Gott ist ein dreieiner Gott.

Der Vater ist Gott; der Sohn ist Gott und der Heilige Geist ist Gott.

Vater und Sohn sind dabei nicht im biologischen Sinne zu verstehen. Gott möchte uns mit diesen Begriffen etwas möglichst so vermitteln, dass wir es relativ gut verstehen.

Gott ist größer und anders als Menschen. Daher kann es sein, dass wir gewisse Dinge nicht gut verstehen.

Aber die Bibel zeigt recht klar, dass Vater, Sohn und Heiliger Geist jeweils Gott ist.

Es gibt wenige Stellen in der Bibel, in denen alle drei genannt werden. Eine davon ist die Taufe Jesu:

  Mt 3,16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Hier haben wir Vater, Sohn und Heiligen Geist in Aktion.

Gott der Vater bestätigt Jesus als seinen Sohn.

Dass der Vater Gott ist, wird wohl weniger bestritten, da Jesus zu ihm betete:

Mt 11,25 Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart.

Interessanter ist da schon die Frage, ob Jesus denn nun Gott ist - und wenn ja, warum er dann zum Vater betet und sagt, dass der Vater größer ist als er.

Joh 14,28 Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.

Zu bedenken ist dabei, dass Jesus, als er als Mensch auf dieser Erde lebte, sich erniedrigt hatte und daher natürlich der Vater größer war als er und natürlich betete er aus dieser erniedrigten Position als Mensch Gott, den Vater, an.

Im Philipperbrief steht über Jesus:

Phil 2,8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

Nach seinem Tode wurde er wieder erhöht.

Phil 2,9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist

Sowohl der Vater als auch der Sohn ist Gott, obgleich sie doch verschieden sind.

Dadurch, dass Jesus Gott ist und auch der Vater Gott ist, sind sie in der Eigenschaft, Gott zu sein, eins! Dies geht über "einer Meinung sein" weit hinaus.

Ist Jesus auch Vater?

Nein.

Ist Gott auch Sohn?

Nein, aber der Sohn ist Gott.

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Die Verse bzw die Einteilung der Bibel in Bücher, Kapitel und Verse dient dem einfachen Benennen und Auffinden bestimmter Textteile.

Übrigens gibt es in der Bibel durchaus Reime - allerdings in der Originalsprache.

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Wo in der Bibel steht denn, dass die Frau gleichberechtigt ist? So weit ich weiß, steht das nicht in der Bibel.

Es ist ein Unterschied, ob wir menschliche Ordnungen betrachten oder ob wir die Stellung der Menschen vor Gott betrachten.

Gott liebt sowohl Männer als auch Frauen. Er liebt übrigens auch Sklaven und deren Herren. Gottes Beurteilung richtet sich nach dem Glauben und der Hingabe der Menschen - unabhängig von menschlichen Ordnungen!

Desweiteren sagt uns Gott wie wir Menschen uns untereinander Verhalten sollen! Auch da gibt er Ordnungen vor. Wie und ob diese von den Menschen umgesetzt werden, ist eine andere Sache!

Wie sollte die Unterordnung geklärt werden?

Was meinst Du mit dieser Frage?

Inwieweit ist eine Unterordnung Gleichberechtigt?

Gar nicht - in Bezug auf diese Ordnung. Aber wer sagt denn, dass die Unterordnung Gleichberechtigung wäre?

Wie sollten diese Widersprüche in der Bibel erklärt werden?

Ich sehe da ehrlich gesagt keine Widersprüche.

Wenn Du da Widersprüche siehst, sag doch mal bitte, auf welche Verse Du Dich beziehst.

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Jesus spricht gegen die Lehrmeinung der Pharisäer, nämlich dass Menschen mit Krankheit geboren werden, wenn ihre Eltern gesündigt haben oder wenn sie selbst im Mutterleib gesündigt haben.

Du kannst gerne meine Antwort zu einer ähnlichen Frage lesen.

