Ist es heutzutage noch problematisch, wenn ein Protestant in der kath. Kirche die Hostie annimmt?

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14 Antworten

Es geht nicht um ein Problem mit irgendwelchen Kirchenmitgliedern, sondern um die Tatsache, dass weder die Teilnahme an der kath. Kommunion für Protestanten als auch die Teilnahme von Katholiken am ev. Abendmahl erlaubt ist. Das wurde beim letzten Papstbesuch noch einmal ganz deutlich. Der Grund dafür müsste eigentlich einleuchtend sein:

  1. Ein ev. Christ hat ein ganz anderes Glaubensverständnis als Katholiken. Diese empfangen nämlich nicht nur eine Hostie, sondern den wahren Leib und das Blut Christi, weshalb die Wandlung auch der Höhepunkt der kath. Messe ist. Das Glaubensverständnis muss aber vorhanden sein, denn es ist ein Unterschied, ob ich nur eine "Hostie" empfange oder den Heiligsten des Himmels selber. Es geht also nicht um das Mitmachen eines "Rituales", sondern um die Liebesvereinigung mit Jesus Christus selbst.

  2. Katholiken dürfen nur dann zur Hl. Kommunion gehen, wenn sie sich keiner schweren Sünde bewusst sind, sonst begehen sie ein Sakrileg. Sie müssten also vorher die Beichte ablegen, bevor sie Christus empfangen. Das schwindende Sündenbewusstsein unserer Zeit lässt zwar nur noch wenige darüber nachdenken, aber sie müssen es vor Gott verantworten. Zum Beispiel wäre die oberflächliche Handhabung des Sonntagsgebotes schon ein Grund, die Kommunion nicht empfangen zu dürfen.

  3. Es ist ausnahmemäßig möglich, dass ein ev. Christ die Hl. Kommunion empfangen kann, wenn er dasselbe Glaubensverständnis für die Eucharistie wie Katholiken bekundet. Er kann dann mit dem Pfarrer sprechen, z.B. in einer Mischehe oder in Todesnähe, wenn der besondere Wunsch in tiefem Glauben besteht und er frei von schwerer Sünde ist.

  4. Ein kath. Pfarrer ist nicht befugt, die Kommunion an Andersgläubige auszuteilen, aber er darf auch keinen ausschließen, der nach vorne kommt und von dem der Pfarrer nichts weiß. Und wenn er es wüsste, müsste er pastoral situtationsgerecht klug handeln, um einerseits anderen kein Ärgernis zu geben aber auch andererseits nicht jene zu verschrecken, denen der Grund nicht bekannt ist. Eigentlich müsste das die Freundin des jungen Mannes auch wissen und dürfte ihren Freund nicht dazu animieren. Wenn er das Bedürfnis dazu hat, müsste er ein Gespräch mit dem kath. Pfarrer führen und entweder konvertieren oder zumindest sein kath. Glaubensverständnis zur Eucharistie zu bekunden, alles andere ist unwahrhaftig vor Gott.

Was passieren kann, ist der Ausschluß vom Kommunionempfang, wenn es dem Pfarrer gemeldet wird. Dies würde dann stattfinden, wenn Gemeindemitglieder daran Anstoß nehmen und sich wegen dieser lässigen Handhabung im Glauben verunsichert fühlen.

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Ich habe in bezug auf die Eucharistie ganz unterschiedliche Praktiken erlebt:

  • Die einen katholischen Pfarrer laden ganz offiziell die evangelischen Christen dazu ein.

  • Die anderen katholischen Pfarrer lassen die evangelischen Christen stillschweigend teilnehmen.

  • Die Dritten suchen das Gespräch mit den evangelischen Christen und weisen sie darauf hin, dass sie ihr Handeln mit ihrem Gewissen vereinbaren müssen.

  • Die Vierten verweigern den evangelischen Christen autoritär den Leib Christi.

