Kann ich mein Therapeut drum bitten mir ein Therapiehund zu Verschreiben?

9 Antworten

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Die meisten hier haben dich falsch verstanden, weil ein Therapiehund etwas anderes ist als du meinst.

Du brauchst ein Attest, dass du aus gesundheitlichen Gründen einen Hund halten darfst/musst - wie bei einem Blindenhund. Dann kannst du dir einen Hund anschaffen und der Vermieter kann ihn nicht verbieten, wenn er keinen relevanten Ärger macht.

So ein Attest kann dir dein Therapeut ausstellen.

Ich bin ganz deiner Meinung, glaube allerdings, daß es nicht ganz so einfach sein wird. Wenn man eine Sache nach dem gesunden Menschenverstand entscheidet, ist es meistens rechtlich andersrum.

Wir wollen mal das Beste für Chiennex hoffen...

:-)

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Okay Vielen dank für die hilfreiche Antwort, weißt du ob das nur bei Therapeuten geht oder auch beim normalen Hausarzt ? weil er weiß ja über meine Vergangenheit bescheid er hat mich dadurch da quasi raus geholt. ?

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@Chiennex3

Jetzt mußt du amBall bleiben. Wende dich an alle, die dir zur Verfügung stehen.

Egal ob Arzt, Therapeut oder Sozialberater. Schöpf alle Ressourcen aus. Zur Not auch den Lieben Gott^^.

Alles Glück ! :-)

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Hallo,

nein, Therapiehunde werden nicht "verschrieben".

Selbst bei Blindenführhunden übernehmen die Krankenkassen die Kosten nur äußerst zögerlich und oft muss der Betroffene dafür sogar vor Gericht kämpfen - und bekommt auch nicht immer Recht.

Und nur die Blindenführhunde sind im Heil- und Hilfsmittelkatalog aufgeführt, andere Assistenz- oder Therapiehunde nicht, daher erfolgt seitens der KK auch keine Kostenübernahme.

Du wirst dir also etwas anderes überlegen müssen, um an einen Hund zu kommen. Wie wäre es, wenn du dich als Gassigeher im örtlichen Tierheim bewirbst - dann hast du auch ständig Kontakt mit Hunden, die sich zudem sehr freuen, mal vor die Tür zu kommen.

Gutes Gelingen

Daniela

Nein, ich denke, so wird das nichts werden. Ein Therapeut, der dich nicht kennt, wird dir sicher keinen Hund verschreiben. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das überhaupt geht.  Für den Anfang würde ich mir an deiner Stelle ein Tierheim in der Nähe suchen und dort fragen, ob du die Hunde ausführen kannst. Meist sind die Leute dort froh über jede Hilfe. So hast du einen Hund, wenn du einen brauchst und über Nacht wird er weiter im Tierheim versorgt.

Das hat dann ja nicht mit Therapie zutun ich brauche einen kleine freund zum lieb haben um für den hund da zu sein, einer der mir das gefühl gibt gebraucht zu werden. und das kann ich für paar mal gassi gehen nicht haben. Ich bin gerne für die Hunde im Tierheim da so ist das nicht, aber ich möchte gerne ein eigenden Hund haben. Ich weiß die jenigen können sowas nicht verstehen aber ich versuche es so gut wie möglich zu erklären 

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@Chiennex3

Genauso mußt du das deinem Therapeuten erklären ! 

Dann klappt das vielleicht...  Nur Mut ! 

:-)

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@Chiennex3

Das ist zu verstehen, aber es gibt keinen Grund, weshalb ein Tier in deinem Fall überlebenswichtig und ein Umzug ausgeschlossen ist. Wie es jeder andere auch macht bzw machen muss, wenn Tiere der Wohnung nicht gehalten werden dürfen und man unbedingt eins möchte. 

Und schon gar nicht ist ersichtlich, warum wir alle mit unseren Kk-Beiträgen das finanzieren sollten.

