Ist ein Burka-Verbot vertretbar/gut/sinnvoll?

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18 Antworten

Es steht selbst für den CDU-Bundesinnenminister außer Frage, dass ein generelles Burkaverbot verfassungswidrig wäre. Ein punktuelles wiederum ist unnötiger Unsinn, da in bestimmten Zusammenhängen auch so schon ein absolutes Recht auf Burka tragen nicht gegeben ist (Straßenverkehr, Bank, Gericht, Behörden, etc.). Angesichts der geringen Zahl läuft das eher auf alberne Symbolpolitik hinaus. Bezeichnenderweise kochte das Thema auch nur im Wahlkampf in Meck-Pom und Berlin hoch. Da erhoffte sich die CDU AfD-Wähler zurückzugewinnen und wurde prompt dafür abgestraft, da man im Zweifel lieber das Original wählt als den Versuch einer billigen Kopie.

Dein Plädoyer für das Burkaverbot entspricht einer totalitaristischen Idee von Verfassungskonformität als Durchsetzng und Aufoktroyierung eines positivistisch vorgestellten Kanons an gesellschaftlichem Wohlverhalten. Das aber ist selber verfassungswidrig.

Nimm einfach mal zur Kenntnis, dass usere Verfassung eben auch das verfassungswidrige Bekenntnis schützt und von staatlicher wie privater Verfolgung und Drangsalierung freistellt. Sonst müsste man ja auch dich kurzerhand aus dem Verkehr ziehen. :-)

Oder die männlichen AfD-Wähler. Die sind zum großen Teil auch alle auf eine antiquierte Art frauenfeindlich. :-)

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Kommentar von uyduran
29.11.2016, 18:50

Danke für deine Stellungnahme! Finde ich sehr plausibel und musste innerlich bei eigentlich allen Zeilen nicken.

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Kommentar von IchBinIch77
29.11.2016, 22:56

Europäisches Recht steht über Deutschem Recht. Und da der europäische Gerichtshof bereits entschieden hat, dass ein Burka Verbot EU konform ist, stillt deine Ausführung leider nicht.

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Wer sich mit der Natur des Menschen auskennt weiß, daß Verbote so gut wie immer kontraproduktiv sind.

Ist es nicht vielmehr so, daß Menschen allgemein Dinge, die ihnen verboten werden, einfach aus Trotz "jetzt erst recht" machen? o.O

Ich persönlich halte auch nix davon, bestimmte Kleidungsstile zu ächten, nur weil irgendwelche Dumpfbacken sich so angezogen haben während sie ihr Dumpfbackentum auslebten. 

Gegen die Unterdrückung von Burkaträgerinnen kann man ja ganz pragmatisch mal was tun indem man die Damen wertneutral aufklärt über ihre Rechte. Natürlich auch über Möglichkeiten, ihre Rechte durchzusetzen... Wenn sie sich dann trotzdem ihrem unterdrückten Dasein hingeben wollen ist es schlicht zu akzeptieren. Man kann und darf niemandem Freiheit aufzwingen.

Asylbewerber, welche mit unseren Gesetzen und Gepflogenheiten ein Problem haben, sollten nicht zu subtil darauf hingewiesen werden, daß sie gerne wieder zurück in ihre Heimat gehen dürfen, wenn es ihnen dort gemütlicher ist.

Ein Burkaverbot ist letztendlich weder richtig noch falsch. Eine solche Wertung entsteht ja immer erst in Konfrontation mit dem Individuum, welches von dem Verbot betroffen ist.

Also warum nicht individuell entscheiden? ;)

warehouse14

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Guten Abend,

viele deiner Argumente - auf beiden Seiten - sind für mich durchaus vertretbar. Letztendlich hängt das Ganze sicherlich auch zu einem großen Teil von den persönlichen Einstellungen und der eigenen Sozialisation ab.

