Ist es okay nicht an Gott zu glauben?

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Man muss nicht an Gott glauben. Man darf an ihn glauben.

Aus der Sicht eines Christen macht uns Gott ein Angebot, lässt uns aber die Freiheit, unser Leben zu verwirklichen. In welcher Form wir das tun und welchen Religionen wir uns dabei unterwerfen, ist meiner Ansicht nach nur von zweitrangiger Bedeutung.

Denn gerade Jesus hat ja versucht zu vermitteln, dass eisern eingehaltene Regeln nicht unbedingt zu Gott führen und dass Liebe unter Menschen etwas Universales ist. Auch wenn er selber Jude war, hat er trotzdem am Sabbat Kranke geheilt - im übertragenen Sinn also Gutes getan, auch wenn das nach strenger Auslegung des Judentums verboten war.

Wichtig war nach seiner Lehre, Gutes zu tun und Gott als Richtschnur des Handelns zu haben.

Ich bin auch durch die "Hölle" der katholischen Lehre gegangen, die mir in meiner Jugendzeit neben der Glaubenszuversicht auch immer wieder alle möglichen Strafen für Missverhalten (das natürlich andere Leute für mich definiert haben) angedroht hat.

Mich davon freizumachen, war und ist keine leichte Aufgabe.

Aber ich kann dir versichern, dass du auch ein guter Mensch in Gottes Sinn sein kannst, wenn du nicht an die Gestalt glaubst, die jemand ins Religionsbuch gemalt hat.

Die Drohung mit Höllenstrafen ist nur eine sehr perfide Methode, die "Gläubigen" bei der Stange zu halten. Einen Gott, zu dem sich die Menschen nur aus Angst bekennen, mag ich mir nicht vorstellen. Meiner wäre das nicht.

Grundgesetz (Verfassung) der Bundesrepublik Deutschland

Artikel 3, Absatz 3:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Das ist eins Deiner Grundrechte wenn Du Dich auf deutschem Boden befindest. Du musst nicht unbedingt einen Glauben haben, dass wird Dir nicht vorgeschrieben.

Wer Dich zu einem Glauben zwingen sollte könntest Du ihn also vor dem Verfassungsgericht verklagen. In dem Absatz steht "JEDER" also auch Du, wo Du 16 bist.

LG Andy

Woher ich das weiß:Recherche

Ich leben auch in einer religiösen Familie, glaube aber auch aus eigener Überzeugung an Gott. Meine Eltern waren früher katholisch und wir sind jetzt evangelische und ich kann dir nur zustimmen das die bei den katholischen schon bei einigen Sachen echt kompliziert, unnötig und seltsam sind.

Es ist nicht richtig von ihnen dich unter druck zu setzen, aber leider haben sie schon recht was das angeht das du wenn das Ende der Welt kommen sollte dann ein Problem hast. Das sollte aber für dich kein Grund sein zu glauben, sondern nur wenn du das auch wirklich selbst so siehtst.

Es ist zwar schade wenn du nicht glaubst, aber am Ende ist das immer noch deine Entscheidung die du für dich treffen solltest.

Es ist zwar schade wenn du nicht glaubst

Wieso sollte das schade sein?

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Wer dich da bestraft, kann höchstens deine Familie sein, aber nicht der liebe Gott.

Überlege einmal: Wenn es den lieben Gott gibt, so hat er bestimmt kein Interesse daran, dass die Menschen an ihn glauben. Er legt höchstens Wert darauf, dass sich die Menschen im Sinne von Wahrheitsliebe, Friedlichkeit, Mitgefühl, Nachsicht usw. weiterentwickeln, also im Sinne seiner Werte, die sich unter den Menschen entfalten sollen.

Der persönliche Glaube ist doch etwas selbstbezogenes und damit unreif und eines höchstentwickelten Gottes unwürdig. Also wird Gott auch nicht erwarten oder den Anspruch stellen, dass die Menschen an ihn glauben.

Es gibt nicht die eine wahre Ansicht,du kannst auch Atheist sein sprich an nichts glauben. Dich kann niemand zu iwas zwingen lg :)

Woher ich das weiß:Recherche

Artikel 3, Absatz3, Grundgesetz

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