Kann jeder sein Schicksal selbst in die Hand nehmen?

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21 Antworten

Menschen kommen mit sehr unterschiedlichen Begabungen auf die Welt mit sehr verschiedenen Ausgangspositionen und Chancenangeboten. Innerhalb dieser Gegebenheiten "sein Schicksal selbst in die Hand nehmen" ist etwas dick aufgetragen. Das Gegenteil davon, dass wir hilflos einem Schicksal ausgesetzt sind, ist genauso übertrieben und falsch. Es gibt halt nicht nur Schwarz und Weiß, nicht nur Loser und Winner, denn dazwischen liegt die in der Regel viel größere Grauzone. Außerdem, was heißt Loser und Winner, wer bemisst das und woran? Aus meiner Abi-Klasse ist einer Pfarrer geworden, hat keine (monetären) Reichtümer und ist glücklich mit einem erfüllten Leben. Ein anderer hat die Chance ergriffen und aus seinem Sport ein Unternehmen gegründet, war immer am Ball und hat sich gegen starke Konkurrenz behauptet und hat Money gemacht. Auch er ist glücklich und wenn wir uns treffen, trinken wir zusammen ein Bier und tauschen uns aus und niemand kommt auf die Idee, seinen "Erfolg" mit dem des anderen zu vergleichen. Jeder hat seinen Weg gemacht und jeder muss mit seinem Weg zufrieden sein. Einige haben das Studium gewechselt, weil die erste Entscheidung für sie falsch war. Einer hat sein Unternehmen verkauft und was ganz Neues angefangen. Loser wird man, wenn man bei Schwierigkeiten - die es in jedem Leben gibt - aufgibt. Aber in keiner Zeit vor dieser von vielen so schlechtgeredeten Gesellschaft, haben Menschen bei Schicksalsschlägen soviele Chancen, wieder aufzustehen gehabt, wie heute. Leute, geht mal in die regionalen Zeitgeschichtsmuseen, wie schwer das Leben noch vor 200 und 100 Jahren war.

Sehr schöne Antwort! Wie bei sehr vielen Themen liegt die Antwort in der Mitte. Ich frage mich, ob es sich nicht lohnt, auf der Suche nach Antworten dort immer zuerst zu schauen.

Loser wird man, wenn man bei Schwierigkeiten - die es in jedem Leben gibt - aufgibt.

Ich bin ja eigentlich nicht deeer Spammer, aber dazu möchte ich gerne noch einen Kommentar schreiben.
Es wird oft gesagt: "Wenn du hinfällst, dann stehst du wieder auf." und tut dabei so, als hätte man eine Wahl. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der einfach liegen geblieben ist. Jeder versucht, aufzustehen. Beispielsweise kenne ich jemanden, der einen Schlaganfall hatte und beidseitig gelähmt war und die Gabe des Sprechens verloren hat. Durch intensives Training kann er wieder sprechen - zwar langsam, aber immerhin - und er kann die linke Seite wieder einsetzen und laufen. Jetzt frage ich dich: Was hätte derjenige denn machen sollen? Hätte er sich in eine Ecke setzen sollen und auf den Tod warten sollen? Ich finde es ganz natürlich, dass man kämpft und versucht, das beste aus seiner Situation zu machen.

Dies berücksichtigend kann es also keine Loser geben.

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also die soziologische sichtweise besagt ja, dass soziokulturelle faktoren für das verhalten eines menschen entscheidend sind. die pädagogische sichtweise hat den grundsatz, dass das verhalten und erleben des menschen auf der interaktion zwischen individuen beruht. die medizinische sichtweise macht organische ursachen dafür verantwortlich. die psychologische sichtweise geht aus lerntheoretischer sicht davon aus, dass alles verhalten, auch falsches, erlernt wird und umgelernt werden kann aus psychoanalytischer sicht geht man davon aus, dass das verhalten des menschen von unbelösten unbewussten frühkindlichen konflikten beeinflusst wird. kognitive theorien gehn davon aus, dass abweichendes, problematisches verhalten aus ungünstigen kognitiven vermittlungsprozessen zwischen umweltreizen und reaktionen entsteht. die bindungstheorie besagt, dass eine sichere stabile bindung zum resilienzaufbau notwendig ist, zum erwerb von prosozialen fähigkeiten und eine protektive funktion für die entwicklung hat. daraus ergeben sich zahlreiche probleme, die unsicher-vermeidend, unsicher ambivalentgebundene menschen und menschen mit desorganisierten verhaltensweisen haben können.

Gibt es nicht trotzdem Menschen die sich trotz dieser "Vorbelastungen" ändern können sind diese für immer geschädight ?

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Das "Schicksal" ist physikalisch gesehen nichts anderes als enorm viele Ereignisse und Faktoren, die sich auf dein Leben auswirken. Das heisst z.B. wenn plötzlich ein Erdbeben passiert und du verschüttest wirst und stirbst, dass eben die Erde zufällig in diesem Moment gebebt hat, das Gebäude nicht stabil gebaut wurde, und du halt gerade da warst. Diese Einflüsse haben wiedeum unendlich viele vorhergehende Faktoren, die ebendiese beeinflusst haben. Dein Schicksal ist also ein Produkt von unendlich vielen Faktoren, die du niemals alle zu deinen Gunsten beeinflussen kannst. Es ist reiner Zufall. Allerdings gibt es auch Faktoren, die einen Einfluss haben, und die du selber beeinflussen kannst. Z.B. ob du dich bildest, ob du heiraten willst etc. Ich glaube noch (im Gegensatz zu vielen anderen) an eine Seele und den freien Willen des Menschen. D.h. dass es noch Dinge gibt, die du selber beeinflussen kannst. Das sind die inneren Dinge, gegen die äusseren Dinge hast du keine Chance.

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