Hund "Probleme", Bellen

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Dein Hund ist dominant und meint, er muss Dich beschützen, da er Dich nicht dazu in der Lage sieht, es selbst zu tun (mein Hund macht/e das nämlich auch und ein Hundetrainer hat mir das so erklärt). Ich habe meinen Hund immer sitzen lassen wenn Besuch kam (und tue es noch) und er darf erst aufstehen, wenn ich es erlaube. Damit ist er so beschäftigt, dass er kaum noch bellt. Und ab und zu ein Beller... was soll's. ;-)

Ok ich probier das mit dem Sitzen, aber es geht eigentlich nicht konkret um Besuch. Vielleicht hatte sie beim Nachbar gebellt, weil ich mich kurz erschreckt hatte, weil ich jemand anders erwartet hatte. Normalerweise freut sie sich nämlich über alle, die klingeln, egal ob Postbote, Familie oder Freunde.

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@riverbelow

Wichtig ist, dass du generell die Verantwortung trägst. Was fremde Personen angeht: Nimm den Hund immer vom Geschehen weg. Wenn euch jem entgegen kommt läufst du an der Person vorbei und der Hund ist auf der anderen Seite, ohne das Kontakt entstehen kann. Wenn es klingelt Hund an die Leine und HINTER dir (wenn er gut hört kannst du ihn absitzen lassen und gehst alleine zur Tür).

Ich würde dir dennoch raten, dir mal einen guten Trainer kommen zu lassen. Das alles bringt nichts, wenn es nicht korret umgesetzt wird und dazu muss man euch mal ein wenig im Auge behalten ;)

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@TygerLylly

Absolut richtig. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass man das Absitzen über Wochen(!) trainieren muss bis der Hund es zuverlässig macht.

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@butz1510

Ich würde da die Variante mit der Leine immer bevorzugen. Wenn der Hund ein Mal nicht hört, fängt man bei null an und das verhindert die Leine einfach ;)

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@butz1510

Ja, ist es auch ;) Alternativ (so mache ich es mit meinen, habe drei) kann man dem Hund auch beibringen, dass das Klingeln für ihn heißt in einen bestimmten Raum zu gehen und dann wird die Tür zu gemacht und fertig. Meine bellen zwar keine Leute an oder so, aber mit drei Hunden an der Tür und nem Postboten mit Angst ist es immer kompliziert :D Haben die sich sehr schnell dran gewöhnt.

In dem Fall könnte der Hund dann an der Leine aus dem Raum geholt werden und auch erstmal an dieser bleiben, wenn es Besuch ist, der dann auch noch die Dreistigkeit zu besitzen rein zu kommen ;)

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@TygerLylly

Genau. Mein Hund läuft jetzt immer in die Küche (war aber nicht meine Idee, sondern seine eigene - warum auch immer), sobald der Besuch an die Wohnungstür kommt. Das ist nicht schlecht.

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Ich gebe TygerLilly vollkommen Recht, du bist für die Sicherheit verantwortlich, wie für das Bellen.

Hier ein Tipp, wie du es zuverlässig unterbinden kannst.

Tipp gegen Bellen

Gehe, wenn dein Hund bellt, ganz ernst auf ihn zu und schaue ihm fest in die Augen, dann lege deinen Zeigefinger auf deine Lippen und Zische ein ganz energisches/gefährliches "PSSSSST" direkt in sein Gesicht, beuge dich dazu runter, er muss es spüren können das : PSSSST.

Das wird ihn total überraschen und er wird einen Moment still sein. Dann direkt ein Leckerchen geben und loben. So wiederholst du es ganz konsequent, ab jetzt jedes mal. Es ist wichtig, diese Überraschungsmoment auszunutzen.

Da es ja verschiedene Arten des Bellens gibt, suche dir die leichteste Form aus und fange damit an. Vielleicht kannst du es im Hause am schnellsten beeinflussen. Wenn er z.B. bellt, wenn der Postbote oder die Zeitung kommt oder ein Besucher oder jemand geht durch eueren Hausflur oder vor dem Haus geht jemand vorbei.

Dann soll er auf seinen Platz gehen, du sagst PSSSST und schaust als verantwortlicher Rudelboss sofort im Fenster nach (nachdem er ruhig ist), wer da vor dem Hause steht usw.

Dabei übertreibst du etwas theatralisch, so als ob du wirklich um die Sicherheit bemüht wärest, ziehst die Gardine weg, öffnest das Fenster, beugst dich raus. (Das sind für den Hund alles Körpersprache, für dich ist es übertrieben). Denn für die Sicherheit ist nur der Rudelboss verantwortlich, also Du, er darf nur kurz melden und muss sonst still sein (das ist die nonverbale Botschaft für den Hund).

