Ist für euch das Wort 'Feminismus' positiv oder negativ belegt?

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13 Antworten

eher negativ. Ich bin für Gleichberechtigung der Geschlechter. Genau wie gegen Rassismus.  Entgegen aller Behauptungen jeder Mensch sei gleich, finde ich, dass dieser Satz falsch ist. Jeder Mensch ist anders, ein Individuum, aber jeder Mensch ist gleich viel Wert. Egal ob weiß, schwarz, Mann, Frau, schwul und so weiter.

Aber Feminismus bedeutet für ihre Vertreter häufig nicht m = f , sondern m < f.
Und das ist genau so falsch wie m > f.

Frauenquote in Versicherungen, Banken usw., vor allem in in Führungspositionen, kein Problem. Aber dann bitte auch in der Müllabfuhr, im Handwerk und in der Industrie! Man kann sich nicht nur die Sahnestückchen aussuchen.

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Negativ. Ich spreche mich deutlich für Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen aus, aber eben GLEICHberechtigung. Leider habe ich schon oft in der Diskussion mit selbsternannten Feministinnen gemerkt, dass ihr Ziel ist, die Stellung der Frauen über die der Männer zu bringen. Das merkt man schnell beim Thema sexualität. Die meisten Feministinnen halten es für unvertretbar, wenn eine Frau im Bett vom Mann dominiert wird, auch wenn die Frau sich eben dieses dominiert werden wünscht. Es ist für sie aber kein Problem wenn Männer im bett von Frauen dominiert werden. Ebenso ist für sie sexuelle Belästigung seitens Frauen gegenüber Männer nicht existent. Trotzdem will ich aber hervorheben, dass Feministinnen wie Alice Schwarzer großes für die Frauenwelt getan haben und dass man das nicht runterspielen sollte.

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Kommentar von loema
25.10.2016, 12:49

Da muss ich widersprechen.
Feministen haben das Tabu der Unsichtbarkeit des sexuellen Missbrauchs als erste gebrochen. Das ist durch die Frauenbewegung entstanden.
Und da haben sich Frauen miteinander unterhalten.
Eine Männerbewegung, die das mit sich geklärt hat, gab es glaube ich nicht. Keine Feministin sagt, dass sexueller Missbrauch an Männern nicht existiert.
Aber es ist verständlich, dass zuerst Frauen als Betroffene geredet haben.
Hier wären Männer am Zug, das Thema mehr öffentlich zu machen.
Die Frauen haben den Anfang gemacht.

Zum Thema Dominanz beim Sex.
Auch hier wurde innerhalb der Frauenbewegung diskutiert.
Und überhaupt mal das Machtverhältnis beim Sex in Frage gestellt.
Und nicht als gegeben hingenommen.
Durch die Pille hatte sich ja auch einiges verändert und das war nicht nur zum Vorteil der Frauen.
Heute wissen Frauen darum, dass Dominans beim Sex erwünscht sein kann. Es gab heiße Diskussionen über BDSM.
Aber BDSM ist eine spezielle Art der Sexualität und nicht der Standartsex zwischen Partnern.
Diese Außnahme musste erstmal Raum finden. Und anerkannt werden.
Das hat etwas gedauert. Aber heute ist das kein Streitpunkt mehr.

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Bei mir ist das Wort negativ belegt. Das liegt imho daran, dass genau die Leute, die einem leichthin auf die Nase binden, dass sie sich als Feministen identifizieren, oft auch nicht gerade die sind, die eine wohlüberlegte  Meinung zu dem Thema haben, oder dazu etwas für mich nachvollziehbares zu sagen haben.

Deshalb habe ich Vorurteile gegenüber Leuten, von denen man ohne sie zu kennen oder kennenlernen zu wollen allzu schnell etwas über Feminismus erzählt bekommt- das was da erzählt wird ist, gelinde gesagt, oft sehr einseitig und die Reaktion die man bekommt, wenn man versucht dagegen zu argumentieren allzu oft:

"Deine Meinung ist nicht von Belang, weil du dich nicht informiert hast".

Nun bin ich kein Experte auf diesem komplizierten Gebiet, aber wenn ich schon förmlich rieche dass ein für "den Feminismus" argumentierender Gesprächspartner das ebenfalls nicht ist und auch meine Gegenargumente nicht mal kennt und darauf eingehen kann, dann finde ich das sehr unerfreulich. 

Das ist mir so schon öfter passiert, also wird an dem Vorurteil was dran sein.

