Medikamente im Ramadan?

13 Antworten

Kranke sind doch vom Fasten ausgeschlossen, wie auch zum Beispiel Diabetiker.

Ich denke mal wenn du Wasser für deine Tabletten brauchst sollte es auch nur soviel sein um deine Medikamente einzunehmen und auf keinen Fall soviel um den Durst zu stillen.

Wer nicht genug trinkt, der schadet seinem Körper. Jeder Arzt wird dir sagen, dass du ausreichend Flüssigkeit deinem Körper zuführen musst, wenn du gesund leiben willst.

Medikamente musst du nehmen und das auch mit Flüssigkeit. Du musst eben abwägen was für dich wichtiger ist, deine Gesundheit oder irgendwelche religiösen Vorschriften.

Trinke wenn du Durst hast, esse wenn du Hunger hast. Das sind natürliche Bedürfnisse . Alles andere ist nicht nachvollziehbarer Unsinn.

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Du solltest dich an die Einnahmeempfehlungen des Arztes bzw. Beipackzettels halten, manche Medikamente soll man vor, zu oder nach einer Mahlzeit einnehmen, bei anderen ist es egal. Die Religion ist wenn es um deine Gesundheit geht erst mal zweitrangig.

Das Eine muss das Andere ja nicht ausschließen. Ich denke mal, dass es logischerweise auf Deinen Gesundheitszustand ankommt, sowie die jeweiligen Medikamente.

Eine sachliche Antwort kann man aus medizinischer Sicht demnach nicht geben zu Deiner Frage. Und Pauschalaussagen, wie Du Sie gerne hättest, sind bei den Themen Medizin und Pharmakologie ohnehin nur sehr begrenzt möglich.

Besprich jedoch Deine Fragen nebst mit Muslim(in)en, die sich im Islam und dessen Ritualen gut auskennen, BITTE BITTE unbedingt auch mit (D)einem Arzt und einer/m Apotheker:in Deines Vertrauens.

Du hättest das voR Ramadan mit einem (muslimischen) Arzt besprechen müssen, ob du die Medikamente verschieben kannst!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium an div. Universitäten sowie Intereligiöser Dialog.

Ja aber ich darf sie ja wie gesagt nicht verschieben. Würde auch wenig Sinn ergeben. Aber trotzdem danke 😊

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Guckst du HIER:

„Und wenn einer krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Versäumten auferlegt). Gott will es euch leicht machen, nicht schwer. Macht darum (durch nachträgliches Fasten) die Zahl (der vorgeschriebenen Fastentage) voll und preiset Gott dafür, dass er euch rechtgeleitet hat! Vielleicht werdet ihr dankbar sein.“
– Koran: Sure 2, am Ende des Verses 185
Schwangere, Stillende und Kranke sowie Kinder (= Menschen vor der  Pubertät) sind zum Fasten nicht verpflichtet. Schwangere, Stillende und Kranke sollen die versäumten Tage nach Wegfall der Gründe nachholen. Menschen, denen aufgrund von Alter oder Krankheit ein Fasten nicht möglich ist, sollen dafür eine Fastenersatzleistung erbringen, die  Fidya oder  Fidyah.

Wenn du chronisch krank bist und nicht nur temporär, dann gilt der letzte Satz.

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