Hallo :) An internationalen Turnieren ist es so, dass jede Nation vier Reiter an den Start schickt. Alle reiten das gleiche Programm, und am Schluss werden die Noten aller vier Reiter des gleichen Landes zusammengezählt, der schlechteste Reiter bildet das Streichresultat. Die Nation mit den meisten Punkten gewinnt :)

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Hallo!

Unser Dressurpferd hatte bzw. hat das auch. Es hat plötzlich angefangen und man konnte das Pferd nicht mehr reiten, weil es die ganze Zeit den Kopf in die Höhe gerissen hat. Wir sind dann im Internet auf die Krankheit "Headshaking" gestossen, was eine ziemlich humorlose Sache ist. Headshaking ist eigentlich ein Symptom für verschiedene Krankheitsbilder. Bei den meisten Pferden ist da ein Nerv beim Auge betroffen, und die Pferde sehen dauernd Lichtblitze und sind lichtüberempfindlich. Das Pferd in ein Martingal zu zwängen (wobei: wie würde das überhaupt gehen bei einem Martingal?) bringt nix, denn es hat echte Schmerzen, sollte es denn tatsächlich Headshaker sein. Zum Vergleich: Beim Menschen führt dieses Symptom oft zu Selbstmord aus Verzweiflung. Melde dich unbedingt mal beim Tierarzt und lasst das Phänomen genaustens untersuchen, denn in manchen Fällen findet man die Ursache, und dann kann dem Pferd eher geholfen werden. Denn auch Druckstellen, Verkalkungen oder zu scharfe Gebisse könnten Ursachen sein. Also melde dich wirklich beim Tierarzt, wenn es nicht besser wird, und das möglichst bald.

Ich hoffe, bei dir ist das etwas anderes!

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Du musst einfach denken, dass du liest. Denn lesen und schreiben tust du ja auch auf Hochdeutsch, und das wie es aussieht ohne Probleme. Und einen Akzent darfst du immer haben.

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Ja klar. Stell dir vor, ich würde den Vortrag auf Schweizerdeutsch halten. In der Schule wird Hochdeutsch gesprochen, und das macht auch Sinn.

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Theoretisch geht das schon. Wie baldgeloescht schon schreibt, kannst du mit einer Reitbeteiligung auf Turniere gehen. Wenn du Talent hast und das Glück, dass du entdeckt wirst, kann es schon sein, dass ein Sponsor auf dich zukommt und dich seine Pferde reiten lässt. Dazu brauchst du aber schon extrem viel Glück und natürlich Können. In Deutschland ist die Konkurrenz sowieso enorm gross.

Wer einmal im Hochleistungsspitzensport angekommen ist, reitet meist eh nicht mehr seine eigenen Pferde. Über 90% der Pferde gehören da reichen Leuten, die ihre Pferde den Sportlern zur Verfügung stellen. So ein Toppferd ist eine nette Geldanlage. Nur in seltenen Fällen gehören die Pferde den Reitern selbst (Deshalb finde ich es unfair, wenn man Reiten als elitären Sport bezeichnet: Auf die Besitzer mag dies ja noch zutreffen, aber auf die Reiter selbst meist nicht).

Es gibt Lehrgänge mit Schulpferden oder Reitbeteiligungen, sogar sehr gute. Ich weiss, dass man die Sitzschulung bei Eckart Meyners auch ohne eigenes Pferd machen kann.

Ach ja... In England gibt es ein tolles Sportinternat. Wer ambitioniert ist und in seinem Sport etwas erreichen möchte, geht dorthin, habe ich mir sagen lassen. Die haben dort auch Toptrainer, auch im Reitsport. Ich kenne jemanden, der bald dorth in die Schule geht (und sogar das eigene Pferd mitnimmt). Wie es preislich aussieht, weiss ich nicht, lässt sich aber bestimmt herausfinden.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen. Viel Erfolg!

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"Das Teller" sagt man in vielen schweizerdeutschen Dialekten, z.B. im Walliserdeutschen. Das Monat habe ich aber noch nie gehört.

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Karriere Reiten?

