Kommt drauf an, wer es ist, und wie wichtig es dir ist. Du kannst natürlich versuchen, auf jeden Menschen empathisch zu reagieren, aber das ist was für Fortgeschrittene. Ich würde erstmal differenzieren: Wenn es ein Werbeanruf ist, auflegen. Magst du denjenigen vielleicht nicht sonderlich, aber du musst noch Dinge klären und z.B. ein Geschäft abschließen, dass dir wichtig ist, freundlich bleiben, auf eine Lösung hinarbeiten und zukünftig keine Geschäfte mehr mit dieser Person machen. Ist es jemand, den du eigentlich gut kennst und wertschätzt, und der gerade nur eine schlechte Phase hat, ruhig bleiben, die Bedürfnisse dahinter rauszuhören versuchen und empathisch darauf eingehen. Sprich: prüfen, was derjenige braucht, was du brauchst, und nach einer Möglichkeit suchen, beides miteinander in Verbindung zu bringen.

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Angst.

Angst davor, nicht ok zu sein. Ausgenutzt zu werden, wenn man sich öffnet. Ausgelacht zu werden, wenn man etwas Neues versucht. Ausgestoßen zu werden, wenn man zu dem steht, was man liebt. Überhaupt zu lieben, weil man verletzt werden könnte. Schwach auszusehen, wenn man freundlich ist. Ohnmächtig zu sein, während einem alles weggenommen wird.

Angst ist es, die zu all den von dir genannten Dingen führt. Angst davor, dass eine angebliche Ordnung ausgehebelt wird und dass man in der Konsequenz zu leiden hat.

Angst, zu kurz zu kommen.

Angst, zu prüfen, wie man sich fühlt, und vielleicht feststellen zu müssen, dass man Angst hat.

Versteh mich nicht falsch, Angst hat ihre Berechtigung, sonst wären wir sicher schon längst ausgestorben. Aber so, wie sie praktiziert wird, gefördert wird, wie viele Menschen sie als Teil ihres Lebens akzeptiert haben und verteidigen, ist sie sehr, sehr schädlich. Für unsere Gesellschaft und die ganze Welt.

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Ich war lange Single und fand es zwischendurch wirklich schlimm. Entspannt hat sich alles erst, als ich angefangen hab, mit mir selbst mehr in Beziehung zu treten, mit mir ins Reine zu kommen und mich selbst zu lieben. Dann war ich auch bereit dazu, mich auf eine wirklich gute Beziehung einzulassen, statt in der Diskrepanz zu leben von "ich will irgendwen - aber nicht irgendwen". Inzwischen bin ich übrigens glücklich verheiratet.

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Ich bin Schriftstellerin und habe zwar Germanistik studiert, aber die wichtigsten Dinge für meinen Beruf hab ich dort nicht gelernt, das hab ich mir alles später angeeignet. Autor ist auch nicht gleich Autor. Willst du Verlagsautor werden, Selfpublisher, Hybridautor? Willst du die Massen ansprechen oder nur eine bestimmte Nische? Geht es dir darum, irgendwie damit Geld zu verdienen, oder willst du deine Botschaft mit der Welt teilen? Reicht es dir, Bücher nach Rezept zu schreiben, willst du große Literatur produzieren oder deine Kreativität ausleben, oder vielleicht eine Mischung? In welchem Verhältnis?

Du musst darauf nicht sofort Antworten haben, sowas kristallisiert sich auch mit der Zeit raus, ich empfehle bloß, nicht anzunehmen, dass du etwas studierst und dann fertig bist mit der Berufswahl. Mit dieser Einstellung musst du sehr viel Glück haben, um als Autor erfolgreich zu sein.

Mein Tipp: Lies Bücher von Autoren. Jede größere Bibliothek hat ein Regal mit Büchern zum Thema "Kreatives Schreiben". Informiere dich erstmal, was Autor sein für andere bedeutet, und prüfe anhand dessen, was es für dich bedeutet. Wessen Aussagen stimmst du zu, welche sind nicht dein Ding? Ich finde zum Beispiel gar nicht, dass man als Autor irgendwie kaputt sein muss, manche sehen das so. Ich finde auch nicht, dass mein Leben nur in Ordnung ist, wenn ich es auf die Titelseite einer Zeitung geschafft oder einen Literaturpreis bekommen habe. Ich liebe es, meine Ideen in einer ansprechenden Form aufs Papier zu bringen, dazu gehört Handwerk, das sich zu lernen lohnt, trotzdem muss man nicht allen Regeln folgen, man sollte sie nur kennen und bewusst brechen. Und man kann auch ein Buch schreiben, was vielen Menschen Freude macht, ohne alle Regeln zu kennen, das sollte bloß kein Dauerzustand sein.