Ich halte es, das sei vorweg gesagt, für eine besondere Errungenschaft unserer Demokratie, dass "[d]ie Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich" sind (Art. 4 GG). Zu einem liberalen Staat gehört das definitiv dazu. Dass die Burka in islamischen Schriften nicht erwähnt wird, halte ich da fast für nebensächlich. Trägt ein Mensch als Ausdruck seines Glaubens ein Kleidungsstück, so steht es ihm per se meines Erachtens frei, SOFERN er dies nicht in Beziehung zu staatlichen Organen tut, denn ebenso wichtig wie die Religionsfreiheit ist für mich die Neutralität des Staates (für die Trennung von Kirche & Staat setzte sich schon Bismarck ein). Außerdem darf diese Kleidung natürlich nicht zum Ausdruck verfassungsfeindlicher Ideale verwendet werden. So viel zu den Rahmenbedingungen.

Mich persönlich stört gerade die Burka jedoch aus folgenden Gründen: Zunächst ist es grundsätzlicher Bestandteil westeuropäischer Kulturen, dass man sich in die Augen schauen kann, wenn man auf gleicher Ebene miteinander kommuniziert. Schon im Mittelalter klappten Rittersleute ihr Visier hoch, um friedfertige Absichten zu signalisieren. Nicht umsonst wird diese Geste bis heute (v.a.) beim Militär in abgewandelter Form als Gruß verwendet. Wer mir seine Augen nicht zeigen will, sie bewusst versteckt, dessen Absichten kann ich weniger gut deuten, Mimik und Gestik fehlen, wichtige Elemente nonverbaler Kommunikation, die mir helfen, einen Menschen kennenzulernen und zu verstehen.

Ein weiterer Punkt, der mich als Mann betrifft, ist der respektvolle Umgang miteinander. Tritt mir jemand nur vollverschleiert gegenüber, dann ist das für mich ein eindeutiges Statement, das da lautet "Ich zeige mich dir nicht". Irgendetwas rechtfertigt offenbar, dass diese Person mir nicht ohne Burka gegenübertreten kann. Damit fühlt sich das wie eine Pauschalkritik an, als wäre ich schlichtweg als Mann nicht vertrauenswürdig genug, als dass man sich mir zeigen könnte. Als wäre ich nicht in der Lage, meine Hände bei mir zu behalten. Ich zeige mich dieser Person, offenbare damit meine Identität, während ich nicht einmal erkennen kann, wer da vor mir steht. Damit besteht aus meiner Sicht beiderseits ebenfalls eine Grundschwierigkeit, Vertrauen aufzubauen.

Insofern stellt die Burka für mich einfach unabhängig von der Frage, ob sie verboten werden sollte, ein riesiges Hindernis in Bezug auf erfolgreiche Integration in eine Gesellschaft, die das Tragen der Burka nicht allgemein pflegt, dar. Sie baut Barrieren, die es nicht geben müsste und sorgt auch auf der anderen Seite des Schleiers regelmäßig nur für Verwunderung, Misstrauen, Distanz. Verdenken kann man es den Leuten nicht, will ich meinen.

Gruß

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Kommentar von uyduran
29.11.2016, 19:02

Danke für deine Stellungnahme! Sachlich analysiert und reflektiert die persönliche Meinung geäußert, das liest man selten bei solchen Streitthemen.

LG

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Ich sehe das ganz anders. Man muss nicht erst etwas dann verbieten, wenn es sich unverhältnismäßig ausgebreitet hat. Je eher, desto besser. Dann gibt es auch weniger Widerstand.

Seltsamerweise sind die "Burkafrauen" in meinem Stadtviertel seit Mitte dieses Jahres verschwunden. Ich kann das nur begrüßen...

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Die Burka gibt es nur in Afghanistan
Das was hier von einer geringen Anzahl von Muslimas getragen wird ist die Niqab
Der Hijab ist öfters getragen und hat auch einen Ursprung aus den 3 Religionen soweit man es heutzutage noch erkennen kann
Die Juden tragen eine Art von Kopfbedeckung die Nonnen und Mönche auch sowie die Muslime auch.
Also muss es laut der Religion auch einen religiösen Hintergrund haben.
Jeder Mensch ist mit einer Normalen Scham zur Welt gekommen beim einten wird sie belassen und beim andern zum Beispiel durch die Eltern verändert.
Es sollte ein mittel mass und keine einseitig extreme Richtung sein

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Kommentar von AalFred2
30.11.2016, 10:52

Jeder Mensch ist mit einer Normalen Scham zur Welt gekommen

Nein, jeder Mensch kommt schamlos auf die Welt. Der rest wird durch die Gesellschaft vorgegeben.

