Mit Kleinwagen auf die Autobahn mit Steigung?

8 Antworten

Auf den Standstreifen solltest du nicht fahren. Bei einer starken Steigung ist das nicht unüblich, dass jemand langsam fährt. Es wird eigentlich immer vor langsamen LKW sowie Unfallgefahr gewarnt, die Höchstgeschwindigkeit limitiert, evtl. noch eine Spur aufgemacht usw... Kommt natürlich auf die Steigung an. Wenn du aber noch auf dem Beschleunigungsstreifen bist und andere direkt ausbremsen müsstest, weil der Beschleunigungsstreifen endet, dann fahr lieber den Moment noch auf dem Standstreifen weiter und lass den Leuten auch Zeit zum reagieren, statt sie einfach auszubremsen. Ganz besonders bei den LKW. Verlieren sie an der Steigung einmal die Geschwindigkeit, gurken die da bei entsprechender Beladung so langsam hoch wie du oder noch langsamer. Dann sind die auch entsprechend sauer und das macht die ganze Situation nur noch schlimmer.

Den Warnblinker kannst du aber ruhig einschalten. Nicht nur, um andere zu warnen, sondern auch, um ihnen mitzuteilen, dass du nicht zu blöd bist Gas zu geben oder du versuchst Sprit zu sparen, sondern, dass du ein "Problem" hast. Dann werden die LKW auch nicht mehr ihre Hupe nutzen. Sie kennen das Problem mit dem zu schwachen Motor sowieso am besten und fahren regelmäßig langsam die Steigung rauf.

Und ist das nur bei solchen Autos so, dass man bei Steigungen nicht so gut auf die 100km/h Marke kommt oder ist das nur bei solchen kleineren so?

Das macht halt die Leistung (und natürlich auch das Verhältnis zum Gewicht). Bei 54PS kann das halt schon passieren. Deswegen: Gänge ausfahren und natürlich von Anfang an viel Gas geben, wenn es so eine Auffahrt gibt.

Ich weiß zwar nicht, wie groß die Steigung war, aber wirklich viel ändern kannst du an deiner Beschleunigung nicht. Dein Wagen ist faktisch einfach zu „schlecht“ motorisiert.

Mehr als die Gänge hochdrehen kannst du schlichtweg nicht. Wenn es dann zu gefährlichen Situationen kommen sollte, würde ich auf jeden Fall den Seitenstreifen befahren, auch wenn dies wahrscheinlich nicht erlaubt ist.

Deine letzte Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten, da viele Faktoren eine Rollen spielen, wie schnell du im Endeffekt den Berg hochkommst. Die wichtigsten sind jedoch die Kraft und die Masse (F=m*a). Um es kurz zu machen: je besser das Leistungsgewicht, desto größer die Beschleunigung.

Natürlich spielen auch noch Art des Motors und des Getriebes, der Luftwiederstand und viele andere Faktoren eine Rolle.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen :)

Was für ein Unsinn. Wer einen 1,1 er Saugmotor im 3. Gang bis 60 km/h ausfährt, hat dort eine Drehzahl von 3000 U/min. was einer Motorleistung von rund 38 PS entspricht, also rund 30 % niedriger als der Maximalwert. Und nun kommst Du und schreibst, dass man da "nichts machen" kann? Bist Du überhaupt schon mal Auto gefahren?

Dieses Fahrzeug kann man im 3. Gang bis über Tacho 130 fahren, bis der Drehzahlbegrenzer einsetzt. Und genau das sollte man in einem solchen Extremfall auch machen, dann ist man für einen Lkw ganz sicher kein Hindernis.

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@checkpointarea

Ob du es glaubst oder nicht, selbst ich kleiner, dummer Stümper bin schon mal ein Auto gefahren.

Ich habe sogar schon mal eine Drehmomentkurve gesehen. Unglaublich oder? Hättest du mir gar nicht zugetraut, stimmst.

Nun ja wie auch immer, ich dachte, dass der Fragesteller bereits bis zum Begrenzer dreht. Das dieser anscheinend nur zärtlich sein Gaspedal berührt, scheint mir wohl um 3 Uhr nachts entgangen zu sein.

