Maschinenbaustudium - Abitur - CAD Programme Fragen

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

(1) Vorweg

(a)

  • Du hast dir ein (Fern-) Ziel für Deine Zukunft gesetzt, dass finde ich grundsätzlich gut!

  • Beachten solltest Du, das das Studium nur Mittel zum Zweck ist, nämlich als Ingenieuer in einer Firma tätig zu sein. Das Studium nimmt vielleicht 4 - 7 Jahre (je nach Ausbildungsweg) Deines Lebens in Anspruch, danach folgen 30 - 40 Jahre Berufsleben!

  • Würde Dir deshalb empfehlen so früh es geht, Praktika in Betrieben zu absolvieren um Deine "Vorstellungen" mit der Realität des Berufslebens "ab-/vergleichen" zu können. Vielleicht kommst Du ja auch zu dem Schluss, dass Dir eine andere Berufswahl besser gefällt?

  • Du solltest Dich auch über die verschiedenen Wege zum Ingenieursberuf informieren (z.B. Lehre + Fachhochschule oder längeres Universitätsstudium etc.) und entscheiden was hier besser zu Dir passt (Ansprechpartner z.B.: Berufsberatung bei der ARGE, bei IHK's etc.)

(b)

  • Im ersten Semester meines Maschinenbaustudiums (UNI), sagte ein Dozent, er habe bisher keine Studenten kennengelernt welche wegen Ihrer Fähigkeiten "ausgeschieden" sind, sondern nur solche denen es an Fleiß und Durchhaltevermögen mangelte.

  • Über diese Aussage lässt sich natürlich trefflich "streiten": Habe auch Studenten kennengelernt, die trotz erheblicher Bemühungen an den vielen und teils sehr schwierigen Prüfungen gescheitert sind. Im Kern stimme ich persönlich aber dem zu was dieser Dozent gesagt hat: Ohne Fleiß und Durchhaltevermögen schafft man ein Maschinenbaustudium nicht!

  • Fakt ist, dass (zu meiner Studienzeit) über 40 % aller Studienanfänger vor dem Vordiplom "aufgegeben" haben oder endgültig an Prüfungen gescheitert sind.

(2) Anforderungen / Vorbereitung Studium:

  • Elementare Anforderungen im Grundstudium (bis zu Vordiplom) sind: Mathematik (vor allem Trigonometrie, Diffential und -Integralrechnung), Physik (alle Richtungen), Technische Mechanik (Statik, Dynamik), Thermodynamik, Elektrotechnik, Informatik und Konstuktionslehre.

  • Du kannst dich hierauf in Deiner Schulzeit durch die Wahl Deiner Hauptfächer vorbereiten.

  • Wo oben schon erwähnt, ist es hilfreich vor dem Studium Praxiskenntnisse zu erwerben (Drehen, Fäsen, Schleifen, Schweißen...). Meist ist ja auch in der Studienordnung eine Mindestzeit an Praktika vorgeschrieben (bei mir waren es min. 26 Wochen)

(3) Konstruktion /CAD

  • CAD-Programme sind (sehr effiziente) Hilfsmittel für die Konstruktion. Das Erlernen dieser Programme ist sicherlich im ersten Schritt sehr hilfreich / nützlich.

  • Du kannst zwar kostenlose Programme (Open Source) benutzen, würde Dir aber empfehlen, Dich in die in der Industrie vor allem einsetzen Programme (AutoCAD, Inventor oder Catia) einzuarbeiten.

  • Es gibt hier Schüler-/Studentenlinzenzen für unter 100 € für die Vollversionen (link s.u.)

  • Würde Dir aber kein "Selbststudium" empfehlen, sondern eingebunden in einer (Projekt-) Arbeitsgruppe Deiner Schule oder ggf. in einem Kurs z.B. bei der Volkshochschule damit zu arbeiten (Projektbezug).

  • Für die Zukunft: Wenn du keine fundierten Kenntnisse in der Konstruktion hast, nutzt dir das beherrschen von CAD-Programmen nicht wirklich weiter (es sei denn du möchtest technischer Zeichner werden bzw. zeichnerisch das umsetzten was sich ein Konstrukteur ausgedacht hat).

http://www.teamsoft.de/autodesk-studentenversionen/?gclid=CLLTrszUp64CFQIn3godejTTSQ

Gutes Gelingen!

