Inzest hund weiter züchten?

9 Antworten

Der Mist ist halt ganz einfach, dass es bei Leuten, die zu Hause einfach mal ihren Hund decken lassen oder ihre Hündin Welpen kriegen lassen, weil das ja so süß ist, es keine Regeln gibt. Anders als bei verantwortungsvollen Züchtern, wo es eine präzise Wurfplanung gibt: wer mit wem und nur mit Ahnentafel und Herkunftsnachweis und Gesundheitszeugnissen und so weiter. Und wo der Wurf auch nur geplant wird, wenn die noch gar nicht gezeugten Welpen eigentlich alle schon ein neues Zuhause haben.

Wo die tierärztliche Überwachung schon von Anfang an gegeben ist und auch die Geburt überwacht ist... wo es Impfungen, Wurmkuren usw. gibt, die korrekt durchgeführt werden. Wo es eine Wurfabnahme gibt. Wo der Wurf überhaupt nur möglich ist, wenn die sogenannte Zuchtstätte die regulären Voraussetzungen erfüllt. UND UND UND... Da kann sowas nicht passieren. Und wenn eine Linienzucht aus zuchtspezifischen Gründen u. U. notwendig ist, Genehmigungen eingeholt werden müssen.

Ich bin der Meinung, dass JEDER Hund, der nicht für die Zucht geeignet ist oder eingesetzt wird, kastriert gehört. Und wenn Ihr alle mich lyncht: Mischlinge sowieso! Sogenannten Rassen wie z.B. Golden Doodles oder Verzwergungen sollte es meiner Meinung nach gar nicht geben.

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Ich bin der Meinung, dass JEDER Hund, der nicht für die Zucht geeignet ist oder eingesetzt wird, kastriert gehört.

Nein, einfach nur nein. Eine Kastration ist heutzutage einfach nicht angebracht und ohne triftigen Grund auch garnicht erlaubt. Zurecht. Und wenn man auf seinen Hund nicht aufpassen kann und ihn entsprechend erziehen kann, dann ist man sowieso nicht für die Hundehaltung geeignet.

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@NoLies

Schon mal von Mammakarzinomen gehört, die durch häufige Scheinschwangerschaften verursacht werden können? Von Gebärmutterentzundungen gar nicht zu reden... Und von Entzündungen der Analdrüsen, die ältere, potente Rüden sehr gerne und häufig bekommen - verursacht durch Hormonausschüttungen...

Und das sagt der Gesetzgeber genau:

(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn

  1. der Eingriff im Einzelfall

a) nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder

b) bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen, ..........

ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist ......

  1. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird....

Ich wusste es, dass es zum Shitstorm kommen würde...

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@Barbara58

Eine ganz klare Indikation ist im Übrigen für mich ein Inzucht-Hund oder ein Tier mit schweren, vererbbaren Defekten (C, D, E-Hüfte, Patella-Luxation, Katarakt etc.).

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@Barbara58

Kein Shitstorm, aber wie ich bereits dachte nennst du die völlig veralteten Argumente die längst diskreditiert wurden. Wusstest du, dass kastrierte Hunde anfälliger sind für mehrere verschiedene krebsarten und nicht nur Mammatumore/Hodentumore? Du willst also Feuer mit Feuer bekämpfen. Wusstest du, dass die Verhaltensbiologischen Aspekte einer Kastration sehr drastisch sind? Nein? Zeit dich einzulesen, man merkt, dass du dich absolut nicht auskennst bzw dein Wissen einfach veraltet ist und mit sehr veralteten Argumenten daherkommst. Ein wenig für dich zum Anfang, gerne kann ich dir mehr zukommen lassen, sag Bescheid :-)

https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951

https://www.sitzplatzfuss.com/wp-content/uploads/2012/12/SPF_2_Kastration.pdf

Und ja - das Gesetz ist deutlich. Einen Hund zu kastrieren, nur weil er krank werden könnte ist kein triftiger Grund! Und auch, dass das Tier vererbbare Krankheiten hat ist kein Grund. Mir scheint es so als denkst du, dass jedes Tier welches nicht kastriert ist auf jedenfall Trächtig wird. Was absolut nicht der Fall ist.

Zur Unfruchtbarmachung reicht zb. eine Sterilisation. Gegen diese spricht viel weniger und sie ist deutlich besser für das Tier.