Im Falle dieses Blinden nutzt Jesus die Gelegenheit, dass Gottes Werke offenbar werden.

Ich denke nicht, dass der Mann nur deshalb blind zur Welt kam. Dies kann man aber durchaus auch so interpretieren.

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Nach heutiger wissenschaftlicher Bezeichnung sind Hasen keine Wiederkäuer.
Dabei ist mit "Wiederkäuer" wohl etwas anderes gemeint, als damals in Israel.

Ich halte es für eher schwierig, solche Begriffe eins zu eins zu übersetzen.

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Mir fällt es schwer, anzunehmen, dass die Frage ernst gemeint ist.

Was ist denn Deiner Meinung nach die Seele?

Hat der Mensch einen Körper, eine Seele und einen Geist? Wozu gehören dann die Arme? Zum Körper!

Falls Du an Gott glaubst und das Erlösungswerk Jesu im Vertrauen auf Jesus für Dich annimmst, wirst Du die Ewigkeit bei Gott verbringen. Dazu wird es einen neuen Leib geben, dem dann nichts fehlen wird!

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Man kennt es heutzutage hauptsächlich von den Zeugen Jehovas, dass sie Gott den Namen Jehova geben.

Allgemein ist inzwischen bekannt, dass "Jehova" wohl nicht der korrekte Name ist, sonndern dass der Name eher "Jahwe" oder "Jachwe" gesprochen wurde.

Allerdings wollen Zeugen Jehovas nicht gerne Fehler in Bezug auf die Bibel zugeben, da sonst die Frage (wiederum) unvermeidlich ist, ob die leitende Körperschaft vielleicht doch nicht Offenbarungen von Gott bekommt.

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Wenn man mal davon ausgeht, dass alle Religionen ausgedacht sind und keinen Wahren kern beinhalten

Der Gott, der in der Bibel beschrieben ist, lebt tatsächlich. Er hat die Welt erschaffen und hat daher das Recht, Regeln aufzustellen wie er es für richtig hält. Offensichtlich hält er es für besser, Homosexualität nicht zu praktizieren, auch keinen Ehebruch, Kinderschänderei etc.

Homosexualität wurde laut Bibel nicht bestraft, sondern der Sex gleichgeschlechtlicher Menschen.

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Gott sagt ja nicht einfach so, dass er bedingungslos alle Sünden vergibt, sondern dass er denen, die zu ihm umkehren und ihr Vertrauen auf ihn setzen, alle Sünden vergibt.

Gott hat sich auch nicht geändert, sondern er tut gemäß seinem Plan zu verschiedenen Zeiten verschiedene Dinge.

Das NT besagt auch nicht, dass es kein Gericht geben wird, sondern es werden die heftigsten Dinge vorausgesagt, die es je gab.

wieso sollte Gott für jede Kleinigkeit die Todesstrafe verlangen?

Das macht er nicht.

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Abraham gilt als der Stammvater der Juden und es ist den Juden extrem wichtig, von Abraham abzustammen. Dazu kommt, dass der Messias von Abraham abstammen muss, wenn also Jesus nicht von Abraham abstammen würde, könnte er nicht der Messias sein!

Also müsste der Stammbaum Jesu mit Gott anfangen. Das tut er ja auch im Prolog des Johannesevangeliums, aber eben nicht bei Matthäus.

Wie gesagt muss der Messias von Abraham abstammen. Alle Menschen stammen - nach jüdischer Sicht - von Adam und Eva ab, das muss also nicht unbedingt erwähnt werden.

Und warum beginnt der Stammbaum Jesu nicht mit Noah

Weil auch das für die Juden selbstverständlich war! Matthäus schreibt in erster Linie an Juden!

Was offenbart uns Gott in der Erzählung von Noah und der Sintflut?

Gottlosigkeit wird bestraft!

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Christentum

Mir scheint, dies ist eine Pseudofrage!