LG.

Ich weiß das mit Praktika habe ich noch nach Abitur oder während Gym. vor.

Das mit anderen Wege weiß ich auch, nur die meisten haben mir empfohlen das Abitur zu machen.

Muss ich in Physik alles wissen damit ich das Studium absolvieren kann? Trigometrie, Diffential und Integralrechnung lernt man schon noch im Gymnasium oder?

Wieso verlangen viele Unis oder FH Praktika? Das ist ja eigentlich gut aber wieso 26 Wochen? das ist doch viel zu lang oder?

Die fundierten Kenntnisse lernt man schon noch im Studium oder? Oder im Gymnasium?

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@gasfas

(1) Praxiskenntnisse / Praktikum (Konstuktion / Fertigung: Hier an einem Beispiel):

  • Wenn Du z. B. eine Passung (Bohrung / Stift) konstruierst, muss Du wissen was für einen Aufwand das in der Fertigung bedeutet. Naturlich wäre es aus Sicht des Konstrukteurs am besten, wenn die Vorgaben für die Fertigungsmaße "exakt" eingehalten werden. Dies ist aber fertigungstechnisch nicht möglich, es gibt hier Tolenzmaße. Die Fertigungskosten steigen rapide an, wenn Du extrem kleine Toleranzen forderst (Merksatz: So klein wie nötig, so groß wie möglich) . Du kannst dies wirklich nur mit Praxiskenntnissen (Fertigungsprozess, z.B. Fräsen) einigermaßen beurteilen.

(2) Theoretische Kennisse (Hier: Mathematik / Physik):

  • In einem Leistungskurs der gymnasialen Oberstufe wird Dir sicher ein großer Teil des Grundlagenwissens vermittelt, was du als Maschinenbaustudent brauchst. Im Studium wird aber meist erheblich mehr verlangt.
  • Hierzu eine kleine Anregung: Wieviel Prozent der Lehrer an einem Gymnasium sind Ingenieure mit Beruferfahrung? Für eine Professur im Ingenieurwesen an einer Universität werden i.d.R. neben einem Abschluß als Dr.-Ing. noch zusätzlich mindestens 5 Jahre Praxis in der Industrie verlangt.

LG.

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@gutzehn

Achso ok verstehe. ^^

Wenn man im Gymnasium ist, muss man sich dann bei Leistungskurse anmelden oder ich komme ich an Leistungskurs ran?

Mindestens 5 Jahre Praxis?? Das ist sehr viel!

Stimmt das eigentlich was tommschorle und darkadi gesagt haben? (Das sind die unteren Antworten)

Und könnte ich Fahrzeugtechnik mit Konstruktion kombinieren?

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@gasfas

Also der Reihe nach:

(1) Leistungskurse:

  • In der Oberstufe des Gymnasiums kannst du in gewissen Grenzen (erkundige Dich hier bei Deinem Gymnasuim) selber aussuchen, welche Leistungskurse du belegen möchtest. Die wirklich schwierigen Fächer wie Mathematik und Physik kannst du meist problemelos miteinander kombinieren.

(2) 5 Jahre Berufspraxis ?

  • Dies bezieht sich auf eine Anstellung als Professor in einer Ingenieurwissenschaft an einer Universität. Nach Erlangung des Doktortitels sind hier i.d.R. 5 Jahre Berufspraxis in der Industrie gefordert. Ich habe dies erwähnt um Dir aufzuzeigen wo hoch hier die Anforderungen sind.

