MSM für den Hund

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Da kann Dir niemand Sicherheit geben, auch wenn er gute Erfahrungen hatte. Ein Bekannter mit Magenkrebs nimmt MSM und meint, es helfe ihm. Mehr habe ich davon noch nicht mitbekommen.

Phenyobutazon ist bekannt für schwere Nebenwirkungen, ich weiß nicht, ob man das vergleichen sollte.

Nutzt dein Bekannter als Mittel gegen Magenkrebs ausschließlich MSM und keine andere Behandlung?

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Hallo douschka,

natürlich ist es verständlich, wenn der Tod Deiner Dogge Dein Vertrauensverhältnis zum TA gestört hat. (Obwohl es sich nicht um einen Behandlungsfehler handeln muss - auch wenn Du scheinbar einen solchen unterstellst.) Daraus zu folgern, den nächsten Hund nur alternativmedizinisch zu behandeln, kann aber nach hinten los gehen.

Sogenannte Alternativmedizin heißt soo, weil sie nicht zum Kanon der medizinischen Maßnahmen gehören. Und sie gehören nicht zu diesem Kanon, weil sie keine Wirksamkeitsnachweise erbringen konnten. Und keine Unschädlichkeitsnachweise. Beides solltest Du bedenken.

Bei Homöopathika in C30 handelt es sich nachweislich um reine Placebos. C30 gibt den Grad der Verdünnung an. Und diese Verdünnung bedeutet im Falle einer C30, dass die sogenannte "Arznei" kein einziges Wirkstoffmolekül des genannten Stoffes enthält. Im ganzen Fläschchen nicht. In einer Milliarde Fläschchen nicht. Du gibst dem Tier reinen Zucker. Das wird bei seinen Problemen nicht helfen und ist nur schlecht für die Zähne.

Schüssler Salze enthalten zwar noch die angegebenen Stoffe, weil sie meist in D6 oder D12 gehandelt werden, aber auch hier ist eine gezielte Wirkung nicht zu erwarten. Bereits eine D6 enthält weniger der angegebenen Mineralien als das Wasser im Trinknapf, den das Tier mehrmals täglich leert. Abgesehen davon ist das Grundprinzip der Salze, jedwede Erkrankung sei auf Mineralstoffmangel zurückzuführen, nachgewisenermaßen falsch. Es existieren auch keine Studien, die eine Wirksamkeit der Salze über Placebo hinaus belegen würden.

Selbst wenn Du also dem TA misstraust, macht dieses Misstrauen Homöopathika und Schüssler Salze nicht zu einer spezifisch wirksamen Therapie. So lange Du dem Tier nur diese beiden "Arzneien" gibst, behandelst Du de facto die Krankheit gar nicht und sie nimmt ungebremst ihren natürlichen Verlauf.

MSM: Es gibt zu MSM nur kleine Pilotstudien zur Wirkung bei Knieproblemen beim Menschen. (Diese hier zum Beispiel http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1063458405002852) Darin schneidet MSM ganz gut ab dahingehend, dass der Schmerz gegen Placebo besser gelindert wird. In den objektiven Symptomwerten und der Verbesserung der Steifheit der Gelenke gab es keine Unterschiede zum Placebo. Die Autoren bewerten vorsichtig positiv, weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass die Datenmenge viel zu gering ist, um von einem ausreichendem Wirksamkeitsnachweis sprechen zu können.

Ganz wichtig, was Du auch bedenken solltest: Es gibt nicht eine einzige Studie darüber, wie MSM von Hunden vertragen wird. Im Gegensatz zu Homöopathika gibst Du hier ja einen chemischen Stoff. Und nicht jede Spezies verträgt jedes Medikament gleich gut. Wenn MSM bei Mensch und Laborratte keine nennenswerten Nebenwirkungen hat, dann sagt das über Hunde gar nichts aus.

Gibst Du dem Hund also MSM anstelle des verordneten Medikamentes, dann riskierst Du, dass die Wirksamkeit des MSM zumindest geringer ist; gleichzeitig testest Du an dem Tier praktisch aus, wie gut Hunde dieses Nahrungsergänzungsmittel langfristig vertragen. Es gibt keine Daten dazu.

