Kann man diesen Pilz essen?

Foto 1 - (essen, kochen, Pflanzen) Foto 2 - (essen, kochen, Pflanzen) Foto 3 - (essen, kochen, Pflanzen) Foto 4 - (essen, kochen, Pflanzen)

19 Antworten

Hallo,

die exakte Bestimmung der Rotkappen-Arten ist oft sehr schwierig,
wenn man nicht die genauen Bestimmungsmerkmale (färbung der Schüppchen am Stiel) kennt, sowie nicht die Symbiosebäume dazu sieht.

Eine Rotkappe ist es eindeutig und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit
ist es eine Espen-Rotkappe. Bei den abgebildeten älteren Exemplaren ist
es schwierig, aber bei den sehr jungen und jungen Exemplaren sieht man
eindeutig den hell, fast weißlichen Stiel, der sich erst im Laufe des
Alterungsprozesses im Stielansatz dunkler verfärbt. Das ist typisch für
die Espen-Rotkappe.

Die Espenrotkappe ist ein guter Speisepilz, bei jüngeren Exemplaren
sehr fest im Fleisch und fast immer ohne Maden/Würmer. Sie eignet sich
auch gut zum Trocknen oder als Pilzpulver (leicht schwärzend, zum
Einfärben von Nudeln oder Teigen geeignet).

Rotkappen sind nicht giftig, sie können aber, wie alle anderen Pilze
auch, im Alter bei beginnender Zersetzung zu Lebensmittelvergiftungen
führen, weshalb man ältere Exemplare besser stehen lassen sollte.
Kulinarisch interessant sind ohnehin nur die jüngeren Pilze.

LG Jürgen

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Alledings gibt in DE viel mehr Birken als Espen, daher sicher auch mehr Birken-Rotkappen.

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@Bitterkraut

ja, so ist es ... ich habe selbst hier bei mir, in meinem großen Waldgebiet, dem Spessart, auch nicht sehr viele Stellen, an denen ich die Espen-Rotkappe finden kann. Sie kommt auch sehr unregelmäßig, selbst in feuchten Jahren und ich finde sie nicht immer. Wenn ich sie jedoch finde, so freue ich mich über die wunderschöne Farbe der jungen Exemplare, mit ihrem fast schneeweißen und leicht geflockten Stiel und den leuchtenden, roten Kappen. Optisch und auch kulinarisch ein sehr schöner Pilz.

LG Jürgen

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@Bitterkraut

Zu Bitterkraut: Nur haben BIRKEN- Rotkappen auffallend dunkle (fast schwarze) Schüppchen auf hellem Grund- das haben diese gezeigten auf dem Foto nicht, also gebe ich nicht von der BIRKEN.- Rotkappe aus.

Es gibt noch einige andere Rotkappen- nicht nur die Espenrotkappen, sondern auch  Fichten- Rotkappe, Kiefern- oder Nadelwaldrotkappe, Eichenrotkappe und vielleicht noch ein paar weitere- was weiß ich ?

Ganz nebenbei ist die Espenrotkappe auch nicht strikt an Espen gebunden, sondern bildet auch mit anderen Bäumen Mykorhiza  aus.

Man soll sich da nicht vom deutschen Namen kirre machen lassen.

Als Beispiel: ICH finde Fichtensteinpilze bedingt durch unsere lokalen Wälder fast immer unter Buchen, frage mich gerade, ob ICH den FICHTEN- Steinpilz schon überhaupt mal unter einer Fichte gefunde habe, wenn, waren es für mich sehr wenige Funde, doch ich glaube im letzten Jahr habe ich den echt mal unter einer Fichte gefunden.


Die BIRKEN- Rotkappe ist aber vermutlich echt an Birken gebunden, zumindest nach üblicher Literatur. Ob es da auch andere Fälle gibt, nein das überprüfe ich nur , wenn  der Fall eintreten sollte, daß ich eine augenscheinliche Birkenrotkappe ohne Birken finden sollte. Aber die Rotkappen scheinen ja eine großen Bogen um mich herum zu machen. Als NOCH  Kind fand ich die bedeutend häufiger, aber als Kind habe ich mir echt keine Gedanken um Artunterscheidungen gemacht- Die häufigsten waren sicher die Birkenrotkappen, weil die sind in meinem Langzeitgedächtnis echt als typische! Rotkappe abgespeichert.

BIRKENspeitäublinge, nach allgemeiner Literatur nur an Birken gebunden, habe ich auch auch schon ohne Birken gefunden. Habe wirklich die ganze Umgebung nach Birken abgesucht.  Systematisch!!!!. Ich hätte sicher! keine Birke, auch keine noch so  kleine, übersehen. Hatte schon an meiner Bestimmung gezweifelt.  Bin damit dann zu jemanden hin, der sich besser auskennt als ich. Ergebnis: sie können auch mal mit Birkenverwandten Mykorhizzas ausbilden, z.B. der Hainbuche.- Und ja es gab da tatsächlich eine kleine Hainbuche. Also doch BIRKENspeitäublinge!



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Wer sich mit Pilzen auskennt, weiß wenn er ne Rotkappe vor sich hat...er und der Birkenpilz sind fast identisch und beide essbar also als rein damit...

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Wenn sie sich beim Anschneiden nach einiger Zeit (nicht sofort!!) blau-grün verfärben, sind es wahrscheinlich Maronenröhrlinge.

Die wären essbar.

Verfärben sie sich direkt, sind es Hexenröhrlinge (wobei das hier untypische Exemplare wären); nicht zum Verzehr geeignet.

Aufgrund solcher Infos von "irgendjemandem" aus dem Internet solltest du deine Gesundheit aber nicht riskieren!

Erst essen, wenn ein erfahrener Sammler oder ein Experte von der deutschen mykologischen Gesellschaft die Pilze bestimmt hat!


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Es sidn ganz sicher weder die einen noch die anderen.

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@Bitterkraut

Das sind definitiv keine eindeutigen Unterscheidungs-Merkmale. Ohne zu wissen, wie der Standort der Pilze liegt, kann man definitiv nicht ausschließen, dass das Maronen sind.

edit: Antworten (ohne entsprechende Anmerkung) nach einer Reaktion darauf zu verändern und damit den Zusmmenhang zu verändern ist nicht gerade nett ;)

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@Bitterkraut: du brauchst mir sicher nicht zu erklären, wie Pilze idealtypisch aussehen. Bei dem in meiner Region gerade vorherrschenden trockenem Wetter weichen sowohl Röhren- als auch Kappenfarbe stark von diesem Bild ab. Pilze sehen nicht immer wie im Lehrbuch aus

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@Schnuppi3000

Ein Hexenröhrling wird nie so aussehen, wie auf dem Foto. Ne Marone auch nicht. Ich geh seit 50 Jahren in die Pilze. So ne Marone hab ich noch nie und nirgends gesehen. 

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@Bitterkraut

Na dann hast du in den 50 Jahren wohl noch nicht so viel Vielfalt gesehen wie ich in der Hälfte der Zeit oder gehst immer nur bei den gleichen Wetterbedingungen. Aber mit dem Hexenröhrling hast du wahrscheinlich Recht.

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Hei, ringo411, Maronen sind es ganz sicher nicht. Die rosa Schwämme unter dem Hut deuten auf den Gallenröhrling - der schmeckt so, wie er heißt: Du kannst - ohne Gefahr für dein Leben - einmal daran lecken (an dem Pilzfleisch) - - und dann vergißt du ihn nie wieder! 

Wie immer gilt: Ferndiagnosen können lebensgefährlich sein! Grüße!

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