Kater deckt Nachbarskatze ungewollt, welche Folgen gibt es?

9 Antworten

Hallo shayforster

nein, dein Nachbar hat da keine Rechtsgrundlage, dir was "Anzuhängen" sollte seine Katze trächtig zurück kommen. Wie auch ? War er dabei und kann 100% Beweisen, das nur dein Kater die Katz gedeckt hat ?

Denn Katzen können, wenn sie Rollig sind, von mehreren Katern Gleichzeitig gedeckt werden. Denn erst beim Paarungsakt löst der Kater den Eisprung der Katze aus.

Wie alt sind eure Katzen denn ? Warum noch nicht Kastriert ? Sind die Freigänger denn gechipt und Registriert ?

Katzen und Kater läßt man, aus vielen Gründen, KASTRIEREN ! 

In aller erster Linie, um unkontrollierte und sinnlose Vermehrung zu vermeiden. 

Hier versteht ihr warum:

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Inzwischen haben 800 Städte und Gemeinden (Stand: Nov. 2020) in Deutschland die Pflicht, ihre Katzen zu Registrieren und frühzeitig kastrieren zu lassen !!

Übersicht der Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht: https://www.tasso.net/Tierschutz/Tierschutz-Inland/Kastration-von-Katzen/Katzenschutzverordnungen/Staedte-und-Gemeinden (nach unten Scrollen, euren Kreis auswählen, schauen ob es bei euch eine Kastrapflicht gibt)

https://www.tierschutzbund.de/inf ormation/hintergrund/heimtiere/katzen/katzenschutz/gemeinden-mit-katzenkastrationspflicht/

Viele haben oft Angst, das sich ihre Katzen durch eine Kastration völlig verändern, gar einen anderen Charakter ausbilden. Aber das ist völliger Unsinn. Natürlich passiert, durch die hormonelle Veränderung, im Körper der Katze so einiges, aber die Katze bleibt die selbe. Viele werden zwar meist anhänglicher, sind auch ausgeglichener und weniger stürmisch, das macht die Hormonumstellung. Aber die Katzen verlieren doch nicht ihren Charakter durch eine Kastration. 

Wann sollte man Kastrieren lassen ?

Katzen können bereits schon mit 6 bis 12 Wochen Kastriert werden, was ich definitiv als zu früh Empfinde. Inzwischen wird mit rund 3 bis 4 Monaten Kastriert, leider gibt es aber noch genügend TÄ, die erst ab 6 Monaten Kastrieren. Sehr traurig. 

Es kursiert seit längerem nun schon die Aussage, das eine Frühkastra oder eine Kastration vor der Geschlechtsreife, die Entwicklung beeinträchtigen würde. Das ist völliger Quatsch. 

Die Entwicklung hängt von den Genen und der Gesundheit des Tieres ab und nicht ob es Kastriert wird. Und es gibt, meines Wissens, auch bislang kein Studien die belegen, das Früh- oder auch Kastration vor der Geschlechtsreife, die Entwicklung beeinflusst. Auch Frühkastrierte Katzen wachsen und entwickeln sich völlig normal weiter. Und soooo viele Tierheime, Tiereschutzorgas, oder Züchter können doch auch nicht völlig irren. Denn da sind Kastras vor der Geschlechtsreife, so wie Frühkastra normal !! 

Es ist auch ein absoluter Irrglaube, das erst ein Zahnwechsel, eine erste Rolligkeit, oder gar erst mal eine Trächtigkeit statt gefunden haben müssen. 

Katzen läßt man bitte auch Kastrieren, da eine Sterilisation nur bewirkt, das die Fruchtbarkeit ausgeschaltet wird, aber nicht die Hormone. Da die Keimdrüsen (Eierstöcke) im Körper verbleiben. Ergo werden Katzen trotzdem Rollig und es kann z.B. zur Dauerrolligkeit kommen. Daher auch die Katze KASTRIEREN lassen. 

Zudem, damit das Risiko von Brustkrebs, hormonbedingten Schäden an Knochenmark oder anderen Organen durch Eierstockzysten oder auch z.B. eine lebensbedrohende Gebärmuttervereiterung vorgebeugt wird. 

Wie lange dauert eine Rolligkeit ?