Dir muss klar sein, dass Du mit dem Wegfall einer Medikation riskierst, dass die Arthrose nicht mehr wesentlich behandelt wird und ganz oder nahezu ihren natürlichen Verlauf nimmt. Ob das Tier dadurch länger lebt als mit den Nebenwirkungen der Medikamente, kann Dir im Voraus keiner sagen. Ich würde mich bei meinem Tier nicht trauen, das ohne einen Tierarzt zu entscheiden.

Wenn Du dem letzten Tierarzt nicht mehr vertrauen kannst, würde ich ein Herumfragen im Bekanntenkreis nach einem empfehlenswerten Tierarzt für sinnvoller halten als aus dem Kummer heraus dem nächsten Tier nur Placebos oder nicht ausreichend erforschte Mittel zu geben.

Grüße und alles Gute

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Vorab, ich will an meinem Hund nicht laienhaft herumdoktern, sondern suche Alternativen und Erfahrungen zu diesen stark mit Nebenwirkungen behafteten Medikament (Wirkstoff Meloxicam). Denn trotz dieses Medikaments hat sich der Zustand verschlechtert. Das ist auch alters und genetisch bedingt. Nach Ansicht der Tierärzte (war nicht nur bei einem) bleibt nur noch ihn relativ schmerzfrei über die Runden zu bringen. An der Bewegung ändert sich in diesem Status nichts. Aber er kämpft mit den nicht unbetrachtlichen Nebenwirkungen. Diese möchte ich eindämmen. Das Schmerzmittel werde ich nicht einfach entziehen, sondern parallel andere Mittel einsetzen und gut beobachten.

Sein Vorgänger wurde mir nur 8 Jahren vom TA wg. tödlichen Diagnosen aufgegeben (Herz, Lungenödem, Speiseröhrenabsackung, Krebs). Habe eine sehr erfahrene Tierheilpraktikerin um Hilfe gebeten. Sie schenkte ihm 2,5 lebensfrohe Jahre dazu. Sie stand im Kontakt mit dem TA. Keiner von beiden konnte fassen, dass er sich aufgerappelt hatte. Es ist das Gute bei der Homöopathie - sowohl als auch. Mit Placeboeffekten hat es nichts zu tun, das ist eine ganz andere Schiene. Meine Hündin hatte nicht soviel Glück weil ich umgezogen bin (700 km) und ein guter Tielheilpraktiker nicht greifbar war.

Ein kleiner Hund kann noch lange mit diesen Beschwerden leben. Den klemmt man unter den Arm und setzt ihn nach draußen. Mit 70 kg LG geht das nicht, sind aber noch noch glasklar beisammen. Das macht es so schwer.

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@douschka

Douschka,

Es ist das Gute bei der Homöopathie - sowohl als auch.

Wenn Du mit "sowohl als auch" meinst, "sowohl Medizin als auch Homöopathie" - wer sagt Dir dann, dass Dein Hund wegen des "als auch" noch 2 Jahre lebte?

Wer sagt Dir, dass Deine persönlichen Erlebnisse mit dem Hund nicht auf anderen Effekten beruhen, an die Du so gar nicht denkst, weil Du sie persönlich als unwichtig empfunden hast?

Warum denkst Du, dass Deine persönlichen Eindrücke aussagekräftiger sind als der sich täglich bewährende naturwissenschaftliche Kenntnisstand und die Gesamtstudienlage in die die Erfahrungen zig tausender Patienten eingeflossen sind?

Das sind Fragen, die Du Dir stellen solltest, denn sie beeinflussen Deine Entscheidungen, die Du für Deinen jetzigen Hund triffst. Und wenn Du die Homöopathie für mehr hälst als ein Placebo, dann überschätzt Du sie und triffst deshalb möglicherweise nicht die optimale Entscheidung für Deinen Hund.