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Kommentar von Skibomor
24.10.2016, 17:35

Ich bin mit dem Feminismus groß geworden und habe in den letzten Jahrzehnten miterlebt, dass viel für Frauen erreicht wurde, z.B. durch Politik und Gewerkschaften, glaube aber nicht, dass wir da schon am Ende der Fahnenstange angekommen sind, was Gleichberechtigung betrifft.

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Die Feminismus-Bewegung war gut und richtig zu ihrer Zeit. Mittlerweile hat sich viel geändert, worüber ich sehr dankbar bin.

 Gleichberechtigung sollte selbstverständlich sein. Das finge schon mal mit gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit an, egal ob m oder w. Da krankt es an vielen Arbeitsplätzen noch immer sehr.

Den "Gender-Wahn" finde ich vollkommen unnötig. Und das ändern des Textes der Österr. Bundeshymne, das ist doch eine Lachnummer.

Ich fühle mich auch als Tochter des Landes angesprochen, wenn es da heißt: Heimat bist Du großer Söhne...

Es wäre hoch an der Zeit, dass Feminismus nicht mehr notwendig wäre.

 

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Ich glaube, dein Gefühl ist berechtigt. Für mich wird der Begriff mehr und mehr positiv besetzt. Denn letzten Endes definiere ich ihn für mich und sehe mich durchaus als Feministin.

Die meisten denken dabei an Alice Schwarzer und an Argumentationen, jeder Mann wäre ein potenzieller Vergewaltiger. Das ist natürlich Quatsch. Genauso wie es Quatsch ist, Feministinnen als unrasirte Besswerwiserinnen abzutun, die keinen Kerl abbekommen oder Feministen als Weicheier abzustempeln. Es geht schlicht um die Überwindugn von Sexismus und Ungleichheiten (ich spreche nicht von körperlichen Verschiedenheiten).

Das Feminismus Blödsinn ist, weil wir ja alle gleichberechtigt sind, sehe ich absolut nicht so. Ich bin in einer sehr gleichberechtigten Familie aufgewachsen...Hausfrauenmodell gabs ja in der DDR auch nicht wirklich...von daher dachte ich lange auch, dass Feminismus nicht mehr nötig ist.

Heute sehe ich das etwas anders. Es gibt sehr wohl Nachteile: im Berufsleben, bei der Bezahlung oder auch die Erwartungen...aber was mich vor allem stört, ist wie Sexismusdebatten von statten gehen. Das Abtun sexueller Belästigung, dassVerhöhnen von Opfern und das Vorverurteilen. Das geht mir richtig gegen den Strich. Außerdem der permanente Körperkult und die Übersexualisierung weiblicher (teilweise auch männlicher) Körper.... wie man als Frau auszusehen oder sich zu benehmen hat...in Werbung, Frauenzeitschriften oder grenzdebilen Fernsehsendungen.... (und hier sieht man dann, wie oft 13 jährige fragen, ob sie sexy sind oder abnehmen müssten....).

Aber Sexismus und Benachteiligung von Frauen geht nicht allein von Männern aus!! Es gibt leider, und das nervt noch mehr, auch sehr viele Frauen, die es anderen, sei es aus Missgunst, Neid oder sonst etwas, Frauen extrem schwer machen. Der Sexismusskandal in der Berliner CDU ist dafür ein schönes Beispiel.

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Kommentar von Ottavio
24.10.2016, 18:48

Vorab: Nicht alles was Alice Schwarzer gesagt oder geschrieben hat, ist falsch oder dumm. Aber unbestreitbar ist, dass sie den Begriff und die ideologischen Inhalte des Feminismus in Deutschland geprägt hast. Wenn Du als Feministin nicht mit ihr in einen Topf geworfen werden willst, musst Du Dich schon konkret von einzelnen Inhalten distanzieren.

Ich wüsste niemanden, der Feministinnen als Weicheier bezeichnet So bezeichnet zu werden ist eher das Schicksal der Pazifist_inn_en. Und warum zum Teufel sollen sie sich rasieren ? Ich rasiere mich doch auch nicht. Aber ja, auch ich denke an die Behauptung, alle Männer seien potenzielle Vergewaltiger. Ich kann sie noch nicht einmal widerlegen.

