Katzen einzelhaltung. Ja oder nein?

15 Antworten

Deine "Übermuttis" sind wohl Menschen mit Katzenerfahrung, die sich auskennen.

Was glaubst du wohl, warum Tierheime und Züchter Katzen, vor allem Katzenkinder nicht in Einzelhaltung abgeben? Weil einzeln gehaltene Katzen, die nicht in Freigang dürfen, und sozial isoliert in einer Wohnung leben müssen, über kurz oder lang Verhaltensstörungen an den Tag legen. Das kann sich in Aggressionen, Zerstörungswut, Unsauberkeit äußern... . Manche fressen sich das Fell vom Leib... .

Nein, Katzen bilden keine Rudel, das ist schon richtig. Das tun Wölfe. Aber Katzen lieben die Gemeinschaft. Warst du schon mal in einer größeren Stadt im Süden, z.B. in Rom, Neapel, egal wo? Da gibt es haufenweise Straßenkatzen. Und anstatt jede ihrer eigenen Wege geht, sitzen sie gerne zusammen. Katzen lieben die Gesellschaft, da sie sehr soziale Tiere sind.

Einzelhaltung kann man nur dulden, wenn man sich eine erwachsene Katze zulegt, die nach einer Eingewöhnung von 8 Wochen ungehinderten Freigang nach draußen hat, wo sie auf andere Katzen treffen kann.

Es ist bei der Katzenhaltung auch nicht maßgebend, ob sich die beiden (drei, vier, fünf) Katzen, die man hält, innig lieben. Aber sie sind froh um einen Mitbewohner der gleichen Spezies. Ein Mensch kann keine Katze ersetzen.

Katzen sind definitiv keine Einzelgänger. Katzen sind Einzeljäger, aber das ist etwas ganz anderes. Katzen gehen alleine auf die Jagd, um sich nachher im gemütlichen Zuhause mit der Mitkatze zusammenzukuscheln, sich gegenseitig zu putzen.... .

Wenn sich Katzen (vermeintlich) nicht verstehen (aus Menschensicht), dann am wahrscheinlichsten, weil die Grundvoraussetzungen nicht stimmen:

  • Manche holen zu einer alten Katze eine junge (womöglich ein Katzenkind). Das geht nicht gut, weil die alte ihre Ruhe braucht, die junge will toben.
  • Manche holen zu einer Katze, die nie Artgenossen gekannt hat, eine zweite dazu. Da braucht man sehr viel Geduld, denn das löst bei einer zur Einzelkatze gemachten Katze Angst aus, was zu Fauchen und Knurren und Aggressivität führen kann. - Mit der Zeit legt sich das, aber das wird kein so ein tolles Katzenverhältnis, wie mit Katzen, die Katzenumgang gewöhnt sind.
  • Und manche meinen, eine Vergesellschaftung wäre in 14 Tagen über die Bühne. Bei manchen Katzen dauert das aber eben bis zu einem Jahr, oder länger.
  • Auch die Wohnsituation kann dazu führen, dass es Zoff unter Katzen gibt, z.B. zu wenig Klos (immer mindestens eins pro Katze PLUS eins pro Haushalt, also bei 3 Katzen mindestens 4 Klos). Oder zu wenig Rückzugsmöglichkeiten, sprich, zu viele Katzen auf zu wenigen m², oder die Türen in der Wohnung sind verschlossen und die Katzen haben nur begrenzt Platz.

Das alles ist aber nicht, weil Katzen Einzelgänger sind, sondern weil der Mensch sie falsch hält.

Katzen sind KEINE Einzelgänger, und die Einzelhaltung eines Katzenkindes grenzt an Tierquälerei. Nur deshalb bekommt man im Tierheim kein einzelnes Katzenkind, außer man hat schon eine junge Katze zuhause.

https://www.katzen-fieber.de/einzelhaltung-katzen.php

http://haustierwir.blogspot.com/search/label/Einzelkatzen

https://www.tierheim-bad-wildungen.de/Tierschutz/KatzenEinzelhaltung.php

Bei mir leben 4 Felltiger in Eintracht. auch die verdreschen sich mal, das ist völlig normal, es handelt sich um Raubtiere, mit Revierverhalten und Rangordnung. Aber anschließend putzen sie sich wieder und kuscheln sich zusammen.