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@Seanna

Den Hund muss er sich natürlich selber kaufen - den bezahlt die KK nicht. Es geht ja nur um den Vermieter.

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@Chiennex3

"Das hat dann ja nicht mit Therapie zutun ich brauche einen kleine freund zum lieb haben um für den hund da zu sein, einer der mir das gefühl gibt gebraucht zu werden."

Ich sehe da keine medizinische dringende Indikation für einen Hund oder ein derartiges Attest. Und selbst wenn die bestünde, ist ein Blindenhund rechtlich etwas völlig anderes, wie erläutert wurde.

Man kann ja viel wollen oder privat unternehmen, aber hier Ärzte oder Therapeuten einzuspannen, was nebenbei von der Allgemeinheit bezahlt werden muss, ist ungerechtfertigt.

Und es wurde auch kein Grund genannt, weshalb ein Umzug unmöglich ist, wenn denn der Wunsch nach einem Tier so dringend ist.

Ich lese da nur eine Anspruchshaltung "ich will das, aber nix dafür tun und andere sollen das bitte finanzieren oder für mich durchsetzen, auch wenn es keine Rechtsgrundlage gibt - einfach weil ich doch so gern ein Haustier möchte weil ich jemanden brauche, der mich liebt" raus.

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***Ein Therapeut, der dich nicht kennt, wird dir sicher keinen Hund verschreiben***

Sry das ist falsch. Ein Therapiehund kann nur von einem Pädagogen geführt werden, und während der Arbeit eingesetzt werden.

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Such dir erstmal Adressen zur Psychosozialen Beratung aus´m Netz. aber zu allererst solltest du mit deinem Therapeuten reden.

:-)

Wie meintest du das mit dem Hausarzt wenn ich fragen darf ? 

kann er mir auch ein attest geben das ich aus gesundheitlichen gründen einen Hund brauche ? 

lg. 

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@Chiennex3

Ich hatte mich vertippt.

Entschuldige...

Aber es ist schon richtig, daß Therapiehunde teuer sind und das man da nicht so leicht rankommt. Vielleicht könnt ihr ja "tricksen" und er kann dir aus therapeutischen Gründen einen Hund "verschreiben", dir attestieren das du aus psycholgischen Gründen einen Hund Brauchst.

Es kann ja wohl auch ein normaler Hund sein.

ansonsten übernimm doch eine Patenschaft für einen Wauwau aus dem Tierheim.

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@Almuric

es soll ja auch ein normaler hund sein, sowas kann der arzt ja auch verschreiben, weil ohne den therapeuten bekomme ich kein hund. 

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@Chiennex3

Nein, einen Hund kann ein Arzt nicht verschreiben - auch keinen normalen Hund. Wer oder was hindert dich daran, dir einen eigenen Hund zu kaufen?

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@dsupper

Deswegen hab ich ja verschreiben in Anführungszeichen gesetzt. Attestieren wäre die bessere Wortwahl gewesen.

Auf jeden Fall was Schriftliches, was den dösigen Vermieter beeindruckt. Am besten mit ´nem dicken Stempel oder Dienstsiegel drauf, wir sind schließlich in Germany.^^

:-)

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@Almuric

@Almuric - auch damit kann man einen Vermieter nicht zwingen, einen Hund zu dulden, wenn er gute Gründe für eine Verweigerung hat. Wenn man so dringend einen Hund "benötigt", dann muss man die Gegebenheiten dafür schaffen - und sich dann eben eine Wohnung suchen, in der die Hundehaltung erlaubt ist.

Für mich hört sich das eher danach an, dass die FS gerne einen Hund möchte - aber keine Lust hat oder keine Anstrengung unternehmen möchte, um diesen Wunsch auch wahr werden zu lassen.

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@dsupper

Die Interessenabwägung möchte ich sehen, mit der der Vermieter gegen einen ärztlich attestierten Hund ankommt. Das geht ja bei einem Blindenhund auch nicht.