Grüße

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@uteausmuenchen

"Sowohl als auch" bedeutet in der Homöopathie, dass beide gewünschte Richtungen offen sind. Im Fall meines Rüden halfen keinerlei schulmed. Medikamente mehr, es blieb nur noch einschläfern. Damit habe ich mich abfassen müssen, trotzdem wollte ich den Rat und die Hilfe der Heilpraktikerin (wird sehr oft von TÄ zu Rate gezogen). Sie machte mir keinerlei Hoffnung und leitete die Sterbebegleitung ein. Innerhalb von 3 Tagen sollte er seinen unausweichlichen Weg gehen können. Am 3. Tag kam er zur sonst gewohnten Gassirunde mit. Er stand wieder auf und kam einfach hinterher. Es war unfassbar. Heilpraktikerin und TA waren von den "Socken". Mir läuft heute noch ein Schauer über den Rücken wenn ich an das Bild denke als er hinter uns stand. Danach begann eine Aufbauphase mit versch. homöopathischen Mitteln, welche ich z.T. auch gespritzt habe. Nach 3 Monaten hatte er sein ursprüngliches Gewicht wieder, sein Fell glänzte und er sprang wie ein junger Hund. Eben: sowohl als auch! Spontanheilung?

Nicht falsch verstehen. Nie würde ich ein Tier dem Siechtum überlassen, aber hier war etwas in den Augen meines Hundes, was mir sagte - es ist noch nicht soweit. Er bekam nie wieder schulmed. Präperate.

Mein jüngster Sohn war sehr oft krank und bekam seit dem Kleinkindalter 5-6 mal jährlich Antibiotikum. Mit 2 Jahren war er taub und sollte operiert werden. Diese OP`s wurden wg. ständiger Infekte immer wieder verschoben. Auf sämtl. Antibiotikum reagierte er mittlerweile allergisch. Eine über 70-jährige Ärztin und Homöopathin i.R. hat mein Kind mittels Homöopathie stabilisiert, so dass er endlich operiert werden konnte. Die OP´s waren erfolgreich, er konnte wieder hören und mit 3 Jahren endlich sprechen lernen. Er bekam bis heute nie wieder Antibiotikum. Als sog. ADHS festgestellt wurde, war ich so blöd und habe die grausame Prozedur mit Methylphenidaten zugelassen bis mein Kind ein Zombie war und nicht mehr leben wollte. Mit Hilfe der Homöopathie ist er ohne Entzugserscheinungen clien geworden und brauchte nie wieder diesen Dreck. Heute geht er auf eine Hochbegabtenschule und nimmt keinerlei Medizin außer, wenn nötig Kügelchen.

Ich könnte noch andere Beispiele anführen. Mich hat diese Heilmethode überzeugt, weshalb ich mich auch mit dieser Materie seit einigen Jahren u.a. beschäftige.

Die Verwendung von MSM ist nicht homöopathisch, kann aber eine gute Alternative sein. Es ist ja kein Schaden wenn man nach Erfahrungen fragt.

Grüße

4
@douschka

Douschka,

bestimmt kannst Du eine Menge positiver Dinge berichten. Das Problem ist, dass das nichts belegt, was aber leider intuitiv nicht einleuchtet. Intuitiv zieht man, wenn es nach der Einnahme eines Mittels zu einer Besserung kommt den Schluss, es wäre wegen der Einnahme des Mittels zu einer Besserung gekommen.

Leider ist das ein Trugschluss. Im Einzelfall kann man nicht sagen, welche Umstände zur Besserung beigetragen haben. Placebo- und Noceboeffekte sollte man nicht unterschätzen, aber auch natürliche Krankheitsverläufe, andere Maßnahmen, etc. tragen zu dem Beobachteten bei, ohne dass man es bemerkt.

Über diesen Trugschluss, einen kausalen Zusammenhang zu folgern, wenn etwas nacheinander geschieht, haben sich erwiesenermaßen medizinisch schädliche Verfahren wie der Aderlass bei allen möglichen Erkrankungen über Jahrhunderte gehalten.

Erst im 19. Jahrhundert erkannte man, wie wichtig es ist, auch die Fälle, in denen ein Verfahren nicht half zu bedenken - und das Ganze mit einem anderen Verfahren zu vergleichen.