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Der letzteren. Und zwar vor allem deshalb, weil ich mir von Fundamentalisten auch nicht vorschreiben lasse, was ich nicht tragen darf...

Das Verbot des Nacktherumlaufens ist übrigens genauso dämlich wie ein Burka- oder Niqabverbot.


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Kommentar von uyduran
29.11.2016, 18:23

Danke, interessanter Gedankenansatz.

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Mit einem Burkaverbot würde man zunächst den rechtsextrem eingestellten Mitbürgern Zucker in den Allerwertesten blasen. 

Richtig sachliche Gründe für ein Burka-(oder Verschleierungs)verbot kann ich nicht erkennen. Welche Gefahr geht von der Person aus? Ob es überhaupt mit unserer Verfassung vereinbar wäre, wage ich zu bezweifeln. 

Letztlich ist das Tragen einer Verschleierung eine höchstpersönliche Entscheidung. Genau wie die Sturmmaske, die ein Motorradfahrer trägt. Aus welchen Gründen auch immer sich der/diejenige verschleiert. 

Ich finde die Burka oder den Nikab auch nicht gut. Ich finde aber auch pinkfarbene Autos nicht gut. Nicht alles, was man nicht gut bzw. schlecht findet, muss oder kann man verbieten. Und, wie du schon richtig aufgeführt hast, beträfe ein Verbot einen verschwindend kleinen Teil unserer Bevölkerung. Wir tolerieren viel in Deutschland, warum nicht auch ein paar Verschleierte. Ich persönlich finde einen herumtorkelnden Besoffenen wesentlich weniger tolerabel als eine Burka. 

Man wird aber auch nicht gezwungen, mit verschleierten Menschen zu reden. Zur Kommunikation gehört nicht nur die Stimme, die nonverbale Kommunikation ist genaus so wichtig. Als Inhaber eines Geschäftes, eines Geldinstitutes würde ich allen verschleierten Personen den Zutritt verweigern oder erst gar nicht reinlassen. 

Ich meine, die Burka wird auch ohne Verbot irgendwann von selbst verschwinden. 

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Kommentar von rlstevenson
29.11.2016, 19:49

Absolut richtig. Und als Inhaber eines Geschäftes oder eines Geldinstituts darfst Du bereits heute allen den Zutritt verweigern, deren Nase Dir nicht passt (oder deren Nase verschleiert ist, je nachdem).

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Kommentar von rolfmengert
30.11.2016, 00:10

In einer Expertenantwort hätte ich mir doch eine weniger zotige Sprache vorgestellt. Auch Deine Vergleiche mit dem Motorradfahrer oder dem pinkfarbenen Auto sind so wenig zutreffend, dass ich mich erneut frage, wie Du zu dem Status des Experten gekommen bist. Vor allem ist die Antwort insgesamt so salopp gestaltet, dass sie im Gegensatz zu einigen anderen Beiträgen in ihrer Substanz weit zurück fällt. 

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Ein Burka-Verbot, wie es wohl heuer in den Niederlanden eingeführt wird, erachte ich als nicht sinnvoll. Nicht sinnvoll, weil nicht ausreichend.

Zu alledem, was Du in Deiner Frage schon sehr richtig dargestellt hast, kommt ganz entscheidend hinzu, dass

a) sich die Muslima mit Burka, Niqab, Hijab etc. für etwas Reineres, Besseres, Ehrbareres halten als es die Frauen ohne sind. Das ist für unbedeckte Frauen ein Schlag ins Gesicht und eine Ohrfeige für die deutsche Willkommenskultur. Integrationsverhinderung inklusive.

b) jedes einzelne getragene Kopftuch ein mahnender Zeigefinger für alle unbedeckten Muslima darstellt und zu übersetzen ist mit "DU bist im Anfangsverdacht der Unzucht, solange Du Dich nicht auch bedeckst so wie ich ehrbare Frau". Der psychische Druck, der hier entsteht, ist immens; ich habe regelmäßig Muslima in der Praxis, die unter diesem Druck und den Unterstellungen leiden und psychisch erkranken.