Als evangelischer Christ ist es schwer nachvollziehbar, warum man an der katholischen Eucharistie nicht teilnehmen darf, weil doch beidesmal Jesus Christus sich den Menschen schenkt.

Auf der anderen Seite haben die Katholiken ein erweitertes Verständnis von dem, was bei der Wandlung geschieht. Wenn ein evangelischer Christ dieses Verständnis teilen kann, ist es kein Problem. Dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob eine vollständige Rückkehr zur katholischen Kirche durch Konversion erstrebenswert ist.

Wenn ein evangelischer Christ das katholische Eucharistieverständnis nicht teilen kann, kommt der Pfarrer in jedem Fall in Schwierigkeiten, wenn es in der Gemeinde Leute gibt, die den Pfarrer beim Bischof anzeigen. Offiziell hat der Pfarrer noch nicht das Recht, Nicht-Katholiken den Leib Christi zu spenden.

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Wenn ich richtig informiert bin, ist das katholische Kirchenrecht strikt in dieser Hinsicht, bis auf zwei Ausnahmen: Die erste ist die pastorale Notlage, d. h. Kommunionempfang ist für einen Protestanten vor Ort nicht anders möglich als in der katholischen Kirche UND es liegt ein schwerwiegendes und dringendes Bedürfnis nach der Kommunion vor. Das wäre hier wahrscheinlich ja eher nicht der Fall. Die zweite ist der Fall, der von anderen schon erwähnt wurde, nämlich wenn die Glaubensüberzeugung des Protestanten sich mit der der katholischen Kirche in Sachen Abendmahl/Kommunion deckte. Ist Dein Freund Lutheraner, kann das u. U. zu einer Erlaubnis führen, an der Kommunion teilzunehmen. Es gibt solche Ausnahmen gar nicht so selten. Selbst Kardinal Ratzinger teilte dem Protestanten Roger Schutz bei den Exsequien des Johannes Paul II. die Kommunion aus. Schutz, der nicht nur Protestant war, sondern sogar Calvinist. ;-) Ich rate Deinem Freund zu einem Gespräch mit dem zuständigen Priester, vielleicht zusammen mit seiner Frau. Dabei kann die Auffassung vom Abendmahl und das Bedürfnis nach gemeinsamer Kommunion womöglich positiv abgeklärt werden.

Generell bildet sich - für viele Katholiken ein Stachel im Fleisch, für viele gar kein Problem - derzeit in vielen Pfarreien eine sehr laxe Handhabung aus, so nach dem Motto "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". So lange sich niemand beschwert, wird die Praxis der Teilnahme an der Kommunion durch Protestanten geduldet. Das ist - so lange wirklich keiner beklagt - eine Art Grauzone und eigentlich keine saubere Lösung. Ob Deine Freunde das so machen wollen, müssen sie selbst entscheiden. Es ist immer ein gewisses Risiko dabei, die selbsternannten Heilshüter auf den Plan zu rufen, die dann beim Pfarrer, Dekan oder Bischof intervenieren und manchmal auch Gehör finden.

Einen weiteren Aspekt gebe ich zu bedenken: Es gibt mittlerweise sehr namhafte katholische Theologen, die zur "wilden Interkommunion" auffordern, um sozusagen mithilfe zivilen Ungehorsams die Ökumene beim Abendmahl einzufordern ("vox populi, vox Dei") und so die Kirchenoberen zu zwingen, in dieser Frage endlich Fortschritte anzudenken. Das bricht natürlich Kirchenrecht. Ob man das tun soll und darf, muß jeder Gläubige für sich selbst entscheiden. Ich denke, Kirchenrecht ist zu einem großen Teil immer menschengemacht, keine göttliche Weisung. Die göttliche Weisung in dieser Frage finden wir im Evangelium, wo Christus schon in Angst und im Wissen um das Kommende am Abend vor seiner Festnahme darum bittet, daß alle Eins seien. Für einen Christen muß es unerträglich sein, die Trennung beim Abendmahl hinnehmen zu müssen, bei dem Sakrament nämlich, das identitätsstiftend für uns ist, unter bewußter Absage an die inständige Bitte Christi. Das muß jedem Christen im Herzen bluten und so weit es mich betrifft, tut es das auch. Ob das die Rechtfertigung zur Interkommunion sein kann, kann ich nicht mal für mich selbst derzeit entscheiden. Ich bin grundsätzlich immer dafür, die Rechte und Wünsche anderer zu achten und zu hüten, auch stellvertretend. In der Politik habe ich kein Problem mit zivilem Ungehorsam. In Sachen Kirche bin ich mir noch immer nicht klar darüber, was richtig ist. Alles Gute, q.

