Judo oder Hapkido sinnlos wie Taekwondo oder brauchbar?

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8 Antworten

Ganz offenbar hast du nicht einmal ein Minimum an Vorarbeit geleistet und dir mal die Wikipedia-Artikel zu den Themen Judo und Hapkido durchgelesen.

Das ist schon mal ein ganz schlechter Einstieg.

Wenn du im Training ähnlich sorgfältig bist und es eilig hast, wundert es mich nicht, wenn eine Kampfkunst dich zu langweilen beginnt, weil es nicht genug Gewalt gibt.

Jetzt zu deinen Fragen:

Hapkido: Der koreanische Begriff "Hapkido" geht auf die Schriftzeichen für "Harmonie", "Energie" und "Weg" zurück - und entspricht in der Bedeutung daher dem Namen der japanischen Kampfkunst Aikido. Das ist auch nicht verwunderlich, da beide auf der Kampfkunst Aiki-jujutsu basieren.

Technisches zum Hapkido: Das Hapkido umfasst neben Techniken, die sich auch im Aikido finden, wie beispielsweise Würfe und Hebeln, weitere Techniken wie etwa Tritte und Fausttechniken, die dort nicht gepflegt werden.

Waffen im Hapkido: Ebenso wie im japanischen Aikido werden Techniken mit Stab und Schwert gelehrt. Im Hapkido kommen jedoch noch weitere Waffen hinzu - Kurzstock, Spazierstock, Fächer und Fesseltechniken.

Allerdings werden natürlich keinem Anfänger mal eben ein paar Waffen in die Hand gedrückt, das versteht sich von selbst.

Philosophie: Ähnlich wie Aikido ist Hapkido an sich kein Wettkampf oder Leistungssport, allerdings gibt es Freikampf und in einigen Verbänden tatsächlich auch Turniere. Wie kampforientiert der Unterricht ist, hängt vom Verband ab.

Hinweis: Ich wusste diese Dinge zwar bereits zu einem gewissen Teil zuvor - die Recherche über Google und Wikipedia wäre aber auch dir sicher nicht schwer gefallen.

Wenn möglich wäre es gut wenn man da nicht ständig vom Miester 
hören würde: "Ein Taekwondo Kämpfer ist dann am besten wenn er 
nicht kämpfen muss" oder "man wird durch .... ein besserer Mensch"
oder anderen so Mist.

Das ist der Unterschied zwischen

  • Kampfkunst
  • Kampfsport
  • Selbstverteidigung (SV)

Die Kampfkunst beruht auf traditionellen Lehren und legt das Gewicht auf Persönlichkeitsentwicklung und Charakterschulung. Deshalb sind die Techniken nicht ineffekiv - sie enthalten sogar potentiell tödliche Elemente - werden aber nicht als Mittel zur Gewalt gelehrt.

Ein Beispiel wäre traditionelles Karate.

Bei Kampfsport geht es um Wettkampf, Meisterschaften, Titel. Es werden besonders gefährliche Techniken entfernt und, je nach Sport, auch Schutzkleidung getragen, da es auch Vollkontakt-Sportarten gibt.

Körperliche Fitness und Eigenschaften wie Fairness und Mut werden gefördert. Ein Beispiel für Kampfsport wäre Kickboxen, oder Sportkarate.

Bei Selbstverteidigung (SV) handelt es sich um moderne Lehren, die Techniken aus verschiedenen Stilen kombinieren um eine optimale Verteidigung zu gewährleisten.

Diese SV-Systeme werden im Militär ebenso genutzt wie von Sondereinsatzkräften der Polizei, von Bodyguards und Sicherheitskräften - aber eben auch in Kursen zur Selbstbehauptung für Frauen und in eigenen Schulen für Privatpersonen unterrichtet.

Hier geht es nicht um Philosophie oder Fairness, sondern um die Fähigkeit zur Verteidigung. Beispiele hierfür wären Krav Maga und Real Aikido,

Hinweis: Charakterschulung die den Gewaltverzicht lehrt, ist aus meiner Sicht keineswegs "Mist" wie du es nennst, sondern wie du jetzt sicher auch siehst, einfach eine Lehre, die Kampfkunst von Wettkampfsport und Selbstverteidigung unterscheidet.