Und was die Angst angeht, etwas falsch zu machen: die lohnt sich nicht. Ja, es wäre manchmal hilfreich, wenn sich mehr Autoren über die Qualität ihrer Arbeit Gedanken machen würden, aber meiner Ansicht nach werden Fehler in unserer Leistungsgesellschaft falsch bewertet. Erfolgreiche Menschen machen nicht weniger Fehler, sie machen mehr - und lernen draus. Das ist der Knackpunkt. Lerne, nicht nur nach Lehrplan, sondern vor allem über dich.

Zum Abschluss noch ein paar konkrete Empfehlungen:

Uschtrin Autorenhandbuch (wenn du weißt, dass du wirklich Autor sein willst, ansonsten lass davon erstmal die Finger, es ist zu speziell); Ray Bradbury: Zen in der Kunst des Schreibens; Diana Hillebrand: Heute schon geschrieben (für konkrete Tipps rund um das Handwerk des Schreibens); L.C. Frey: Story Turbo (fürs Plotten)

Wenn du Zeitschriften magst, könnte die "Federwelt" oder der "Selfpublisher" was für dich sein.

Als Kurs kannst du ja mal schauen, ob "Schreibglück" von Veit Lindau was für dich ist.

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Was bei deiner Frage fehlt, ist die Frage. Suchst du nach einer Lösung? Oder willst du dich in erster Linie auskotzen?

Da ich glaube, dass zumindest ein Teil von dir ernsthaft an einer Lösung interessiert ist, hier mein Tipp für dich: übe dich darin, deinen Groll loszulassen. Du hast eine Mauer aus "die anderen sind schuld" um dich herum errichtet, die dir geholfen hat, dich sicher zu fühlen, aber jetzt blockiert sie dich selbst. Das ist ganz normal, viele Menschen machen das so, es ist ein natürlicher Schutzmechanismus, der leider nicht ganz ausgereift ist. Das Gute ist: du hast die Macht darüber. Du kannst selbst entscheiden, wie du auf die Umstände reagierst. Dein Gehirn ist eine hocheffiziente Beweisführungsmaschine: solange du der Überzeugung bist, dass sich alles gegen dich verschworen hat, wirst du immer wieder versagen, weil dein Geist darauf eingestellt ist, nach Bestätigung für seine Annahmen zu suchen. Ändere deine Annahmen - nicht alle auf einmal, das funktioniert nicht, aber ersetze z.B. den Glaubenssatz "niemand versteht mich" durch "mein Talent kann erst gesehen werden, wenn ich bereit bin, es auf eine gute Weise mit anderen zu teilen" - such nach einer Formulierung, die sich für dich zumindest halbwegs richtig anhört, dann ist dein Gehirn eher bereit, sich daran zu gewöhnen. Du wirst sehen: mit der Zeit hast du auch mehr "Glück".

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Es gibt mehrere Möglichkeiten, ich vermute, es geht dir ähnlich wie mir früher: ein Teil von dir sieht deine Stärken, ein anderer Teil hat aber Zweifel und stuft dich absichtlich zurück, weil er Angst davor hat, zu sichtbar zu sein. Stark zu sein kann Stress bedeuten, du wirst mehr kritisiert, deine Fehler haben größere Konsequenzen, es kann passieren, dass du manche Menschen abschreckst und vielleicht sogar gegen dich aufbringst. Mein Tipp: tu es trotzdem. Freundlich, aber bestimmt. Vertrau dem, was dein Herz dir sagt, es weiß besser über dich Bescheid als die Menschen, die dir auch noch so gut gemeinte Ratschläge geben. Prüfe gründlich, was eine echte Bestärkung, was Schmeichelei, was deinem Weg dienlich und was hinderlich ist, und entspann dich. Selbstliebe bremst dich vielleicht eine kurze Zeit lang aus, weil sie dich darin blockiert, so zu sein, wie andere dich haben wollen, aber sobald du den Gedanken loslässt, dass du nicht ok bist, so wie du bist, geht dein Erfolgsweg los, und mit jedem Schritt, der sich richtig anfühlt, wird auch die Unsicherheit geringer, und irgendwann merkst du, dass du wirklich stark bist.

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Haben es Mädchen morgens bei der Körperpflege leichter als Männer weil sie sich nie rasieren müssen?