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Kommentar von kwon56
26.10.2011, 11:15

gut, gut.

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hey, jetzt mal ne ganz unabgehobene meinung von mir, sakrament hin oder her.

ich weiß nicht ob jesus so ein aufhebens drum gemacht hätte oder es noch tut. ich find jeder sollte im glauben brot und wein empfangen dürfen, ob nun in der katholischen, evangelischen oder sonstiger freikirche.

es geht ja nun um ein glaubensding und nicht um die haufen regeln, die drum gemacht werden. wenn ich jesus empfangen möchte auf diese art und weise, dann würde ich es auch tun.

aber die kirche macht da allerdings ein problem draus und das find ich richtig abgefahren.

würdig soll man es empfangen. aber welcher mensch hat das recht und die autorität festzustellen, wer nun würdig ist und wer nicht. kommt doch aufs herz an und in das kann nun niemand einfach reinschaun.

du merkst, schon, du hast hier in ein wespennest gestochen.....

aber meiner erfahrung nach freut sich jeder priester, wenn ein mensch jesus so nah an sich ranlassen will und die kommunion zu empfangen. wer sollte da sagen: geh weg?! ich habe es noch nicht erlebt.

bleibt mal erst entspannt.

wenn euch wirklich jemand noch ansprecht, dann seid einfach offen für ein ehrliches gespräch. ich finde es richtig, wie ihr es macht. alle sind eingeladen! und wenn ihr ein problem damit habt, sprecht den priester einfach selber an, der freut sich vielleicht sogar noch drüber.

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Ich hab noch nie erlebt, dass ein Pfarrer einen bei der Hostienausgabe zurückgeschickt hat - aber er könnte es definitiv. Doch in der Regel sind die Pfarrer heute auch etwas tollerante als früher und sagen dazu nichts.

Bei uns hat das ein Pfarrer lediglich mal von der Kanzel obern angesprochen und darum gebeten diese Regel einzuhalten - aber das hat dann auch keiner mehr gemacht und schlussenldich war die Sache erledigt.

Also ich glaub nicht, dass es da Probleme gibt.

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Kommentar von waldfrosch
25.10.2011, 18:05

Es geht hier nicht um Toleranz sondern um den Gehorsam in der Kirche . Diese Toleranz bedeutet nicht anderes als Gleichgültigkeit .

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  • Natürlich ist jeder Mensch in der Katholischen Kirche willkommen ,aber es ist und bleibt eine Tatsache das es** nur Katholiken erlaubt ist ,die Sakramente zu empfangen** .

  • Es geht hier nicht darum jemanden auszuschliessen ,sondern die Sakramente können immer auch von den Katholiken selbst nur unter bestimmten Umständen empfangen werden ,zumal die Eucharistie** nicht** ein Symbol wie das Evangelische Abendmahl ist ,sondern wir Glauben es ist Jesus Christus selbst .

  • Um die Kommunion würdig zu empfangen ,muss der Gläubige im Stande der Gnade sein ,das heisst keine Todsünde darf in seinem Herzen sein .

  • Es muss eine adäquate Vorbereitung stattfinden zumal bei jemandem der die Katholischen Glaubenswahrheiten nicht kennt . (Betrifft auch deine Freundin ,die den Freund noch zum Frevel drängt !)