c) jegliche Bedeckung, also auch das bloße Kopftuch, nicht islamischen Ursprungs ist. Es entspringt vor-islamischer Sunnah (= Brauch, Sitte, Tradition etc.) in den Wüsetenregionen des Orients (und nicht nur dort), um sich vor Wind, Sand und Sonne mit Tüchern zu schützen. Männer wie Frauen. Wenn also das Bedecken eine islamische Pflicht WÄRE, dann wäre sie es auch für den Mann. Erst unter dem erzreaktionären Sultan Abdülhamid verbreiteten Ende des 19. Jahrhunderts Gelehrte in Konstantinopel ein fatales Menschenbild, das beiden Geschlechtern ein Armutszeugnis ausstellt.

d) die islamische Reduzierung der Frau auf ein "Sexualobjekt, teuflisch verführerisch und an Vernunft mangelnd, die Aurah einer Scham" nicht hinzunehmen ist.

e) die islamische Unterstellung an den Mann, seine Triebhaftigkeit nicht im Griff zu haben, so dass er quasi willenlos zugreift, wenn er eine unbedeckte Frau erblickt, eine Unverschämtheit gegenüber den Männern darstellt. Sorry, aber über soviel Körperbeherrschung verfüge ich, dass ich meine sexuellen Aktivitäten ausschließlich dort lebe, wo es mir erlaubt ist.

Meine Frau und meine Töchter bedecken sich nicht und sind in den Augen derer, die sich bedecken oder dies gutheißen oder fordern, weniger wert und eigentlich Schl*mpen. Wie könnte ich da nicht für ein absolutes Bedeckungsverbot sein?

In schā'a llāh

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Kommentar von AalFred2
30.11.2016, 10:45

Das bedeutet also, du willst auch orthodoxen Juden, sowie alten deutschrussischen Omas ihr Kopftuch verbieten.

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Ein verbot ist unnötig einfach weil es so wenige gibt die die tragen. Dazu wird das nur radikalen Islamisten auftrieb geben. Außerdem nur weil es nicht im Koran steht heißt es nicht das es nicht zur Religion gehört ,wie in jeder Religion wurde in den ganzen Jahrhunderten soviel dazugedichtet und dann letztendlich im Sinne einer Religion auch praktiziert das solche dinge auch dazugehören

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Kommentar von uyduran
29.11.2016, 18:41

Außerdem nur weil es nicht im Koran steht heißt es nicht das es nicht zur Religion gehört ,wie in jeder Religion wurde in den ganzen Jahrhunderten soviel dazugedichtet und dann letztendlich im Sinne einer Religion auch praktiziert das solche dinge auch dazugehören 

Naja, das ist dann wohl eine philosophische Frage, was man alles noch zu "Religion" und "freier Religionsausübung" zählen kann. Ich gebe dir aber Recht, auch die Wahhabiten muss man leider als Teil der islamischen Glaubensgemeinschaft und somit als Teil des Islams bewerten.

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Ich denke, dass die ganze Debatte um das Tragen von Burka oder Niqab an viel tiefer liegende Ängste in der Bevölkerung rührt. Die Menschen entwicklen ein Gefühl, dass sich hier ein Umbruch anbahnt. Es sind die Anzeichen für den Beginn eines gesellschaftlichen Wandels, der so gravierend sein wird, dass unsere Kultur am Ende ausgelöscht sein wird. Genau diese Angst spüren die Menschen und reagieren mit einer großen Irritation. Die Politik beschwichtigt ohne Ende. "wir schaffen das!" wird als Mantra ausgegeben, und wer das in Frage stellt, wird denunziert und verunglimpft. 