Welche Prioritäten man setzt - Persönlichkeitsentwicklung, Wettkampfsport oder Selbstverteidigung - bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

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Kommentar von exiltue
07.09.2014, 18:40

Danke für die ausführliche Antwort

Ja ich gebe zu ich hatte keine Ahnung von Judo und Hapkido und ich hatte mich nicht damit beschäftigt sondern einfach nur gefragt.

Ich gebe auch zu dass ich in TKD kein Interesse daran hatte irgendetwas auswendig zu lernen und von der Philosophie nichts wissen wollte. Ich verstehe auch nicht den Sinn dahinter diese Thekuks zu lernen, ich möchte nicht Stunden investieren so etwas auswendig zu lernen das mich weder interessiert noch etwas bringt. Das ist nichts gegen Leute die das interessiert ich meine irgendeinen Sinn wird das schon haben, den ich halt nicht erkenne.

Das mit den Waffen in Hapkido verstehe ich irgendwie auch nicht ganz, ich meine man muss ja einmal anfangen mit den Stöcken etc. zu kämpfen das kann man ja theoretisch nicht lernen. Und wenn jetzt zwei gegeneinander kämpfen und ausrechend Schutzkleidung haben wird sich niemand verletzen ich meine man kann diesen Schutz ja nicht mit einem Stock durchschlagen. Auch wenn man die Techniken beherrscht muss man z.B. rechtzeitig auf Angriffe reagieren abwehren etc. Du hast recht wenn du jetzt sagst dass ich keine Ahnung davon habe aber woher auch. So gesehen wäre es mir viel lieber wenn z.B. einfach jemand mit einem Stock gegen mich kämpfen würde und ich es dadurch lernen würde, aber diese Möglichkeit habe ich nicht.

Danke auch für die Beschreibung von den Unterschieden zwischen Kampfkunst und Kampfsport und Selbstverteidigung darüber habe ich nie nachgedacht.

Davon würde mich nur SV ansprechen wie ich schon sagte ich will von Charakterschulung und Persönlichkeitsentwicklung nichts hören (das interessiert mich halt nicht) Ich kann mir auch nicht vorstellen dass sich mein Charakter ändert wenn ich was von Kampfkunst lerne, hat es bisher auch nicht.

Zu Kampfsport Irgendwelche Titel oder Gürtel haben für mich keine Bedeutung. Körperliche Fitness hat für mich auch keine Bedeutung. Also mir geht es auch nicht darum in einem Wettkampf fair zu sein, ich meine wenn man auf der Straße angegriffen wird bringt es einem nichts wenn man so fair ist und den Gegner nicht zwischen die Beine tritt nur so als Beispiel. Ich möchte darüber auch keine Diskussion anfangen das ist auch nichts gegen Kampfsport/kunst sondern das ist halt nichts für mich.

Selbstverteidigung spricht mich eher an also die Fähigkeit sich zu verteidigen würde mich schon interessieren.

Und ja ich bin ja auch für Gewaltverzicht und ich würde auch nie jemanden schlagen (außer halt um mich zu verteidigen) Das ist natürlich kein Mist nur wie gesagt es interessiert mich halt nicht. Dies ist auch der Grund warum mich TKD langweilt da es mir einfach darum geht zu kämpfen und ich keine Charakterschulung haben möchte.

Fällt Hapkido und TKD und Judo jetzt unter Kampfkunst/sport oder Selbstverteidigung, das konnte ich über das Internet auch nicht herausfinden.

Du kennst dich ja da sehr gut aus, was würdest du mir empfehlen oder kannst du dir vorstellen dass mich entweder Hapkido oder Judo freuen würde? Wie schon gesagt es würde mir sicher Spaß machen einfach nur z.B. mit einem Stock zu kämpfen in Freestyle (falls man das so nennt aber du weißt sicher was ich meine) glaubst du dass ich in dem Fall etwas finde das mir Spaß macht?

mfg exiltue

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Ich denke dass Judo für dich schon sinnvoll wäre. Es ist zwar nicht mit Waffen, aber man lernt Griffe und Techniken, die man im Leben zur Verteidigung brauchen kann. Außerdem kämpft man gegeneinander, das war ja auch eines deiner Kriterien. Es gibt keine Tritte oder Sprünge und das Training ist sehr vielseitig. Du schreibst, dass du keine schmerzhaften Verrenkungsübungen machen möchtest. Beim Judo ist es von Vorteil wenn man einigermaßen beweglich ist und natürlich wird sich gedehnt, darum wirst du aber denke ich bei keiner Kampfsportart drumherumkommen.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