Trotzdem ist sie natürlich männerfeindlich gemeint. Im Februar diesen Jahres hatte sie wieder Konjunktur. Frau erinnert sich: Erst gab es die Silvesterskandale von Köln u.a., dann gab es die Tendenz, zu denken, alle Ausländer seien potenzielle Vergewaltiger, und dann traten die Feministinnen dem entgegen: Nein, nicht alle Ausländer, sondern alle Männer! (Übrigens hat die Schwarzer dazu später ein paar kluge Worte gesagt.) 

Die Veranstaltung dazu in meiner Stadt war am 6.Februar. Ihr Titel war "Gegen den alltäglichen Sexismus". Nicht eine der Frauen war imstande, auf meine Bitte hin das Wort "Sexismus" zu definieren. Stattdessen wurde ich sofort als "benevolenter Sexist" geoutet. Nun gut, dann bin ich eben Sexist. Inzwischen fühle ich mich ganz wohl dabei.

Ich habe den Eindruck, dass Du Probleme mit der Sexualität hast, und ich habe die Erfahrung (eines schon recht langen Lebens), dass Du damit unter den Feministinnen nicht die einzige bist, ganz im Gegenteil. Es ist nicht so, dass viele oder die meisten von ihnen keinen Mann abbekommen hätten. Aber sehr viele haben ihn sehenden Auges vertrieben.

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Für mich ist Feminismus eine Selbstverständlichkeit und klarerweise positiv besetzt.

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Das Wort Feminismus ist für mich negativ belegt, da

1. Feminismus nur die Gleichberechtigung der Frauen anstrebt und nicht die Gleichhalt aller Menschen was Egalitarismus wäre-

2. Das das Hauptargument der meisten Feministen ist,dass Frauen viel weniger verdienen als Männer ( Angelblich pro Euro den ein Mann verdient verdient eine Frau 60-80ct), was einfach nicht stimmt , da dies nur den unbereinigten Gender Pay Gap wiederspiegelt ( Alle Einkommen von Frauen in Vollzeit in direktem Vergleich mit Männern in Vollzeit) . Da aber mehr Männer Führungspositionen besitzen und oft (im Gegensatz zur Frau) nicht wegen Familie ihre Karriere aufgeben verdienen sie auch meist mehr. 

Der bereinige Gender PAy Gap ( Einkommen im selben Alter und selben Beruf Frauen = Männer) ist nur ca 3%.

3. Feministen meinen,dass Frauen im Internet zu sehr sexualisiert werden.    Viele Frauen stellen sich freiwillig sehr sexualisiert da bsp. Youtuber     Männer oberkörperfrei ist für Feministen  nicht sexualisiert aber Frauen in kurzen Hosen/BH  ist sexualisiert.

Und und und..

Keine Lust mehr ^^ :D

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Ich halte von dem Wort nicht viel, denn es sagt nicht wirklich was aus. Etwas was es eh geben sollte was gleich sein sollte

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Ich finde das Wort überflüssig, weil es etwas beschreibt, was natürlich sein sollte... 

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Kommentar von Greta1402
24.10.2016, 17:14

Danke danke danke 🙏🏽

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Kommentar von nonamefauna
24.10.2016, 17:18

Ja du hast vollkommen recht!☺️

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Kommentar von Skibomor
24.10.2016, 17:21

...sein sollte, aber real  nicht ist...

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Das sind Leute, die keine Ahnung davon haben, was Feminismus überhaupt ist. Es gibt übrigens auch Feministen (Männer), die ebenfalls für die Rechte von Frauen kämpfen, z.B. gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit.

Allerdings haben deine Tags "Sex" und "Sexualität" eigentlich nichts mit Feminismus zu tun.


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Geht mir genau so. Wenn ich das Wort höre denke ich direkt an fanatische Frauenrechtlerinnen, die eigentlich keine Gleichberechtigung wollen, sondern eine Bevorzugung der Frau. 

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Kommentar von Dilaralicious2
25.10.2016, 20:20

Ja dann sind sie aber keine femininsten sondern behaupten es nur und verstehen selber nicht was es heißt  

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Ich sehe das eher negativ weil es heute nicht mehr darum geht das Frauen Gleichberechtigt werden sondern das Frauen Bevorzugt werden

Aber zum glück gibt es auch viele Feministinnen die nur Gleichberechtigung wollen davon aber zu wenig :(

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Positiv. Die meisten haben einfach keine Ahnung was das Wort heißt und was es bedeutet. Es heißt einfach nur Gleichberechtigung für Frauen und Männer.
Nur manche weiber meinen sie sind stolze femininsten dabei sind sie einfach nur frustrierte männerhasser die das Wort in den Dreck ziehen.

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