Die Natur hat vorgesehen, das die Katze zwei mal im Jahr rollig wird. Die sogenannte Hitzeperiode dauert 8-10 Tage an und davon ist eine Katze an 4 Tagen Fruchtbar. Der Abstand zwischen zwei Rolligkeiten liegt meist bei etwa 2-3 Wochen (sofern es nicht zu einer Trächtigkeit gekommen ist), kann aber auch größer sein. Da das Paarungsverhalten auch durch das Tageslicht gesteuert wird, können, vor allem reine Wohnungskatzen, zu jeder Jahreszeit rollig werden. Wechseljahre kennen Katzen nicht, sie sind bis ins hohe Alter Fortpflanzungsfähigkeit, wenn sie nicht kastriert werden. 

Kastrieren, wenn die Katze bereits Rollig ist ? 

Katzen können durchaus auch während der Rolligkeit kastriert werden. Da aber bei der Rolligkeit die Gefäße, also auch die Gebärmutter, stärker als sonst durchblutet werden, empfiehlt es sich, die Katze ausrollen zu lassen. Falls nötig, z.B. bei Dauerrolligkeit, kann man diese auch medikamentös beenden. Die OP sollte also bitte nach der Rolligkeit erfolgen, da so ein niedrigeres OP-Risiko besteht.  

Kastrationsvideo Katze:

https://youtu.be/YLYUrEV3pqE 

Ausführliche Kastration, Illustriert, englisch: http://forums.petfinder.my/showthread.php?t=4997 

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Kater werden kastriert, damit sie z.B. nicht in ihrer Umgebung mit übelriechendem Urin markieren, um ständige Revierkämpfe ein zu dämmen - meist mit nicht-kastrierten Freiläufern und sich dabei eitrige, manchmal tödliche Verletzungen zu ziehen - sich bei hormonell bedingten Kämpfen nicht mit unheilbaren Immunschwäche-Krankheiten wie Leukose oder Katzen-AIDS anstecken. 

WICHTIG ! 

Ein Kater ist zwar nach der Kastration entbommelt, aber immer noch ein Mann ;-) 

Denn die Kastration unterbindet nur die Zeugungsfähigkeit. Es gibt also Kater, die trotzdem noch Katzen, Kuscheltiere, Decken oder Kissen beglücken. 

Der Hormonspielgel braucht nach der Kastra etwa 6-12 Wochen Zeit, bis er sich richtig eingependelt hat. 

Außerdem sollte man noch beachten, das wissen viele leider nicht, das ein Kater nach der Kastra noch bis zu 8 Wochen Zeugungsfähig sein kann. Denn die in den Hoden produzierten Samen, werden in bestimmten Bereichen des Samenleiters „gelagert“. Wenn bei der Kastra, wo nur die Hoden entfernt werden, dort aber noch Samen vorrätig sind, kann der Kater nach der Kastra noch eine Katze befruchten. Und das eben so lange, bis der Samenvorrat aufgebraucht oder die Samen abgestorben sind. Das kann bis zu 8 Wochen dauern. 

Manch mal kann es aber auch Vorkommen, das eine Nach-OP nötig ist. Denn es kann passieren, das die Hoden so tief im Bauch (Hodenhochstand/Kryptorchismus) liegen, das noch Reste vorhanden sind. Das sollte man beim TA abklären lassen. 

Bei Katern, die weit über den sich einstellenden Zeitraum hinaus, weiterhin Kuscheltiere, Decken oder Kissen beglücken, liegt es an einer Übersprungshandlung oder auch zum Stressabbau.

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 Postoperatives:

Schmerzen:

Natürlich geht eine solche OP nicht Schmerzfrei daher. Aber die Tiere bekommen nach der Kastration, für gewöhnlich, ein leichtes Schmerzmittel und die, noch nach wirkende Narkose, dämpft ebenfalls das Schmerzempfinden. 

Serom: 

Bei manchen Kastrationen bildet sich an der Naht ,ein postoperatives Serom. Dabei handelt es sich um eine Wundheilstörung, um eine sogenannte Pseudozyste. Das ist eine Ansammlung von Wundwasser, was für gewöhnlich auch keine Schmerzen verursacht. In der Regel sollte das nach 4- 6 Wochen weg sein. Ein Serom entsteht vor allem da, wo Lymphbahnen durchtrennt werden, wie z. B. nach Entfernung von Lymphknoten. Der Heilungsprozess wird evtl. verzögert, weil die Wundfläche durch das Flüssigkeitsdepot nicht verkleben und heilen kann, sondern immer wieder neu auf gedehnt wird. Fühlt sich das Serom jedoch sehr warm an, oder es wird sich in irgend einer Weise auffällig verändern, bitte unbedingt den TA drauf schauen lassen. 