Hallo Community, bei diesem Titel könnte man denken ich möchte Pferdewirtschaftsmeisterin oder so werden, nein (auch wenn das für manche blöd klingen mag) ich würde gerne eine Karriere im Reitsport machen. Manche sagen jetzt: kleine Kinder die von Ponys träumen und bekannt werden wollen. Aber ich meine das wirklich ernst und erhoffe mir deshalb ernsthafte, nützliche Antworten. Ich bin jetzt in der 9. Klasse und 14 Jahre Jung. Ich reite seit ich vier Jahre alt bin richtig mit Unterricht, habe mit 9 Jahren ein Pony bekommen auf dem ich mich geschult habe und letztes Jahr im Februar eine Westfalen Stute bekommen. Das klingt jetzt arrogant oder so als hätte meine Familie das große Geld unterm Hintern, aber so ist es nicht. Wir stehen in einem sparsamen Stall und haben nicht mal eine Dusche für unsere Pferde geschweige denn eine Reithalle. Ich möchte aber jetzt nicht länger drum herum reden. Mit acht Jahren bin ich mein erstes Turnier gegangen und ich Reite Dressur bis klasse L und Springen bis A. Im Moment habe ich leider nur die Schnupperlizenz. Spätestens im Februar mache ich das kleine Reitabzeichen und dann soll es Turnier mäßig auch richtig los gehen. Manche haben viel Geld und auch eine Halle etc. aber wir nicht. Ist es realistisch das ich wenn ich mit der Schule fertig bin eine Karriere im Turniersport schaffe? Ich sage nicht sofort oder das ich nicht vorher noch einen Job ausübe. Aber es scheint mir einfach so fern und so: ,,du willst mal in der Öffentlichkeit stehen. Wie stellst du die das vor, das wollen so viele!" Aber ich meine es ist nicht ein hübscher kleiner Traum sondern das was ich wirklich kann und wirklich will. Lieben dank an alle die das gelesen haben! Ich hätte gerne ein paar Meinungen.

LG

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Liebe/r Nicki

Meine Schwester reitet Dressur auf internationalem Pony- und Juniorenniveau, deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sprechen.

Also: Erstens mal ist es theoretisch möglich, mit einem durchschnittlichen, normalen Budget Pferdesport zu betreiben. Das benötigt allerdings Glück, Geduld, ein perfektes Umfeld, uneingeschränkter Einsatz und Verzicht von allen und später dann einen netten Sponsor, der auf dein Talent aufmerksam wird. Bei uns hat es bis jetzt auch geklappt, auf Sponsoren bleibt noch zu hoffen (Pony günstig gekauft und selbst weitergebildet). Umgekehrt klappt es übrigens meist auch nicht: Nur wenn eine Familie viel Geld hat und sich gute Pferde leisten kann, heisst das noch lange nicht, dass damit der Erfolg kommt. Egal welchen Sport du betreibst: Ohne Talent und Training reicht es nirgends hin (Vergleiche die Reitkünste der reichen Saudis mit "Tellerwäscherkarrieren" der Olympiasieger Charlotte Dujardin, Carl Hester und Steve Guerdat).

Zweitens: Du willst erst nach der Schule anfangen? Wann ist das und wie alt bist du jetzt? Ich kann nur sagen: Das internationale Niveau ist mittlerweile so hoch, dass es ohne den Besuch einer Sportschule- oder eines Internats fast nicht geht. Die Devise lautet Training, Training und nochmal Training, und das viele Jahre lang. Meine Schwester besucht seit drei Jahren ein Sportgymnasium, dank dem sie meistens nur einen Halbtag Unterricht hat und auch ein paar Mal pro Jahr einfach so mal eine Woche fehlen darf, um auf internationalen Turnieren zu reiten. Ohne das geht es fast nicht. Das meine ich unter anderem mit dem perfekten Umfeld. Auch wenn das Schulgeld nicht vom Bundesland übernommen werden würde, würde es nicht funktionieren. Auch grosse Turniere sind recht teuer. Ferien kannst du fast vergessen, wenn du niemanden hast, der während dieser Zeit dein Pferd reitet. Meine Schwester war seit vier Jahren nie mehr richtig im Urlaub.