Wenn man morgens aufsteht aus dem Bett muss man sich jedes mal erst frisch machen also ins Bad und Männer müssen sich täglich rasieren und schwitzen auch mehr und riechen stärker und müssen duschen, rasieren, Haare kämmen und stylen, Nägel schneiden ab und zu, Zähne putzen, aufs WC gehen, Deo benutzen und anziehen Körperhaare lassen Männer meist stehen

dagegen Mädchen/Frauen haben ja keinen Bartwuchs und stehen auf und sind praktisch schon fertig und frisch immer ohne Bart

und der weibliche Körper ist auch fast völlig glatt, sauber und unbehaart aber es gibt ja das Beine rasieren für Damen. Haben also auch Damen hässliche Körperhaare und nur an den Unterbeinen oder auch sonst wo am ganzen Körper?

weil zb Blondinen haben meist einen völlig glatten, haarlosen, makellosen Körper und sind dadurch immer perfekt gepflegt nur schwarzhaarige Frauen haben auch Behaarung am Körper zb Damenbart, Wangen, Nacken, Arme, Beine

Frauen gehen auch duschen und müssen die Haare erst richten, Zähne putzen, Deo oder Parfüm zb, WC Gang, und so Dinge wie Nagellack, Ohrringe, Schmuck zb

weil ich denke immer Mädchen haben es wesentlich einfacher weil sie keine Körperbehaarung haben und so morgens ohne lästiges rasieren sofort fertig sind weil Mädchen wirken immer perfekt sauber und gepflegt. Aber müssen sie dafür auch jeden Morgen was tun oder stehen sie so schon immer auf?

zb Schauspielerinnen müssen auch in die Maske und Männer wie zb Obdachlose wirken ohne Körperpflege sehr schnell ungepflegt mit Bartwuchs und fettigen Haaren durch die männlichen Hormone. Und Mädchen sind immer leicht, frisch, sauber, duftend, glatt, bildhübsch da sie kein Testosteron haben

zwar haben manche Mädchen auch mehr Testosteron was zu starker Scham und Achselbehaarung, auch zu Akne im Gesicht, fettigen Haaren führt und auch Haare an Beinen, Armen, Brust, Rücken bringen kann doch meist ist der weibliche Körper neben Scham und Achseln völlig glatt und rein und müffelt auch kaum durch Schweiß zb nur die Periode kann riechen

Also stimmt das, sind Mädchen immer bildhübsch und müssen morgens kaum was dafür tun (sicher sexy stylen ja aber keine mühsame, lästige Haarentfernung)

Lippenstift, Eyeliner, Rouge zb muss ja nicht sein weil Mädchen sehen auch in Natur immer perfekt bildhübsch aus und wissen sie das auch? :)

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Frauen haben auch Körperbehaarung, Schweiß, Pickel, Falten, usw.

Dieses Gefühl von "die anderen haben es ja leicht, bei denen ist ja alles schon toll" haben viele Menschen, egal welchen Geschlechts. Geh doch mal von der anderen Seite an das Thema heran: wie kommst du darauf, dass du nicht vollkommen in Ordnung bist, so wie du bist? Genau so wie du denken viele Mädchen auch. Und dann gibt es noch die, die Körperpflege betreiben, weil sie genau wissen, wie super sie auch ohne sie aussehen, und das ganz bewusst und aus freien Stücken noch steigern wollen. Das nennt sich dann Stil. Aber die meisten tun es, weil sie sich für nicht gut genug halten. Das hat rein gar nichts mit irgendwelchen Hormonen zu tun. Klar gibt es Unterschiede in der Menge oder der Farbe der Haare, im genauen Geruch, aber jeder Mensch kann sich hässlich oder schön fühlen, oder auch schlampig oder gepflegt sein.

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Dies ist bereits meine Einstellung, deshalb ermutigt es mich insofern, als ich mich damit bestätigt fühle.

Tipp: Wenn du das Gedicht hier mit reinstellst, kriegst du wahrscheinlich auch mehr Antworten.

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50-100€

Ich kaufe für mich und meinen Mann ein und gebe ca. 350€ im Monat für Supermarkteinkäufe (Lebensmittel + kleine Haushaltsgegenstände) aus plus ca. 120€ im Monat für Restaurantbesuche. Durch 2 gibt das etwa 175 + 60 -> 235€, geteilt durch 4 sind knapp 60€ pro Woche.