KEINE EINDEUTIGEN Beweise

Das kann man verschieden sehen. Für manche gibt es eindeutige Beweise - also Dinge, Umstände oder Ereignisse, die für sie als Beweise gesehen werden.

Klar, jetzt kann man mit irgendwelchen Definitionen von Beweisen kommen. Fakt ist aber, dass man an irgendeiner Stelle aufhört nach weiteren Begründungen etc zu suchen.

Etwas, was für den einen ein Beweis ist, muss für den anderen kein Beweis sein.

Wenn Jesus z.B. auferstanden und seinen Jüngern als Auferstandener erschienen ist, ist klar, dass diese Menschen das als Beweis gesehen haben.
Das bedeutet aber nicht, dass das von anderen Menschen auch als Beweis anerkannt wird, denn hier kommt die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Augenzeugen ins Spiel.

wie zbsp. hass gegen Homosexuelle

In der Bibel ist kein Hass gegen Homosexuelle notiert, im Gegenteil sollen die Menschen geliebt werden!

Es gilt: Der Mensch soll geliebt werden, die Sünde jedoch nicht.

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Damit wird ein Gebet bezeichnet, mit dem man Gott die Herrschaft über das eigene Leben übergibt.

Das bedeutet, man erkennt Gott als höchste Instanz an, betet ihn an und dient ihm.

Man glaubt, dass Jesus für die Schuld der Menschen gestorben ist und dass er am dritten Tag auferstanden ist. Man bekennt seine Sünden und bittet um Vergebung, die Gott einem gerne gewährt.

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Kann eine göttliche Bestrafung gerecht sein?

Ich sehe das so: Entweder, ist ein Mensch mit schweren Nachteilen auf die Welt gekommen, die es ihm schwer bis unmöglich machen, "gut" zu sein - oder aber, er wird durch seine Erfahrungen erst so richtig "böse".

1) Ein Psychopath zum Beispiel, ist biologisch unfähig, Empathie zu empfinden. Daher handeln diese Menschen entsprechend rücksichtslos und egoistisch.

Wäre Gott gerecht, wenn er empathielose Menschen erschafft, nur um sie für die Folgen der Empathielosigkeit zu bestrafen?

2) Menschen, die in bildungsfernen Gegenden aufgewachsen sind, haben es von Geburt an sehr schwer, "gut" zu sein. Denn dort muss man sich nicht selten mit Gewalt behaupten. Gewalt ist Alltag, Kaltherzigkeit, Rassimus und Diskrimierungen gewöhnlich. Jemand, der in eine liebevolle, pazifische Familie hineingeboren wurde, hat mit sowas nicht zu kämpfen!

Wäre Gott gerecht, wenn er Menschen für ihren geografischen und familiären Nachteil bestraft, den er ihnen selbst auferlegt hat?

3) Ein ganz großes Thema sind auch die Erfahrungen. Wie oft sind Menschen böse, wenn sie keine psychische Störung haben, für die sich nichts können oder nur harmonische und wohlwollende Erfahrungen gemacht haben? Wahrscheinlich gar nicht! Der überwiegende Teil der "bösen Menschen" ist nur wegen seiner traumatischen, verletzenden und unverschuldeten Vergangenheit zu "bösen Taten" fähig. Kein Mensch ist gerne böse und wenn doch, kann er dafür nichts!

Ist Gott gerecht, wenn er Menschen für die Konsequenz ihrer unverschuldeten Erfahrungen bestraft?

Ich finde es so absurd, wenn Leute behaupten, dass nur "Gute Menschen" in den Himmel kommen! Das ist doch nicht fair! Oder liege ich da falsch?

Wie seht ihr das?

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nur um sie für die Folgen der Empathielosigkeit zu bestrafen?

Das macht Gott ja nicht.

Wäre Gott gerecht, wenn er Menschen für ihren geografischen und familiären Nachteil bestraft, den er ihnen selbst auferlegt hat?