Wenn er draußen bellt, greifst du erst ein, wenn er zu Hause das Bellen lässt, du kannst nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen, sonst dauert es nur länger, bis er dich ernst nimmt, dass du wirklich die Rudelbossrolle selbst übernehmen willst. So gehst du nach und nach alle Bellformen oder Anlässe nacheinander durch.

Draußen machst du es genauso, nur im Notfall so deutlich, wie am Anfang.

Mittlerweile wird er deine Körpersprache kennen und dich auch so verstehen. Falls erforderlich, aber dann wieder volle Pulle, so wie am Anfang.

Auch in einer TV-Beratersendung habe ich diesen Tipp mal gesehen und dort wurde gezeigt, dass man es in härtnäckigen Fällen, dass PSSST mit einem Wäsche-Spräyer Strahl verstärken kann und draußen auch mit Spucke verspräyen.

Diesen Tipp habe ich 2 mal bei einem hartnäckigen Pensionsgast, der ein Dauerbeller war, gemacht und es hat sofort geklappt.

Meine laienhafte Erklärung dafür, dass es so schnell wirkt ist, dass PSSST eben dem Warn-Zischen einer Schlange nahekommt. Was wir Menschen, wie auch viele Tiere im Unterbewusstsein abgespeichert haben, obschon sie es vielleicht noch nie gehört haben. Da kommt wohl die Lautsprache und Zeichensprache zusammen. Versuche es einmal ernsthaft und du wirst über den Erfolg erstaunt sein.

http://www.gutefrage.net/nutzer/Portbatus/tipps/neue/1

Weitere Tipps zum Thema Hund findest du in meinem Profil, wenn du auf diesen Link klickst und bei meinen Tipps "rumschnüffelst".

Ich finde schade, dass du immernoch nocht erkannt hast, dass das Zischen ebenso unnötig ist wie Sprays und Rütteldosen - das hat leider nichts mit artgerechter Erziehung oder Kommunikation zu tun sondern ist lediglich Erzeugen von Meideverhalten -.-

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@TygerLylly

Sprichst du da aus Erfahrung?

Bei meiner Kleinen, 6 Monate, habe ich es nur einmal machen müssen und seit dem ist es vergessen.

Ich habe seit 60 Jahren gute Erfahrungen damit gemacht.

Was ist daran schlecht, sie weiß jetzt, ich bin für solche Dinge "zuständig" und akzeptiert es sofort, ganz ohne Druck oder sonst etwas. Bei anderen Dingen musste ich mehr "Überzeugungskraft" aufwenden.

Viele Wege führen nach Rom und dieses ist ein einfacher und zuverlässiger Weg. Wenn du andere, noch effektivere, schnellere Wege kennst, lege es offen, ich bin sehr interessiert.

Aber nur etwas schlecht machen, ohne einen konstruktiven Gegenvorschlag zu machen, finde ich im Sinne von GF wenig hilfreich.

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@TygerLylly

Mir wäre die Gefahr, dass der Hund ins Gesicht beißt mit dem Zischen einfach zu groß.

Ich finde es eher schade, dass bei jedem Bellen immer die gleiche Antwort gegeben wird, wo man gar nicht von hieraus erkennt, warum der Hund nun bellt.

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@Matrix2k5

Die Gefahr besteht nicht, weil es einen Überraschungseffekt gibt.

In Jahrzehnten, am Meisten habe ich es als Kind angewendet, habe ich damit noch nie ein Problem gehabt. Es hat also nicht unbedingt etwas mit "Boss-Autorität" zu tun.

Ich habe gesehen, wie es hier in Portugal ein TA in seiner Praxis angewendet hat, für eine ganze Meute. Oder auf einer Hundeausstellung.

Matrix, es ist international verbreitet und wahrlich nichts Schlimmes.

Den selben Text verwende ich, weil es das gleiche Problem ist.

Du lässt dir ja auch nicht ein Neues Auto neu konstruieren, wenn du ein Neues brauchst, sondern nimmst wahrscheinlich eines von der Stange oder wenn deine Freundin ein Backrezept von dir braucht, dann nimmst du eines was du schon hast oder erfindest es jedesmal neu ??????????

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@Portbatus

Ich muss Portbatus insofern rechtgeben, dass Zischen nützlich ist. Hab das in vergangener Zeit schon öfters benutzt um Fehlverhalten zu unterbinden und es klappt. Aber langsam macht sie sich auch nichts mehr draus. Das ist bei jedem Hund anders. Mein Hund bellt aber nicht bei Besuch, sie bellt, wenn sie merkt, dass ich vor Leuten Angst habe. Denkt ihr Maul zuhalten oder draußen einfach nicht beachten und konsquent weiterlaufen ist eine Lösung? Und falls es nicht klar wurde: Sie bellt nicht oft, ansonsten ist sie eigentlich ein sehr ausgeglichener, ruhiger und geduldiger Hund.