In Bezug auf bestimmte Beschwerden und ein Mittel gibt es 4 Fälle/Gruppen:

  • der Patient nimmt das Mittel und danach geht es ihm besser

  • der Patient nimmt das Mittel und danach geht es ihm nicht besser

  • der Patient nimmt das Mittel nicht und danach geht es ihm besser

  • der Patient nimmt das Mittel nicht und danach geht es ihm nicht besser

Eine Geschichte "mir hat das Mittel geholfen" bedeutet lediglich, dass dieser Patient in der ersten der 4 Gruppen war. Um zu beurteilen, ob ein Mittel wirkt, muss man aber zusätzlich noch andere Daten zur Verfügung haben: Man muss wissen, wie viele Patienten zum Beispiel ganz ohne Mittelgabe genesen sind.

Sind dies deutlich weniger als mit dem Mittel, dann ist das ein Indiz, dass die Unterschiede durch das Mittel zustande kamen. Daneben muss man berücksichtigen, wie oft das Mittel nicht half. Schadete es vielleicht sogar?

Ein Beispiel: Nehmen wir eine Krankheit, die 80% der Erkrankten nicht überleben und ein schädliches Mittel. Wenn die Patienten alle gar nichts einnehmen, sterben 80%, 20% überleben. Wenn nun alle Patienten ein Mittel einnehmen, das ihnen wirklich schadet, dann sterben z.B. sogar 85%, nur 15% überleben. Dennoch erzählen alle Überlebenden "mir hat das Mittel geholfen." Denn alle machen die "Einzelerfahrung", nach der Einnahme des Mittels gesund geworden zu sein. Erst aus dem Vergleich aller 4 Gruppenzahlen sieht man, dass das Mittel in Wahrheit geschadet hat.

Diesen Vergleich hast Du nicht. Du weißt nicht, wie oft Geschichten wie die, die Du oben erzählst gänzlich ohne Einnahme von Homöopathika zustande kommen. Genau das müsstest Du aber wissen, um wirklich eine Schlussfolgerung über die Wirksamkeit des Verfahrens machen zu können.

Und der Überblick, in dem alle Erfahrungen der 4 Gruppen verglichen werden, in den also nicht nur Aussagen einer Art eingehen, sondern der Überblick, den der Einzelne nie haben kann, das ist eine Studie. Und in genau diesen Studien schneiden Homöopathika genau so ab, wie man es von Placebos kennt.

Und mein Eindruck ist, dass Du Dir das nicht klar gemacht hast. Homöopathika sind Placebos. Das ist sowohl das Ergebnis des naturwissenschaftlichen gesicherten Wissens, zu dem eine gezielte (mittelabhängige) Wirksamkeit im Widerspruch steht, als auch der Gesamtstudienlage, in die die Erfahrungen ziftausender Patienten eingeflossen sind. Im Interesse des Tieres solltest Du also zumindest für möglich halten, dass all diese Ergebnisse so falsch nicht sind.

Die Verwendung von MSM ist nicht homöopathisch, kann aber eine gute Alternative sein.

Kann. Ob, ist aber nicht gesagt, weil es eben keinerlei Untersuchungen am Hund gibt. Wenn Du Dich ohne andere Behandlung seiner Erkrankung darauf verlässt, machst Du den Hund in gewisser Weise zum Versuchstier. Und mir geht es darum, Dir das bewusst zu machen, auch wenn Dir der Gedanke nicht angenehm ist.

Es ist ja kein Schaden wenn man nach Erfahrungen fragt.

Das hängt davon ab, wie man Einzelerfahrungen bewertet. Wie gesagt ist es bekannte Tatsache, dass sich über solche Einzelerfahrungen auch schädliche Verfahren lange gehalten haben. Einzelne positive Erlebnisse sagen ohne Vergleichsdaten nichts aus.

Grüße

7
@uteausmuenchen

ich denke sie überschätzt sie nicht und wer sagt, das sie mit der Schulmedizin die bessere Alternative wählt.?

2
@spikecoco

Hallo spikecoco,

ich denke sie überschätzt sie nicht

Ich hatte den Eindruck, dass Douschka die Homöopathie für ein spezifisch wirksames Verfahren hält, weil sie in einem Kommentar, der den Placebo-Hinweis enthält, geschrieben hatte "Wer das behauptet hat nicht die geringste Spur von Ahnung davon".