In Deutschland ist übrigens die Konkurrenz extrem gross. Wir in unserem Land haben da eher das gegenteilige Problem, aber bei euch ist das recht extrem. Ich habe aus verlässlicher Quelle erfahren, dass schon bei Pony-Kadersichtungen mehr als hundert ReiterInnen aus ganz Deutschland teilnehmen, von denen eine Auswahl getroffen wird, von denen dann wiederum die besten herausgepickt werden, welche dann über die ganze Saison hinweg in hartem internem Konkurrenzkampf um die vier Plätze an der Europameisterschaft kämpfen dürfen. Ob Dressur oder Springen spielt dabei wohl keine Rolle.

Ich würde sagen, dass deine Pläne und Träume zu einem gewissen Grad realistisch sind, allerdings braucht es schon extrem viel Talent, Glück, ein perfektes Umfeld, glückliche Zufälle und hartes Training praktisch tagein tagaus. Wenn du das hast, warum nicht. Es gibt ja im Sport die bekannte und bewährte Regel, nach denen du ungefähr 10'000 Trainingsstunden brauchst, um zur Weltspitze zu gehören, das gilt im Reiten genauso (Kein Wunder sind viele grosse Meister des Reitsports in den mittleren Jahren, du kannst ja nicht täglich 3-4 Stunden trainieren, vor allem wer nur ein Pferd hat). Ist allerdings schwierig. Aber alle haben klein angefangen und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, vom Pferd allerdings schon. Versuche es! Viel Glück und Erfolg!

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Hochdeutsch mit einem Schweizer Akzent ist (sogar hochoffiziell) genau so korrekt oder falsch wie mit einem österreichischen oder bundesdeutschen Akzent, darüberhinaus finde ich rein lautlich einen Schweizer oder Bayrisch/österreichischen Akzent viel sympatischer und schöner als beispielsweise der eines Berliners. Nichts gegen die Sprecher!!

Du sollst wissen, dass auch die allermeisten Deutschen nicht akzentfrei sprechen. Bei den meisten Leuten kann man anhören, aus welcher Region Deutschlands sie kommen, und das finde ich auch gut so, sonst wäre die Sprache doch langweilig.

Allerdings gibt es ein paar Regeln, an die sich alle halten sollten: weiches "ch" nach i und e, gekratztes "ch" nach a o und u, k nicht gekratzt und noch ein paar mehr. Das r darfst du schweizerisch rollen, das ist gemäss Duden korrekt, und denk dran: Man darf ruhig hören, aus welcher Region des deutschsprachigen Raumes du stammst! Du darfst ruhig auch schweizerische Ausdrücke brauchen wie Rahm oder grillieren, als Schweizer ist es sogar eher falsch, wenn du Sahne, grillen oder Abendbrot sagst.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen! :)

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Im Reitsport steht nicht in erster Linie die Ausdauer im Vordergrund. Reiten ist aber koordinativ sehr anspruchsvoll, das heisst wie du die verschiedenen Muskeln miteinander einsetzt und jeweils wie stark und wie lange.

Auch wenn du dich weniger aktiv bewegst wie in anderen Sportarten, so musst du doch, und zwar mehr als man meint, Kraft aufwenden, um gegen die Bewegungen des Pferdes anzukommen, die Körperhaltung immer zu halten und um deine Körperspannung immer halten und ständig anpassen zu können. Und das ist körperlich ziemlich fordernd. Dabei kommst du aber beim Training nicht so oft über dein körperliches Niveau, was auch gut ist, weil es sonst auf dem Pferd gefährlich wird und weil im Reiten eben andere Dinge wichtig sind. Du brauchst zwar die Ausdauer, um korrekt zu reiten, aber sie ist nicht erfolgsentscheidend. Du kannst die Hilfen ja gar nicht mehr richtig geben, wenn du ausser Puste bist. Ausser du machst gezielt Konditionstraining auf dem Pferd, das stand bei uns auch immer einmal wöchentlich auf dem Programm.