Wäre ... bedeutet Konjunktiv. Vielleich WÄRE er dann nicht gerecht - je nach dem, welcher Gerechtigkeitsmaßstab angelegt wird. Allerdings macht Gott das nicht.

Ist Gott gerecht, wenn er Menschen für die Konsequenz ihrer unverschuldeten Erfahrungen bestraft?

Ich sehe nicht, dass das so wäre!

Das ist doch nicht fair! Oder liege ich da falsch?

Ja, da liegst Du falsch. Es ist nämlich die Frage, welcher Maßstab angelegt wird! Na klar, wenn der Beschuldigte das Gerechtigkeitssystem auswählt, ist nach diesem jede Strafe unfair!

Aber wenn Gott diese Welt erschaffen hat, hat er auch die gültigen Regeln aufzustellen.

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Ergibt das Christentum Sinn?

Hmm... es hat Sinn!

warum stirbt Gott an Kreuz für unsere Sünden ?

Weil er die Menschen liebt.

Ergibt doch keinen sinn??

Doch.

Bitte seid ehrlich zu euch selbst.

Ja... seid endlich mal alle ehrlich zu Euch selbst! Du auch!

Und warum gibts Sünden dann wenn er das nicht mag

Weil er es noch mehr mag, dass Menschen entscheiden können!

häää

Genau! Wenn nicht sogar huuuuiiiiiii.

der ist doch allmächtig ???

Ja, Gott ist allmächtig! Und?

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Andere Meinung

Ich verstehe die Bibel so, dass ein Mensch den Heiligen Geist bekommt (Taufe im Heiligen Geist), wenn er zum Glauben an Jesus Christus kommt. Ich weiß, dass es da unterschiedliche Auffassungen gibt. Insbesondere meinen einige, dass die Taufe im Heiligen Geist ein zusätzliches Ereignis zur Bekehrung ist, das mit der Bekehrung zusammenfallen kann, was aber auch zeitlich deutlich getrennt von der Bekehrung sein kann. Für diese zeitliche Trennung werden Beispiele angeführt:

  1. Apg 2: Das Pfingstereignis geschah an Gläubigen, die ggf schon relativ lange gläubig waren.
  2. Apg 8: Die Menschen, die in Samarien zum Glauben kamen (durch Philippus), bekamen den Heiligen Geist, als ein paar Tage später Petrus und Johannes kamen und für sie beteten bzw die Hände auflegten.
  3. Apg. 10: Der Hauptmann Kornelius (und sein Haus) bekommt den Heiligen Geist. Er war aber schon gläubig, daher besteht auch hier ein zeitlicher Unterschied zwischen Bekehrung und Geistestaufe.
  4. Apg. 19: Paulus trifft ein paar Jünger, also Gläubige, die erst bei der Begegnung mit Paulus den Heiligen Geist bekommen.

Das sind die Beispiele, die mir einfallen für eine Trennung von Bekehrung und Geistestaufe. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Geistestaufe bei der Bekehrung geschieht. Selbstverständlich muss es sich um echten Glauben, nicht nur um vorgespielten Glauben handeln!

So, nun muss ich begründen und dafür etwas ausholen.

Es spielen bei der Begründung mehrere Aspekte zusammen, also nicht wundern, wenn es zunächst so aussieht, als habe es nichts mit dem Thema zu tun.

Ich fange mal mit dem Himmelreich an. In Mt 13 finden wir einige Gleichnisse über das Himmelreich.

Die meisten Gleichnisse fangen ungefähr so an:
"Das Himmelreich gleicht ..."

Und was wird beschrieben? Nicht etwa der Himmel im wörtlichen Sinne, nicht etwas weit weg, sondern etwas, was nahe ist, mitten unter uns.

Jesus gibt eine Hilfe zur Deutung der Gleichnisse, hier haben wir einen Teil der Deutung:

Mt 13,37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist's, der den guten Samen sät. 38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same, das sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. 39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.