(3) Berufschancen und Einkommensaussichten:

  • Vorweg ein Ratschlag: Suche Dir Deinen Beruf nach Deinen Vorlieben und Stärken aus! Im Moment werden Ingenieure stark nachgefragt. Dies war in der Vergangenheit auch schon mal ganz anders und wie das in der Zukunft aussieht (wenn du mit Deinem Studium fertig bist) kann niemand wirklich vorhersagen. Ich denke man ist am besten bedient wenn ein Berufsfeld zu einem passt...und was zu Dir passt kannst nur persönlich beurteilen (siehe hier auch meinen Rat bzgl. Praktika)
  • Was die Einkommensmöglichkeiten anbetrifft, gehst du grundsätzlich mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium (BWL, Wirtschaftsingenieurwesen etc.) "besser an den Start". Aber: Du musst auch der Typ dafür sein: Wer nicht in der ersten Reihe stehen will / kann (Abteilungsleiter, Geschäftsführer etc.) der verdient auch weniger Geld.
  • Weil sich dies alles nicht wirklich berechnen / vorhersehen lässt, fährst du meiner Ansicht nach am Besten mit einem Beruf der Dir "Spass" macht / Dich ausfüllt.

(4) Kombinationen im Studium / Was machst du im Beruf:

  • Nach dem Grundstudium, welches an einer Universität mit dem Vorexamen abschließt, kannst du Dir die Vertiefungs-/ Prüfungsfächer aus einem relativ großen Angebot Deiner UNI (frage dort mal nach) selber aussuchen.

  • Habe aber sehr viele Maschinenbauabsolventen kennengelernt, welche beruflich in einer völlig anderen Sparte "gelandet" sind, als den Vertiefungsrichtungen im Studium. Man sagt allgemein oft: Ingenieur zu sein ist eine erlernte Denkweise wie man professionell an technische Problemstellungen herangeht....

Gutes Gelingen!

LG.

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@gutzehn

Achso ok :D

Ich weiß ich glaube ja auch das es Spaß macht. Hab zwar noch kein Praktikum gemacht, aber ich werde es noch machen. Aber so ohne Praktikum glaube ich schon das es Spaß macht, wenn ich dann ein Praktikum mache weiß nicht ob ich dann immer noch der gleiche Meinung bin aber ich denke schon. :D

Das wichtigste ist für mich auch das man an dem Beruf Spaß hat. Aber ich manchmal soll sich ja auch lohnen. Habe nur ein bisschen Angst das ich nach dem Studium viel zu wenig verdiene. Ich denke mal ich mache nach Abitur oder noch während im Gymnasium ein Praktikum in dem Beruf damit ich mich besser Entscheiden kann. Ich glaube aber das mir trotzdem der Beruf immer noch Spaß macht. :D

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@gasfas

Viele Dank für das Sternchen!

Zwei Anmerkung noch:

  • Du bist sicher auf der richtigen Seite, wenn Du einen Beruf wählst der Dir auch persönlich zusagt. Dies zahlt sich langfristig - nicht nur was den Verdienst angeht- immer aus, und:

  • Mache Dir wegen des Verdienstes mal keine Sorgen. Natürlich hängt das Gehalt von diversen Faktoren ab (große Firma / kleine Firma, Region, Branche, leitende Funktion / einfacher Angestellter...). Das hier erwähnte durchschnittliche Bruttogehalt von 3.000 €/Monat scheint mir jedoch deutlich zu niedrig angegeben. Schau doch selber mal bei Gehaltschecks im Internet nach....

LG.

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@gutzehn

Bitteschön :D

Ja finde ich auch :D

Ich glaube Sie haben Recht. Ich soll mir erst mal noch keine Sorgen machen wegen Verdienstes. :D

Das mit 3000€ war mir ja auch irgendwie zu wenig^^ :D

Danke hast mir echt sehr viel geholfen^^

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Wenn Du Dein Abi schaffst, dann hast Du im Prinzip auch genug Wissen in Mathematik und Physik. Der für die Uni/Fachhochschule notwendige Stoff kommt sowieso in der Oberstufe dran. Es dürfte eher ein Problem sein, so einfach das Abi zu schaffen - dafür würde ich mir schon mal einschlägige Bücher anschaffen, oder auch Lernprogramme wie etwas dieses hier: http://www.amazon.de/Die-Mathefritz-Gymnasien-Gesamtschulen-Realschulen/dp/3941868071/ref=pd_cp_sw_3. Denn die Oberstufenmathematik baut ja auf der Mittelstufenmathematik auf und die Lücken machen sich dann nicht erst im Studium bemerkbar!

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