Bei Turnieren sieht es da schon anders aus, ich kann dir ein paar Zahlen aus der Sportmedizin nennen: Beim Springreiten steigt gemäss Untersuchungen im Parcours der Puls oft über 200 Schläge pro Minute und die Laktatkonzentration in den Muskeln steigt auf über 8mmol/l. Das sind Werte wie bei Rugbyspielern oder sogar bei Sprintern, das heisst es ist muskulär und nicht nur mental so richtig anstrengend. Allerdings dauert ja ein Springumgang zum Glück nicht zu lange, sonst kann es eben gefährlich werden.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen :)

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Beim Reiten sind Ausgleichssportarten sicher eine gute Idee. An alle, die hier gleich ausflippen: Klar ist Reiten Sport, das steht gar nicht zur Debatte. Das "Problem" ist aber Folgendes:

Reiten ist nun einmal ein Koordinatonssport. Ausdauer (und Kraft) sind Voraussetzung, es gewinnt aber nicht derjenige Reiter, der die bessere Ausdauer hat oder stärker ist, sondern der mit seinen Bewegungen und Muskeln die Hilfen an das Pferd besser kontrollieren und einsetzen kann. Das ist die hohe Schwierigkeit beim Reitsport und deshalb gehört er zu den technisch, aber nicht konditionell anspruchvollsten Sportarten! Dabei ist wie gesagt eine gute Ausdauer unbedingt nötig, denn ohne Ausdauer könnte man bei sportlichen Wettkämpfen nach einigen Minuten seinen Körper nicht mehr gut genug kontrollieren und hat sportlich gesehen keine Chance mehr. Sie ist aber nicht mit erfolgsentscheidend wie bei vielen anderen Sportarten. Es handelt sich um eine aerobe Kraftausdauer, d.h. du musst über einen langen Zeitraum ununterbrochen mit den Muskeln arbeiten, aber dies (im Idealfall, in Wirklichkeit manchmal schon) niemals so stark, dass du ausser Puste kommst, denn sonst kann es gefährlich werden. Stell dir vor, du bist über deinem körperlichen Limit und plötzlich geht dein Pferd durch.. gar nicht auszudenken!

Da man aber, anders als bei vielen anderen Sportarten, das konditionelle Limit vor allem beim Training nicht so oft überschreitet wie bei anderen Sportarten, wird beim Reiten selber kaum Ausdauer aufgebaut. Studien haben gezeigt, dass ganz schön viel Ausdauer nötig ist, aber die kann man nicht durch das Reiten allein aufbauen. Deshalb sind Ausgleichssportarten absolut notwendig.

"Beim Reiten brauchst du eine gute Reaktionsfähigkeit. Um das zu trainieren, bieten sich z. B. Volley- oder Basketball an. Für die Kräftigung der Bauch- und Rückenmuskeln (und dIe Ausdauer) ist Schwimmen eine geeignete Sportart. Gut sind auch alle Sportarten, die das Gleichgewicht fördern, bspw. Ballett oder Kampfsportarten wie Judo und Karate. Für Reiter eher ungeeignet ist Jogging und Radfahren. Bei zu intensivem Training baust du zu starke Gesässmuskeln auf, die das Becken blockieren und so verhindern, dass du locker in der Bewegung des Pferdes mitschwingen kannst." (Sonja Berger. Fit fürs Reiten. http://www.pferdewissen.ch/fit4riding.php. 3. Juli 2014). Spielsportarten wie Fussball oder Unihockey haben mir sehr geholfen. Und die machen erst noch Spass.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen :) Tu einfach das, was dir Spass macht.

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nein

Nein, das ist keine Rollkur bzw. LDR. Ich bin immer sehr sehr skeptisch mit Momentaufnahmen, da passiert es schnell mal, dass etwas täuscht. Aus Fotos allein kann man eigentlich auf nichts schliessen.

Ich persönlich bin sehr gegen die Rollkur, aber das ist nun wirklich nichts. Der Hals des Pferdes wird gedehnt, aber nicht nach unten und gegen die Brust gezogen. Da habe ich auf internationalen Turnieren (auch von deutschen Reitern) wirklich schon Schlimmeres gesehen.