Also ist es nichts, was perfekt ist, sondern etwas, wo die Kinder des Reiches aber auch die Kinder des Bösen sind. Kurz: Die Gemeinde! Die Gläubigen in der Gemeinde sind die Kinder des Reiches. Allerdings gibt es auch Kinder des Bösen in der Gemeinde! Realitätscheck per Erfahrung: Passt!

Wir halten fest: Die Gemeinde bzw alles, was sich "Christen" nennt, ist das Reich der Himmel - und zwar hier auf der Erde.

Das soll erstmal zu Mt 13 reichen. Ich lade ein, es auf das gesagte hin gegenzulesen. (Bei Unklarheit bitte gerne nochmal nachfragen)

Dazu möchte ich Jesu Aussagen in Erinnerung rufen:

Mt 3,2 und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Als Jesus das sagte, gab es die Gemeinde noch nicht, aber sie war schon nahe herbeigekommen.

Lk 17,20 Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen;

Lukas nennt das Himmelreich "Gottes Reich" - es ist das gleiche gemeint. Was wir hier sehen ist, dass es NICHT mit äußeren Zeichen kommt! Passt also zur Gemeinde.

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So, nun ein paar Gedanken zu Petrus und seinem Schlüssel, denn er ist eine Schlüsselfigur ;)

Schauen wir in Mt 16.
Dort finden wir ab Vers 13 die Geschichte um das Bekenntnis des Petrus.
Jesus fragt die Jünger, was die Leute glauben, wer er sei. Schließlich fragt er auch die Jünger, wer er ihrer eigenen Meinung nach sei.

Mt 16,16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn! 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Du bist Christus, sagt Petrus. Er erkennt ihn also als den erwarteten Messias!
Und Jesus bestätigt diese Erkenntnis!

Ein paar Verse weiter redet Jesus von Schlüsseln, die Petrus gegeben werden.

Mt 16,19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.

Was für Schlüssel sind das? Die Schlüssel des Himmelreiches! Und was das Himmelreich ist, haben wir schon gesehen: Die Gemeinde.

Petrus hat also die Schlüssel zur Gemeinde und er kann aufschließen, so dass Menschen dazu kommen können!

Die Passage "Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein." bedeutet meiner Meinung nach, dass sich Gott zu der Entscheidung des Petrus stellen wird. Petrus geht im Glauben voran und bekommt DESWEGEN die Bestätigung Gottes! ("Binden" und "Lösen" wäre ein eigenes Kapitel, aber diese Erklärung soll hier vorerst reichen)

Wie Petrus diese Schlüssel nutzt werden wir noch sehen.

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Ein weiterer Aspekt: Der Missionsauftrag in Apg 1 unmittelbar vor Jesu Himmelfahrt:

Apg 1,7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; 8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

Hier haben wir die Reihenfolge des Anfangs der Mission: Zuerst sollten sie in Jerusalem und ganz Judäa Zeugen sein, dann in Samarien und schließlich in dem Rest der Welt.

Dies entspricht den Menschengruppen, wie sie von den Juden damals (bzgl des Glaubens) gesehen wurden:

  1. Juden, das Volk Gottes
  2. Samariter, ein Volk, das nur die 5 Bücher Mose als Gottes Wort anerkannteund das ein Mischvolk war aus Juden und Heiden
  3. Der Rest der Welt oder auch die Heiden bezeichnete alle anderen Völker und Menschen

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Nun kommen wir zum Pfingstereignis bzw zur Taufe mit dem Heiligen Geist.

In Apg 2 finden wir die Predigt des Petrus nach der Taufe im Heiligen Geist, denn der Heilige Geist befähigte Petrus zum Predigen.

Apg 2,1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

Petrus war da und predigte (ab Vers 14).

Die Reaktion war, dass viele zum Glauben kamen:

Apg 2,37 Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? 38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.