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@NoLies

Aber warum sollte ich “aufpassen” das ist total sinnlos. Uns do eine kastration ist nicht schwer durchzubringen. Es reicht schon wenn ich sage das sie ein inzest hund ist. Das ist schon grund genug.

und warum sollte ich ihr den hormonellen stress weiter überlassen. Und den rüden um sie herum wenn sie knall läufig ist. Das ist nicht nur für sie stress sondern auch für viele hunde im Umfeld auch.

was für eine schwachsinnige aussage.

niemand hat gesagt das ich sie kastrieren will weil ich die gemütlichkeit haben will, dass ich nicht aufpassen muss. Was für ein quatsch.

hier geht es um weites mehr.

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@TattooMaja

Wie gesagt, für die Unfruchtbarmachung reicht eine Sterilisation. Warum eine Kastration nicht erfolgen sollte habe ich oben bereits im Kommentar geschrieben. Lies dich ein. Ich würde sogar mal sagen, die Kastration ist deutlich mehr Stress für einen Hund als die Läufigkeit. Unterschätze nicht die Konsequenzen die Hunde durch die fehlende Hormone durch die Kastration haben (siehe meinen zweiten verlinkten Artikel).

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👍👍👍

Kastrieren muss nicht zwingend. Man kann einfach auch drauf achten, dass der Hund unter keinen Umständen deckt bzw. gedeckt wird.

Viele Krankheiten und Gendefekte würde es dann auch einfach gar nicht mehr geben und es würde vielleicht auch kein Hund mehr wegen einer platt gedrückten Nase schlechter atmen können, wenn man mal an die Tiere denkt und nicht an die Menschen, die einfach bloß "niedliche" Kreuzungen haben wollen.

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Danke dir für diese klare Stellungnahme!

Sehe ich genau so!

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"Züchten" würdest Du ohnehin nicht. Du würdest einfach nur vermehren und Dir fehlt jegliches notwendiges Wissen.

Abgesehen davon würde Deine Hündin bei seriöser Zucht von vornherein ausgeschlossen sein.

Bitte lass den Unsinn.

Und warum willst Du sie bitte kastrieren lassen?! Ohne medizinische Indikation ist das ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Es wird Dir doch wohl möglich sein, Deine Hündin die paar Wochen nicht von der Leine zu lassen und liebestolle Rüden zu verscheuchen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Verkauf von Hundetransportsystemen

Das stimmt so nicht. Verhinderung von unerwünschtem Nachwuchs ist aktiver Tierschutz und natürlich ein guter Grund für eine Kastration, für Hündinnen die nicht zur Zucht zugelassen sind.

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@SiberianDog

Es braucht einen Grund, der Grund ist mehr als gegebne medizinisch ist er auch.

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@Goodnight

Dann lies mal bitte im Tierschutzgesetz nach. Ich empfehle § 6 Abs. 1 Satz 1.

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@Goodnight

Nein. "Ich bin zu faul, meine Hündin während der Läufigkeit an der Leine zu lassen und Rüden zu verscheuchen" ist kein medizinischer Grund.

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@JustASingle

Was für zu faul?!!!! Hier geht es um was ganz anderes . Manche leute hier sind echt pampig. Aber die gibt es ja leider überall.

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@JustASingle

Es geht um das wohl meiner hündin du horst! Für mich kommt nur eine kastration in frage, da 1. Tumorbildungen in zumindest der sehr anfälligen region dann sogut wie komplett ausgeschlossen sind.
2. Der hormonelle stress! Meine hündin wird jetzt 1 und hat schon 2 scheinträchtigkeiten hinter sich!
3.stress minderung sowohl für sie als auch für ihre mithunde .

wie respektlos kann man sein und so eine Behauptung aufstellen! Frechheit!
um ehrlich zu sein würde ich mir diese hunderte von € für die kastration lieber spaaren und selbstverständlich- wie bis jetzt- aufpassen. weil sie schon mal läufig war! Zur info. So sehr bin ich auch nicht vom mond gefallen.

aber ich gebe gerne dieses geld dafür aus, damit es meinem hund ggf besser geht. Und keine ungewollte vermehrung zustande kommen kann.

verstanden?!

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@TattooMaja

Was die Tumorbildungen angeht, so bist Du unzulänglich informiert. Ein Hund, dem es gegeben sein soll, dass er Krebs bekommt, der wird ihn bekommen. Wenn man die entsprechenden Organe entfernt, tritt der Krebs anderswo auf.