Die FEI greift übrigens auch dort nur dann ein, wenn mehr als 10min LDR geritten wird. Das hier ist zwar tief eingestellt, aber m.E. noch im Rahmen des Fairen (dem Pferd gegenüber).

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Wieso willst du im Alltag Hochdeutsch sprechen?

Hochdeutsch ist eine künstliche Sprache und deshalb sehr oberflächlich. Dialekt ist viel viel schöner, wie doWhile schon sagt. Dialekt, solange du Hochdeutsch kannst, bringt dir auch keinen einzigen Nachteil! Schau dir doch nur einmal die Schweizer an.. In der Schweiz wird im Alltag Dialekt gesprochen, mit Hochdeutsch sprechenden Menschen spricht man Hochdeutsch. Haben Schweizer durch den Dialekt im Altlag irgendwelche Nachteile? Wirken sie unsympathisch? Wirken sie ungebildet? Ganz im Gegenteil, würde ich sagen. Und solange man Hochdeutsch kann, gibt es auch kein einziges Problem. Ich persönlich finde sogar Akzente sehr sympathisch. Tagesschaudeutsch ist für mich wie eine tote Sprache. Hingegen finde ich es sehr schön und sympathisch, wenn man einem Menschen anhört, aus welcher Ecke des deutschen Sprachraumes er stammt. Das Hochdeutsch eines Südtirolers, Freiburgers oder Baslers finde ich viel schöner und sympathischer als das so tot wirkende Hochdeutsch vieler Nachrichtensprecher, das leider völlig unverständlicherweise als Ideal angesehen wird, an dem man sich orientieren soll.

Behalte also deine Dialekt, behalte deinen Hochdeutsch-Akzent, das stört niemanden und bringt dir nur Vorteile.

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Es gibt Dialekte, wo es gar keinen Akkusativ gibt. In Freiburg in der Schweiz beispielsweise sagt man "I ha dier gseh", also "Ich habe dir gesehen" anstatt "Ich habe dich gesehen". Ist auch richtig, kommt einfach auf den Dialekt an. Im Hochdeutschen sollte man aber den Akkusativ brauchen.

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Reiten kein Sport? Das ist ja lustig :) Gerade Dressurreiten gehört zu den technisch anspruchvollsten Sportarten überhaupt!

Aber von Anfang an. Sport ist gemeinhin definiert als Wettkampf, in dem mindestens eine "eigenmotorische Aktivität" des Menschen erfolgsentscheidend ist, das heisst, dass der Mensch sich bewegen muss. Und das tust du ja die ganze Zeit, wenn du dem Pferd die Hilfen gibst, oder? Ausserdem gibt es im Sport verschiedene Fähigkeiten, die wichtig sind: Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination, Kraft, Schnelligkeit usw. Nun gibt es Sportarten, bei denen nur eine oder zwei dieser Fähigkeiten wichtig sind (z.B. Ausdauer beim Marathon), dann gibt es auch viele Sportarten, wo alles von Bedeutung ist, jedoch nicht gleich stark. Das ist von Sport zu Sport unterschiedlich. Beim Reiten beispielsweise hängt der Erfolg zu 45% von der Koordination ab, zum restlichen grossen Teil noch Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer. Viele Leute denken, dass Sport nur dadurch definiert ist, wie sehr man ausser Atem kommt. Das ist eben falsch, weil die Ausdauer nur ein Teil des Sports ist. Reiten ist also eine klassische Koordinationssportart wie beispielsweise Geräteturnen.

Zurück zum Reiten: Du reitest Dressur, da weisst du ja, wie schwierig es ist, die richtigen Hilfen zu lernen und im richtigen Moment richtig einzusetzen, nicht wahr? Das ist eben genau die Koordination, die im Reiten so schwierig ist wie in kaum einem anderen Sport. Nirgends sonst werden so viele Muskeln gleichzeitig unterschiedlich kombiniert mit unterschiedlichem Kraftaufwand wie beispielsweise beim Dressurreiten. Du weisst selber, dass ein kleiner Haltungsfehler schon alles kaputtmachen kann, oder wenn die Anlehnung am äusseren Zügel nicht stimmt oder was weiss ich alles. Als Schwierigkeit kommt noch hinzu, dass du das alles so fein und präzise machen musst, dass es von aussen so aussieht, als tust du gar nichts und würdest nur da sitzen.