Hier haben wir den Weg, wie man den Heiligen Geist bekommt!

  1. Buße tun
  2. Taufe
  3. Empfang des Heiligen Geistes

Buße ist nicht Selbstkasteiung! Buße bedeutet, dass man seien Sünden vor Gott (und ggf Menschen) bekennt und glaubt, dass er treu ist und einem vergibt.

Taufe ist das äußere Zeichen der inneren Veränderung: Man bekennt sich zum Herrn Jesus, man bekennt sich zu seiner Lehre und zu seiner Gemeinde.
Man ließ sich NUR taufen, wenn man überzeugt war und glaubte und sich aus anderen Zugehörigkeiten (jüdischer / pharisäischer Glaube) verabschiedete und von deren Zugehörigkeit. Man machte nicht einfach mal aus Spaß eine Taufe, sondern nur, wenn man es ernst meinte mit dem neuen Glauben!

So ist das nennen der Taufe nicht in erster Linie als äußeres Ritual, sondern als Bekenntnis der inneren Veränderung zu verstehen. Also geht es um den Glauben an Jesus! Daraufhin bekommt man den Heiligen Geist, wird also im Heiligen Geist getauft!

Die Jünger bekamen den Heiligen Geist beim Start der Gemeinde aufgrund ihres Glaubens sofort beim Start der Gemeinde, also des Himmelreiches!

Daher ist hier klar, dass wegen der besonderen Situation, nämlich dass das Himmelreich vorher noch nicht gekommen war, die Gläubigen NACH der Bekehrung aber sofort bei Ankunft des Himmelreiches die Taufe im Geist bekamen.

So, damit war der ersten Gruppe, den Juden, das Himmelreich aufgeschlossen - bedenke: Petrus war da mit den "Schlüsseln". Petrus predigt mit Vollmacht und Menschen kommen zum Glauben und bekommen den Heiligen Geist.

Die zweite Station sind die Samariter. Dieser Volksgruppe war nun (bis Kapitel 8) das Himmelreich noch nicht aufgeschlossen! Und das, obwohl Philippus dort predigte und die Menschen zum Glauben kamen. Aber Philippus hatte die Schlüssel nicht, sondern Petrus. Aber Petrus war nicht da.

Aber das kann man berücksichtigen:

Apg 8,5 Philippus aber kam hinab in die Stadt Samariens und verkündigte ihnen Christus. 6 Und das Volk neigte einmütig dem zu, was Philippus sagte, als sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. 7 Denn die unreinen Geister fuhren aus vielen Besessenen aus mit großem Geschrei, auch viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden gesund gemacht; 8 und es kam große Freude auf in jener Stadt.

Die glauben und freuen sich, aber hatten trotzdem den Heiligen Geist nicht bekommen! Weil das Himmelreich noch nicht für Samarien aufgeschlossen war.

Apg 8,14 Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. 15 Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. 16 Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. 17 Da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist.

Damit war nun auch den Samaritern das Himmelreich durch Petrus aufgeschlossen und ab nun bekam jeder Samariter bei seiner Bekehrung aufgrud des Glaubens den Heiligen Geist.
Für eine Volksgruppe musste nue einmal das Himmelreich aufgeschlossen werden, danach stand es der Volksgruppe offen.

In Apg 10 finden wir die Geschichte um den Hauptmann Kornelius. Er gehörte de letzten "Volksgruppe" an, dem Rest der Welt bzw den Heiden.

Petrus musste auf das Ereignis von Gott vorbereitet werden, damit er seine Vorurteile ablegte. Auch Kornelius wurde vorbereitet. Kornelius und sein Haus waren gläubig, hatten aber den Heiligen Geist noch nicht, da dieser dritten Gruppe (Rest der Welt) das Himmelreich noch nicht aufgeschlossen war.
Nun ist Petrus bei ihm und schließt ihnen das Himmelreich auf.