Natürlich kann das anders gemeint gewesen sein und Douschka weiß bereits, dass sie von der Homöopathie nicht mehr erwarten kann als unspezifische Therapieeffekte. Umso besser, denn schließlich geht es ja genau darum: Das Verfahren nicht zu überschätzen.

und wer sagt, das sie mit der Schulmedizin die bessere Alternative wählt.?

Das hängt davon ab, ob dem Tier grundsätzlich mit einer spezifisch wirksamen Therapie geholfen werden kann oder nicht. Wenn keine Therapiemöglichkeit besteht, kann ein Placebo mitunter die Situation erträglicher machen.

Entscheidend ist aber doch wieder: Unterlasse ich eine notwendige Therapie, weil ich dem Irrtum unterliege, das Placebo, das ich gebe wäre bereits eine Therapie? Genau dann wäre die Medizin nämlich die bessere Wahl.

Ich würde die Frage daher anders stellen: Wer kann wissen, ob es für das Tier besser ist, das Medikament zu nehmen oder ein Placebo zu geben und den natürlichen Lauf der Dinge zu akzeptieren? Wer kann wissen, ob der Nutzen (spezifische Wirkung) den Schaden (Nebenwirkung) überwiegt?

Und diese Antwort würde ich mit "Tierarzt" beantworten, denn nur der hat eine entsprechende Ausbildung über die pharmazeutischen Wirkungen. Deswegen ja auch mein Rat, sich einem anderen TA zu suchen, bei dem die Erinnerung nicht vorbelastet ist und zu dem man ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann.

Die Frage, ob der Nutzen (spezifische Wirkung) den Schaden (Nebenwirkung) überwiegt, stellt sich aber sehr wohl auch bei "Behandlung" mit MSM und Teufelskralle. Das sollte man nicht vergessen.

Wenn sich Teufelskralle beim Mensch bewährt, sagt das nichts darüber aus, ob es beim Hund langfristig nicht Schaden anrichtet. Nur weil es pflanzlich ist, ist es nicht "sanft" oder "nebenwirkungsfrei". Das ist leider ein weit verbreiteter Trugschluss. Auch Heilpflanzen wirken pharmakologisch und können daher Nebenwirkungen haben. Auch deshalb sollte man eine solche Behandlung nicht auf eigene Faust am Tier durchführen, sondern mit einem TA absprechen.

Dasselbe gilt für MSM. Die Studienlage ist extrem dünn. Es gibt zarte Hinweise auf gewisse positive Effekte beim Mensch. Beim Hund existiert nichts. Auch kein Unschädlichkeitsnachweis.

Es macht keinen Sinn, wegen einer schlimmen Erfahrung zukünftig jeden fehlenden Wirksamkeitsnachweis und jeden fehlenden Unschädlichkeitsnachweis komplett außer Acht zu lassen, nur weil man Medizin meiden will.

Grüße

6
@uteausmuenchen

Gut, dann haben wir ja mal alle Glück gehabt, da wir anscheinend immer zur ersten Gruppe der 4 bisher gehörten. Erfolge: Bisswunden - Lachesis, Durchfälle - Nux vomica, Fieber - Beladonna, Prellungen - Arnica, Abzesse (Eiter) - Hepar sulfuris, Traumata - Ignatia ...............

Mich hat Homöopathie überzeugt, da sie aus meiner Sicht sehr wirksam ist bei der Heilung selbst und bei der Unterstützung schulmedizin. Maßnahmen. Ich bin mir sicher, dass viele schulmed. ausgebildete Ärzte nicht aufgrund einer Modeerscheinung sich dieses Faches (Homöop.) bedienen. Sie sehen eine wirksame Kombination darin.

Mag sein, der "Geist" spielt eine große Rolle dabei, aber das tut er ja sowieso. Denn ohne Überlebenswillen/ Willen zur Gesundung/ dafür zu kämpfen - kann die beste Medizin, egal woher, nicht helfen.