Im Reiten werden auch viele Muskeln beansprucht, die im Alltag gar nicht gross gebraucht werden. Schon allein die Kraft, um dich auf dem Pferd zu halten, den wuchtigen Bewegungen des Pferdes und seiner Kraft paroli zu bieten und die perfekte Haltung zu halten, ist nicht zu unterschätzen. Nicht vergeblich hat so ziemlich jeder nach der ersten Reitstunde Muskelkater. Und weil du die Muskeln für so ziemlich alles brauchst, was du vom Pferd verlangst, brauchst du mehr Sauerstoff weil mehr Energie. Diese bezieht der Körper aus einer höheren Atem- und Herzfrequenz. Beim Springreiten, wo die Ausdauer wichtiger ist als bei der Dressur (denke wieder daran: zum Sport gehören verschiedene Bereiche!), werden dadurch so hohe Pulswerte erreicht wie bei Rugby- oder Fussballspielern! Und da sagt noch einer "nicht anstrengend"... Im Reiten ist die Ausdauer nicht das Ziel, sondern Voraussetzung dafür, dass du zu jeder Zeit deine Hilfen perfekt geben kannst.

Um zum Schluss zu kommen: Reiten nicht als Sport zu bezeichnen ist einfach lächerlich und zeigt, dass derjenige keine Ahung hat. Reiten ist mehr Sport als viele andere und, ich kann mich nur wiederholen, ein extrem komplexer und technisch anspruchsvoller noch dazu!

Lass dich also nicht entmutigen, denn du weisst es besser :) Wenn jemand etwas gegen das Reiten als Sport sagt, dann antworte mit einem Lächeln und einem lässigen "der war gut :)".

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

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Meine Güte, das ist ja haarsträubend, was hier geschrieben wird!

Also. Die Frage allein ist schon völlig falsch gestellt. Wie die verschiedenen Dialekte zustandegekommen sind? Naja, die gabs schon immer. Das Künstliche an der deutschen Sprache ist nämlich die Hochsprache. Diese wurde im späten Mittelalter auf der Basis eines ostmitteldeutschen Dialektes erfunden, weil es mühsam oder sogar unmöglich war, dass sich verschiedene Dialekte untereinander verstanden. Der deutsche Sprachraum ist nämlich noch heute ein riesiges Dialektgebiet. Das bedeutet, dass die Dialekte, je weiter sie geografisch voneinander entfernt sind, immer unterschiedlicher werden. Das Nachbardorf versteht sein Nachbardorf und das wiederum seines. So kommt es, dass ein Basler einen Berner versteht, ein Freiburger einen Basler, ein Mannheimer einen Freiburger usw. Ein dialektsprechender Berliner hat aber keine Chance, einen Berner zu verstehen und umgekehrt, weil die Unterschiede mittlerweile so gross sind durch die Distanz. Das ist ganz natürlich so entstanden. Man sieht das doch überall in der Natur, dass sich die Dinge in verschiedenen Regionen unterschiedlich entwickeln. Ist die Architektur überall gleich? Sind die Kulturen überall gleich? Sind die Mahlzeiten überall gleich? Ist die Musik überall gleich? Nein, und so ist auch die Sprache nicht überall gleich, weil sie sich je nach Region im Laufe der Zeit unterschiedlich weiterentwickelt hat. So sind die Dialekte entstanden.