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Kommentar von exiltue
07.09.2014, 13:01

Danke für die Antwort Wenn das so ist dann werde ich mir Judo einmal ansehen. Das man da nicht mit Waffen kämpft ist schade aber wenn man da wie du sagst gegeneinander kämpft (mit brauchbaren Techniken Griffen etc) keine sinnlosen Tritte oder diese TheKucks (ka wie man das schreibt, ich meine halt diese nutzlosen auswendig gelernten Abfolgen von „Techniken“ etc. lernt kann ich mir gut vorstellen dass das für mich geeignet wäre. Gut, das mit den Dehnungsübungen finde ich jetzt auch nicht so schlimm, es macht zwar keinen Spaß aber du hast wahrscheinlich recht dass wird man bei jeder Kampfsportart brauchen, solange man halt kämpft stört mich das auch nicht wirklich. Ich schreibe dann nochmal hier rein wie ich Judo finde. Mfg exiltue

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Taekwondo als nutzlos zu bezeichnen ist echt eine Beleidigung. Das was du gemacht hast war "traditionelles" Taekwondo. Hier geht es nicht ums Kämpfen sondern um Disziplin, schnelligkeit etc. Wenn du nach Taekwondo mit KÄMPFEN suchst dann geh zu einen Verband der sich ITF nennt. Glaub mir, dort lernst du kämpfen. Und dann nimmst du das "nutzlos" auch ganz schnell zurück. Dort lernst du hohe Kicks, Faustschläge etc. Viele ITF Kämpfer steigen auch sehr häufig in den Ring. Also zuerst Erfahrung sammeln, dann reden.

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Judo paßt für dich nicht, das ist waffenlos. Hapkido kenn ich leider nicht. Kung Fu gibts mit vielen verschiedenen Waffen, bei uns trainieren sie mit Schwert oder Stock, das hängt von den Lehrern ab, was die gernt haben.

Alle fernöstlichen Kampfsportarten sind zu einem großen Teil mentales Training. Wie wärs mit einem reinen Selbstverteidigungskurs? Schau mal in der Volkshochschule, die bieten Wochenendkurse an, in manchen Städten auch die Polizei oder Schulen. Lies das Lokalblatt, frag in der nächsten Wachstube danach.

Ich drück dir die Daumen, damit du das Richtige findest! :-)

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Kommentar von exiltue
06.09.2014, 21:44

Danke für die schnelle Antwort Das man mit Waffen kämpft ist mir nicht so wichtig, wie gesagt mir ist wichtig dass man überhaupt kämpft. Das mit den Waffen habe ich schon fast aufgegeben. Also kämpft man bei Judo? Und lernt man da irgendwelche Griffe etc. die man auch anwenden kann und die sinnvoll sind? Kung Fu kenne ich logischerweise auch nicht. Es bringt auch nichts mich damit zu befassen da ich dazu sowieso keine Möglichkeit habe außer halt 100km entfernt oder so. Das es Selbstverteidigungskurse gibt wusste ich gar nicht, in der Schule wo ich bin werden nur irgendwelche langweiligen Ballsportarten wie Basketball angeboten. Ich habe einmal bei der Gemeinde nachgefragt ob es bei uns so etwas in die Richtung gibt aber die konnten mir da nichts empfehlen. Du sagst also ich sollte bei der Polizei nachfragen, wie geht das schreibt man da ein E-Mail? Ich meine einfach so die Polizei anrufen und da nachfragen könnte auch unangenehm werden. Eine Hochschule gibt es bei uns auch nicht. Ich würde es gerne versuchen auch wenn ich nicht glaube das es in unserem Dorf mit ca. 5k Einwohnern irgendetwas in die Richtung gibt.

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Hallo,

einerseits kann ich dich z.T. verstehen, aber andererseits musst du noch ne Menge lernen. Du scheinst etwas irgendwo zwischen "Cool mit Stöcken rumfuchteln" und "Krasser Selbstverteidigung mit Kampf, wo der Gegner am besten k.o. geht" zu suchen, was Spaß macht und so in der Komfortzone anstrengend ist.

Ich weiß nicht, wo man das findet, aber ich kann dir versichern, dass Judo und Hapkido auch nicht das richtige für dich sein werden.

