Im Studium pendeln, Zug oder Auto kaufen?

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8 Antworten

Wenn Du es ernst meinst, solltest Du Dir in der Nähe, und das heisst max. einige Kilometer von der Uni entfernt eine Bleibe suchen. DAs Studium besteht zum grossen Teil aus selbstständig Organisierten Lerngruppen, die sich gegenseitig helfen. Wer nur zu den Vorlesungen kommt und danach Richtung Hotel Mama verschwindet, hat da nur wenig Kontakt und Hilfe, sondern muss alles allein wuppen.

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An Deiner Stelle würde ich mir ein Zimmer in einer WG suchen oder auch in einem Studentenwohnheim. Überleg doch selbst, Du fährst ja täglich mindestens 1 Stunde, bis Du überhaupt bei der Uni bist und dann wieder zurück. Da bleibt einfach zu viel Zeit auf der Strecke.

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Die Fragestellung hätte mich erst einmal dazu gebracht, das zu antworten: "Kauf einen Zug - nicht das Auto", aber leider geht es gar nicht darum ;-)

70 bis 80 km ist eine ziemlich kurze Strecke, aber wenn das wirklich deine Traum-Universität ist, dann geh da auch hin.

Bei uns in der Universität (LMU München) wurde vor kurzem in einer Vorlesung folgende Frage gestellt: "Wer von Ihnen kommt alles aus München?", daraufhin meldete sich ungefähr die Hälfte. Der Professor sagte dann: "Ich will Sie beim nächsten Mal hier nicht mehr sehen." Damit hat er den Studenten klar machen wollen, dass es feige und nicht sonderlich schlau ist, dass man einfach da weiter studiert, wo man bereits wohnt und alles hat. Universität, eine neue Wohnung, eine neue Umgebung, das gehört irgendwie zusammen. Ich habe das sogar zweimal gemacht, erst bin ich in Passau gewesen, dann in München, beides ist noch halbwegs in der Nähe meines Wohnorts (etwa 100km entfernt), beide Male habe ich eine neue Wohnung bezogen.

Daher rate ich dir wirklich dringend dazu, dass du dir eine Wohnung und ein Auto zulegst. Mit dem Auto fährst du jedes Wochenende zu deiner Wohnung (und nimmst am besten ein paar Pendler mit, das ist halbwegs umweltfreundlich, aber du bleibst mobil und verdienst dir den Sprit auch gleich wieder).

Hier eine kurze Frage: Wie führt man den ansatzweise einen Haushalt? Ganz einfach, indem man muss. Man kann das weder üben, noch probeweise ausprobieren, man muss einfach ins kalte Wasser geschmissen werden. Solange die Miete regelmäßig bezahlt wird und du genügend Geld für Essen verdienst oder von deinen Eltern bekommst, wirst du den Haushalt ganz von allein zu führen lernen. Anders geht es auch gar nicht. WG ist natürlich auch eine Option, aber das hängt von der Person und der Art der WG ab, ob man das machen möchte. Für mich wäre das nichts, ich war in Passau allein, dann bei meinem Vater allein und jetzt mit meinem Freund allein in einer Wohnung, ich muss Personen gut kennen, bevor ich mit denen zusammenwohnen würde. Ist aber eben meine Meinung.

Vorteile meiner Idee:

Auto:

  • Du gewinnst Fahrpraxis (wie denn auch sonst?).
  • Du bist mobil.
  • Spritkosten holst du über Fahrgemeinschaften herein.

Wohnung:

  • Du lernst einen Haushalt zu führen.
  • Du nabelst dich ein wenig von deinen Eltern ab.
  • Du wirst selbstständig, lernst, dir deinen eigenen Wecker zu stellen und deinen Tag zu planen und Verantwortung zu übernehmen.
  • Du lernst Kochen.
  • Du bist unabhängig.
  • Du sparst dir die Zeit für das tägliche Pendeln ein und kannst stattdessen vielleicht einen neuen Sport oder ein neues Hobby in der neuen Stadt anfangen.

Nachteile:

Auto:

  • Ist nicht so umweltfreundlich.
  • Versicherung frisst auch einen riesigen Teil deines Monatsgehalts auf.

Wohnung:

  • Du fühlst dich zeitweilen ziemlich allein und auch ein wenig hilflos.
  • Es kostet monatlich ziemlich viel Geld (je nach Uni-Stadt Unmengen an Geld).
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Ich denke, dass sich das preislich nicht viel nimmt.

Für ein eigenes Auto (Diesel, Benziner machen bei deiner Laufleistung keinen Sinn) zahlst du in etwa...

  • ab 1500€ für einen Gebrauchten der günstigeren Fahrezugklassen, der technisch noch okay ist (lange TÜV, frühere TÜV-Berichte, Zahnriemenwechseltermin, Bereifung, evtl. Partikelfilter und Kupplung checken, dann hast du einen ganz guten Überblick; wenn du ganz sicher gehen willst, vorher in einer Werkstatt durchchecken lassen)

  • 250-300€ Kfz-Steuer im Jahr

  • bei ca. 20.000 km im Jahr zwischen 2500 und 3000€ jährlich für die Versicherung, es sei denn, du kriegst den Wagen z.B. über deine Eltern als Zweitwagen billiger versichert; nach jedem schadenfreien Jahr wird´s billiger

  • ebenfalls 20.000km -> um die 1500€ im Jahr für Sprit

Summa summarum bist du dann bei 400€ im Monat plus Kaufpreis und Werkstattkosten, die sich schlecht kalkulieren lassen. Am besten wirfst du mal einen Blick in entsprechende Werbeprospekte von Werkstätten oder fragst deine Eltern, was sie so für die Werkstatt raushauen. Solange nichts kaputt geht, nehmen sich die Werkstattkosten von älteren und neueren Autos nicht viel. Bei Modellen, die bereits in die Jahre gekommen sind, hast du außerdem den Vorteil, dass du recht leicht herausfinden kannst, welche sich als technisch ausgereift erwiesen haben und welche öfter Probleme bekommen. Ich will jetzt hier keine Werbung machen :D

Ich denke mal, eine Wohnung dürfte ähnlich viel kosten. Die Zeit, die du auf dem Hin- und Rückweg gegenüber der 80km-Anfahrt gewinnst, wirst du durch dein kleines bisschen Haushalt (das sich nicht von alleine macht ;D) wieder einbüßen.

