Hilfe Inkasso brief?

 - (Recht, Bank, Rechnung)

18 Antworten

Ob du am 5.6.2019 eingekauft hast oder nicht, das können wir dir nicht beantworten. Wie hier schon steht, solltest du deine Kontoauszüge anschauen. Allerdings muss das Inkasso dir alle Details mitteilen. Du könntest also folgendes zum Inkasso schicken:

"Wertes Inkasso. Ich habe keine Ahnung, worum es hier gehen soll. Sie werden aufgefordert, unverzüglich sämtliche Informationen gemäß §11a RDG mitzuteilen, insbesondere Ort des Einkaufs und Waren, sowie Unterschrift."

Oder du bist dir sicher, dass du es nicht warst.

"Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück. Ich habe nichts eingekauft und auf meinem Konto ist auch keine Rücklastschrift sichtbar. Wenn Sie mich nicht in Ruhe lassen, werde ich aktiv gegen sie vorgehen."

Die Rücklastschriftgebühr ist deutlich zu hoch. Manche Gerichte akzeptieren nur 3,65€. Ich würde maximal 5€ akzeptieren. Das darf auch nur die Gebühr sein, die der Gläubiger von seiner Bank in Rechnung gestellt bekommen hat.

Bei den Ermittlungskosten geht es um deine Adresse. Die haben ja nur deine Kontonummer, mehr nicht. Da ist aber 10€ die Höchstgrenze. Das ist der Preis, den die Schufa für eine Adressrecherche derzeit nimmt. Die Inkassokosten sind die für ein Schreiben einfacher Art. Die könnte man akzeptieren oder du fängst das Diskutieren an. Denn es gibt auch gute Gründe, warum nichts davon durchsetzbar ist.

Wenn du also rausgefunden hast, worum es geht und es tatsächlich eine Rücklastschrift gab, dann schuldest du die Hauptforderung, Zinsen, sowie den angesprochenen Teil der Rücklastschrift und Adressermittlung.

Wenn du zwar eingekauft hast, aber es keine Rücklastschrift gab (technischer Fehler bei H&M beispielsweise, sie haben es also nie probiert), dann schuldest du auch nur die Hauptforderung.

Woher ich das weiß:Hobby – Mitglied AK Inkassowatch, jahreslanges Studium

Einer Mahnung bedarf es nicht; die berechtigte zahlungsaufforerung reicht völlig aus.

Reagieren Sie nicht wie gefordert, wird das ganze noch teuerer, indem die Forderung tituliert wird.

Ist der Titel gegen Sie erstmal mit weiteren käftigen Zusatzkosen im Raum, kommt es zu Kontopfändungen oder Sie bekommen Besuch vom Gerichtsvollzieher.

Zahlen Sie, falls SIe sicher sind, dort gekauft zu haben und gut ist.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
Wie ich aus dem Schreiben rauslesen konnte, muss es ja eine Zahlung gewesen sein, die ich vor Ort mit Karte getätigt habe

Lastschrift kann auch sein, dass es von deinem Konto abgebucht wird.

Ruf doch am besten bei H&M an und frage nach was du gekauft haben sollst, wenn du dich nicht erinnern kannst und an welche Adresse die Ware gesendet wurden.

Schau auf deinen Kontoauszügen nach, ob eine Abbuchung vorgenommen wurde und diese wieder Rücküberwiesen wurde, weil das Konto nicht ausreichend gedeckt war.

Aber setze dich am besten erst einmal mit H&M in Verbindung, dass du dir die Rechnung zukommen lässt, dann siehst du was auf dieser steht.

Ich kann damit gerade nicht viel anfangen, weil ich mich gar nicht daran erinnere was ich überhaupt zur er Zeit gekauft haben könnte.

Ob Du etwas gekauft hast oder nicht, weiß hier auch niemand.

Wie ich aus dem Schreiben rauslesen konnte, muss es ja eine Zahlung gewesen sein, die ich vor Ort mit Karte getätigt habe.

Nein, in dem Schreiben steht mittels Lastschriftverfahren.

Zudem habe ich keine Mahnung oder sonstige Aufforderung (per Mail, postalisch etc.) bekommen. Ist es rechtens da direkt ein Inkasso Unternehmen zu beauftragen?

Ja, H&M konnte den Betrag nicht von deiner angegebenen Kontonummer abbuchen und gibt den Fall entsprechend weiter.

Lastschritverfahren bezieht sich auch auf Kartenzahlungen.

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@wiralle2010

Ja aber nicht mittels PIN sondern eben Lastschrift und mit Unterschrift.

Dies idR bis 25,-€ Lt. Frage ist der Betrag der Hauptforderung über 25,-€ welches ein Bezahlen mit PIN erforderlich macht, da erfolgt gleich eine Anfrage an die Bank und nicht per Lastschrift.

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@Antitroll1234

Nein, ob bzw. ab welchem Betrag bei einer Kartenzahlung die PIN abgefragt wird, ist Sache des Händlers bzw. dessen Zahlungsdienstleisters.

Dass der Zahlungsbetrag größer als 25 Euro ist, sagt nichts darüber aus, ob es eine Kartenzahlung mit Unterschrift gewesen sein kann.

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Es geht hier ja darum, dass du mit einem nicht gedecktem Konto eingekauft hast, nicht darum, dass du eine Rechnung nicht pünktlich bezahlt hast.

Insofern bedarf es keiner Rechnung oder Mahnung.

Wenn du das allerdings nicht warst, dann solltest du herausfinden, wie deine Karte in den Laden gekommen ist.

Ok, ich verstehe! Vielen Dank!

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