Ist es schlimm Christ zu sein aber noch nie die Bibel gelesen zu haben?

30 Antworten

Ja, das ist schlimm. Denn es ist ein Unterschied, ob du einfach nur an einen Gott oder ein höheres Wesen glaubt oder ob du dich Christ nennst.

Woher weißt du denn, dass du an den christlichen Gott glaubst, oder auf christliche Weise an Gott glaubst? Von denen wahrscheinlich, die selbst Christen sind.

Ich will dir mal ein Beispiel erzählen. Ich erzähle dir von einem Ort, an dem es Gold gibt. Und du glaubst es mir und stellst ihn dir jahrelang vor, also schönen Ort. Nach vielen Jahren willst du ihn sehen, und ich führe dich dort hin. Was erblickst du? Einen riesigen Müllberg. Du schaust mich fragend an, und ich erkläre dir, dass versehentlich mit Hausmüll und in Möbeln und natürlich durch den ganzen Elektroschrott viel Gold im Müllberg landet, mehr als in einem durchscnittlichen Schmuckkästchen. Fühlst du dich dann veralbert?

So ist es auch mit der Bibel. Die paar schönen Stellen, hauptsächlich die Bergpredigt, sind in einem Haufen Müll verteilt. Die Bibel insgesamt ist eher ein widerliches und brutales Machwerk, in dem Gott wahrlich nicht gut wegkommt.

Ich selbst bin Atheist und habe die Bibel eher aus Trotz gelesen, weil immer wieder Gläubige sagten "Lies die Bibel, dann wird dir vieles klar". Und als ich dann mit dem Alten Testament duch war, hieß es "Lies das Neue Testament, das ist ganz anders". Letztes stimmt auch nicht wirklich, denn hauptsächlich wird dort betont, dass man an Gott glauben kann, soviel man will und trotzdem verdammt ist, wenn man nicht an Jesus Christus glaubt. Also "Juden, ihr kommt in die Hölle". Muslime gab es damals ja noch nicht.

Wenn du an Gott glaubst, ist das deine Privatsache. Wenn du dich als Christ bezeichnest, lässt du dich vereinnahmen, denn andere sprechen in deinem Namen, ob du es willst oder nicht. Du solltest schon bewusst entscheiden, ob du da mitmachst.

Woher ich das weiß:
Recherche

Die Bibel sagt über sich selbst:

"Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet" (2. Timotheus 3,16-17).

Ein Vorbild für Christen sind m. E. die Beröer, die alles anhand der Bibel überprüften: "Sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte" (Apostelgeschichte 17,11b).

Schlimm ist es nicht, komisch auch nicht.
Aber wenn Du Christ bist, moechtest Du dann nicht wirklich mehr ueber Gott und Jesus erfahren? Denn so viele Dinge wurden niedergeschrieben, die Dir Antworten auf wichtige Fragen geben koennen oder Trost spenden koennen wenn es Dir persoenlich nicht gut geht.

Klar muss man sich damit beschaeftigen, sonst gehen Zusammenhaenge und Sinne verloren.

Aber fuer ein Christ ist die Bibel mehr als nur ein Buch, wenn man erkennt, das alles wichtige darin festgehalten ist, auch fuer die heutige Zeit uebertragbar.

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