Wenn wir bedenken, dass wir jetzt grob geschätzt 8 bis 10 Millionen Muslime in unserem Land haben, dann könnte man denken, dass diese ja damit immer eine Minderheit bleiben werden. Doch genau hier liegt das Problem. Die ganz simple Geburtenrate unter den Muslimen bewirkt, dass sie in ca. 30 Jahren die Mehrheit in der Bevölkerung stellen (was interessanterweise auch in den Statistiken vieler Institutionen geschrieben wird). Dann können sie ganz demokratisch über politische Entscheidungen die kulturellen Grundparameter so verändern, dass wir das Land in Kürze nicht wieder erkennen. Neben Deutsch werden dann Arabisch und Türkisch offizielle Landessprachen sein, das Grundgesetz wird substantiell geändert, die Rechtsprechung auf eine völlig neue Grundlage gestellt, und vor allem werden die in Jahrhunderten mühsam erarbeiteten Werte der "Aufklärung" partiell rückgängig gemacht werden, was vielen nicht muslimischen Menschen unseres Landes als Albtraum erscheint. 

Da schon jetzt hier in Berlin die ersten Schulen große Feiern veranstalten, wenn das letzte deutsche Kind die Schule verlassen hat, braucht man sich nicht zu wundern, dass wir nicht nur eine muslimische Parallelkultur haben werden, sondern Deutschland wird zu einem muslimisch dominierten Land werden. Schon jetzt fordern hier in Berlin muslimische Gruppen von den Deutschen die Integration ein, d.h. wir sollen uns zum muslimischen Glauben bekehren. Integration wird von allen Muslimen bejaht, aber nicht in der Weise, wie sich unsere Politiker und auch die deutsche Bevölkerung das vorstellt, sondern in umgekehrter Richtung. Mein Nachbar, der seit 16 Jahren in Deutschland lebt und auch die deutsche Staatsangehörigkeit hat, erwidert auf die Frage, warum er nur so extrem wenig Deutsch gelernt hat, dass das überhaupt nicht erforderlich sei. Er würde abwarten, bis Arabisch offizielle Amtssprache ist. Daher empfiehlt Erdogan auch allen Türken in Deutschland vor allem das Türkische zu ehren und hoch zu halten, weil sie genau diese Sprache und mit ihr die türkische Kultur in Deutschland zur Verbreitung bringen sollen. 

Der Verlust unserer Identität ist für viele Deutsche das Menetekel, was sich abzuzeichnen beginnt. Und weil genau die Vollverschleierung ein extrem anschauliches und auffälliges Kennzeichen dieser Entwicklung ist, wird die Debatte darum so leidenschaftlich geführt. 

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Kommentar von rolfmengert
30.11.2016, 10:17

Das ist eine ganz exzellente Beschreibung meiner Beobachtungen.  Uns wird von Seiten der Politikerkaste nahegelegt, einfach alles zu akzeptieren, jede Veränderung als eine positive zu deuten. Das ist aber keine Toleranz, das ist Ignoranz. Unsere "freiheitliche Demokratie" gibt es nicht von ungefähr. Es sind Jahrhunderte des Kampfes und des Lernens daran vorausgegangen. Das sollten wir bedenken, und vor allem auch verteidigen. Die Burka ist nicht einfach ein Kleidungsstück. Es ist ein politisches Statement, und genauso wenig wie ich mit staatsfeindliche Parolen auf einen T-Shirt herumlaufen darf, sollen diese Moslemfrauen ihr Gesicht verhüllen dürfen. Außerdem ist dabei nicht sichtbar, ob sie das freiwillig machen, oder von ihrer Familie (nicht nur die Ehemänner, auch Brüder, Schwäger, Söhne setzten die Frauen unter Druck) dazu gezwungen werden. Wer hier leben möchte, soll sich zu unserem Lebensstil und zu unserer Weltsicht bekennen. Burkas passen hier nicht herein.

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Kommentar von uyduran
30.11.2016, 10:24

Danke für deine Stellungnahme, der ich persönlich aber in keinster Weise zustimme.

Diese Rechenspiele, dass aufgrund der höheren Geburtenrate eines Tages Muslime eine Mehrheit ausmachen werden, halte ich für vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Keiner kann in die Zukunft schauen und garantieren, dass die gegenwärtige Geburtenrate des muslimischen Bevölkerungsteils in D die nächsten 30 Jahre konstant bleibt. Und ebenso ist es eine völlig aus der Luft gegriffene These, dass die vermeintliche Mehrheit dann die Scharia o.ä. durchsetzen wollen würde.

