Im Bus von fremder Person wieder wegsetzen wenn sich dieser leert?

23 Antworten

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Kommt drauf an: Manchmal möchte ich gerne für mich allein im Bus sein, weil ich etwas schreiben möchte, was keinen interessieren sollte. Dann setze ich mich auf einen freien Platz. Ansonsten bleibe ich dort sitzen - die Person könnte ja sonst denken, dass etwas Komisches mit ihr wäre, warum man sich wegsetzt... :)

Dankeschön für das Goldene Sternchen... :)

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Ist zwar eine gute Antwort, aber ich frage mich immer, wenn man sich wegsetzt, warum man in solchen Situationen drüber nachdenkt, was der andere denken könnte.

Und wenn Du schon auf dem Handy schreibst, wird das den Nachbarn auch nicht interessieren. Der schaut Dir sicherlich nicht immer über die Schulter. Und die "Gedanken machen" ist eben dann genau das falsche.

Wer einfach nur sitzt, und sich mit sich und seinen eigenen Dingen beschäftigt (außer im freundeskreis) kommt wesentlich entspannter an.

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@crazyrat

@crazyrat: Danke für Deinen Kommentar :) Hatte selber mal folgende Situation erlebt: Im Bus eine Mitfahrerin kennengelernt mit der ich in ein nettes Gespräch kam. Als dann vor uns Plätze freiwurden meinte sie, dass sie sich nun auf einen freien Platz setzen geht. Das war für mich damals etwas ernüchternd gewesen. Mag sein, dass ich aus dieser Erfahrung etwas voreingenommen bin. LG Time

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Man kann es immer als unhöflich auffassen, wenn man es darauf anlegt. Wer sich aufregen will, wird sich entweder darüber ärgern, dass du ihm zu dicht auf der Pelle bleibst oder aber, dass du ihm suggerierst, er wäre eklig, indem du dich wegsetzt. Grundsätzlich ist es meist so, dass sich in einem von vornherein leeren Bus die Menschen auch einzeln verteilen, es besteht also ein Grundbedürfnis nach Freiraum. Entsprechend kann man es, wenn man positiv denken will, genauso als Zeichen von Höflichkeit auffassen, sich wegzusetzen. Da du den anderen und dessen komplexe Gefühlswelt nicht kennen kannst, wirst du nie hundertprozentig sicher sein können, ihn durch deine Handlung nicht zu beleidigen. Ich würde mich danach richten, wie unbequem es derjenige hat, und mich auf jeden Fall wegsetzen, wenn viel Gepäck im Spiel ist. Ist der andere tatsächlich ekelhaft, würde ich mich einfach aus Rücksicht auf mich selbst wegsetzen, man muss ja nicht wild die Nase rümpfen und Blicke des Abscheus auf ihn werfen. Ein objektiver Betrachter wird das dann nicht von der Höflichkeit unterscheiden können, dem anderen mehr Raum geben zu wollen, du wirst also nur von jemandem als unhöflich betrachtet werden, für den der andere nicht ekelhaft ist und der zugleich dir gegenüber etwas Negatives annehmen will. Grundsätzlich musst du jemanden, der dir gegenüber etwas Negatives annehmen will, nicht als Maßstab für dein Handeln betrachten.
Wenn eigentlich genug Platz ist und der andere völlig ok ist, würde ich mich nach meiner aktuellen Befindlichkeit richten: willst du gerade mehr Platz um dich haben und/oder dich einfach etwas breiter machen, setz dich weg, denn es wäre wiederum unhöflich, sich z.B. breitbeinig neben einen zu setzen, der dann durch deine Breitbeinigkeit eingeschränkt wird. Ist es dir egal, wirf evtl. einen kurzen Blick auf den anderen, ob der womöglich unzufrieden ausschaut, denn vielleicht wäre es ihm ja recht, wenn du dich wegsetzt, er will dich nur aus Höflichkeit nicht fragen. Ist der aber z.B. in ein Buch versunken, stört es ihn wohl eher nicht und du kannst, wenn du möchtest, sitzen bleiben.

Ich würde das tun, was ich will. Will ich woanders sitzen, setze ich mich um, wenn nicht, dann nicht. Und für den Fall, dass das unhöflich kommt: die Person ist meistens von der Blockade die normalerweise zwischen fremden Menschen besteht so in Schach gehalten, dass sie einen nicht darauf anspricht. Außerdem kann es dir egal sein, was wildfremde Menschen über dich denken.

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