Können mich meine Eltern zur Konfirmation zwingen?

11 Antworten

Ab 14, allerdings kannst du auch mit dem Pastor sprechen der den Konfirmationsunterricht leitet. Sprich mit ihm und sage das du es nicht möchtest. Begründe dies so gut es geht. Das wird mit Sicherheit respektiert.

Denn, was soll man jemanden konfirmieren der dies nicht von Herzen möchte?

Das Patenkind meiner Mutter wollte nie konfirmiert werden und blieb standhaft. Begründete es damit das er eben nicht an Gott und die Kirche an sich glaubt, nicht akzeptieren mag wenn im Namen des Glaubens Kriege geführt werden und Menschen dafür sterben müssen, und er wollte auch darauf verzichten weil er nicht konsumge** ist (so wie manch andere Jugendliche die das nur machen wegen der zu erwartenden Geschenke). Nach einigem hin und her hatte es seine Verwandschaft respektiert.

Vor allem die Argumente waren sehr hilfreich^^

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Die "Konfirmation" ist eine von den viele Sauereien, die religiöse Leute ihren Kindern aufdrängen wollen.

Auf der einen Seite ist das eine Zeremonie, wo Du nachträglich Deine Religionszugehörigkeit "bestätigen" sollst (die man Dir per "Taufe" aufgedrängt hat) (Du "konfirmierst", was bedeutet Du stimmst zu)  und auf der anderen Seite versucht man Dir einzureden, dass Du das machen musst, weil es Deine Eltern wollen.

Mit anderen Worten ... Du wirst gezwungen etwas zu akzeptieren, was Du gar nicht willst. Das nennt man in unseren Gesetzbüchern "Nötigung" und dafür kann jemand eine Gefängnisstrafe bekommen!

Meine Mutter war Pfarrerstochter und hat mir damals geraten mich konfirmieren zu lassen, weil sie meinte, ich könnte sonst später vielleicht nicht heiraten. Ich habe mir dann den Konfirmations-Unterricht angeschaut.

Zuerst habe ich dann festgestellt, dass die "Schäflein", von einem Hilfsvikar und nicht vom Pfarrer, angelernt wurden. Der ungehobelte "Pfarrer" hat sich noch nicht einmal für ein paar Minuten blicken lassen, um die Kinder zu begrüssen.

Dann sollte ich den ganzen Katheschissmuss auswendig lernen. Den habe ich dann gar nicht gekauft (ich habe noch icht einmal einen geklaut, obwohl da einige rumgelegen haben) und auch nichts auswendig gelernt. Jede Woche hat der Vikar dann, die Menge der auswendig zu lernenden Verslein, herabgeschraubt.

Eine Woche vor der Konfirmation erklärte mir der Vikar, wenn ich einen Satz aus dem Katheschissmuss, nicht auswendig kenne und wenn ich keinen Anzug und keine Kravatte anziehe, werde ich nicht konfirmiert, weil ich die "Prüfung" nicht bestanden habe.

Ich habe mir dann noch die Konfirmation angeschaut, in Jeans und ohne Kravatte und ohne auch nur einen Satz auswendig zu lernen.

Da die Religiösen ja immer die Wahrheit sagen ... gehe ich davon aus, dass der Vikar nicht gelogen hat und ich NICHT konfirmiert wurde. Das ist eine echte Win-Win Situation, das hat mir einen Kirchenaustritt erspart.

Ich würde an Deiner Stelle entweder jetzt ganz brutal NEIN sagen ... oder das Ganze "auf später" verschieben, weil Du Dich noch nicht "Reif" genug dafür findest. Dann hofft Deine Mutter auf später ... und wenn Du dann endgültig NEIN sagst, dann bist Du etwas älter und kannst das besser durchsetzen.

Okay, deine Geschichte hat mich gerade sehr motiviert XD Danke auf jeden Fall^^

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Extrem gut erklärt. Bin in der gleichen lage

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Wenn du in Deutschland wohnst, bist du ab 14 völlig religionsmündig, kannst also frei über deine Religion entscheiden.
Also eintreten, austreten und umtreten.

Ab 12 ist es nicht zulässig, dich zu einer bis daher nicht ausgeübten Religion zu zwingen.

Aber letzlich ist das nicht so wichtig, vermute ich.
Oder muss man bei einer Konfirmation nicht bestätigen, dass man glaubt?
Also aus eigenem Munde oder eigener Teilnahme, und nicht per Brief seiner Erziehungsberechtigten.

Wollen sie dich in der Kirche vor Aller Augen so lange verprügeln, bis du "ja" sagst?
Sag einfach nichts, oder drohe damit. Das sollte reichen.

Da nützt es ihnen gar nichts, wenn sie dich zwingen können, hinzugehen.
Für dich sprechen dürfen sie nicht.

Naja fast, https://de.wikipedia.org/wiki/Konfirmation schreibt:
In einigen Kirchen geschieht das durch das Sprechen des apostolischen Glaubensbekenntnisses, in anderen wird kein spezifisches Bekenntnis verlangt, sondern die Teilnahme an der öffentlichen Feier gilt als öffentliche Bekräftigung des Glaubens.Da bleibt es dir überlssen, ob du dem Pfaffen sagst, dass du gegen deinen Willen da bist, und/oder ob er möchte, dass du laut schreist:
Ich wurde hier gegen meinen Willen und gegen meinen Glauben hergezwungen.

Du glaubst gar nicht, wie feige Eltern und Pfaffen sein können.

Sie dürfen dich in die Kirche zwingen, aber nicht dazu, an der Konfirmation aktiv mitzuwirken.

Das geht leider erst mit 14. Trotzdem kannst du deiner Mutter sagen dass du nicht an Gott glaubst und diesen Kram nur unter Zwang mitmachst, desweiteren das ganze rückgängig lassen machst und nur die Konfirmationsgeschenke abräumen wirst. Vielleicht überlegt sie es sich nochmal wie sinnvoll das ist.

Ich wohne in Bayern, auf Wikipedia steht, dass man da sogar erst mit 18 Relifionsmündig ist ):

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@Silberlilie

In Bayern und im Saarland wird jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die Zustimmung der Eltern zur Nichtteilnahme am Religionsunterricht verlangt. Dort können sich Jugendliche gegen den Willen der Eltern nur durch Kirchenaustritt der Teilnahme am Religionsunterricht entziehen.

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trotzdem danke für den tipp^^

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@Silberlilie

Gerne, bin ja selbst mal aus dem Verein ausgetreten und jetzt das was die Christen Heide nennen.

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Ich habe es gemacht, obwohl ich nicht an irgendwelche Götter glaube. Es hat sich aber gelohnt, weil es finanziell recht einträglich war. Ohne die Kohle würden das wohl nicht mehr viele machen.

Ich brauche das Geld aber garnicht und will es auch nicht, weil ich da irgendwie immer ein schlechtes Gewissen dabei habe...

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@Silberlilie

Wenn du das Geld nicht brauchst ist das was Anderes. Ein schlechtes Gewissen müsstest du aber nicht haben, denn du könntest es einfach als Lohn für deine Mühen sehen.

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