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@BassNation

Okay, kann passieren. Ich dachte, Dir ist nicht klar, dass 60 bis 70 km/h im dritten Gang bei quasi keinem Auto das Maximum darstellt. Viele Autofahrer wissen nicht, dass selbst der 2. Gang schon häufig für 100 km/h reicht.

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Käse, selbst ein Auto mit wenig Leistung kann so eine Steigung meistern. Man muss nur richtig schalten können und 3ten Gang bei 60-70kmh ist einfach nicht richtig.

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Also dieser Fiat Panda ist doch eigentlich auch nicht grade groß, sollte nicht zu schwer sein und sollte dann auch mit den 54PS einigermassen gut Berge hochkommen können. Natürlich klappt es mit einem Fahrzeug mit deutlich mehr Leistung/Gewicht besser.

Etwas verwundert bin ich über die 60-70Km/h im 3. Gang als der Motor so hoch drehte dass Du Dir Sorgen machtest dass der Dir um die Ohren fliegt. Bis 100Km/h sollte der 3. Gang, auch bei so einem Kleinwagen, schon gehen. Da stellt sich die Frage ob evtl die Kupplung gerutscht ist und deshalb keine höhere Geschwindigkeit erreichbar war.

Kommt jetzt auch auf die Steigung an, wie steil es war. Wenn aber LKW hupend an Dir vorbei sind schätze ich eher dass am Auto Was nicht stimmt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

An eine rutschende Kupplung hatte ich auch schon gedacht.

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Mhm, meines Wissens kommt man auch mit ner vergleichsweisen kleinen 1.3er Maschine und 69PS gut weg, solange eben auch die Gänge voll ausnutzt. 3. Gang und dann kannste den ansich auf 120 ausdrehen also keinerlei Scheu den Motor im warmen Zustand auch mal zu fordern dass machen die schon mit.

Ich kenns allerdings auch gerad von den heutigen Kleinwagen wie sie übermütig zum überholen ansetzen und wenn dann die Steigung kommt..... Der Härtefall war mal ein junges Mädel was letztlich die ganze Zeit neben mir gefahren is, bergab war se dann fast an mir vorbei und die nächste Steigung begann. Ich hab dann mal kurz Gas gegeben und bin davon gezogen um vor der rauszuziehen und die LKWs zu überholen, ok ich geb zu dass war ein 1.6er Benziner mit 84PS den ich unterm Hintern hatte. So schnell geht dem bergauf eben nicht die Puste aus, wenn ich es dem abverlange beschleunigt der auch noch von 90 auf 160 hoch inner Steigung im 5., fängt dafür aber auch an zu saufen nimmt sich seine 10l.

Der 3. Gang reicht beim Fiat Panda Mk2 1.1 mit 54 PS bis exakt 130 km/h, was ungefähr knapp unter Tacho 140 entspricht - probiere es aus, da passiert nichts, dafür gibt es den Drehzahlbegrenzer, welcher bei etwa 6500 U/min. eingreift. Die maximale Leistung erreicht dieses Motörchen bei 5000 U/min., was knapp über Tacho 100 entspricht. Mindestens so hoch solltest Du den Motor auch drehen lassen, wenn Du das gesamte Kraftpotential ausnutzen möchtest, gerade an langgezogenen Autobahnsteigungen und erst recht, wenn das Auto noch dazu voll beladen ist. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, außer halt einen stärkeren Motor kaufen, der bereits im unteren Drehzahlbereich genügend Kraft bereitstellt. Je schwächer der Motor, desto häufiger muss er im Volllastbereich laufen. Motorroller mit 3-4 PS und 50 cm³ Hubraum kennen quasi nichts anderes als Volllast und Drehzahlbereich am Anschlag, trotzdem halten die bis zu 60000 km ohne Motorenrevision.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Noch ein kleiner Tipp. Ohrstöpsel für die Zeit in die Ohren machen und Radio lauter drehen, dann hört man den Zwergenmotor nicht so keuchen und jaulen 😁.

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