Zum Flüchtlingsthema: Bei dem Weltwirtschaftssystem und der Außenpolitik die Deutschland betreibt, also eine Ausbeutung der Nordstaaten seitens der Südstaaten, müssen wir uns nicht wundern, dass Menschen da drüben nicht mehr leben wollen. Der allererste Schritt besteht also darin, endlich mal eine humane Außenpolitik zu gestalten. Diesbezüglich muss man Merkel, die eine der Hauptprotagonistinnen der neoliberalen Ideologie im 21 Jahrhundert ist, natürlich heftig kritisieren. Die Flüchtlingsströme, die uns nun Schwierigkeiten bereiten, sind die gerechte Strafe für die ungerechte und kurzsichtige Politik, die seit Jahren betrieben wird. Würde der afrikanische Kontinent nicht ständig Spielball geopolitischer Interessen in Händen der wirtschaftlichen Großmächte sein, dann könnte er sich vielleicht endlich mal emanzipieren und entwickeln. Dann gäbe es auch Geister wie Al-Qaida oder Daesh nicht.

Ich denke, Panikmache hilft uns überhaupt nicht weiter, ganz im Gegenteil. Jetzt gilt es erst recht, die Parallelgesellschaft ins Boot zu holen und die heranwachsenen Generationen dieser bestmöglich zu integrieren.

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Kommentar von AalFred2
30.11.2016, 10:49

Wir haben keine 8 bis 10 Millionen Muslime in Deutschland.

Die ganz simple Geburtenrate unter den Muslimen bewirkt, dass sie in ca. 30 Jahren die Mehrheit in der Bevölkerung stellen (was interessanterweise auch in den Statistiken vieler Institutionen geschrieben wird).

Könntest du mal bitte eine dieser Statistiken verlinken. Das ist doch vollkommener Unsinn.

Da schon jetzt hier in Berlin die ersten Schulen große Feiern veranstalten, wenn das letzte deutsche Kind die Schule verlassen hat,

Welche denn?

Schon jetzt fordern hier in Berlin muslimische Gruppen von den Deutschen die Integration ein, d.h. wir sollen uns zum muslimischen Glauben bekehren.

Welche denn?

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Soviel ich weiß, hat der IS in einigen seiner Hochburgen ein Burka-Verbot eingeführt, nachdem unter Burkas versteckte Männer IS-Kämpfer ermordet haben. Somit hat ein Burka-Verbot einen Sinn. Es senkt die Gefahr von Terror-Anschlägen – zumindest in vom IS kontrollierten Gebieten. :-)

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Ein Burkaverbot ist gegen die Religionsfreiheit. Leben und leben lassen. Mit welchem Recht haben wir zu bestimmen, wie sich jemand anderes zu kleiden hat? Umgekehrt machen Staaten wie Tuensien, der Türkei oder Indonesien (alles mehrheitlich muslimisch) auch keine Burkapflicht.

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Kommentar von uyduran
29.11.2016, 18:47

Umgekehrt machen Staaten wie Tuensien, der Türkei oder Indonesien (alles mehrheitlich muslimisch) auch keine Burkapflicht.

Stimmt, wobei das aber auch kein Maßstab dafür wäre, welche Gesetze wir hierzulande machen. Das wäre ja fatal, wenn wir Muslime hierzulande nur so gut oder schlecht behandeln würden, wie in islamisch regierten Staaten Anderskonfessionelle behandelt werden. ;-)

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Kommentar von DottorePsycho
29.11.2016, 19:32

In islamischen Ländern gibt es aber auch sehr wohl Vorschriften hinsichtlich der Bekleidung. Auch für Nicht-Muslime.

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Der ersten. 

Aus den genannten Gründen. Wer nicht bereit ist, sich wenigstens teilweise unserer Kultur anzupassen, d.h. sich nicht bis zur Unkenntlichkeit zu vermummen, hat hier meiner Meinung nach nichts zu suchen. 

