Motorbremse richtig nutzen?

5 Antworten

Also zu Deiner ersten Frage lasse ich mich so gut wie nie durch eine Kurve rollen, vor der Kurve auf die nötige Geschwindigkeit reduzieren, in einen Gang schalten in dem der Motor eine ordentliche Drehzahl hat und am Kurvenausgang wieder beschleunigen. Höchstens wenn die Geschwindigkeit aus irgendwelchen Gründen sehr gering sein muss lasse ich das Fahrzeug rollen.

Um die Motorbremse zu nutzen schaltet man einen Gang runter und lässt dann die Kupplung ähnlich kommen wie beim Anfahren, das ruckelt dann nicht. Während man die Kupplung immer weiter kommen lässt dreht der Motor immer höher und der Wagen bremst immer stärker. Fahrer aus dieser Sendung werden dies gangweise gleich machen während sie bremsen, nur etwas schneller als es der gewöhnliche Autofahrer machen würde. Zum Runterschalten achtet man eigentlich nicht auf die momentane Drehzahl, sondern mehr darauf eine hohe aber noch vertretbare Drehzahl nach dem Runterschalten zu erhalten.

Ich gehöre noch zu dem alten Schlag und schalte mit Zwischengas runter. Das belastet die Synchronringe im Gertiebe weniger, bevor es diese Synchronringe gab war das sogar nötig. Also ich schalte in den Leerlauf (ohne Kupplung, nimmt man die Last vom Antriebsstrang, in diesem Fall Gas geben, gaht das ohne), lasse den Motor hochdrehen bis der die Drehzahl erreicht hat die er bei dem angestrebten Gang haben würde, lege den Gang ein (dann mit Kupplung, bei alten Getriebe ohne Synchronringe ging das ohne Kupplung sogar auch besser) und gehe vom Gas.

Mach es eigentlich wie es Dir am Angenehmsten ist, ich versuche die Kupplung so wenig wie möglich zu benutzen und versuche auch immer einen passenden Gang eingelegt zu haben. Zum Bremsen nutze ich immer soweit wie möglich die Motorbremse. So bin ich der Meinung das Fahrzeug am Wenigsten zu belasten, aber heutzutage ist dies nicht mehr so dramatisch.

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du ziehst den gang raus ohne die kupplung zu treten?? tut das dem getriebe nicht weh? :D ist schalten mit zwischen gas auch das, wenn man die kupplung durch tritt und dabei gasgibt sodass die drehzahl schon etwas hochgeht und neben bei kuppelt man ein??

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@loveDJ97

Ja, in den Leerlauf gehe ich ohne Kupplung. Zum Hochschalten gehe ich dazu vom Gas, zum Runterschalten gebe ich Gas. So nehme ich die Last aus dem Antriebsstrang, der Gang kann genauso wie mit getretener Kupplung rausgenommen werden und dem Getriebe schadet dies nicht (zumindest nicht wenn man Übung darin hat).

Zwischengas musste man früher, bei unsynchronisierten Getrieben, geben. Der genaue Ablauf wäre beim Runterschalten Kupplung treten, Gang raus, Kupplung loslassen, Gas geben, Kupplung treten, Gang einlegen, Kupplung loslassen. Das musste man machen um das Getriebe auf die nötige Geschwindigkeit des niedrigeren Gangs zu bringen, mittlerweile wird dies von den Synchronringen erledigt. Ich schone diese Ringe gern und schalte deshalb noch immer mit Zwischengas, allerdings in der verkürzten Version ohne die Kupplung zum Auslegen des Gangs zu benutzen. Bei getretener Kupplung Gas geben würde ich nicht wirklich als Zwischengas bezeichnen, es reduziert nur die aprupte Bremswirkung des Motors.

Wie gesagt, bei uralten Fahrzeugen ohne Synchronringe schaltet es sich sogar besser wenn man ganz auf die Kupplung verzichtet (mit LKW war es manchmal sogar nötig auf Steigungen mittels der Motorbremse, eine Klappe im Auspuff wodurch die Abgase gestaut werden und der Motor dadurch stärker bremst, zu schalten). Mit Synchronringen sollte man dies nicht machen da die nur für das Getriebe ausgelegt sind und schwer abgenutzt werden wenn der Motor in anderer Drehzahl als nötig läuft. Es kommt aber manchmal vor dass an Fahrzeugen die Kupplungsbetätigung versagt (die Kupplung nicht mehr betätigt werden kann), die fahre ich noch zur Werkstatt. Schalten ohne Kupplung, Anfahren wenn möglich gar nicht, wenn doch nötig schalte ich den Motor aus, lege den 1. Gang ein und starte.

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Hallo!

Also am Kurvenscheitelpunkt wieder einkuppeln würde ich sofort wieder vergessen, da dies ein ganz brenzliges Manöver ist speziell bei Regen oder Schnee. Oder anders gesagt, da fliegst sofort ab.

Wesentlich besser ist es vor der Kurve, bereits auf der Gerade zurück zu schalten, so dass du vor Einlenken in die Kurve schon alles erledigt hast und dich voll auf die Kurve konzentrieren kannst. Ist auch wesentlich sicherer.

Ja, und die Profis nutzen die Motorbremse jedes einzelnen Ganges aus hoher Geschwindigkeit. Sie schalten aber in Rallye-Manier retour, heisst mit der Fussspitze des rechten Fusses wird gebremst und mit der Ferse dess rechten Fusses im richtigen Moment Gas gegeben, damit der Motor auf Einkuppeldrehzahl kommt.

Kann auch umgekehrt sein, kommt darauf an, wie die Pedalerie ausgeführt ist.

Würde ich aber als Fahranfänger nicht nachahmen, sondern in Kursen auf abgesperrten Flächen unter Anleitung üben.

LG Bernd

Warum sollte man in der Kurve die Kupplung treten? Falls es erforderlich ist, schalte ich vor der Kurve runter.

Und wenn es bei dir immer so ruckelt, hast du entweder ein Problem beim Kommenlassen der Kupplung oder du schaltest zu früh runter.

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naja wenn man eine ganz normale kurve hat bzw eine kreuzung an der man abbiegt dann kann man ja vorher bremsen, kupplung treten einen gang runterschalten und am kurvenscheitelpunkt die kupplung rauslassen. so mache ichs meistens. ist das nun so richtig oder sollte man noch bevor man die kurve durchfährt einen gang runterschalten und die kupplung rauslassen sodass der gang schon am anfang der kurve drinne ist??

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@loveDJ97

Mach doch einfach so, wie du meinst oder frag nochmal deinen Fahrlehrer. Später geht das sowieso automatisch, dann denkt man gar nicht mehr drüber nach.

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@ErsterSchnee
kupplung treten einen gang runterschalten und am kurvenscheitelpunkt die kupplung rauslassen

Das würde ich bei nasser bzw. glatter Fahrbahn lassen.

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