Kennt sich jemand mit Word aus?

13 Antworten

Word versucht bei Blocksatz die Wörter so anzuordnen, dass der Text rechtsbündig ist. Daher werden die Abstände zwischen den Wörtern passend vergrößert.

Wenn du die Silbentrennung einschaltest, sind diese variablen Abstände weniger sichtbar.

Ich empfehle dir, dir ein Buch zu Formatierungen mit Word aus der Bibliothek zu besorgen - auch wenn du schon mit der Seminararbeit angefangen hast. Denn ich würde darauf wetten, dass du noch mehr Probleme mit der Formatierung bekommen wirst, was dann unnötig viel Zeit frisst.

Falls du auf die Schnelle nichts findest, kann ich folgendes Buch (bzw. dessen Abschnitt zur Formatierung in Word) empfehlen:

https://www.beck-shop.de/juristische-arbeiten-erfolgreich-schreiben/product/30742243

Ist zwar eigentlich für das Jurastudium, beinhaltet aber (jedenfalls in der Auflage, die ich habe) anschauliche Anleitungen mit Bildern für die Formatierung von Hausarbeiten.

Das ist die Folge der Einstellung "Blocksatz"! Word verändert an diversen Stellen den Zwischenraum, damit die Zeilenenden dem Blocksatz entsprechen. Man kann da entweder den Flattersatz Linksbündig einstellen, dann werden die rechten Zeilenenden unregelmäßig, oder von Hand mit der Wortlänge korrigieren, was recht zeitintensiv sein kann: wenn geeignete Worte der nächsten Zeile mittels Abteilungsstrich in Silben zerlegt werden, springen passende Silben in die vorherige Zeile, der Blocksatz bleibt erhalten und grosse Wortabstände werden kleiner. Das muß man aber zeilenweise bearbeiten.

Das ist ja gerade der Witz am Blocksatz. Leerzeichen werden so "erweitert", dass die Zeilenbreite komplett genutzt wird. Der Text wird also sowohl links- als auch rechtsbündig.

Wenn Du sehr breite Leerbereiche hast, musst Du Wörter eben trennen, so dass die Zeile besser ausgenutzt wird. Entweder mit der automatischen Silbentrennung oder mit eigenen Trennstrichen.

Bitte benutze hierfür so genannte "bedingte Trennstriche", die Du mit Strg+- einfügst - diese werden nämlich im Gegensatz zum normalen Trennstrich nur dann gedruckt, wenn das Wort auch wirklich getrennt wird. Die die nicht gedruckt werden, erkennst Du beim Schreiben an einem kleinen Haken rechts am Trennstrich.

Sprich, Du kannst das Wort Donaudampfschifffahrtsgesellschaft mit bedingten Trennstrichen in "Do-nau-dampf-schiff-fahrts-ge-sell-schaft" trennen. Aber es wird nur der Trennstrich verwendet, der nötig ist. Alle anderen siehst Du zwar, aber sie werden nicht ausgegeben. Das verhindert beim Umformulieren oder kürzen des Textes Fehler durch überschüssige Trennstriche.

Von Experte ohwehohach bestätigt

Hallo,

wie hier schon geschrieben wurde, ist wohl die Blocksatzausrichtung des Textes der Grund für die Lücken. Grundsätzlich gilt: Beim Blocksatz werden alle Worte einer Zeile gleichmäßig auf die gesamte Breite des Schriftspiegels (d. i. die gesamte Nutzfläche einer Seite, also hier der Raum von einem Seitenrand zum anderen, auf dem der Text geschrieben steht) verteilt. Dadurch kann es eben passieren, dass große Lücken oder Zwischenräume zwischen Wörtern entstehen. Dieses Problem kann man im Prinzip auf zwei Arten beheben:

Die automatische Silbentrennung (würde ich nicht empfehlen)

Man könnte nun die automatische Silbentrennung (Register Layout Silbentrennung Automatisch) einstellen, um zu bewirken, dass lange Wörter in der Zeile darunter automatisch getrennt werden. Allerdings finde ich die automatische Silbentrennung typografisch gesehen grauenhaft, weil dann in etwa jeder dritten Zeile eines Dokuments das Wort am Ende der Zeile automatisch getrennt wird. Der Text wirkt dadurch vollkommen „unruhig“, was man als Leser normalerweise besonders dann als störend empfindet, wenn ein Wort nicht nach Sinneinheiten getrennt wird, also beispielsweise die Trennung Da|tensatz anstatt Daten|satz, oder die Worttrennung En|de. Daher würde ich dazu raten, grundsätzlich erstmal auf die automatische Silbentrennung zu verzichten, es sei denn, man soll diese explizit aktivieren.

Der bedingte Trennstrich (Symbol: ¬; Einzufügen durch: Strg + -)

Statt dessen würde ich empfehlen, mit sogenannten bedingten Trennstrichen zu arbeiten. Das sind Trennstriche, die man in Word einfügen kann, die aber immer nur dann von Word benutzt werden, wenn das bei einem Wort auch relevant wird, d. h. Word benutzt diese Trennstriche so lange nicht, wie ein Wort nicht an der Stelle des bedingten Trennstrichs getrennt werden muss.

Diese bedingten Trennstriche gehören zu den Steuerzeichen bzw. nicht druckbaren Zeichen, welche man aktivieren kann, indem man im Register Start in der Gruppe Absatz auf dieses Zeichen ¶ klickt. Wenn die Steuerzeichen im Dokument aktiviert sind, werden bedingte Trennstriche durch dieses Symbol ¬ angezeigt. Eingefügt werden bedingte Trennstriche übrigens über die Tastenkombination Strg + - (bitte hier unbedingt das Minus auf der Tastatur links von der Umschalttaste und nicht das auf dem externen Ziffernblock benutzen!).

Muss ein Wort also am Ende einer Zeile getrennt werden, fügt Word automatisch an der Stelle des bedingten Trennstrichs einen Trennstrich ein und bricht den Rest des Wortes in die neue Zeile um. Alle anderen eingefügten, bedingten Trennstriche in diesem Wort bleiben hierbei unbenutzt. Man kann einen bedingten Trennstrich also auch verwenden, um Word zu zwingen, ein Wort nur an einer bestimmten Stelle zu trennen – sofern die automatische Silbentrennung deaktiviert ist.

Letztlich solltest man meiner Ansicht nach also die automatische Silbentrennung deaktiviert lassen und statt dessen lieber in Wörter bedingte Trennstriche einfügen, wenn Zeilen zu weit auseinandergezogen werden.

Gruß, BerchGerch

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich arbeite seit ca. 25 Jahren nahezu täglich mit Word.

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