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@riverbelow

riverbelow

Im allgemeinen wundere ich mich, dass so vielen Hunden das bellen abtrainiert werden soll. Kommt ja auch keiner auf die Idee einer Katze das Mauzen ab zu gewöhnen.

Bellen hat einen Sinn. Jedes Bellen drückt ein Gefühl aus , was es gilt ernst zu nehmen und zu beheben bzw für bessere Stimmung zu sorgen.

Maul zu halten ist keine gute Idee riverbelow . Besser wäre es, der Situation in der Du Angst hast aus dem Weg zu gehen.DIch weiter weg zu stellen.Wenn Dein Hund bellt, wenn Du Angst hast, geht er mit Deinem Gefühl mit. Also gehe einfach aus dem Weg und schaue , dass Du mit Deiner Angst in dem Moment umgehen kannst. Und wenn der Hund bellt, wenn Du Angst hast, dann bellt er eben. Weißt Du was ich meine? Ist doch nich t schlimm Du gehst weiter und gut ist.

Die sonstigen Situationen musst Du dir genau anschauen, warum er bellt, und dann an dem Gefühl was der Hund hat arbeiten. Beziehung auf bauen, Sicherheit geben.

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@riverbelow

Riverbellow, mein Tipp bezieht hauptsächlich auf´s Dauerbellen.

Alle anderen Bellsignale nehme ich ernst und handele entsprechend. Unsere Hunde bellen normalerweise zum melden und dass ist für mich OK.

Die Kleine hatte es mal ein Zeitlang drauf sich dann hinzusteigern und dann habe ich den tipp einmal angewendet und seit dem, kam es nicht mehr vor.

Insofern geben ich Sophia40 recht.

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@Portbatus

Riverbelow, noch ein kleiner Nachtrag.

Wenn du das Zischen so oft anwendest, hast du ja selbst schon gemerkt, verliert es seine Wirkung.

Der Große, wie auch die Hündin habe es jeweils nur 1-2mal kennengelernt.

Wenn du ein unerwünschtes Verhalten unterbinden willst, gibt es viele andere Möglichkeiten. Es würde diesen Rahmen sprengen darauf einzugehen.

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@sophia40

Sophia40, ich war mir was das mit dem abtrainieren angeht ja auch nicht sicher, deshalb meine Frage. Ich bin nämlich auf der einen Seite froh, zu wissen, dass wenn ich in Gefahr sein würde (z.Bsp bei Einbrechern), mein Hund mich beschützen wird. Auf der anderen Seite ist das unangenehm, wenn mein Hund bellt, weil sie die Situation gerade falsch eingeschätzt hatte. Aber da die meisten meinten, dass sie mich nicht beschützen soll, weil ich der Rudelführer sein sollte, hat mich das verunsichert. Ich glaube ich lass mal alles so wie es ist, solange sich das mit dem Bellen nicht anhäuft und befrag dazu mal meinen Hundetrainer. Außerdem ist sie auch erst ein Jahr alt, da werden wohl noch einige Schritte zum "perfekten" Hund benötigt werden.

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Nein, das ist nicht zu akzeptieren. Der Hund soll nicht DICH beschützen sondern DU IHN. Du bist "Rudelführer", demnach ist es deine Aufgabe.

Du solltest in jedem Fall daran arbeiten, damit das nicht Überhand nimmt und er evtl. auf Dauer sogar zum Angstbeißer wird.

Das ist ein völlig normales Verhalten. Den Beschützerinstinkt sollte man nicht abtrainieren. Wenn einem das Bellen zu sehr stört, kann man das abtrainieren. Dazu gibt es spezielle Halsbander. Danach kannst du einfach googeln.

Sorry, aber die Antwort ist einfach schlecht.

Ein Hund soll keinen "Beschützerinstinkt" entwickeln, denn das kann ganz schnell mal gefährlich werden. Und man legt einem Hund schonmal garnicht deswegen ein "spezielles Halsband" um - egal ob dies mit Strom, Wasser oder Druckluft arbeitet, es hat am Hund nichts zu suchen!

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Ich würde an deiner Stelle daran arbeiten. Such eine gute Hundeschule auf, die dir aufzeigen kann, wie du daran arbeitest.

Ein Tipp kann ich dir auf den Weg mitgeben. Lass die Finger von Wasser, Rappeldosen oder Antibellhalsbänder - was ja auch zu gerne hier geraten wird. Das kann dein Problem noch verschlechtern oder aus deinem freundlichen Hund ein angstaggressiven Hund machen.

Hier also solche Tipps ignorieren und eine Hundeschule meiden, die so arbeitet.

LG Melanie

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