Bei längerem Bestehen, kann sich ein Serom leider auch entzünden und somit weitere Infektionen auslösen. Heilt das Serom nicht von selbst ab, verändert sich rasant (schwillt weiter an ect.) sollte es abpunktiert werden ! Es sollte aber BITTE zweifelsfrei diagnostiziert werden. Ist es wirklich ein Serom, ein Hämatom, oder doch schon ein Abszess ? Einmal sollte per Palpation, also Abtasten, Untersucht (Größe, Elastizität, Festigkeit, Beweglichkeit und Schmerzempfindlichkeit) werden. Und einmal per Ultraschall ! 

OP-Naht:

Heute wird bereits überwiegend mit selbst auflösenden Fäden genäht. Informiert euch vorher bitte bei eurem TA, das er diese zur Naht auch nutzt und dann kolloidales Silberspray drauf macht. Es gibt verschiedenes Material, was sich nach Tagen, Wochen oder Monaten auflöst. Fragt, welches der TA verwenden wird, damit ihr wissen, wann sich die Fäden aufgelöst haben sollten. Für gewöhnlich die Fäden, die sich innerhalb 10-14 Tagen auflösen. Ist die Naht verheilt, der Faden wird nicht mehr gebraucht, wird er von Gewebewasser zerlegt. Diese Methode ist für die Katze besser, als sie noch mal zum Fäden ziehen oder Pflaster wechsel hin bringen zu müssen. Denn bei manchen Katzen, ist das auch nicht ohne, weiteres ohne Sedierung möglich. 

Halskrause, Body und Co ?

Wenn die Katze von der Wunde weg bleibt, lass bitte Halskrause, Trichter, Socke oder Body weg. Das ist dann echt unnötig und für die Katze zudem purer Stress. Das auch mal geleckt wird, ist doch völlig normal. Der Heilungsprozess läßt eine Wunde nun mal jucken.

Sollte die Katze allerdings ständig die Wunde ablecken, knabbern, zupfen, kratzen ect. MUSS sie einen Body oder ähnliches tragen. Alternativ geht auch eine alte, saubere, Herrensocke überziehen. 

Weitere Möglichkeiten: 

Ein Baby-Body z.B. von KIK, in der kleinsten bis mittlersten Größe

Ein Medical Pet Shirt: http://www.medpets.de/medical+pet+shirt+katze/ 

Katzenbody Wundschutz: http://www.katzenbody.de/ 

OP-Body: http://www.ebay.de/itm/OP-Body-KATZE-Wundschutz-Recovery-Suit-Leckschutz-Bauchverband-Kastration-/221644440254

Du kannst auch aus Schaumstoff eine Halskrause selbst basteln, da gibt es bei YouTube tolle Anleitungen: https://youtu.be/VOZN5YTo0lc

Futter und Trinken nach OP ?

Bitte die Katze erst füttern, wenn die Narkose ganz ausgeschlafen ist. Denn durch die Nachwirkung der Narkose kann evtl. der Schluckreflex nicht korrekt funktionieren, oder die Nahrung nicht ganz runter geschluckt werden, oder gar die Zunge mit geschluckt werden.  

Alles Gute

LG 

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Tierschutz/Pflegestelle & habe seit über 40 Jahren Katzen
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Nö, dein Kater wird nicht der einzige gewesen sein. Wenn dein Nachbar seine rollige Katze rauslässt, ist er selber schuld.

Ihr solltet beide eure Katzen schnellstmöglich kastrieren lassen und die nicht unkastriert draußen rum laufen lassen und so die unkontrollierte Vermehrung unterstützen. Es gibt schon genug herrenlose Katzen. Wenn die Katze von den Nachbarn trächtig ist, tragen sie genauso die Verantwortung, weil sie ihre unkastrierte Katze raus lassen. In anderen Gegenden ist das längst verboten, aus gutem Grund.

Natürlich nicht.

Aber über deine Verantwortungslosigkeit einen nicht kastrierten Kater draußen herum laufen zu lassen solltest du dir relativ umgehend Gedanken machen und dich zeitnah um die Kastration kümmern .

Und wenn du es richtig gut machen magst, dann suche auch noch das freundliche Gespräch mit den Besitzern der anderen Katze zum Thema Kastration.

L. G. Lilly

Nein, wenn ein Katzenhalter eine unkastrierte und rollige Katze rauslässt, dann ist dem klar, dass die Katze sich paaren wird - wahrscheinlich ist das sogar gewollt.

Trotzdem solltest du als verantwortungsvoller Katerhalter deinen Kater kastrieren lassen, denn sonst machst du dich mit schuld an dem ganzen Katzenelend.