Petrus predigt also im Haus des Kornelius.

Apg 10,44 Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. 45 Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde; 46 denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: 47 Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? 48 Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Da baten sie ihn, dass er noch einige Tage dabliebe.

Fortan war auch den Heiden das Himmelreich aufgeschlossen.

War das aufschlussreich? ;)

Petrus' Aufgabe, das Himmelreich aufzuschließen, war damit erledigt.

Nun haben wir drei der Eingangs erwähnten Beispiele für eine zeitliche Trennung von Bekehrung und Geistestaufe behandelt und die besondere Situation der Ereignisse erklärt. Es fehlt noch Apg 19:

Apg 19,1 Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. 2 Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.

Hier begegnet Paulus einigen Jüngern, also Gläubigen.

Paulus stellt eine interessante Frage, nämlich ob sie den Heiligen Geist empfingen ALS sie gläubig wurden! Das ist also das normale für Menschen, die zum Glauben an Jesus kommen.

Jedenfalls verneinen diese Jünger die Frage und Paulus fragt weiter:

Apg 19,3 Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. 4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.

Aha... sie waren Jünger von Johannes dem Täufer. Der hatte aber gesagt, man sollte an den glauben, auf den er verweisen würde, Jesus.

Paulus predigt von Jesus, sie glauben nun - vorbereitet von Johannes - an Jesus und bekommen den Heiligen Geist im Zusammenhang mit ihrer Bekehrung zu Jesus!

Apg 19,5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. 6 Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten.

Hier haben wir also nicht einen Beleg, dass Bekehrung und Geisttaufe zeitlich getrennt sind, sondern im Gegenteil, dass die Geisttaufe im Zusammenhang mit der Bekehrung geschieht!

Ich würde also nicht sagen, dass Geisttaufe und Bekehrung identisch sind, sondern dass sie zeitlich zusammenfallen!

Im Epheserbrief finden wir dies:

Eph 1,13 In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist

Ich hoffe, ich habe verständlich erklärt, wie ich es meine, auch wenn ich ein paar Punkte nur kurz angerissen habe! Sonst frag nochmal nach :)

LG und Gottes Segen
wiele

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"Ein Weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel" (5.Mo.21.5)

Hmm... in 5. Mo 21,5 steht doch etwas anderes:

5. Mo 21,5 Und die Priester, die Söhne Levi, sollen herzutreten, denn der HERR, dein Gott, hat sie erwählt, dass sie ihm dienen und in seinem Namen segnen, und nach ihrem Urteil sollen alle Sachen und alle Schäden gerichtet werden.

Hab's gefunden, Du meinst wohl ein Kapitel weiter:

5Mo 22,5 Eine Frau soll nicht Männersachen tragen und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen; denn wer das tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Gräuel.

Das ist nicht nur eine äußere Sache, hat nichts mit Mode oder Kultur zu tun!

Ein Mann soll sich nicht als Frau ausgeben und eine Frau soll sich nicht als Mann ausgeben! Heutzutage wird genau das ziemlich krass gemacht (Transgender etc).

Muss man das Ernst nehmen?

Ich nehme das durchaus ernst. Darin zeigt sich, was Gott gut heißt und was nicht.

Das kann doch gar nicht stimmen, Gott schaut auf das Herz des Menschen, und nicht wie er sich anzieht oder wie er äusserlich ist.

Weil Gott auf das Herz schaut, denke ich, dass es sich bei dem Vers nicht nur um etwas äußeres handelt. Das Äußere spiegelt das Innere wider!

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Ich denke, dass es durchaus nicht so war, dass jeder Mann zwei oder mehr Frauen hatte. Ich könnte mir vorstellen, dass die Frauen dafür nicht reichen würden, wenn man davon ausgeht, dass ungefähr gleich viele Mädchen wie Jungen geboren werden und die Sterblichkeit in etwa gleich ist.

Gut, Kriege mögen ggf die Anzahl der Männer reduziert haben.

