lassen??

Wie definiert man denn Hauptwohnsitz?

Und wo macht man das?

Ich find das halt alles extrem stressig, aber deswegen nicht umzuziehen wäre auch irgendwie blöd..

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@Dominus73

Ja also wenn ich das Studium anfange natürlich dort wo ich dann studieren werde...

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@SinaSriracha

Wenn dein Lebensmittelpunkt aber bei deinen Eltern (oder wo immer du vorher gewohnt hast) kannst du die alte Meldeadresse lassen. Es muss sichergestellt sein, dass deine Post regelmäßig gesichtet wird.

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Wenn du dein Hauptwohnsitz verlegst, herrscht in Deutschland Meldepflicht, wenn du dich nicht nach in der Regel 14 Tagen nach dem Umzug ummeldest und das raus kommt, kann es Geldstrafen geben.

Der Hauptwohnsitz ist der Ort, an der dein Lebensmittelpunkt ist, oder simpel gesagt, wo du dich am meisten aufhälst und das meiste machst.

Aber das Ummelden ist keine große Sache. Alles was du tun musst, ist mit Perso und Mietvertrag zum Bürgeramt zu gehen. Die kleben dir dann die neue Adresse auf den Perso und fertig. Wenn's nicht voll ist, ist das ne Sache von ne halben Stunde.

Wenn du dein Hauptwohnsitz verlegst, herrscht in Deutschland Meldepflicht

Das hat mit dem Hauptwohnsitz nichts zu tun. Du musst JEDEN Wohnsitz anmelden. Weitere Wohnsitze (Nebenwohnsitze) müssen nur angemeldet werden, wenn man dort länger als 6 Monate wohnen wird.

Der Hauptwohnsitz ist der Ort, an der dein Lebensmittelpunkt ist.

Falsch. Hauptwohnsitz ist der Wohnsitz, an dem du dich die meiste Zeit aufhältst.

und das meiste machst

Das ist dabei vollkommen irrelevant. Ist man verheiratet und nicht getrennt lebend, ist der Hauptwohnsitz IMMER der Wohnsitz der Familie.

Alles was du tun musst, ist mit Perso und Mietvertrag zum Bürgeramt zu gehen.

Mit nem Mietvertrag kannst du dich seit 2015 nicht mehr ummelden. Du brauchst eine sog. Wohnungsgeberbescheinigung vom Vermieter.

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@PissedOfGengar

Ich habe versucht es so zu erklären, dass es die Fragestellerin, die offenbar noch sehr jung und uneigenständig ist versteht. Verwirr sie doch nicht noch mit Zweitwohnsitz und Beamtensprache. Lediglich dein Hinweis mit der Wohnungsgeberbescheinigung ist nützlich, alles andere ist Wortklauberei, ändert aber nichts an dem, was die Fragestellerin tun muss.

Und btw der "Mittelpunkt der Lebensinteressen" spielt eine Rolle. Wenn man z.B. in Stadt A wohnt und in Stadt B arbeitet, und dafür in Stadt B eine wohnung mietet, diese aber nur fürs schlafen und arbeiten nutzt, kann man seine Wohnung in Stadt A als Haupttwohnsitz belassen, obwohl man in B mehr Zeit verbringt, da der Lebensmittelpunkt weiter in A ist. Dies wurde auch schon auf Studenten und ihre Wohnsitze angewandt. Nicht unbedingt sinnvoll, aber möglich.

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@Kassiopeia000
Und btw der "Mittelpunkt der Lebensinteressen" spielt eine Rolle. Wenn man z.B. in Stadt A wohnt und in Stadt B arbeitet, und dafür in Stadt B eine wohnung mietet, diese aber nur fürs schlafen und arbeiten nutzt, kann man seine Wohnung in Stadt A als Haupttwohnsitz belassen, obwohl man in B mehr Zeit verbringt, da der Lebensmittelpunkt weiter in A ist. Dies wurde auch schon auf Studenten und ihre Wohnsitze angewandt. Nicht unbedingt sinnvoll, aber möglich.

Brrrrrrrrr Stop stop Stop. Das ist einfach falsch! Der Lebensmittelpunkt ist für die Bestimmung des Haupt- und Nebenwohnsitzes irrelevant. Der findet keine Beachtung!

Nach § 21 Absatz 2 BMG ist der Hauptwohnsitz die vorwiegend genutzte Wohnung.

Es handelt sich ausschließlich um eine zeitliche Betrachtung.

Wer Montag bis Freitags am Arbeitsort wohnt muss dort auch den Hauptwohnsitz haben wenn er nicht verheiratet ist.

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@PissedOfGengar

Himmel, dann google doch einfach mal 🤦🏼‍♀️

Laut § 7 BGB ist der Hauptwohnsitz der Lebensmittelpunkt einer Person. Folglich kann somit immer der Ort als Ihr Hauptwohnsitz gelten, an dem Sie sich mehr als die Hälfte des Jahres aufhalten. Von dieser Regel gibt es allerdings auch Ausnahmen.

Der Brennpunkt sozialer Kontakte ist einer der Hauptmerkmal eines jeden Hauptwohnsitzes.In R 42 Absatz 1 Sätze 4 bis 8 des LStR 2005 heißt es dazu ausdrücklich: „Der Mittelpunkt der Lebensinteressen befindet sich bei einem verheirateten Arbeitnehmer regelmäßig am tatsächlichen Wohnort seiner Familie.“

Entscheidend ist für die Deklaration als Hauptwohnsitz abermals nur der nachweisliche Schwerpunkt des Lebensverhältnisses durch soziale Bindungen, wie dort ansässige Familie oder Freunde. In den Lohnsteuerrichtlinien 2005, R 42 Absatz 1 Sätze 4 bis 8 heißt es dazu: „Bei anderen Arbeitnehmern befindet sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen an dem Wohnort, zu dem die engeren persönlichen Beziehungen bestehen.