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Kommentar von exiltue
11.09.2014, 18:14

Danke für die Antwort Es freut mich dass du mich verstehst. Was genau muss ich noch lernen? Genauso ist es ich suche etwas wo man mit Stocken/Schwertern Dolchen/Speeren/ Äxten oder was auch immer kämpft. (von mir aus auch unbewaffnet das ist nicht so wichtig) Und ich möchte damit in der Lage sein einen Gegner effektiv damit kampfunfähig zu machen. Und natürlich möchte ich das auch in sagen wir mal in einem Übungskampf anwenden, also ohne Verletzungsgefahr indem man geschützt ist.

Du hast vermutlich leider recht dass Hapkido und Judo nicht dass richtige sind aber ich werde dennoch beides versuchen. mfg exiltue

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Hey ich würde einfach in denn umliegenden Dörfern und Stäten schauen was alles an Kampfsportarten angeboten wird und alles was sich gut anhört da gehst du zum Proble training hin und schaus es dir mal an, ich habe nur für die Nachbarstadt geschuat und ich weiß nicht welche Kampfsport arten es dort nicht giebt, es giebt ausm Sport verein ein Paar sachen (Boxen, Karate, Judo) und bissher 2 Kampfsportschulen die ich gefunden habe die unter anderem, Karate, Kick-Taiboxen, Aikido, kungfu, Judo, Ji jitzu, ving tsung anbiten und das in einer Vorstadt von Hamburg also nicht mal sonderlich Groß du musst nur bisschen suchen und dann immer tranining ansehen lg

wenn du rechtschreibfehler findest darfst du sie selbstverständlich behalten

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Kommentar von exiltue
06.09.2014, 22:19

Danke für die Antwort Wie ich schon gesagt habe es gibt nicht wirklich viel in unserer Nähe, ich habe bisher nur TKD, Judo Hapkido und Boxen gefunden, bis auf TKD ist sogar das alles sehr ungünstig zu erreichen ich ich Schüler einer weiterführenden Schule bin und das am Abend um 8 ca. ist und 40km weg von mir.

Wo genau kann man da nachsehen was angeboten wird? Ich habe schon im Internet gesucht aber da findet man auch nicht alles, von TKD z.B. habe ich auch nur zufällig erfahren. Die Gemeinde gibt einem ja (bei uns halt) keine Auskunft und in Zeitungen liest man auch nichts davon. Wie kann man da jetzt was erfahren außer über das Internet? Aber ich wohne auch auf dem Land und kaum eine größere Stadt ist in unserer Nähe, da wird es vermutlich nicht viel geben.

Und ja, ich werde wenn ich etwas finde sicher einmal hingehen mir das ansehen, ich hoffe nur davon nicht auch so enttäuscht zu werden wie von Taekwondo. mfg exiltue

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Ich mache selber Judo und überstetz heißt es:,,der samfte weg''. Es ist ein Sport wo man lernt sich und anderen nicht weh zutun . Man lernt richtig zufallen, egal ob nach vorne hinten oder Seite, das bedeutet wenn man jz z.b vom Pferd fällt ist es geringer das man sich etwas bricht. Außer fallen lernt man würfe, Hebel, kata, Würger, Man bekommt Bauch Muskeln , Kondition also man ist fit.

Judo ist ein gaaaanz toller Sport der richtig viel Spaß macht und man selbst viel lernt.

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Kommentar von exiltue
31.12.2014, 09:16

Danke auch für deine Antwort, aber wie gesagt ich denke nicht dass das das richtige für mich ist, da man nicht gegeneinander kämpft. Aber sollte ich die Möglichkeit haben werde ich es einmal testen.

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Kommentar von NicJudo
13.12.2015, 23:43

Du hast da etwas falsch verstanden. Im Judo kämpft man viel mit einem Gegner und macht auch Übungen mit einem Partner (Technik aber auch Aufwärmen und das randori (trainingskampf d.h. nicht so brutal wie bei einem Turnier)

Ich mache wie man an meinem Profilnamen erkennen kann selbst Judo und hoffe ich konnte dir helfen, wenn du dich noch nicht entschieden hast.

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Offenbar hast du einfach einen sehr schlechten Trainer... Taekwondo ist nicht sinnlos... Ich trainierte das jetzt seit 6  1\\\\\\\\2 Jahren ,bin dreizeh n hab rotschwarz und kann mich durchaus auch gegen 17 oder 18jährige durchsetzen.

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Kommentar von exiltue
17.07.2015, 17:30

Schade, so wird es wohl sein. Kämpft ihr oft gegeneinander?

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