Ohne als Esotheriker verstanden zu werden, es gibt so Vieles, was man nicht erklären kann und trotzdem wirkt es. Das lässt die Wissenschaftler natürlich nicht zweifeln - nein man spricht (für sie) unerklärbare, nicht eindeutig belegte Wirkungsweisen den Erfolg ab. Wer da wohl dahinter stehen mag?

Man könnte den Bogen weiter spannen - Quantenheilung, Geistheilung, Hypnose, Bachblüten, Kinesiologie usw. - das ist alles kein Quatsch. Wichtig ist nur dass es helfen kann (nicht muss), auch wenn es sich wissenschaftlich kaum erklären lässt. Auch nicht jede schulmed. Arzenei verspricht Erfolge.

Z.B. schamanische - und chinesische Heilkunst (gibt viel mehr) sind nie wissenschaftlich belegt worden und sind bis heute äußerst erfolgreich. Heilen ist eine Kunst - und die kommt von können. Es gibt gute Schulmediziner und schlechte Heilpraktiker und umgedreht. Zur Pharma gibt es Alternativen, warum diese nicht nutzen?

Gruß

3
@douschka

Da das weit über die gestellte Frage hinausgeht, nur kurz:

Gut, dann haben wir ja mal alle Glück gehabt, da wir anscheinend immer zur ersten Gruppe der 4 bisher gehörten. Erfolge: Bisswunden - Lachesis, Durchfälle - Nux vomica, Fieber - Beladonna, Prellungen - Arnica, Abzesse (Eiter) - Hepar sulfuris, Traumata - Ignatia

Und wieder vergisst Du die Gegenfrage: Bei wieviel Bisswunden, Durchfällen, Fieber, Prellungen,... die unbehandelt blieben, kam es zu keiner Besserung? Meine blauen Flecken verschwinden unbehandelt wunderbar. Und auch meine Verletzungen. Ohne Vergleich mit unbehandelten Fällen sagt Deine Genesung nach der Globuli-Einnahme nichts aus.

Ohne als Esotheriker verstanden zu werden, es gibt so Vieles, was man nicht erklären kann und trotzdem wirkt es.

Es wirkt als Placebo. Lies die Links, die ich hier verteilt habe. Der Placeboeffekt hat nichts mit Einbildung zu tun; es kursieren jede Menge falsche Vorstellungen über ihn.

Man könnte den Bogen weiter spannen - Quantenheilung, Geistheilung, (...) Bachblüten, Kinesiologie usw. - das ist alles kein Quatsch.

Nein, kein Quatsch. Aber auch nicht mehr als ein Placebo.

Das lässt die Wissenschaftler natürlich nicht zweifeln - nein man spricht (für sie) unerklärbare, nicht eindeutig belegte Wirkungsweisen den Erfolg ab. Wer da wohl dahinter stehen mag?

Niemand spricht irgend jemand den Erfolg ab. Nur kann man eben bei den meisten Verfahren wunderbar überprüfen, ob sie besser sind als Placebo. Und die genannten sind es nicht.

Z.B. schamanische - und chinesische Heilkunst (gibt viel mehr) sind nie wissenschaftlich belegt worden und sind bis heute äußerst erfolgreich.

Hier ein kurzes Filmchen zu diesem Thema, leider auf Englisch

https://www.youtube.com/watch?v=mNoRxCRJ-Y0

Das Problem ist: Wer sich der Erkenntnis verweigert, bei genannten Verfahren den Placeboeffekt auszunutzen, der läuft erstens Gefahr, die Verfahren ggf zu überschätzen, denn dem Placeboeffekt sind natürliche Grenzen gesetzt. Zweitens verhindert er/sie eine Erforschung dessen, was wirklich hilft - Placeboeffekt - zum Zwecke der Verklärung genannter Verfahren. Der Placebohinweis wird tabuisiert. Das ist nicht im Interesse des Patienten.

Zur Pharma gibt es Alternativen, warum diese nicht nutzen?

Weil diese "Alternativen" im Gegensatz zur Medizin nie belegen konnten, dass sie eine über unspezifische Therapieeffekte hinausgehende Wirksamkeit haben. Das Wort "Alternative" suggeriert aber Gleichwertigkeit. Und die ist nicht gegeben. Nur weil sich etwas werbewirksam "Alternative" nennt, heißt nicht, dass es eine ist. Ein Placebo kann gerade auf Dauer keine spezifisch wirksamen Maßnahmen ersetzen, wenn solche notwendig sind. Es besteht die Gefahr der Therapieverzögerung/Unterlassung.