Die Zug-Geschichte dürfte dich am wenigsten kosten (so lange du nicht den Zug an sich kaufst...). Ich habe keine Ahnung, wie viel die Tickets kosten, aber mit diesen BahnCards dürfte sich da wohl eine ganze Menge sparen lassen. Bleibt allerdings die Frage, wie du aus deinem Kaff zum Bahnhof kommst. Ich wusste gar nicht, dass es in NRW so abgeschiedene Orte gibt. Du könntest dir natürlich nur für diese 30km ein Auto kaufen, das ist gar nicht so abwegig. Bei halbem Weg halbieren sich natürlich deine Spritkosten und die Versicherung wird um mehrere Hundert Euro billiger. Da hast du schnell mal nen Tausender im Jahr gespart, den wird das Ticket wohl nicht komplett wieder auffressen. Frage ist bloß, ob die Hin- und Rückfahrt dann auch zügig (xD, komm schon, der war gut^^) vonstatten geht.

Also alles in allem...würde ich das mehr nach Interesse entscheiden, das Finanzielle dürfte da nicht die Preisfrage sein (schon wieder so ein Brüller, ahu!) :D

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Kommentar von Flori931693
27.11.2013, 21:29

So ne Zugjahreskarte kostet aber auch ordentlich. Beim mir warens für 40 Km 1600 Euro im Jahr. Wenn er sich noch ein Auo für den Bahnhofsweg kauft, kann er gleich Auto fahren. Da ist die Wohnung vllt sinnvoller.

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Lieber in der Nähe eine Wohnung suchen. Kannst ja auch in eine WG ziehen wenn du dir unsicher bist. Aber das schaffst du schon. :D

Son Haushalt ist gar nicht so schwer und ich komme damit besser klar auf mich allein angewiesen zu sein, als dass ich mich auf Mami verlasse. Also, soll jetzt bedeuten, dass ich aktiver geworden bin, seiddem ich weiß, dass meine Mami meine Briefchen nicht öffnet und sagt "guck mal hier, mach das mal, bring mal den Müll raus, räum mal dein zimmer auf" das geht plötzlich alles ganz von allein :D und es macht sogar Spaß! Für mich war es das Beste was passieren konnte und ich muss dazu sagen, meine Mama ist super!! ;D - meine 4 Wände sind im vergleich dazu aber besser :P

es gibt auch betreutes Wohnen.

Wenn du dich damit gar nicht anfreunden kannst, ist der Zug billiger als ein Auto. Sprit kostet so unverschämt viel, bei mir reicht es aus dem Grund auch nur für eine Simson. Das kleine Teil verbraucht nicht viel, wenn ich nur zur Arbeit damit fahre, dann zahl ich im Monat 50€ und ich brauche täglich mit ihr nur 15 Minuten. (mit Bus brauch ich ne Stunde durch Laufweg und wartezeiten etc -.-) Ein Auto verbraucht mindestens das dreifache... dann noch der Weg ~

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Ziehe möglichst an Deinen Studienort.

Wohnen bei den Eltern im Studium ist blöd und hindert einen auch daran, mal gedanklich im Studium und im eigenen Leben anzukommen.

Ob Du dort dann auch noch einen Wagen brauchst oder willst, wirst Du schnell genug merken, das hängt von Verkehrsverbindungen, Parksituation etc. ab. Ich habe im Grundstudium ziemlich in der Pampa studiert, da ging es kaum ohne - bei meinem Auslandsstudium in Paris dagegen wäre es mir im Weg gewesen.

Aber alles besser als Langzeit- und Langstreckenpendeln...

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Also ich würde mich für ein Auto entscheiden, kannst es dadurch auch für Erledigungen hernehmen ( Möbel , Einkauf...) Am besten einen ein u. Ausgabe plan erstellen und sehe was dir übrig bleibt um das auto abzubezahlen ( das du dir mom. Keinen audi A5 s line holen kannst ist dir wohl klar;)) Kleines praktisches sparsames Zb.gebraucht toyota aygo 1.0 Motor sehr benzin sparend (3.9 l / 100 kmh) Was bringt es dir wen der Bahnhof so weit weg liegt? Lg

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Kommentar von DannieBomber
26.11.2013, 23:33

Hehe, da habe ich auch schon dran gedacht. Mein Vater meinte nur, dass die andauernd auf der Autobahn liegenbleiben würden... :D

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Ein Auto kostet viel Geld, v.a. wenn du so viel fährst (ich tanke ca. um 100 Euro pro Monat). Hier und da Mal Reparaturen + Anschaffung. Da ist ein Zugticket (Abo) + WG sicher günstiger. Und die Zeit zum Fahren geht nicht drauf.

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Kommentar von Lumaraaaa
26.11.2013, 23:29

Und die 30 kmh laufen? Nein ist nicht billiger ;)

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