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@JustASingle

Dann einfach einmal die Ausführungen dazu bis zum Ende lesen..Danke!

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@Goodnight

Was ist medizinischer Unsinn?

Ja, ich habe die Ausführungen dieses Gesetzes bis zum Ende gelesen. Eine Kastration ist aus medizinischen oder jagdlichen Gründen berechtigt - wobei ich persönlich den jagdlichen Anteil massiv kritisiere.

Dann gibt es da noch Abs. 1 Satz 5 - die Verhinderung unkontrollierter Vermehrung. Du nimmst sicher hierauf Bezug.

Und bitte, das kann JEDER Hundehalter gewährleisten. Wer das nicht kann, sollte schlichtweg keinen Hund halten.

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Wie gesagt nochmal für alle großgeschrieben

ICH BIN NICHT DARAUF AUS DAS SIE EINEN WURF BEKOMMEN MUSS - ES IST MIR IN DER HINSICHT EGAL.

mich interessiert es nur.

und eine kastration wäre das sinnvollste in meinen augen. Weil sie schon 2 scheinträchtigkeiten hatte !! Und sie ist erst 1 jahr. Vorallem möchte ich dann die ungewollte vermehrung absolout sicher stellen.

Der komplette hormonelle stress in der hinsicht würde dann entfallen. Was sowohl für die hunde um sie herum als auch für sie das beste wäre.

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@TattooMaja

Es ist Dir egal - genau das sollte es nicht sein.

Und Scheinträchtigkeiten sind keine medizinische Indikation für eine Kastration, es sei denn, diese sind mit deutlichem Leid verbunden.

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Du bist kein Mitglied eines Zuchtverbandes, hast keine Züchterseminare besucht, demzufolge weißt du über Zuchtzulassungsvoraussetzungen nichts, hast für Fragen keinen zuständigen Zuchtwart, keinen abgenommenen Zwinger. Somit würdest du nur ein Vermehrer.

Aber gut, dass du dir Gedanken machst. Abgesehen von gesundheitlicher Tauglichkeit, spielt Inzucht eine große Rolle bei richtiger Zucht. Das hier und zu welchem Anteil zu erklären, würde zu umfangreich.

Es gibt keinen Grund Hunde zu vermehren, auch nicht um sich was dazu zuverdienen.

Leider gibt es viel zu viele Hunde, die irgendwann abgeliebt oder aus anderen Gründen nicht mehr gehalten werden können. Besonders in Hinblick auf ungewisse Zukunft.

Als wahrer Tierfreund hält man seine Hündin so, dass sie nicht gedeckt werden kann. Sind im Haushalt zweierlei Geschlecht an Hunden, sollte einer kastriert werden. Ansonsten ist es 2-3 mal jährlich eine fast unzumutbare Tragödie für alle.

Gelebter Tierschutz ist Vermehrung unbedingt zu vermeiden. Seine Hündin gewissenhaft zu halten, zur Not kastrieren zu lassen.

Ich bin gegen Kastrierung von Hündinnen aus nicht gegebener medizinischer Notwendigkeit. Bin jedoch dafür, wenn man Deckung nicht zu 100% verhindern kann.

Halte aktuell eine Boxerhündin, die aus medizinischen Gründen kastriert werden musste. Ihr geht es wesentlich besser seit der Kastra. Meine Schäferhündin hat eine eher unscheinbare Läufigkeit, sucht nicht nach Rüden und hat bisher keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigung. Sie ist stets abrufbar, auch in der kritischen Zeit.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – berufliche sowie private Erfahrung

Das nennt sich Vermehren, mit Zucht hat das gar nichts zu tun.

Also bitte lass es!

Du kannst hier im Forum davon ausgehen, dass es als "furchtbar schlimm" empfunden wird, einen Hund kastrieren zu lassen.

Gleichzeitig aber völlig ignoriert wird, dass Kastration bei anderen Haustieren völlig normal ist. Bei Katzen, selbst wenn sie im Haus leben, sogar verlangt wird.

Da schert sich kein Schwein um die "verhaltensbiologischen" Veränderungen. Und jetzt kommt mir nicht mit Sinn oder Unsinn. Es macht die Sache, dass Hunde gesondert behandelt werden, nicht besser.

Lass deine Hündin kastrieren, wenn du es für richtig hältst. Es wird ihr nichts, aber auch gar nichts (!) schaden.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Besitzerin eines Chihuahua/Russkiy Toy Mädchens