Es ist übrigens keine Meinung, wie du sagst, sondern weitgehend erforscht, dass Katzen eben KEINE Einzelgänger sind.

 - (Tiere, Katze, Haustiere)

Naja wir hatten 2 Katzen (Geschwister).Sie haben sich verstanden und haben auch oft miteinander gespielt, aber die eine Katze ist vom Charakter her etwas ruhiger und hat sich oft belästigt gefühlt so dass sie halt auch mal zugeschlagen hat, das hat schon mal zu heftigen kämpfen geführt sie hat so gut wie immer verloren und sich danach kaum an den Futternapf getraut und generell etwas angespannt und ängstlich gewirkt.Das soll jetzt nicht so klingen das die andere Katze Aggressiv war sondern halt sehr verspielt und leicht aufgedreht.Leider ist die Katze die so ''aufgedreht'' war eines nachts nicht mehr nach hause gekommen ...(jetzt ist das 6 Monate her)Die andere Katze war danach schon traurig aber auch zutraulicher und enspannter.Wir haben in der Zeit oft überlegt ob wir uns noch eine andere Katze holen sollten damit unsere Katze nicht so einsam ist aber wir sind zu dem Entschluss gekommen das sie erstmals alleine bleibt weil sie seit sie alleine ist viel ruhiger und glücklicher ist.Ich Denke schon das es Katzen gibt die Alleine Glücklicher sind.

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@xXDailyXx

Hat sie dir gesagt, dass sie glücklicher ist?

Es ist normal, dass sich junge Katzen kloppen. Das gehört zum Spiel und zur Klärung der Rangordnung. Leider verwechseln viele Menschen Katzen mit Kuscheltieren für´s Sofa, was sie aber nicht sind. Es ist nicht normal, wenn zwei Katzen wie Friede-Freude-Eierkuchen nebeneinander her leben. Ein bisschen Kabbelei gehört dazu.

Ich hatte mal eine Katze, die wäre uns weggestorben, so hat die getrauert, als ihr Partner verstarb. Wenn ich da nicht alsbald zwei kleine Kätzchen geholt hätte, und sie wieder Umtrieb hatte, wäre sie uns eingegangen. Hat die Tierärztin bestätigt.

Lass die Katze nicht ihr Leben lang allein. Menschen sind kein Katzenpartnerersatz. Oder balgst du dich mit ihr auf dem Fußboden und leckst ihr ihr Fell?

Kann es sein, dass du Kater und Katze hattest? Gleichgeschlechtliche Tiere passen oft besser zusammen (aber nicht grundsätzlich), da Kater viel wilder spielen, als Katzen.

Such deiner Miez im Tierheim eine charakterlich passende Katze, sie wird es dir danken.

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genau so ist es, DH

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Die meisten Katzen leben wenn schon als Wohnungskatze dann zumindest mit einem Artgenossen zusammen der den Alltag weniger langweilig macht.
Freigänger haben draußen ihre Kontakte zu anderen Katzen, friedliche und weniger nette.

Wenn man jetzt also ein Kitten als Hauskatze haben möchte ist das für die ganze Entwicklung schlecht, mit einem Kollegen entwickeln sich beide besser und zu normalen Katzen statt zu kleinen Psychos.