Weil sich gewisse Dialekte untereinander aber nicht verstehen konnten und können, kam (so sagt man) ein gewisser Martin Luther damals auf die Idee, eine einheitliche Sprache zu schaffen, die von allen Dialekten mehr oder weniger verstanden wird. Er wollte nämlich seine deutsche Bibelübersetzung so weit wie möglich unters Volk bringen. Das neugeschaffene Hochdeutsche war aber eigentlich nur für das Schriftliche vorgesehen. Im Alltag wurde noch überall Dialekt gesprochen. Dann passierte aber Folgendes: Es entstand langsam ein Nationalbewusstsein, und eine Nation, so dachte man, braucht schliesslich eine gemeinsame Sprache, auf die man seine Identität stützen kann. So wurde schliesslich in vielen Regionen Deutschlands, insbesondere in den gehobenen Schichten, das Hochdeutsche je länger je mehr auch gesprochen und im Alltag gebraucht. Diese Entwicklung hat sich bis heute fortgesetzt. In der Schweiz beispielsweise lief das bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein auch so, dann hat man aber genau das Gegenteil gemacht wie in Deutschland: Man hat sich nämlich als Nation auf die Dialekte berufen, um sich von Deutschland abzugrenzen (vor allem in den Weltkriegen). Deshalb spricht man in der Schweiz im Alltag noch meistens Dialekt. In Deutschland leider die meisten nicht mehr. Das, was die Deutschen als Dialekt bezeichnen, sind eigentlich eher Akzente, bei denen man dem Sprecher anhört, aus welcher Region er stammt, weil er von den dortigen Menschen und Kultur beeinflusst ist. Sprachlich gesehen ist das aber Hochdeutsch. Richtige Dialektsprecher gibt es nicht mehr viele, oder dann werden diese als "ungebildet" abgestempelt. Völlig ungerechtfertigterweise :)

So, ich hoffu, ich ha dier chännu hälfu. Es deichund wirkli vil Lit, dass z Hochtitsch z Urtitsch isch. Eiguntli isches aber numu en moderni mänschlichi Erfindig uf irusch Triumphzug durch Zit und Rüm... :P

Hier noch ein Beispiel für den coolsten Dialekt, den es gibt (Lamas mit Hüten):

http://www.youtube.com/watch?v=yF-yioIfGKw

En schööne Abu wiisch ich dier!

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Ich spreche aus Erfahrung und kann dir versichern: Du wählst einen guten Sport! Ich bin männlich und habe mit neun Jahren mit dem Reiten angefangen, heute bin ich bald 18 (habe zwischendurch ein paar Jahre pausiert, fange aber wieder an). Wieso solltest du Angst haben? Die Leute, die doofe Sprüche machen sind eh immer die, die keine Ahnung haben. Blöde Bemerkungen quittierst du einfach mit einem Lachen und einem lockeren "Ach der war gut" :) Sag ihnen einfach: "Hei, ich würde gerne anfangen zu reiten" wie wenn du sagen würderst, du würdest gerne Fussball spielen. Übrigens: Es ist ein ganz klar von Männern dominierter Sport: 17 der Top 20 der Springweltrangliste sind Männer.

Also bevor du ein Pferd brauchst, musst du sicher einmal Reitstunden in einem Schulbetrieb auf einem Schulpferd nehmen. Die Grundlagen zu erlernen dauert recht lange im Reitsport, du musst zuerst einmal die koordinativen Fähigkeiten und die entsprechenden Muskeln entwickeln, was lange dauert, bis du einigermassen sagen kannst, du kannst reiten. Ich spreche hier von mindestens einem halben bis zu einem Jahr wöchentliche Reitstunden. Danach hast du eine Grundlage, auf der du aufbauen und dich weiterentwickeln kannst: sportlich oder freizeitmässig, Springen oder Dressur, eigenes Pferd oder nicht usw. Hab mich dann für sportlich und Springen entschieden.

Ich kann dir Reiten nur empfehlen. Es ist ein toller Sport, bei dem so ziemlich alles in Anspruch genommen wird: Koordination, Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer, Geschick, Sensibilität, Gleichgewicht, psychische Einstellung uvm. Und da soll noch jemand sagen "eher feminin".

Also los!

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Eine Herkunftserklärung dieses Wortes besagt, dass es eine in den 60er Jahren in Los Angeles entstandene Abkürzung unter Schwulen ist: "Sectretly, we are gay." Die Herkunft ist aber nicht genau geklärt, gibt noch andere Erklärungsversuche.

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