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Kommentar von uyduran
29.11.2016, 18:31

Danke für deine Stellungnahme. Nun ist es aber so, dass Kultur etwas Dynamisches ist und gerade im Zuge der Globalisierung und des Internets multikulturelle Einflüsse nicht zu verhindern sind. Wieso sollte eine überzeugte Burkaträgerin, die möglicherweise sogar in Deutschland geboren ist, nicht das Recht haben, unsere Kultur mitzugestalten und eine gesellschaftliche Nische zu öffnen für Menschen, die sich in einer solchen Bekleidung wohl fühlen?

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Kommentar von Vogeldoez
29.11.2016, 19:07

Absolut richtig ! !!

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Absolut richtige Entscheidung.Die Burka ist ein radikal islamistisches Symbol und unterdrückt die Frauen.Zumal es nicht im Koran gefordert wird, eine zu tragen.Außerdem verstößt sie gegen das Vermumungsgesetz.Also weg damit.

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Kommentar von rlstevenson
29.11.2016, 18:58

Euer fabelhaftes Vermummungsgesetz, das es nicht gibt... Wo habt Ihr die Info nur her?

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Kommentar von winstoner14
29.11.2016, 19:06

Das Vermummungsverbot gilt nur für Demonstrationen...

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Verbot, auch von Nikab, ist gut.

Auch das normale Kopftuch sollte bei Lehrerinnen, Erzieherinnen etc. verboten werden. Es wird bald kommen, wenn die Konflikte sich verschärfen, und das tun sie sicher. 

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Kommentar von Aktzeptieren
29.11.2016, 21:16

Und die Nonnen sollen rumlaufen wie sie wollen? Lass doch jeden Tragen was er will. Du trägst auch das du willst .

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Nun hätte nichts dagegen aber dan müsste es auch ein Kopftuchverbot geben sehr unwarscheinlich.

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Ich bin ganz klar für ein verbot solange das Kleidungsstück mehr als 30% des gesichtes abdeckt

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Kommentar von uyduran
29.11.2016, 18:25

Aus welchem Grund genau? Und wie bewertest du das im Bezug auf Menschen, die im Winter eine Kapuze tragen und den Schal bis zur Nase hochziehen?

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Gegenfrage : Wenn Eine Europäische Frau in ein streng Muslimisches Land auswandern würde um dort zu Leben, müsste Sie sich dann den Lebensumständen des Landes anpassen? Wenn dort von Ihr verlangt wird in der Öffentlichkeit Kopftuch zu tragen, müsste Sie das dann tun, weil es in diesem Land zur Kultur und Geschichte oder Religion gehört? Oh sorry ..... Zwei Fragen !  Ich bin durchaus für ein Burka Verbot egal wie minimal die Anzahl der Trägerinnen ist. Von uns würde es aufgrund der Kultur ebenfalls verlangt werden uns anzupassen .  Und wenn das diesen Menschen nicht gefällt,  dann ist es Ihnen frei gestellt dies gerne in einem Land die diese Kultur oder Religion vertritt,zu leben !  Auch wenn in diesem Land Religionsfreiheit gegeben ist, ist es doch nicht mit unserer Kultur vereinbar und es ist Hochgradig diskriminierend! Ja ja ich weiß ,  die Trägerinnen tun dies natürlich völlig freiwillig und absolut gerne!!!  Davon abgesehen sollte man sich schon überlegen ob die eigene Kultur mit der des Landes in das Ich einwander überhaupt kompatibel ist .  Aber auch davon abgesehen ist es diesen Menschen egal.......Hauptsache man passt sich ihnen an.....Sonst ist sofort von Fremdenhass und Diskriminierung die Rede!!!! Oder man ist Anhänger des Nationalsozialismus .  So sieht es aus. Ich zähle mich weder zu Fremdenhass noch zu den anderen zwei Kategorien , denn ich bin Sinti !  Allerdings steht es auch mir frei meine Meinung offen kund zu tun! Man muss sich unserem Land und unserer Kultur anpassen!! Nicht Unsere Kultur unsere Menschen und unser Land muss sich den Menschen anpassen die es sich gewählt haben hier zu leben !  

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Kommentar von rlstevenson
29.11.2016, 19:11

Wir sollen uns also auf das Niveau von Saudi-Arabien herabbegeben(meines Wissens nach das einzige Land mit Verschleierungspflicht, aber ich lerne gerne dazu!)? Wie arm ist das denn?

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