Aber wenn Dir prinzipiell bewusst ist, dass Homöopathika und Schamanismus vergleichbar wirksam sind, dann sind wir uns ja grundsätzlich schon einig und meine Hinweise auf die Behandlung des Hundes sind angekommen.

Grüße

5
@douschka

schön das du dich nicht beirren lässt. Und wenn angeblich nur auf Grund des Placeboeffekts den Tieren sowohl auch Menschen geholfen wird, umso besser. Auch in der Schulmedizin gibt es soviele Medis, die bei dem einen helfen und bei dem anderen überhaupt nicht. Diese unnütze Diskussion um die Homöopathie,warum wird die Schuzlmedizin so verteidigt, bei den vielen gefährlichen, von Nebenwirkungen strotzenden Medikamenten, die oft sogar noch mehr gesundheitliche Probleme auslösen als helfen?

2
@spikecoco
Und wenn angeblich nur auf Grund des Placeboeffekts den Tieren sowohl auch Menschen geholfen wird, umso besser

WENN man mit dem Placeboeffekt alleine genauso zuverlässig herbeiführen kann wie mit einem normalen Arzneimittel DANN spricht absolut nichts dagegen. Nur ist das eben bei vielen Krankheiten nicht der Fall und zugelassene Arzneimittel müssen ja gerade im Rahmen der Zulassung belegen, dass sie signifikant besser wirken als ein Placebo.

Warum also ein Placebo nehmen wenn es ein besser wirksames Mittel gibt?

,warum wird die Schuzlmedizin so verteidigt, bei den vielen gefährlichen, von Nebenwirkungen strotzenden Medikamenten, die oft sogar noch mehr gesundheitliche Probleme auslösen als helfen?

Ganz einfach - in den 100 Jahren nach Erfindung der Homöoopathie stieg die Lebenserwartung der Menschen praktisch nicht an und keine einzige der damals weit verbreiteten Krankheiten (Syphilis, Masern, Pocken, Cholera, Diphtherie, usw.) konnte mit Homöopathie nennenswert besser behandelt werden als zuvor.

Schaut man sich hingegen die 100 Jahre der wissenschaftlichen Medizin (nicht "Schulmedizin" - Medizin wird nicht an Schulen gelehrt) an die so um 1900 herum begann so hat sich die Lebenserwartung seitdem (aber eben nur in Ländern in denen sie auch flächenmässig verfügbar ist) praktisch verdoppelt und viele Krankheiten die auch nach Hahnemanns Erfindung der Homöopathie noch Angst und Schrecken verbreiteten sind heute fast schon in Vergessenheit geraten, könnten durch Impfungen verhindert werden oder sind im Großteil der Fälle routinemässig heilbar.

Die Fortschritte der wissenschaftlichen Medizin alleine der letzten 50 Jahre sind gewaltig und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Die Fortschritte der Homöopathie in den letzten 200 Jahren muss man hingegen mit der Lupe suchen - mir fällt nicht ein einziges nennenswertes Beispiel ein.

bei den vielen gefährlichen, von Nebenwirkungen strotzenden Medikamenten, die oft sogar noch mehr gesundheitliche Probleme auslösen als helfen?

Niemand wird gezwungen solche Medikamente zu nehmen - aber die meisten Kranken sind dann doch ganz froh darüber dass es Mittel gibt die ihnen tatsächlich helfen und nehmen dafür auch Nebenwirkungen in Kauf. Ich habe jedenfalls noch keinen Diabetiker getroffen der von Insulin auf Globuli umgestiegen wäre und ich kenne auch keinen an AIDS Erkrankten der statt auf HAART auf Homöopathie setzt wenn er die Wahl hat.

Es gibt keine einzige Krankheit, bei der Homöopathie sauber belegen könnte dass sie bessere Resultate erzielt als eine Behandlung nach dem Stand der wissenschaftlichen Medizin - das sollte doch selbst einen Homöopathieanhänger zum Nachdenken bringen.