Das heißt, Pendler müssen ihren Hauptwohnsitz nicht zwingend in der arbeitsnahen Wohnung haben, sondern können genauso ihre Wochenendwohnung so deklarieren, wenn in deren Nähe ihre sozialen Kontaktpersonen ansässig sind.

https://www.wohnung.com/ratgeber/274/haupt-und-nebenwohnsitz-rechtliche-regelungen

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@Kassiopeia000
Himmel, dann google doch einfach mal 🤦🏼‍♀️

Wenn DU googeln könntest wüsstest du, dass Privatrecht (BGB) öffentliches Rechts (BMG) nicht miteinander zu tun haben. Das BGB gilt im Melderecht nicht.

Das ist das 1x1 der Gesetzgebung.

Das BGB ist ein reines privates Recht und regelt ausschließlich die Rechtsverhältnisse zwischen Privatpersonen. Melderecht ist öffentliches Recht und regelt daher das Verhältnis zwischen dem Staat (also Behörden etc) und Privatpersonen.

Im öffentlichen Recht können nur Regelungen des BGB gelten wenn explizit auf diese verwiesen wird. So müsste dann im Bundesmeldegesetz explizit stehen, dass in diesem Fall § 7 BGB gilt. Tut es aber nicht.

Lohnsteuerrichtlinien sind lediglich Weisungen an die Finanzämter und haben NICHT den Rang eines Gesetzes. Daher steht das Bundesmeldegesetz weit darüber. Selbst wenn nicht, würde das Bundesmeldegesetz als Spezialgesetz zum Melderecht über den Richtlinien stehen.

Die Quelle die du da benutzt hat ganz einfach falsche Informationen, bzw. stützt sich nur aufs Privatrecht.

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@PissedOfGengar

Ok, ich sehe es ein du bist zu bockig oder ignorant um ernsthaft zu recherchieren. Daher hier für dich, damit es dir besser geht, denn offenbar brauchst du das dringend: Du hast in allem Recht, du bist ein richtig toller Hecht und sattelfest in allem Juristischen, Aplaus, Aplaus. Im Endeffekt nutzt das alles der Fragesteller sowieso nichts, weil sie sich einfach nur ummelden muss. Die Disskusion ist daher für mich hiermit beendet.

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@Kassiopeia000

Unglaublich.... Mach dich erstmal über die Grundlagen des Verwaltungsrechtes schlau bevor du hier anfängst zu diskutieren. Denn davon hast du offenbar keinen Schimmer.

Und für den Fragesteller hat es sehr wohl Bedeutung. Meldet man Wohnsitze falsch an kann es ein Bußgeld geben.

Ok, ich sehe es ein du bist zu bockig oder ignorant um ernsthaft zu recherchieren.

Und anscheinend bist du unfähig zu recherchieren. Denn deine Recherche beschränkt sich auf die ersten 3 Treffer bei Google auf deine Eingabe.

Privatrecht vs. Öffentliches Recht ▷ Bedeutung und Unterschied (juraforum.de)

Hier erstmal ein Hinweis darauf, dass dein BGB nicht im öffentlichen Recht (Melderecht) angewandt werden kann.

§ 21 BMG - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)

Dann hast du hier noch die Rechtsgrundlage, dass der Hauptwohnsitz der vorwiegend genutzte Wohnsitz ist (zeitliche Betrachtung).

Steuerrichtlinie – Wikipedia

Dann hast du hier noch deinen Nachweis das deine LStR im Melderecht absolut uninteressant sind, da LStR nur für die Finanzverwaltung gelten.

Das hättest du, wenn du recherchiert hättest, in 5 Minuten rausgefunden

Am niedlichsten finde ich aber, dass jemanden, der seit fast 10 Jahren An- und Ummeldungen von Wohnsitzen in einem Meldeamt vornimmt erzählen willst wie sein Job funktioniert...

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Sofern du dort einen Wohnsitz hast, solltest du dich natürlich ummelden. Innerhalb von 14 Tagen musst du dies machen, ansonsten kann es zu einer Strafe kommen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Schulsozialarbeiterin

Wie gesagt : ich ziehe dann fürs Studium da hin, also ja, ich wohne dann auch dort. Allerdings mit der Absicht nach Abschluss des Studiums voraussichtlich wieder in die Heimat zurückzukehren...

Ist das so schnell überhaupt möglich??

Auf was muss ich noch achten?

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@SinaSriracha

Du gehst hin, es wird direkt vor Ort geändert und sobald du wieder umziehst (was ja in der Regel nach Jahren ist!) machst du das gleiche wieder.

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Kommt ganz darauf an wie Du dahin ziehst.

Generell gilt, wenn Deine neue Bleibe Dein Hauptwohnsitz wird, dann musst Du dich ummelden. Gilt meist bei eigener Wohnung, WG bei der alle im Mietvertrag drin stehen, oder auch Studentenwohnheim.

Bei einer WG wo Du nur ein Zimmer mietest, aber offiziell nicht als Mieter erscheinst, oder wenn Du irgendwo ein Gästezimmer mietest, dann kann man den Elterlichen Wohnsitz schonmal durchaus bei behalten ohne sich ummelden zu müssen.

Pauschal ist das Ummelden recht einfach. Man geht zum Amt, quält sich durch die Bürokratie, fühlt sich dabei wie in der Hölle und dann hat man einen netten Aufkleber auf dem Perso, auf dem die neue Adresse drauf steht. Also alles ganz entspannt.

Wenn sich hinsetzten, ne Nummer ziehen und warten schon die bürokratische Hölle für dich ist, na dann gute Nacht 🤦🏼‍♀️

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