  • Wer also unwürdig (das gilt auch für Katholiken) zur Kommunion hinzutritt ohne zu wissen was er in wirklichkeit empfängt ,begeht einen schweren Frevel und macht sich schuldig .

  • Paulus sagt sogar .."dieser isst sich damit das Gericht !!"

  • Wer sich nach den Heiligen Sakramenten sehnt ,( was ich gut begreifen kann ),der kann als Katechumenen aufgenommen werden und in den Glauben eingeführt werden.

  • Egal was und wer er ist er wird aufgenommen ,wer jedoch nicht ja sagen will zur Katholischen Kirche ,der kann verständlicher weise auch nicht zu den Sakramenten zu gelassen werden .

  • Da gilt es schon auch den Spott von aller Welt mit zu tragen .

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Also bei uns ist es so, dass der katholische Pfarrer bei uns im Ort auch uns Evangelische Gemeindemitglieder ausdrücklich mit nach vorne bittet. Das ist bei uns aber reine Kulanz des Pfarrers.

Der vorherige katholische Pfarrer hat sogar evangelischen Gemeindemitglieder von der Messe ausgeschlossen.

Ich denke zwar nicht, dass es schlimm ist, wenn man mit nach vorne geht

Ich würde einfach mit dem Pfarrer mal offen darüber sprechen, ob dies ein Problem darstellt

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Kommentar von cchrisa
25.10.2011, 15:58

Bitte, er hat sie von der Messe ausgeschlossen? Das ist doch mit den Regeln der katholischen Kirche gar nicht vereinbar, oder?

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Kommentar von waldfrosch
25.10.2011, 18:03

Diese Praxis ist von der Kirche explizit erneut verboten worden und wenn es herauskommt dann wird der Pfarrer suspendiert ,was auch richtig ist .

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Da die "heilige Wandlung" in Wirklichkeit gar nicht stattfindet, ist aus biblischer Sicht gar nichts geschehen. Das Abendmahl wird in beiden Kirchen nicht im biblischen Ritus gefeiert. Allerdings bedeutet der Glaube an die heilige Wandlung, dass der Pfarrer in die Lage versetzt ist, Jesus in die Hostie und den Wein zu zwingen. Das klingt ein wenig komisch und ist es auch. Aber so ist nun mal die katholische Lehre. Dieser Lehre könnte ich mich nie anschließen. Die Bibel lehrt da etwas ganz anderes.

Wenn ich mich entscheiden sollte, an welchem Abendmahl ich teilnehme, dann ganz bestimmt nicht am katholischen, denn der Hintergrund ist ja auch, dass Pfarrer etc. über Vergebung und Erlösung zumindest mitbestimmen dürfen. Das ist aber allein Jesus, dem himmlischen Hohenpriester vorbehalten. In diesem Sinne ist die Austeilung der Hostie Amtsanmaßung aus göttlicher Sicht.

Das dies den meisten egal ist, liegt daran, dass die Werte der Reformation langsam aber sicher verloren gehen.

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Kommentar von waldfrosch
05.12.2011, 20:28

@Wilfri

Du hast ein total falsches Verständnis von der Katholischen Eucharistie .

zwingen ? ...... was für ein Unsinn ......Gott schenkt sich !

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Die Frage muss doch nicht sein, ob jemand vor irgendwas Angst hat, sondern was man tut, wenn man die Eucharistie empfängt. Ist die Kommunion ein lustiges Brotteilen oder ist es etwas ganz was anderes?

Wenn die Kommunion Teilhabe am Leib Christi ist, dann hat ein Protestant gar kein Interesse daran, die Kommunion zu empfangen, weil er den Glauben daran nicht teilt.

Und die Sprüche: es ist doch egal, wer katholisch und wer evangelisch ist, die gibt nur jemand von sich, der von seiner Religion wenig Ahnung hat. Denn wenn es so egal wäre, dann ist die Frage: wieso gibts dann überhaupt katholisch und evangelisch?