2
@Nachgehakt2015

sehr schlau, z.B Antidepressiva nehmen- als Nebenwirkung Suizidgefährdung, Herzmitte lgegen Rhytmusstörungen nehmen-Nebenwirkung starkes Vorhofflimmern, nur 2 Beispiele von weis ich wie vielen, na dann guten Appetit. Auch wenn angeblich kein Beleg von der positiven Wirksamkeit besteht, meine Erfahrungen in 12 Jahren homöopathischer Behandlung sowohl bei mir, meinen Kindern sowie etlichen Tieren zeigt andere Kenntnisse und Erfahrungen.

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@spikecoco
z.B Antidepressiva nehmen- als Nebenwirkung Suizidgefährdung, Herzmitte lgegen Rhytmusstörungen nehmen-Nebenwirkung starkes Vorhofflimmern,

Sehr schlau, einfach wegzulassen, dass es sich dabei um mögliche (teils sehr seltene) Nebenwirkungen handelt die eben keineswegs auftreten müssen....

Auch wenn angeblich kein Beleg von der positiven Wirksamkeit besteht,

Um es präzise zu formulieren - es gibt keinen Beleg für eine Wirkung homöopathischer Hochpotenzen über den Placeboeffekt hinaus.

meine Erfahrungen in 12 Jahren homöopathischer Behandlung sowohl bei mir, meinen Kindern sowie etlichen Tieren zeigt andere Kenntnisse und Erfahrungen.

Die Menscheit hat nicht nur 12 Jahre sondern ganze Jahrhunderte lang gute Erfahrungen mit Aderlässen, Tieropfern, Schamanen uvm, gemacht. All diese Methoden hätten sich kaum so lange gehalten wenn sich die Menschen nicht erfolgreich eingeredet hätten das sie funktionieren.

Das Problem ist gerade in der Medizin, dass viele Faktoren auf den Krankheitsverlauf Einfluß nehmen. Gestern ging es mir z.B. nicht gut - abends habe ich eine asiatische Suppe gegessen und 2 Stunden später war ich wieder fit. Ob mir die Suppe allerdings wirklich geholfen hat?

In der wissenschaftlichen Medizin hat man gelernt (das hat lange genug gedauert) dass man besser Tests nach bestimmten Kriterien durchführt um herauszufinden ob ein Arzneimittel tatsächlich eine Wirkung hat oder nicht. Und wenn man den Test dabei richtig durchführt kann man Wunschdenken, bewußtes oder unbewußtes Manipuiieren, einsetiige Interpretation, Zufall und andere Fehlerquellen ausschließen oder zumindest sehr unwahrscheinlich machen.

Am besten sind in dieser Hinsicht randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudien. Die sind zwar nicht bei jedem Arzneimittel durchführbar (z.B. wenn ein Arzneimittel sehr häufige und leicht erkennbare Nebenwirkung hat und dadurch die Verblindung aufgehoben wird) aber bei homöopathischen Arzneimitteln problemlos machbar.

Und mit Hilfe solche Doppelblindversuche hat sich herausgestellt das viele Arzneimittel von denen man aus Erfahrung dachte, dass sie wirken zwar durchaus wirken - aber nicht besser als eine Zuckerpille.

Bei homöopathischen Globuli hat man das ausnahmslos festgestellt - wenn man mal von einigen extremen Niedrigpotenzen absieht bei denen tatsächlich noch eine (allerdings chemische) Wirkung vorhanden ist.

Und ja - den Placeboeffekt gibt es auch bei Tieren....

2

Und du weißt tatsächlich, was man unter "Homöopathie" zu verstehen hat? Du möchtest deinem Hund damit helfen? Kennst du nur die Werbung dafür, oder hast du auch einmal kritische Informationen dazu bekommen? Werbung ist leider in den seltensten Fällen sachliche Verbraucherinformation. Deshalb solltest du dich nach meiner Meinung auch mit den Aussagen des Konsumentenbundes befassen, um die Information abzurunden. Daher sehr ans Herz gelegt: http://www.konsumentenbund.de/themenseite-hom%C3%B6opathie.html

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