Ist Computerspiele spielen verschwendete Lebenszeit?

21 Antworten

Definiere "Verschwendung". Geht es darum, daß Leben mit möglichst vielen Dingen vollzustopfen und alles was geht mal gesehen und gemacht zu haben? Wofür, frag ich? Oder für wen? Für mich wäre das kein Leben, sondern Streß.

Sollte man nicht eher ganz entspannt an die Sache rangehen und die vergleichsweise kurze Zeit, die wir ja nur haben (daß mir jetzt keiner mit Religion und dem Blödsinn von "ewigem Leben" komme - dann gibts Haue!!1) so nutzen, daß man sich wohlfühlt, ein bißchen Spaß hat, sich mit netten Menschen umgibt und vielleicht als Bonus auch ein klein wenig Positives zur Gemeinschaft beiträgt, um auch anderen Menschen das Leben zu erleichtern?

Klar hab ich z. B. auch genügend Orte der Welt auf der Liste, die ich gerne mal real sehen würde. Aber wenn nich - was solls? Drauf gepfiffen. Warum sollte ich mich beklagen, wenn ich manches nicht live sehen kann? Ist doch schnurz. Ich kann sogar nen ganzen Tag faul im Bett liegen, vor mich hindösen und einfach in angenehmen Gedanken schwelgen, wenn ich keinen Bock auf irgendwelche Aktivitäten habe. Auch das ist Leben für mich. Ich bin, ich denke, ich fühle, ich träume. Faultiere leben auch, und hat sich jemals eins beklagt?

Kurz: Zocken ist vollkommen in Ordnung, wenn Du Spaß dran hast. Und wenn es nicht Dein einziger Lebensinhalt ist, denn ein paar andere Dinge wären schon auch noch sinnvoll bzw. schön, z. B. eine Partnerschaft oder eine eigene kleine Familie (dann ist's mit Zocken eh vorbei ;-)  Aber bis dahin: Mach, was Dir gefällt, mach, was Dir Spaß macht. Es ist Dein Leben. Und wenn Du einen Teil davon mit Zocken "verschwenden" willst - warum nicht?

Manche leben, um zu arbeiten. Ich arbeite, um zu leben.

Nee ich werde eh keine Familie gründen, warum? Bin Schwul. Und selbst wenn ich Hetero wäre würde ich auch keine Familie Gründen.

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@Atlas712

Verlangt ja auch keiner. Wie gesagt - es ist Dein Leben. Ich persönlich sehe nichts in meinem Leben als Verschwendung an. Es geht alles so lange, wie es eben geht, ich mache und schaffe, was möglich ist, und nach dem Tod ist mir eh alles egal. Also locker bleiben.

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@Netizen78


Find ich auch, und ja ich bin auch eher ein fauler Mensch, aber warum unnötig anstrengen für Dinge die man sowieso niemals erreichen wird?

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Hallo Atlas, 

ich finde es sehr lustig, dass man eigentlich nur beim Thema "Computerspielen" so oft den Spruch "das ist verschwendete Lebenszeit" hört.. was ist den mit den Handys? Okay.. die sind auch schon verrufen.. dann kommen wir eben mal zum Fernseher.. Welche Familien sitzen heutzutage denn nicht mehr Abends vor dem Fernseher? Klar.. da gibts welche.. aber auch diese Zeit könnte man besser nutzen. 

Du kennst doch sicherlich einige LetsPlayer unter den YouTubern oder? Meinst du, die verschwenden ihr Leben mit irgendwas? Hätten sie nicht so viel Zeit mit den Videospielen verbracht, dann hätten sie jetzt kein so "aufregendes" Leben. ^^ 

Ich denke, Lebenszeit ist dann verschwendet, wenn es einem nicht viel Spaß bringt und man merkt, dass man sich selbst vernachlässigt. 

Du musst selbst wissen, warum du es machst.. hast du sonst keine Freunde, meinst, dass du sonst nicht fähig bist irgendwas anderes zu machen?

Was mir auf jeden Fall aufgefallen ist.. in der Zeit zwischen 11 und 16 Jahren wo ich täglich über 8 Stunden Computer gespielt habe.. ich habe jetzt mega Probleme Gespräche mit jemanden aufzubauen.. mir fällt nicht viel ein.. habe nicht so wirklich Lebenserfahrung.. vor allem nicht im Umgang mit Menschen. Klar kann ich mit Menschen reden und so.. aber mir fällt es extrem schwer.. und ich merke auch, dass ich über viele Dinge keine Ahnung habe.. worüber die Leute in meinem Umfeld sprechen.. ich weiß sogar nicht einmal mehr, wie "Freundschaft" geht.. ich habe mich zu sehr an diesen gemütliche "wenn mich etwas stört, dann schalte ich es einfach aus" gewöhnt.. wenn ich was in einer Freundschaft tun sollte, was Freunde machen, auch wenn man nicht so viel Lust darauf hat, dann mache ich es auch nicht.. ich hasse es etwas machen zu müssen, was ich nicht will.. und ich denke schon, dass es definitiv von meiner Computerspielphase zu tun hat. Ich weiß aber nicht einmal mehr, wie ich da raus gekommen bin.. 
Damit möchte ich dich warnen.. irgendwas gleitet man schon von der Realität ab.. und das ist definitiv nicht schön. 
Ob ich meine, dass ich meine Lebenszeit verplempert habe? OHJA. 

Naja, wer hat denn schon wahre Freunde? Die wenigsten.

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Je nachdem wie man es sieht.

Viele Spiele fördern auch durchaus bestimmte Fähigkeiten z.B. Konzentrarionsfähigkeit, Reaktionszeit, Geschicklichkeit, logisches Denken, Kreativität etc. (je nachdem natürlich was man spielt).

Ich würde es auch so nicht grundsätzlich als "verschwendete Lebenszeit" bezeichnen. Sonst wären eben auch viele Dinge im Alltag die einem Spaß machen "verschwendete Lebenszeit", wobei man in (fast) allen Tätigkeiten einen nutzen sehen kann. Auch Zeiten in denen man etwas tut was einem Spaß bereitet und man "abschaltet" sind sehr wohl wichtig um gut zu leben.

Wenn man hingegen ausschließlich auch Langeweile spielt oder sein wirkliches Leben vernachlässigt würde ich es eher als "verschwendete Lebenszeit" sehen. Solange man sich die Zeit aber bewusst nimmt weil es einem Spaß macht und man sein reales Leben nicht vernachlässigt finde ich es in Ordnung.



Früher war es so, jetzt nicht mehr, ich war früher extrem Computersüchtig, ging praktisch gar nicht mehr raus, vernachlässigte alles, auch mich selbst, Duschte nur noch 1 mal in 2 Wochen.  Jetzt nicht mehr so extrem.

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@Atlas712

...sehr gut, liebe Jung, du hast echt was dazu gelernt; mach weiter so, dann gehst du deinen Weg, alles Gute...

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