Es geht aber sicher noch günstiger, wir kaufen gern Bio und gehen wie gesagt auch gern öfter mal essen. Interessiert es dich einfach so oder brauchst du einen Tipp, wie du dein Budget besser handhaben kannst?

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Für Klarheit sorgen, ehrlich sein und Verantwortung übernehmen. Und draus lernen.

Wenn sie "vielleicht" schwanger ist, soll sie erstmal einen Schwangerschaftstest machen, vielleicht ist es auch falscher Alarm (aus dem du nichtsdestoweniger einige wichtige Lektionen lernen kannst). Wenn sie es ist, sprich mit ihr und allen potenziellen Vätern. Informiert euch, wie ein Vaterschaftstest funktioniert, wer die Kosten übernimmt etc. (und wenn ihr schon dabei seid, informiert euch auch gleich noch, wie das mit dem Verhüten funktioniert, es ist nicht so schwierig). Steht dazu, dass ihr schlecht kommunizierten, ungeschützten Sex hattet, und überlegt euch, wer welche Verantwortung zu tragen bereit ist. Wenn dabei keine sinnvolle Einigung zustandekommt, kann sie auch noch über eine Abtreibung nachdenken, aber das liegt bei ihr. Wenn sie sich dafür entscheidet, das Kind zu bekommen, und es sich herausstellt, dass du der Vater bist, musst du klar kriegen, was das für dich heißt. Sie zu ignorieren wird dir ein kleines Problem vom Hals schaffen, dafür aber viele weitere nach sich ziehen. Denn es wird einen Menschen auf der Welt geben, der deine Unterstützung gebraucht hätte und du sie ihm verweigert hast. Damit musst du leben.

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Jein. Geld kann einem zu Macht verhelfen, es ist schon etwas dran an dem, was du sagst, dass Geld ein starker Motivator ist, Dinge zu tun, die man ohne diesen Motivator vielleicht nicht tun würde. Allerdings ist dein Argument lückenhaft. Dass es ein Scheinargument ist, dass dein Geld abgelehnt werden kann, ist nur dann so, wenn du die einzige Option bist, das Überleben oder andere Bedürfnisse, die derjenige höher priorisiert als z.B. die Würde, die du ihm durch deine Forderung aberkennen willst, zu erfüllen. Das ist aber normalerweise nicht gegeben, und nennt sich dann üblicherweise Erpressung. Geld ist zum Überleben notwendig, das ist größtenteils korrekt, allerdings besteht selten eine Einschränkung dazu, wo dieses Geld herkommt und wie viel man unbedingt braucht. Wo der eine in einem Job schuftet, den er hasst, und sich dann einen BMW kauft, um mit dem Prestige sein Leid zu rechtfertigen (was absolut legitim ist, für mich wärs halt nix), geht der zweite dem nach, was er am liebsten tut, und fährt dann eben nur mit einem Fiat oder mit dem Fahrrad. Ich persönlich bevorzuge es, mich mit dem, was ich liebe, so deutlich zu zeigen, dass die Menschen, die mich dafür gerne bezahlen, mir ermöglichen, alles zu kaufen, was ich wirklich möchte (da gehört ein protziges Auto dann gar nicht mehr dazu, ich mag lieber ein Auto, das zugleich schön und praktisch ist). Das geht auch. Es erfordert mehr Einsatz in Bezug auf die Positionierung, das Investition in Reflexion und Selbstliebe, aber daraus entsteht eine ganz andere Macht, als du sie definierst: tun zu können, was man will, unabhängig davon, ob der andere sich bereits Gedanken darüber gemacht hat, was er selbst will (was die meisten als "unfreiwillig" beschreiben, ist nämlich meistens eine Entscheidung, die sich ihrer Konsequenzen nicht bewusst ist).

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Wettschulden sind ein Zeichen deines Irrtums und ein Prüfstein deiner Zuverlässigkeit. Konsequenzen hat es so oder so, die Frage ist, wo deine Prioritäten liegen. Wenn dir deine aktuelle Finanzlage und zeitweise Überlegenheit wichtiger sind als deine Reputation, nimmst du damit in Kauf, dass du dir deine zukünftigen Möglichkeiten erschwerst. Wenn du die Verantwortung dafür übernimmst, ist das ja ok - ich bezweifle allerdings, dass du das willst.