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@Georg63

Richtig, bei einem Blindenhund geht das nicht, denn dieser gilt nicht als Hund - sondern als "Hilfsmittel" eines Blinden. Und für diese Hunde gibt es tatsächlich gesetzliche Regelungen.

Ein Blindenführhund darf mit in den Supermarkt, ins Flugzeug, in jedes öffentliche Gebäude - versuch das mal mit einem normalen Hund. Und leider gibt es diese Ausnahmeregelungen noch nicht einmal für die Assistenzhunde für Menschen mit Behinderungen.

Und noch einmal: ein Arzt kann keinen Hund "verschreiben" (auch nicht auf eigene Kosten!) oder auch offiziell gültig attestieren - weil er nur verschreiben und attestieren darf, was im Heil- und Hilfsmaßnahmenkatalog aufgeführt ist - und da gibt es eben nur Blindenführhunde.

An ein "Privat-Attest" - wenn es so etwas gibt - braucht sich kein Vermieter zu halten, denn es wäre dem "Patienten" ja ohne weiteres zuzumuten, sich eine andere Wohnung zu suchen.

Nur als Beispiel: versuch doch mal, dir von einem Arzt attestieren zu lassen - ohne eine ausreichende bestätigte Gehbehinderung zu haben - dass du einen Parkplatz vor deiner Haustür unbedingt brauchst. Und dann gehst du mit diesem Attest zum Vermieter oder zur Gemeinde und möchtest diesen Parkplatz (den es schon gibt), für dich reserviert haben - du hast ja ein Attest! Sorry, aber die werden dich auslachen .....

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@dsupper

Fakt ist, bei der Interessenabwägung kann so ein Attest ein wichtiges Argument sein.

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Der Hausbesitzer wird auch dann kein Hundefreund werden, wenn du mit einem Therapiehund in seiner Wohnung lebst. Möglicherweise bekommst du - und da vielleicht gar nicht mal zu unrecht - das Gefühl, dass der Hausbesitzer was gegen dich hat ? Die wenigsten Menschen lassen sich gerne zu etwas zwingen, was sie eigentlich nicht wollen. 

Wäre es vielleicht eine Option für dich, eine Wohnung zu suchen, in der Hunde erlaubt sind ?

Was der Vermieter will, kann dem Frager völlig gleichgültig sein. Wenn das Gesetz ihm wegen dem Attest einen Hund erlaubt, dann ist eine Kündigung deswegen ausgeschlossen.

Der Vermieter wird ja nicht gezwungen, etwas zu tun, sondern soll den Frager einfach nur in Ruhe lassen.

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@Georg63

Es gibt aber KEIN Gesetz, dass die zwingende Erlaubnis zur Hundehaltung unterstützt. Und nur Blindenhunde gelten als Sonderfall. Noch nicht einmal die Assistenzhunde sind bisher dazu gekommen.

Und wenn der Vermieter gute plausible Gründe hat, hier scheinbar die Hundehaltung zu verbieten (und die hat er ja anscheinend, denn sonst würde sich die Problematik nicht stellen), dann nutzt es auch nichts, wenn ein Therapeut eine Empfehlung ausspricht - denn mehr kann er gar nicht machen. "Verschreiben" oder attestieren kann er so einen Hund nicht, weil so ein Hund eben nicht im Heil- und Hilfsmittelplan vorkommt (anders als z.B. Blindenhunde).

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@dsupper

Wenn die Fragestellerin ohnehin schon ein Problem mit Mobbing hat, wird vermutlich ein Vermieter, der widerwillig einen Hund in der Wohnung dulden muss, auch nicht unbedingt zum Seelenfrieden und Gesund werden beitragen. 

Die Frage ist, selbst wenn Vermieter heutzutage nicht mehr Hundehaltung verbieten können, man selbst mit einem Vermieter umgeht / umgehen kann, der gezwungen wird, sein Verbot aufzuheben und einen Hund zu dulden. 

Ich wollte das nicht als Hundehalter...

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