Einn Mann musste sich aber auch die Frauen "leisten" können, denn er war verpflichtet, für sie zu sorgen. Dieser Aspekt ist bei Königen wohl eher gegeben, von daher wundert es nicht, dass gerade von Königen berichtet wird, dass sie viele Frauen hatten. Dazu kommt im Falle von Königen vielleicht noch der Aspekt dass diese sich mehr als andere Menschen mit anderen Königen verglichen und deren Status nicht nachstehen wollten.

Die Männer, von denen in der Bibel berichtet wird, sind - insbesondere im AT - Staatsmänner bzw Männer mit besonderer Bedeutung. Dies geht oft mit entsprechendem Vermögen einher oder auch mit besonderen Taten oder Wundern.

König David hatte viele Frauen, das ist klar. Aber gerade ihm wird "Ehebruch" vorgeworfen (der vielleicht nicht als solcher deklariert wird). Er sieht Batseba und will sie auch als Frau haben! Er hat Sex mit ihr, sie wird schwanger und er will vertuschen, dass da was zwischen ihnen war. Daher holt er ihren Mann Uria in den Heimaturlaub, damit der mit seiner Frau schlafen soll und das Kind später als seines ansehen sollte. Uria macht das aber nicht aus Loyalität seinen Kriegskameraden gegenüber. Daher wird er derart an die Front geschickt, dass er umkommen muss, was auch geschieht.
Nun nimmt David Batseba zur Frau.
Der Vorwurf, der ihm von Nathan übermittelt wird ist der, dass er "viele Schafe" hat und trotzdem dem, der nur "ein Schaf" hat, dieses wegnimmt. Dies war der Vergleich mit den Frauen, waraus ich schließe, dass Uria nur einer Frau hatte.

So weit ich weiß, hatte Hesekiel auch nur eine Frau. In Hes 24,18 ist von ihrem Tod die Rede.

Wie war das eigentlich bei Mose? Hatte er nicht auch nur eine Frau? Mir fällt gerade nur Zippora ein.

Ich sehe es auch so, Polygamie nicht verurteilt wird. Allerdings denke ich, dass es nicht das Ideal ist - auch nicht von Gott als ideal angesehen wird.

Bei Abraham war es so, dass Sarah beschloss, ihm Hagar zu geben, weil sie nicht glaubte, dass Gottes Verheißung der vielen Nachkommen anders zu erfüllen sei. Gottes Intension war aber nicht, dass er eine weitere Frau (Hagar) nahm, sondern Gottes Intension war, dass Sarah ein Kind bekommen sollte.
Das Beispiel zeigt, dass durch Polygamie heftige Probleme entstehen können und dass Polygamie einer menschliche Erfindung ist - Gott lässt aber den Menschen sein Leben gestalten, entweder nach dem Willen Gottes oder auch gegen Gottes Willen.

Dies zeigt sich auch bei der Erlaubnis der Ehescheidung. Gesetzlich (nach dem mosaischen Gesetz) war es in Ordnung, eine Frau aus der Ehe zu entlassen. Trotzdem sagt Jesus:

Mt 19,8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist's nicht so gewesen.

So duldet Gott manche Dinge, obwohl sie eigentlich nicht so vorgesehen waren.
Ich denke, dass es bei der Polygamie ähnlich ist.

Im NT sagt Paulus, dass ein Mann nur eine Frau haben soll, wenn er in leitende Gemeindeposition kommen will. Die Leiter sollen Vorbilder sein! Es wird aber nicht gesagt, dass man die Ploygamie beenden soll, wenn sie besteht. Es kamen ja Menschen verschiedenster Völker zum Glauben, die eben auch in einer Vielehe sein konnten.

Für mich ist der Tenor der Bibel zu diesem Thema also:
Nach Möglichkeit bitte keine Polygamie, obwohl Polygamie nicht verurteilt wird!

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