Es gibt auch Ausnahmen, so ein Kater lebt bei mir: er war eine Fundkatze, Handaufzucht und erst wiel zu spät war er kräftig genug um Kontakt zu anderen Katzen zu haben. Er ist so gar nicht sozialisiert und mit 8 Wochen war der Zug auch schon weitgehend abgefahren.
Mit anderen Katzen (ich hab es versucht, 3x) kann er absolut nichts anfangen. Irgendwann macht es auch dann einfach keinen Sinn mehr weiter zu probieren. Seit 1 1/2 Jahren hat er Freigang aber auch da meidet er alle Katzen wie die Pest. Mit der Hündin kommt er dafür gut klar, nachdem er einige Regeln deutlich gemacht hat

Katzen in Einzelhaltung geht nur, wenn die Katze älter ist und in den Freigang kann, wo sie soziale Kontakte zu anderen Katzen pflegen kann.

Katzen sind weder Rudeltiere, noch Einzelgänger, sondern soziale Tiere, die den Kontakt zu Artgenossen lieben und den auch brauchen.

Ich habe 10 Katzen im Alter von 5-13 Jahren, die meisten zugelaufene Strassenkatzen, die zu unterschiedlichsten Zeiten zu mir kamen, aber doch seit 6 Jahren bei mir in und ums Haus mehr oder weniger friedlich zusammen leben.

Klar, dass es auch mal zu Zoff kommen kann, aber meistens putzen sie sich nach so ner Rangelei auch wieder und alles ist gut.

Soviel zu Deiner Meinung, dass Katzen Einzelgänger seien, jagen gehen Katzen aber immer einzeln, denn dazu brauchen sie keinen Kumpel. Katzen sind Einzeljäger, aber keine Einzelgänger!!! Das ist ein kleiner Unterschied.

Nach bald 40 Jahren mit vielen unterschiedlichen Katzen sag ich mal die Mehrheit der Katzen findet eine andere Katze im Haushalt toll...

Aber es gibt durchaus auch Katzen die liebend gern Einzelprinzessin oder Einzelprinz sind. Das sind dann aber auch meistens Tiere welche früh von Mutter und Geschwister getrennt wurden und als Einzelkatze aufgewachsen sind.

Diese Tiere können sich oftmals nicht mehr an andere Katzen gewöhnen ihnen fehlt die Sozialisierung mit anderen Katze in jungen Jahren.

Katzen sind zwar Einzeljäger leben aber wenn sie können in grossen Sippschaften mit vielen verschiedenen Katzen.

Ja unsere poncho die mit 16 jahren starb wurde uns glaube auch mit 5 oder 6 wochen gegeben.

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@Anonymarella99

Heute weiss man ja das man Katzen nicht zu früh von der Mutter und den Geschwistern trennen sollte (geht ja nicht immer da ja auch die Katzenmama manchmal verunfallt oder bei ausgesetzten Tieren die dann per Handaufzucht gross werden...) früher war es eher die Regel die Welpen so früh wie möglich von der Mutter zu trennen...

Wenn Du ne Katze für eine Einzelhaltung suchst wende dich an die diversen Tierheime manchmal findet man da auch Tiere welche einen Einzelplatz suchen weil sie eben nicht mit anderen Katzen harmonieren

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Katzen sind zwar Einzeljäger, leben aber sonst in Gesellschaft. Sie sind aber auch sehr anpassungsfähig und daher hat man oft das Gefühl, sie sind in Einzelhaltung "glücklich". Ich halte seit fast 30 Jahren Katzen, zuerst ein Einzeltier, später nur noch paarweise. Mein Eindruck ist, dass Katzen, die mit Artgenossen leben dürfen, "zufriedener" und "ausgeglichener" sind. Ich habe die Worte in Anführungszeichen geschrieben, weil ich natürlich nicht in die Seele der Tiere blicken kann und nur meinen Eindruck schildere. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass eine Katze, die zunächst als Einzeltier gehalten wurde, immer erst ablehnend auf ein neues Tier reagiert. Das kann schon längere Zeit (Monate) dauern, bis sie sich an die neue Situation gewöhnt hat. Aber wenn man dann sieht, wie die Katzen miteinander spielen, schmusen und voneinander lernen, der erkennt, dass es besser für sie ist.

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