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Dein wahres Ich zu erkennen, wird dadurch erschwert, dich von anderen definieren zu lassen. Hilfreich hingegen ist es, die Ideen, die andere an dich herantragen, wie du sein könntest, als Möglichkeiten anzunehmen und darauf zu prüfen, was du wirklich willst. Für mich klingt es so, als wäre diese Maske sehr mit deinen Wunschvorstellungen von dir verknüpft. Der Trick ist, dass du nicht darauf angewiesen bist, dich selbst zu verleugnen, um interessanter zu werden. Finde heraus, was dich an der Vorstellung, die deine Maske verkörpert, so reizt, und finde den Weg, auf dem du ohne sie dorthin gelangst. Ist am Anfang etwas anstrengender, lohnt sich aber langfristig mehr, weil du keine Diskrepanz aufbaust zwischen dem, wie du bist, und dem, wie du dich zeigen willst.

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Der einfachste und zugleich nützlichste Weg zur Macht führt in dich selbst. Du hast nämlich bereits jede Menge Macht, du hast sie nur zugebaut mit Glaubenssätzen, Zweifeln, Dünkeln usw. Die Frage ist: warum willst du mächtig werden? Wahrscheinlich fehlt dir das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Du kannst dieses aber auch jetzt schon erlangen, indem du dich für das öffnest, zu dem du bereits in der Lage bist. Dann ist es natürlich noch eine Übungsfrage. Die Macht, die Welt zu verändern, kommt dann an zweiter Stelle. Denn andere Menschen lassen sich vor allem dann zum Besseren (und nur darum wird es dir gehen, wenn du mit dir selbst im Reinen bist - und wenn du es nicht bist, nützt dir der höchste Posten auch nichts) bringen, wenn sie merken, dass du auf dem richtigen Weg bist und sie das auch wollen.

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Kommt drauf an, welche Aspekte man sich ansieht. "Der Wolf versteht nicht, dass er keine Tiere reißen soll" ist durchaus korrekt, denn er hat keinen Einblick in die menschliche Moralvorstellung und vor dem Hintergrund seines Überlebens ist es ganz natürlich, seinen Instinken den Vorzug vor den Wünschen einer anderen Spezies zu geben. "Er versteht es nur tot" ist zweigeteilt. Auf der einen Seite hat ein Wolf nicht dieselbe Vorstellung von Bestrafung und Konsequenz, wie es manche Menschen haben (mit Betonung auf manche, deswegen hält Todesstrafe für Menschen auch nur manche davon ab, kriminell zu werden), ein toter Mitwolf führt für ihn nicht zu der Schlussfolgerung, dass Tiere reißen falsch ist. Er lernt dadurch höchstens, dass es dort gefährlich ist und man diese Stelle besser meidet - was sich durch einen Elektrozaun oder andere Alternativen (von denen es zu Genüge gibt) deutlich nachhaltiger erreichen lässt. Abgesehen davon, dass man im toten Zustand nichts mehr verstehen kann. Ist die Aussage also dumm? Sagen wir nicht komplett durchdacht. Ist sie kalt? Ich würde sagen, keineswegs, sondern überaus erhitzt und emotionsgeladen, gerade aufgrund ihrer Logiklücken. Eine logisch mögliche, aber kalte Aussage wäre z.B.: Ein Tier hat nicht dieselbe Kommunikation wie der Mensch, für mich sind Menschen der einziggültige Maßstab, daher sehe ich es als angemessen an, jedes Tier nach meinem Gutdünken töten zu können. (Die Aussage ist anfechtbar in ihrer Konsequenz, aber nicht in ihrer Logik - wenn A, dann B, allerdings lässt sich A grundsätzlich in Frage stellen).

Das Problem ist, dass es nicht um die Aussage selbst geht, das aber gerne so dargestellt wird. Es bestehen auf beiden Seiten Sorgen und Unsicherheiten, um die eigene Existenz (als Weltenbürger, der auf ein intaktes Ökosystem bedacht ist, und als Schäfer oder anderes, der seine Lebensgrundlage gefährdet sieht) und um die eigene Selbstachtung (wenn ich zugebe, dass der andere vielleicht nicht ganz falsch liegt, wer bin ich dann noch?). Erst wenn ehrlich auf diese eigentlichen Probleme geschaut wird - und zwar vor allem bei sich selbst und nicht beim anderen! - kann ein Dialog auf Augenhöhe möglich werden, der dann auch sinnvolle Konsequenzen für alle sucht. Die Frage an dich ist also: was erhoffst du dir davon, diese Aussage moralisch einordnen zu können? Geht es dir um ein Feind- oder ein Selbstbild? Und hängt das nicht vielleicht auch zusammen?

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