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Kommentar von quopiam
26.10.2011, 09:43

Da muß ich Dir widersprechen. Für einen evangelischen Christen ist das Abendmahl ein Sakrament, wie für Euch Katholiken. Für speziell lutherische Protestanten ist das AM ausdrücklich Teilhabe am Leib Christi, denn wir bezeugen die Realpräsenz im AM. Deshalb haben wir auch ausdrückliches Interesse an der Kommunion. Bei uns ist das AM kein "lustiges Brotteilen", wie Du das nennst, sondern tiefste Begegnung mit Christus, an die Bedingung des gläubigen Empfangs geknüpft und in der Verantwortung des eigenen Gewissens vor Gott. Daher stehen Einkehr, Besinnung, Buße und gemeinschaftliche Beichte immer am Anfang des AM-Gottesdienstes.

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Kommentar von ralali
26.10.2011, 11:23

du hast sowas von recht! warum gibt es überhaupt ev und kath (und jetzt komm mir nicht mit kirchengeschichte)?

*Und die Sprüche: es ist doch egal, wer katholisch und wer evangelisch ist, die gibt nur jemand von sich, der von seiner Religion wenig Ahnung hat. Denn wenn es so egal wäre, dann ist die Frage: wieso gibts dann überhaupt katholisch und evangelisch? *

ich finde das klingt nach viel ahnung und erfahrung wenn einer dieses geteilte system in frage stellt!

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Kommentar von cchrisa
27.10.2011, 11:19

Also ich denke nicht, dass sich diese Frage unbedingt stellt. Viele Protestanten und Katholiken hätten es gerne, wenn diese Grenze endlich überwunden werden würde. Es ist keineswegs so, dass sich jeder Protestant/Katholik bewusst für seine Konfession entschieden hat mit dem Ziel, sich von der anderen Konfession abzugrenzen. Viele haben sich vielmehr bewusst entschieden, Christ zu sein und dann einfach die Konfession gewählt, mit der sie groß geworden sind.

Du klingst ja so, als sei die Spaltung der Kirche eine tolle Errungenschaft, die man unbedingt verteidigen müsse.

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Die Grundfrage ist nicht, ob Protestanten nicht das wahre Abendmahlsverständnis haben wie es angeblich die Katholiken haben.Ob es um "Realpräsenz" geht oder nicht. An dem Punkt gäbe es sogar viele gemeinsame Schnittmengen.

Der tiefer liegende Grund ist das Kirchenverständnis. Nach r.-k. Lehre entsteht die (r.-k.) Kirche aus dem letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Dieses Abendmahl wird ständig wiederholt und konstituiert Kirche, weil nur die Nachfolger der Apostel (!) die Wiederholung vollziehen können. Protestanten stehen nicht in dieser Sukzession, nach r.-k. Auffassung. Sie bilden auch keine Kirche, sondern irgendetwas Minderwertiges. Man gehört als Protestant nicht zu dieser Kirche, deshalb ist man auch zum konstituierenden Ereignis der Eucharistiefeier nicht zugelassen. Eucharistische Gastfreundschaft kennt man bei den Kath. offiziell nicht.

Damit drückt sich eine Arrogsanz aus, die dem Evangelium Jesu diametral widerspricht. Jesu hat Sünder und Zöllner zum Mahl eingeladen. Die Kirche wird durch den Geist Gottes, durch den lebendigen Herrn gegründet und erhalten und durch die lebendige "Erinnerung" an ihn, nicht durch administrative Akte der Kurie in Rom..

Es gibt viele kath Priester, die einen Protestanten "nicht kennen", wenn er an der Eucharistiefeier teilnimmt und ihn deshalb zulassen. Diese Grauzone sollte einfach mehr ausgenutzt werden. Mehr ist im Moment bei dem unbeweglichen Ratzinger nicht drin.

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Kommentar von cchrisa
27.10.2011, 11:49

Ich will Dich nicht persönlich angreifen, aber meiner Meinung nach ist Deine Arroganz gegenüber der r.-k.-Lehre/Kirche nicht unbedingt besser als die Arroganz die Du ihr vorwirfst.

Macht für mich irgendwie den Eindruck, als ob Du verbissener antirömischer EV-Jünger (vielleicht Theologiestudent) bist, der sich selbst noch beweisen muss, dass er die richtige Lehre vertritt und alles andere (insbesondere das Katholische) böse und falsch ist.

Wie gesagt, nur mein Eindruck, bitte nicht persönlich nehmen.

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so etwas habe ich nicht erlebt, aber ich denke, das wird vom pfarrer selbst abhängen. es gibt solche und solche. der eine wird sich über ein mögliches schäfchen freuen, der andere wird auf die regeln pochen. rauswerfen wird keiner jemanden, das kann ich mir nicht vorstellen.

allerdings finde ich die ganze geschichte recht schräg. welche bedeutung hat das ritual, das man unter falschen voraussetzungen vollzieht? offenbar ist es ihm egal - seine kirche verbietet es ja nicht, aber ihre schon. und ihr ist ihre kirche wichtig, also sollte diese doch respektiert werden? aber das sind nur so gedanken. dem chef da oben wird das sicher egal sein. rituale sind für die menschen da.

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Kommentar von cchrisa
25.10.2011, 16:03

Also ihr ist es halt sehr wichtig, dass er mit nach vorne kommt und auch, dass er Weihwasser nimmt. Sie legt halt Wert auf Rituale und traut sich wahrscheinlich auch nicht, alleine nach vorne zu gehen.

Er sieht das ganze als normales Abendmahl, das es bei der evangelischen Kirche ja auch gibt und hat deshalb kein Problem mit der Teilnahme.

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Es würde für den Priester/Diakon oder Kommunionhelfer äußerst problematisch, wenn er Deinem Bekannten die Kommunion spendet, obwohl er weiß, dass der Empfänger evangelisch ist, denn damit hat derjenige, der die Kommunion spendet, die Würde des Sakraments zutiefst verletzt. Dem Kommunionhelfer droht eine Spruchstrafe, der Priester oder Diakon wird suspendiert. Für Deinen Bekannten hat es keine weiteren Konsequenzen.

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Kommentar von cchrisa
25.10.2011, 16:18

Also die Frau, mit der sie sich unterhalten haben, teilt auch gelegentlich die Hostie aus und ist damit wohl Kommunionshelferin, oder?

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Kommentar von waldfrosch
25.10.2011, 18:13

Auch für den Bekannten hat dies Konsequenzen ,denn Gott lässt sich seiner nicht spotten ....

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Entscheidend ist in dem Fall glaube ich, dass der Pfarrer nichts davon weiss. Andernfalls wäre es denke ich eine invdividuelle Sache. Manche Pfarrer würden es tolerieren, manche nicht. Wenn es einem Protestanten selbst nichts ausmacht die Hostie von einem katholischen Pfarrer zu empfangen und niemand ihn daran hindert stellt es ja eigentlich kein Problem dar und niemand wird sich je darüber beschweren.

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Kommentar von cchrisa
25.10.2011, 15:59

Ok, aber kann es nicht auch anderen Gottesdienstbesuchern sauer aufstoßen, wenn sie mitbekommen, dass dort jemand die Hostie empfängt, obwohl er nicht katholisch ist?

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Kommentar von waldfrosch
25.10.2011, 21:03

@nomade 61

Du redest über Dinge, von denen du nichts weisst . Nur Katholiken dürfen die Sakramente der Katholischen Kirche empfangen . Es ist ein grosses Problem ! Es geht hier um Unwürdigen Sakramenten Empfang ! Das ist kein Pappenstiel ...glaube mir

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Nein Abendmahl ist Abendmahl egal ob kath .oder evan.Wir sind alle kinder Gottes!!!

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Kommentar von waldfrosch
05.12.2011, 20:24

@ Hexenblut66

Wir sind alle kinder Gottes!!!>

das steht ja auch nicht zur debatte ....

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